{"id":351009,"date":"2025-08-17T05:47:14","date_gmt":"2025-08-17T05:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351009\/"},"modified":"2025-08-17T05:47:14","modified_gmt":"2025-08-17T05:47:14","slug":"merz-schliesst-nach-alaska-territoriale-zugestaendnisse-an-russland-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351009\/","title":{"rendered":"Merz schliesst nach Alaska territoriale Zugest\u00e4ndnisse an Russland nicht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/7463416012307168.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"8507\" height=\"5671\" alt=\"German Chancellor Friedrich Merz attends a joint press statement with Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy following talks with European and U.S. leaders in Berlin, Germany, Wednesday, Aug. 13, 202 ...\" data-image-id=\"7463416012307168\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Gebietsabtretungen im Gegenzug f\u00fcr ein Ende des russischen Angriffskriegs scheint Merz prinzipiell nicht auszuschliessen.Bild: keystone<\/p>\n<p>17.08.2025, 06:1317.08.2025, 06:13<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Nach dem Ukraine-Gipfel von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin wollen die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs politisch einseitige Entscheidungen zulasten Kiews verhindern. Am Sonntag solle eine Videoschalte der \u00abKoalition der Willigen\u00bb stattfinden, hiess es aus dem \u00c9lys\u00e9e-Palast in Paris. Damit sind die Verb\u00fcndeten der Ukraine gemeint, die zur Unterst\u00fctzung einer friedenssichernden Mission bereit w\u00e4ren. Unterdessen will der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj nach Washington reisen, um dort am Montag mit Trump zu sprechen.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Trump hatte Putin am Freitag zu einem Gipfeltreffen in Alaska empfangen und seinem diplomatisch weitgehend isolierten Gast dabei buchst\u00e4blich den roten Teppich ausgerollt \u2013 obwohl gegen Putin ein internationaler Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen vorliegt. Konkrete Gespr\u00e4chsinhalte gaben die beiden danach nicht preis. Allerdings kassierte Trump seine bisherige Forderung nach einer Waffenruhe vor etwaigen Friedensverhandlungen wieder ein \u2013 und schwenkte damit auf Putins Linie ein, ohne dass der russische Pr\u00e4sident selbst sichtbare Zugest\u00e4ndnisse gemacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Trump empf\u00e4ngt Putin in Alaska<\/p>\n<p>1 \/ 26<\/p>\n<p>Trump empf\u00e4ngt Putin in Alaska<\/p>\n<p>Donald Trump bei der Ankunft in Anchorage.<\/p>\n<p>quelle: keystone \/ julia demaree nikhinson<\/p>\n<p><a href=\"\" target=\"_blank\" aria-label=\"Auf Facebook teilen\" class=\"watson-sharebar__panel__icons-fb mr-2\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/facebook.png\" alt=\"Auf Facebook teilen\" width=\"20\" height=\"20\" loading=\"lazy\" class=\"h-5 w-auto lg:h-4\"\/><\/a><a href=\"\" target=\"_blank\" aria-label=\"Auf X teilen\" class=\"watson-sharebar__panel__icons-tw mr-2\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.watson.ch\/_watsui\/static\/img\/socialicons\/icon_filled_x.svg\" alt=\"Auf X teilen\" width=\"20\" height=\"20\" loading=\"lazy\" class=\"h-4 w-auto lg:h-3\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Zwar wurde das aus Sicht der Europ\u00e4er schlimmste Szenario, ein Deal \u00fcber den Kopf der Ukrainer hinweg, vorerst nicht zur Realit\u00e4t. Doch die Ern\u00fcchterung nach den intensiven Absprachen im Vorfeld \u2013 auch mit Trump \u2013 war deutlich sp\u00fcrbar. Putin durfte am Rednerpult neben seinem Gastgeber einmal mehr deutlich machen, dass f\u00fcr einen stabilen Frieden zuallererst die Grundursachen des Konflikts beseitigt werden m\u00fcssten, so wie er sie definiert. Trump liess das unwidersprochen \u2013 und betonte sp\u00e4ter in einem TV-Interview, er rate Selenskyj dazu, einem \u00abDeal\u00bb mit dem milit\u00e4risch \u00fcberlegenen Angreifer zuzustimmen.<\/p>\n<p>Putin verlangt angeblich kompletten Donbass<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Besonders heikel ist die Frage m\u00f6glicher Gebietsabtretungen, die Kiew bislang strikt ablehnt. US-Medien zufolge soll Putin verlangt haben, den kompletten Donbass im Osten der Ukraine Russland zuzuschlagen. Trump habe diese Forderung an Selenskyj weitergereicht, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg, die Zeitung \u00abNew York Times\u00bb und die Nachrichtenseite \u00abAxios\u00bb jeweils unter Berufung auf informierte Kreise. Gegenw\u00e4rtig kontrolliert Moskau nur Teile des Donbass.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Nach dem Gipfel informierte Trump die wichtigsten europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs am Samstagmorgen \u00fcber sein Gespr\u00e4ch mit Putin. Darin habe Trump erfreulicherweise nicht einen einzigen der vorher von den Europ\u00e4ern und Selenskyj festgelegten f\u00fcnf Kernpunkte infrage gestellt, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in einem ZDF-Interview.