{"id":351197,"date":"2025-08-17T07:41:12","date_gmt":"2025-08-17T07:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351197\/"},"modified":"2025-08-17T07:41:12","modified_gmt":"2025-08-17T07:41:12","slug":"das-ist-lange-nicht-genug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351197\/","title":{"rendered":"\u201eDas ist lange nicht genug\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">D\u00fcsseldorf. Seit dem 14. August gilt ein Badeverbot im Rhein in D\u00fcsseldorf. Daf\u00fcr gibt es viel Zustimmung. Besucher am Paradiesstrand \u00e4u\u00dfern aber auch Kritik.<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr einen Samstag im August ist wirklich bemerkenswert wenig los am Paradiesstrand in D\u00fcsseldorf. Wer heute hier ist, meint es ernst. Und ernst ist auch das Thema. Nach mehreren t\u00f6dlichen Badeunf\u00e4llen <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409735276\/duesseldorf-in-den-startloechern-fuer-badeverbot-im-rhein.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1755263160\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hat die Stadt ein Verbot verh\u00e4ngt<\/a>. Die Frage: Wie stehen Besucherinnen und Besucher zum neuen Badeverbot im Rhein?<\/p>\n<p>Angler: \u201eWenn mich das Wasser packt, wird mir anders\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Ein Angler, der sich gerade bereit macht, ein paar Zander, vielleicht Barsche aus dem Strom zu holen, hat eine sehr deutliche Meinung zum Verbot: \u201eDa hat die Stadt alles richtig gemacht. Es ist viel zu gef\u00e4hrlich, hier zu schwimmen. Gerade f\u00fcr Kinder, aber nicht nur.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Er habe es schon mehrere Male erlebt: Leute springen bei 30 Grad ins verlockende Wasser: \u201eKann ich absolut verstehen. Die Schwimmb\u00e4der sind voll, hier sieht es sch\u00f6n aus.\u201c<a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409376303\/duesseldorf-menschen-baden-erneut-im-rhein-unverantwortlich.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1751126400\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Aber es passiere immer wieder, dass die t\u00fcckischen Str\u00f6mungen zugreifen<\/a>: \u201eEinmal war es besonders kanpp, da hat es einen Erwachsenen rausgerissen. Zum Gl\u00fcck war noch jemand da und hat ihn halten und an Land ziehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Wer die Str\u00f6mungen kennt, wei\u00df auch nur, dass sie unberechenbar sind<\/p>\n<p class=\"\">Kein Einzelfall, betont er. \u201eWir haben das am laufenden Band hier. Als Angler bekommen wir das nat\u00fcrlich mit: wenn was passiert, wird alles abgesperrt, auch wir m\u00fcssen dann raus.\u201c Er angelt bereits seit 30 Jahren im Rhein, kennt die Str\u00f6mungen. Das hei\u00dft in erster Linie: Er wei\u00df, wie unberechenbar sie sind. \u201eIch stehe ja teilweise mit der Hose tief im Wasser. Wenn mich dann aber das Wasser packt, wird mir ganz anders.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Ein wenig einsch\u00e4tzen k\u00f6nne er es schon, gibt sich aber nicht der Illusion hin, im Fall der F\u00e4lle gewappnet zu sein. \u201eWer zu weit rausgeht, begibt sich in Gefahr. Wenn da in zwanzig, drei\u00dfig Metern Entfernung ein Containerschiff an dir vorbeizieht, ist das unglaublicher Sog, der entsteht. Da machste nix.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Also: \u201eDie Ma\u00dfnahme finde ich gut. Viel zu gef\u00e4hrlich.\u201c Viele w\u00fcrden sich dennoch nicht dran halten, glaubt er. Zur m\u00f6glichen H\u00f6he des Bu\u00dfgeldes von 100 Euro sagt er: \u201eDas ist lange nicht genug. 1000 Euro f\u00fcr ein Leben \u2013 das ist ein schlechter Tausch.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist eine grunds\u00e4tzliche Freiheitsfrage\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Ein wenig anders sehen das Sofia und Julian. Die beiden sitzen unter den B\u00e4umen und genie\u00dfen das milde, wenngleich graue Wetter. Sofia sagt: \u201e1000 Euro ist schon eine erhebliche Summe. Das ist eine Monatsmiete. Aber das soll nat\u00fcrlich vor allem der Abschreckung dienen.\u201c Genau damit aber hat sie ein Problem: \u201eIch finde, es ist eine grunds\u00e4tzliche Freiheitsfrage.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Sie betont, man solle es erwachsenen Menschen selbst \u00fcberlassen, ob sie im Rhein schwimmen oder nicht. Sofia meint aber auch, dass Kinder im Rhein nichts zu suchen h\u00e4tten. \u201eIch bin hier aufgewachsen und fr\u00fcher selbst im Rhein schwimmen gegangen. Tats\u00e4chlich bin ich einmal fast ertrunken dabei.\u201c Jetzt schwimmt sie nicht mehr im Fluss. Dennoch insistiert sie: \u201eEs geht dabei um die freie Entscheidung von Erwachsenen. Das sollte man respektieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">+++ <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/nrz_duesseldorf\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Folgen Sie der NRZ D\u00fcsseldorf jetzt auch bei Instagram!