{"id":351725,"date":"2025-08-17T13:02:09","date_gmt":"2025-08-17T13:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351725\/"},"modified":"2025-08-17T13:02:09","modified_gmt":"2025-08-17T13:02:09","slug":"nach-dem-alaska-gipfel-putin-durchbricht-isolation-verfehlt-aber-seine-wirtschaftsziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/351725\/","title":{"rendered":"Nach dem Alaska-Gipfel: Putin durchbricht Isolation &#8211; verfehlt aber seine Wirtschaftsziele"},"content":{"rendered":"<p>                    Nach dem Alaska-Gipfel<br \/>\n                Putin durchbricht Isolation &#8211; verfehlt aber seine Wirtschaftsziele<\/p>\n<p>\t\t\t\t              17.08.2025, 13:07 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Der USA-Russland-Gipfel bringt Kremlchef Putin zur\u00fcck auf das diplomatische Parkett. Ein gro\u00dfer Teil seiner Vorstellungen besch\u00e4ftigt nun auch Europa und k\u00f6nnte dort f\u00fcr eine heikle Neujustierung sorgen. Keine Bewegung gab es f\u00fcr Moskau bei anderen wichtigen Themen.<\/strong><\/p>\n<p>Wladimir Putin ist es gelungen, die jahrelangen Versuche des Westens zu durchbrechen, ihn zu isolieren. Zudem konnte er bei dem Gipfel mit Donald Trump in Alaska die US-Position im Ukraine-Krieg zu seinen Gunsten verschieben und die unmittelbare Verh\u00e4ngung neuer Sanktionen abwenden. Allerdings sind Putins strategische Gewinne unsicher und seine wichtigsten wirtschaftlichen Ziele blieben unerf\u00fcllt. Er hat einen Erfolg errungen, dessen Dauerhaftigkeit sich erst noch zeigen muss.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Erfolg f\u00fcr Putin betrifft aber den Ukraine-Krieg. Er \u00fcberzeugte Trump offenbar, von der bisherigen Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand abzur\u00fccken. Stattdessen soll jetzt direkt \u00fcber eine Friedensl\u00f6sung verhandelt werden &#8211; eine Position, die Moskau seit Langem vertritt. &#8222;Die Diskussion wird sich nun nicht auf einen Waffenstillstand, sondern auf das Ende des Krieges konzentrieren. Und auf eine neue Weltordnung. Genau so, wie Moskau es wollte&#8220;, kommentierte die russische Fernsehmoderatorin Olga Skabejewa.<\/p>\n<p>Hinter den Kulissen untermauerte Putin seine diplomatischen Vorst\u00f6\u00dfe mit konkreten Forderungen vor dem Hintergrund russischer Gel\u00e4ndegewinne an der Front. Er ist Insidern zufolge bereit, die Frontlinien in den Regionen Saporischschja und Cherson einzufrieren. Im Gegenzug m\u00fcsse sich die Ukraine aus den Regionen Donezk und Luhansk vollst\u00e4ndig zur\u00fcckziehen. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj lehnt dies ab. Trump \u00fcbt jetzt aber Druck auf Kiew und Europa aus. Der &#8222;New York Times&#8220; zufolge sagte Trump europ\u00e4ischen Politikern, ein solcher Kompromiss w\u00fcrde zu einer Einigung beitragen. Nach dem Gipfel sagte Trump, die Ukraine m\u00fcsse einen Deal machen, &#8222;denn Russland ist eine sehr gro\u00dfe Macht, und sie (die Ukraine) sind es nicht&#8220;.<\/p>\n<p>Derzeit kontrolliert Russland fast 114.500 Quadratkilometer oder 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets. Dies schlie\u00dft die Halbinsel Krim sowie gro\u00dfe Teile im Osten und S\u00fcdosten des Landes ein. Russische Truppen haben etwa drei Viertel der Regionen Saporischschja und Cherson im S\u00fcdosten der Ukraine besetzt. Im Donbass trifft dies auf 88 Prozent der Region zu. Dies umfasst die gesamte Region Luhansk und 75 Prozent der Region Donezk. Russland kontrolliert zudem kleine Teile der Regionen Charkiw, Sumy und Dnipropetrowsk. In den Regionen Sumy und Charkiw sind dies etwa 400 Quadratkilometer. Russland hat erkl\u00e4rt, in Sumy eine Pufferzone einzurichten, um die russische Region Kursk vor ukrainischen Angriffen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nach Informationen des &#8222;<a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/world\/europe\/trump-tells-europeans-he-is-open-to-u-s-security-guarantees-in-ukraine-347892f6?st=7EBEd9&amp;reflink=desktopwebshare_permalink\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wall Street Journal<\/a>&#8220; und anderer Medien hat Trump dem Kremlchef erkl\u00e4rt, dass jede Form von Friedensvereinbarung die Stationierung westlicher Truppen beinhalten werde. Dies habe Putin akzeptiert. Mehrere europ\u00e4ische Staatschefs sprachen zudem von Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine unter Beteiligung der USA. Eigene Soldaten werde Washington aber nicht stellen, milit\u00e4rische Hilfe dagegen wohl doch.