<\/p>\n<p>Merz schliesst territoriale Zugest\u00e4ndnisse nicht aus<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Mittlerweile h\u00e4lt der CDU-Vorsitzende auch Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland ohne vorherigen Waffenstillstand f\u00fcr vertretbar \u2013 vorausgesetzt, es komme schnell zu einem Abkommen. \u00abWenn das gelingt, ist das mehr wert als ein Waffenstillstand, der m\u00f6glicherweise \u00fcber Wochen andauert \u2013 ohne weitere Fortschritte in den politischen, diplomatischen Bem\u00fchungen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In der Schalte sei es auch um m\u00f6gliche territoriale Zugest\u00e4ndnisse an Russland gegangen, sagte Merz. Gebietsabtretungen im Gegenzug f\u00fcr ein Ende des russischen Angriffskriegs schien er dabei prinzipiell nicht auszuschliessen: \u00abKeine territorialen Zugest\u00e4ndnisse, bevor es nicht einen Friedensvertrag gibt\u00bb, umriss Merz die Vorgabe in einem ARD-\u00abBrennpunkt\u00bb. Sp\u00e4testens mit einem solchen Friedensvertrag m\u00fcssten dann auch Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine in Kraft treten. Dass auch die USA bereit seien, sich an solchen Sicherheitsgarantien zu beteiligen, bezeichnete Merz als gute Nachricht.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Allerdings liess der Kanzler auch leise Kritik an der Inszenierung des Alaska-Gipfels und der Aufwertung Putins durchklingen. \u00abEs war ein grosses Protokoll. Die Presse in Russland jubelt. Ein bisschen weniger w\u00e4re auch genug gewesen.\u00bb<\/p>\n<p>Video: watson\/Emanuella K\u00e4lin<\/p>\n<p>Ger\u00e4t Selenskyjs Besuch bei Trump wieder zum Fiasko?<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Wie es nun weitergeht, d\u00fcrfte massgeblich davon abh\u00e4ngen, wie Selenskyjs Besuch in Washington verl\u00e4uft \u2013 und mit welchen Forderungen er dort konfrontiert wird. Im Februar war sein Treffen mit Trump im Weissen Haus vor laufenden Kameras eskaliert, so dass der Ukrainer unverrichteter Dinge abziehen musste. In der Folge setzten die USA ihre f\u00fcr die Ukraine enorm wichtigen Milit\u00e4rhilfen vor\u00fcbergehend aus.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Merz zufolge soll Selenskyjs Besuch diesmal ein trilaterales Gespr\u00e4ch mit Trump und Putin folgen, f\u00fcr das es aber noch keinen Ort und Zeitpunkt gebe. Laut einem unbest\u00e4tigten \u00abAxios\u00bb-Bericht liess der US-Pr\u00e4sident seine europ\u00e4ischen Gespr\u00e4chspartner wissen, dass er ein solches Treffen am Freitag anstrebe.<\/p>\n<p>Merz empfiehlt sich selbst als Vorbild<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Merz geht nicht davon aus, dass Selenskyjs Visite in Washington auch diesmal wieder ausartet. Die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs w\u00fcrden dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten vorher \u00abein paar gute Ratschl\u00e4ge geben\u00bb, sagte der Kanzler den Sendern RTL\/ntv. \u00abEr hat ja auch gesehen, dass mein Treffen mit Donald Trump ganz anders verlaufen ist als sein Treffen. Wir haben uns dar\u00fcber schon einmal ausf\u00fchrlich unterhalten.\u00bb (sda\/dpa)<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte dich auch noch interessieren:<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/international\/russland\/160771853-putin-ist-zufrieden-mit-dem-alaska-gipfel\" aria-label=\"Zur Story\" class=\"watson-next-story__link absolute inset-0 z-10\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Kremlchef Wladimir Putin hat sich im Nachgang zufrieden \u00fcber sein Gipfeltreffen mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump in Alaska ge\u00e4ussert. \u00abDas Gespr\u00e4ch war sehr offen, inhaltlich reichhaltig und bringt uns meiner Meinung nach den gew\u00fcnschten L\u00f6sungen n\u00e4her\u00bb, sagte Putin vor einer Sitzung mit Vertretern der russischen F\u00fchrung im Kreml, bei der er die Details des Gipfels hinter verschlossenen T\u00fcren ausf\u00fchren wollte. \u00abWir haben seit Langem keine direkten Verhandlungen dieser Art auf einer solchen Ebene mehr gef\u00fchrt\u00bb, f\u00fcgte er nach Angaben der Agentur Tass hinzu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gebietsabtretungen im Gegenzug f\u00fcr ein Ende des russischen Angriffskriegs scheint Merz prinzipiell nicht auszuschliessen.Bild: keystone 17.08.2025, 06:1317.08.2025, 06:13&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":351010,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-351009","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115042532983792268","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351009","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=351009"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351009\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/351010"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=351009"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=351009"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=351009"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}