{"id":351318,"date":"2025-08-17T08:55:15","date_gmt":"2025-08-17T08:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351318\/"},"modified":"2025-08-17T08:55:15","modified_gmt":"2025-08-17T08:55:15","slug":"ersthelfer-netzwerk-fuer-schnelle-hilfe-aus-der-nachbarschaft-freiwillige-retten-bei-herzstillstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351318\/","title":{"rendered":"Ersthelfer-Netzwerk f\u00fcr schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft: Freiwillige retten bei Herzstillstand"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"Zeit\">Wertvolle<\/a> Minuten: Freiwillige unterst\u00fctzen Profi-Retter<\/p>\n<p class=\"text\">\nZu oft ist auch der schnellste Rettungswagen nicht schnell genug: &#8222;Die Hilfsfrist in Sachsen betr\u00e4gt zw\u00f6lf Minuten. Aber zw\u00f6lf Minuten sind f\u00fcr einen Herz-Kreislauf-Stillstand einfach zu lang. Nach drei Minuten beginnen Hirnzellen irreversibel abzusterben. Diese Zeit muss \u00fcberbr\u00fcckt werden&#8220;, so Bernd Kr\u00e4mer.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEine Herzdruckmassage in den Minuten, bis der Rettungsdienst eintrifft, k\u00f6nne Leben retten. Jeder sei in der Lage, erste Hilfe zu leisten, ist Bernd Kr\u00e4mer \u00fcberzeugt: &#8222;Nat\u00fcrlich kann man was falsch machen, aber wenn ich nichts tue, stirbt der Mensch.&#8220;\n<\/p>\n<p>Ersthelfer in der N\u00e4he per App alarmiert<\/p>\n<p class=\"text\">\nGenau hier k\u00e4men nun die registrierten Ersthelfer ins Spiel, sagt der Chef des Rettungszweckverbandes S\u00fcdwestsachsen Jens Leistner. Wer sich in der N\u00e4he des Notfallortes befindet, wird \u00fcber eine App auf seinem Handy alarmiert. &#8222;Dann hat der Helfer noch die M\u00f6glichkeit zu sagen: &#8218;Ich bin bereit, ich kann es&#8216; oder auch &#8218;Nein, ich kann gerade nicht&#8216; &#8211; beziehungsweise kann noch erg\u00e4nzen, ob er mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist oder zu Fu\u00df.&#8220; Die Daten zum Einsatzort w\u00fcrden erst geschickt, wenn ein Einsatz best\u00e4tigt wird.\n<\/p>\n<p>Einsatz 200 Meter von der eigenen Wohnung entfernt<\/p>\n<p class=\"text\">\nAlarmiert werden die drei Ersthelfer, die am n\u00e4chsten dran sind. Das alles passiere innerhalb weniger Sekunden, berichten Lara Hendel und Andreas Reuter. Das Paar wurde bereits zu zw\u00f6lf Ersthelfer-Eins\u00e4tzen gerufen. Einer davon sei nur 200 Meter von ihrer Wohnung entfernt gewesen, erz\u00e4hlt das Paar MDR SACHSEN.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nLara Hendel erinnert sich, wie die Situation vor Ort war: &#8222;Das Umfeld von dem Menschen war nat\u00fcrlich so unter Schock, dass jemand dort liegt und sich nicht bewegt, sodass die einfach extrem dankbar waren, dass es Leute gibt, die in dem Moment handeln k\u00f6nnen.&#8220;\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wir haben quasi sofort mit den Reanimationsma\u00dfnahmen begonnen. Das hat dann ungef\u00e4hr drei, maximal vier Minuten gedauert, bis der Rettungsdienst da war.<\/p>\n<p>Andreas Reuter<br \/>\nFreiwillige Ersthelfer<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nAndreas Reuter erinnert sich, wie schnell alles ging: &#8222;Wir haben quasi sofort mit den Reanimationsma\u00dfnahmen begonnen. Das hat dann ungef\u00e4hr drei, maximal vier Minuten gedauert, bis der Rettungsdienst da war. Also es hat alles super funktioniert, ist dann im Nachgang auch sehr gut ausgegangen.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Weitere\">Nachbarschaftshelden<\/a>: Weitere Lebensretter gesucht<\/p>\n<p class=\"text\">\nDer Fall zeige, wie hilfreich und wichtig die Ersthelfer bei einem Notfall seien, sagt Arzt Bernd Kr\u00e4mer. Deshalb hofft er, dass in Zukunft noch mehr Menschen zu potenziellen Lebensrettern werden. Die Voraussetzungen daf\u00fcr seien gering: &#8222;Jeder B\u00fcrger, der eine Fahrerlaubnis hat, hat das beim Erste-Hilfe-Kurs irgendwann mal gelernt. Mit diesem Projekt wollen wir das wieder ein bisschen ins Bewusstsein bringen. Das Ziel ist nat\u00fcrlich, dieses Netz so dicht wie m\u00f6glich zu spinnen, um so schnell als m\u00f6glich Ersthelfer vor Ort zu haben&#8220;, erg\u00e4nzt Verbandchef Jens Leistner.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nObwohl der Rettungsdienst in S\u00fcdwestsachsen schon sehr gut aufgestellt sei, k\u00f6nne ein erfolgreiches Projekt Ersthelfer in Zukunft zur perfekten Erg\u00e4nzung werden. &#8222;Die Ersthelfer kommen nicht bei jeder Sch\u00fcrfwunde zum Einsatz, sondern werden gezielt alarmiert, wenn es um Leben und Tod geht und jede Minute z\u00e4hlt&#8220;, erkl\u00e4rt Leistner.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Wenn man sich das zutraut und die Qualifikation daf\u00fcr hat: Ich finde, das ist Pflicht&#8220;, sagt Ersthelfer Moritz Gr\u00e4\u00dfler. Angst haben, etwas falsch zu machen, m\u00fcsse niemand, will er anderen Mut machen. &#8222;Das Schlimmste, was man machen kann, ist nichts zu machen.&#8220; Der Zeitaufwand halte sich in Grenzen: &#8222;Es ist ja nicht so, dass man zwei Stunden weg ist. In der Regel ist nach wenigen Minuten auch der Rettungsdienst da.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wertvolle Minuten: Freiwillige unterst\u00fctzen Profi-Retter Zu oft ist auch der schnellste Rettungswagen nicht schnell genug: &#8222;Die Hilfsfrist in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":351319,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[84630,3364,29,2386,4327,30,63411,81,14,4785,859,97410,1432],"class_list":{"0":"post-351318","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-ersthelfer","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dresden","12":"tag-erste-hilfe","13":"tag-germany","14":"tag-lebensretter","15":"tag-mdr","16":"tag-nachrichten","17":"tag-netzwerk","18":"tag-sachsen","19":"tag-suedwestsachen","20":"tag-vogtland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115043272384307648","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=351318"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351318\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/351319"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=351318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=351318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=351318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}