<\/a> +++<\/p>\n<p class=\"\">Auch Julian hat so seine Erfahrungen mit dem Schwimmen im Rhein. Er kommt aus Leverkusen und wusste bisher nicht, dass es in D\u00fcsseldorf nun ein grunds\u00e4tzliches Verbot gibt. So richtig dagegen ist er nicht, pflichtet Sofia allerdings bei, dass es eine Bevormundung darstelle. \u201eIch gehe auch nicht mehr im Rhein schwimmen, aber dennoch finde ich, dass ein Verbot etwas zu stark ist. Muss doch jeder selbst wissen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAuch mit einem Verbot erreichen sie nicht jeden\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Dass Julian gar nichts von dem Verbot wusste, \u00fcberrascht Andreas und Marianne nicht. Wie Julian, haben auch sie keine Schilder gesehen. Und tats\u00e4chlich werden Schilder rar, wenn man von der Br\u00fccke weiter in Richtung Kraftwerk geht. Andreas und Marianne haben sich in ihre Klappst\u00fchle gesetzt und schauen sich nun mit ihrem mitgebrachten Feldstecher das Treiben auf dem Fluss an. Marianne erz\u00e4hlt, dass sie \u201egerade eben noch einen gesehen\u201c habe, der im Wasser war. Wirkliches Verst\u00e4ndnis kann sie aber nicht aufbringen.<\/p>\n<p>   D\u00fcsseldorf-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/services\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p class=\"\">\u201eEs ist ja seit Jahren bekannt, <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409077017\/lebensgefahr-im-rhein-video-zeigt-tueckische-risiken-im-wasser.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1747882800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dass das Schwimmen in Fl\u00fcssen gef\u00e4hrlich ist<\/a>. Ich habe aber den Eindruck, in letzter Zeit wird mehr dar\u00fcber gesprochen. Was ich gut finde.\u201c 1000 Euro seien gerechtfertigt. \u201eWenn was passiert, ist das ja auch eine Kostensache: DLRG oder Feuerwehr m\u00fcssen ausr\u00fccken, wom\u00f6glich muss der Schiffsverkehr pausieren. Das kostet doch alles Geld.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409763756_1755366623_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Der D\u00fcsseldorfer Paradiesstrand am Medienhafen: Am Samstag hat die DLRG Kontrollfahrten auf dem Rhein gemacht. \" title=\"Der D\u00fcsseldorfer Paradiesstrand am Medienhafen: Am Samstag hat die DLRG Kontrollfahrten auf dem Rhein gemacht. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Der D\u00fcsseldorfer Paradiesstrand am Medienhafen: Am Samstag hat die DLRG Kontrollfahrten auf dem Rhein gemacht.<br \/>\n      \u00a9 NRZ | Johannes Below\n    <\/p>\n<p class=\"\">Dass nun trotz Verbot noch geschwommen werde, h\u00e4nge wahrscheinlich mit der Erreichbarkeit zusammen: \u201eDurch Verordnungen und Zeitungsartikel erreichen sie ja nicht mehr jeden. Auch ein TV-Beitrag wird ja nur von einigen wenigen gesehen.\u201c M\u00f6glich sei auch, dass viele gar nicht davon ausgehen w\u00fcrden, dass solche Verbote bestehen w\u00fcrden. \u201eViele kennen das vielleicht gar nicht so.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Andreas pflichtet bei. Er meint, es brauche bei einem solchen Verbot eine konsequente Durchsetzung, vor allem aber auch eine deutliche Information. \u201eHier waren keine Schilder zu sehen und das Ordnungsamt ist auch nicht hier. Ich meine, die Stadt sollte alle hundert Meter so ein Schild direkt vor\u2018s Ufer stellen, dann wei\u00df wirklich jeder Bescheid. Wer dann noch reingeht, muss die Konsequenzen tragen.\u201c<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Lesen Sie auch diese Nachrichten aus D\u00fcsseldorf<\/strong><\/p>\n<p>Kommt jetzt der Rhein-Badetourismus in Krefeld?<\/p>\n<p class=\"\">Insgesamt geht die Stimmung eher in Richtung Zustimmung. Das Verbot sei gut, einige sagen sogar, es sei \u00fcberf\u00e4llig. Es komme aber darauf an, gibt Marianne zu bedenken, dass jetzt \u201eauch die anderen St\u00e4dte mitziehen. <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409427380\/nach-mehreren-todesfaellen-stadt-fordert-badeverbot-im-rhein.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1751619720\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Moment ist das ja nur auf D\u00fcsseldorf und Neuss beschr\u00e4nkt<\/a>.\u201c Sie k\u00f6nne sich gut vorstellen, dass es bei der n\u00e4chsten Hitzewelle einen regelrechten Rhein-Badetourismus in Krefeld gebe, \u201edort ist es ja noch erlaubt\u201c. Und das k\u00f6nne nicht im Sinne der Region sein.<\/p>\n<p>  <script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"D\u00fcsseldorf. Seit dem 14. August gilt ein Badeverbot im Rhein in D\u00fcsseldorf. Daf\u00fcr gibt es viel Zustimmung. 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