<\/p>\n<p>Heikle Neujustierung f\u00fcr europ\u00e4ische Verb\u00fcndete<\/p>\n<p>F\u00fcr die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten, allen voran Deutschland, bedeutet dies eine heikle Neujustierung. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, die USA seien bereit, Teil von Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine zu sein. Dies deutet darauf hin, dass die USA eine aktive Rolle in einer Nachkriegsordnung anstreben, deren Konturen nun jedoch unter starkem russischen Einfluss verhandelt werden. Jetzt m\u00fcssen sich zun\u00e4chst die Ukraine und Europa positionieren. Deren Reaktion auf Trumps erh\u00f6hten Druck wird entscheidend sein. M\u00f6glicherweise stehen Kiew und seine Partner vor der Wahl, entweder unter ung\u00fcnstigeren Bedingungen zu verhandeln oder den Krieg mit schwindender US-Unterst\u00fctzung fortzusetzen.<\/p>\n<p>Am Montag reist der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Trump nach Washington. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Von-der-Leyen-und-Merz-begleiten-Selenskyj-zu-Treffen-mit-Trump-article25970438.html\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">Begleitet wird er<\/a> unter anderem von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und Kanzler Friedrich Merz. Weitere europ\u00e4ische Staats- und Regierungschef geh\u00f6ren den Angaben zufolge dem Reisetross an.<\/p>\n<p>Trotz dieser Erfolge hat Putin nicht alles bekommen, was er wollte. Den von ihm erhofften Neustart der Beziehungen in der Wirtschaft gibt es nicht. Trump hatte vor dem Treffen gesagt, es werde keine Gesch\u00e4ftsabschl\u00fcsse geben, solange der Krieg andauere. Putins mitgereister Finanzminister und der Chef des russischen Staatsfonds, die auf Gesch\u00e4fte in den Bereichen Arktis, Energie und Technologie hofften, kamen tats\u00e4chlich auch nicht zum Zuge. Auch der Aufschub bei den Sanktionen k\u00f6nnte nur von kurzer Dauer sein. Trump deutete an, dass er sich in zwei oder drei Wochen wieder mit der Frage von Strafma\u00dfnahmen gegen China wegen dessen Finanzhilfen f\u00fcr Moskau befassen m\u00fcsse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Alaska-Gipfel Putin durchbricht Isolation &#8211; verfehlt aber seine Wirtschaftsziele 17.08.2025, 13:07 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":351726,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,661,508,106,18799,775,13,929,14,15,16,4043,4044,850,307,12,306,107],"class_list":{"0":"post-351725","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-diplomatie","12":"tag-donald-trump","13":"tag-friedensgespraeche","14":"tag-friedrich-merz","15":"tag-headlines","16":"tag-kriege-und-konflikte","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-politik","20":"tag-russia","21":"tag-russian-federation","22":"tag-russische-foederation","23":"tag-russland","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-wladimir-putin","26":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115044243779209659","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=351725"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351725\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/351726"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=351725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=351725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=351725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}