{"id":352229,"date":"2025-08-17T17:36:10","date_gmt":"2025-08-17T17:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/352229\/"},"modified":"2025-08-17T17:36:10","modified_gmt":"2025-08-17T17:36:10","slug":"ein-sonntag-am-see-der-max-eyth-see-ein-ort-fuer-alle-stuttgarter-startseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/352229\/","title":{"rendered":"Ein Sonntag am See: Der Max-Eyth-See: Ein Ort f\u00fcr alle Stuttgarter &#8211; Startseite"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Besondere an diesem Ort ist jedoch, dass sich hier auch all jene wohl f\u00fchlen, die in <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> vom Durchschnitt eher abweichen. Der gr\u00f6\u00dfte See der Stadt bietet genug Raum f\u00fcr Nischenbildung und \u00fcber die Jahre scheinen alle Gruppen ihren Platz gefunden zu haben. <\/p>\n<p>Amerika in Stuttgart  <\/p>\n<p>\u201eWir kommen oft hierher, wegen der tollen Aussicht und dem leckeren Essen\u201c, erkl\u00e4rt eine Gruppe junger Frauen, die mit ihren Kindern in einem der Bierg\u00e4rten am See sitzen. Sie sind Amerikanerinnen, ihre Kinder besuchen eine amerikanische Schule in Stuttgart. Wegen des unterschiedlichen Rhythmus gehen f\u00fcr sie gerade die Sommerferien zu Ende. Da hei\u00dft es noch ein letztes Mal raus, Sonne tanken und gemeinsam Zeit verbringen. Auf dem Tisch vor ihnen stehen Milkshakes und Pommes, die Stimmung ist hervorragend, gesprochen wird haupts\u00e4chlich Englisch. Wer hier vorbeikommt, k\u00f6nnte sich auch an einem See irgendwo in den USA w\u00e4hnen. <\/p>\n<p>Ein paar Hundert Meter weiter s\u00fcdlich ist die Welt schon wieder eine ganz andere. Am Grillplatz haben sich gro\u00dfe Gruppen versammelt, die mit Decken und Campingst\u00fchlen ausger\u00fcstet antreten, um ihren Sonntag auf den gro\u00dfz\u00fcgigen Wiesen grillend am Rande des Sees zu verbringen. Was sie vereint: Sie alle haben genug Essen dabei, um damit mehrere Gro\u00dffamilien wochenlang ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Gottesdienst am See  <\/p>\n<p>Elisabeth und Milka geh\u00f6ren zu solch einer Gruppe. Die zwei jungen Frauen sind Mitglieder einer \u00e4thiopischen evangelischen Kirche, die hier sonntags ihren Gottesdienst abh\u00e4lt. Danach wird zusammen gegessen. Bunte Salate, Fladenbrot und gegrilltes Gem\u00fcse stapeln sich in Tupperboxen. \u201eWir grillen hier aber nicht mehr, wegen dem Rauch\u201c, sagt Elisabeth und spricht damit einen der Konfliktpunkte des Max-Eyth-Sees an. Denn trotz inzwischen eingef\u00fchrter Grillzone mit besonderen Zeiten weht ordentlich Rauch durch die Luft, selbst an einem weniger gut besuchten Tag.<\/p>\n<p>Der Rauch und der M\u00fcll, den die Menschenmengen oft hinterlassen, sind aber nicht die einzigen Problempunkte des Sees. Denn auch wenn es die Wasseroberfl\u00e4che momentan nicht vermuten lie\u00dfe, bilden sich darunter schon wieder viele Wasserpflanzen, die Horst Bauer das Gesch\u00e4ft verhageln. Ihm geh\u00f6rt die Bootsvermietung am See, in direkter Nachbarschaft zum Natur- und Vogelschutzgebiet. Zeitweise musste er seinen Verleih komplett schlie\u00dfen, da das Wasser wegen der Pflanzen kaum befahrbar war. Nun hat er wieder ge\u00f6ffnet. Doch Elektroboote k\u00f6nnen momentan schon nicht mehr ausgeliehen werden. Daf\u00fcr haben sich die Pflanzen zu sehr ausgebreitet. Wer bereit ist, Muskelkraft aufzuwenden, kann aber zumindest noch ein Tret- oder Ruderboot mieten. <\/p>\n<p> Das altbekannte Algenproblem <\/p>\n<p>Auf die Frage, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die derzeitige Situation f\u00fcr ihn hat, antwortet er: \u201eDie Stadt bekommt weniger Steuereinnahmen\u201c, und lacht, ein wenig Verbitterung in der Stimme. \u201eIch mache das jetzt seit 26 Jahren\u201c, sagt er und markiert mit Kreide an einer Tafel, welche Boote gerade vermietet sind. Schaut man in sein vom Wetter gegerbtes Gesicht, ist das leicht zu glauben.<\/p>\n<p> Das Tiefbauamt, das f\u00fcr den See verantwortlich ist, hat f\u00fcr Ende August eine weitere Mahd angek\u00fcndigt. Dort scheint man sowieso eine etwas andere Sicht auf das Thema zu haben, denn auf Anfrage unserer Zeitung hei\u00dft es: \u201eWir bewerten die Entwicklung der Wasserpflanzen grunds\u00e4tzlich als positiv.\u201c Je mehr Wasserpflanzen es gebe, desto weniger Mikroalgen. Auch die Sauerstoffwerte des Sees w\u00fcrden so stabiler, was einem \u201eKippen\u201c des Sees vorbeuge. <\/p>\n<p>Solange die <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Algen\" title=\"Algen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Algen<\/a> unter der Wasseroberfl\u00e4che bleiben, bietet der in der Sonne schimmernde See einen tollen Anblick. Christine, 38, ist mit ihrem Partner auf einer Radtour unterwegs, als sie anhalten, um genau diesen Ausblick auf den See zu genie\u00dfen. Sie selbst komme nur selten zum Max-Eyth-See, da man hier ja nicht baden d\u00fcrfe, so die 38-J\u00e4hrige. Sie fahre daf\u00fcr meist eher in Richtung Karlsruhe. \u201eAber was ich hier total toll finde, ist die Multikulturalit\u00e4t\u201c, betont sie und bringt damit auf den Punkt, was den Max-Eyth-See ausmacht: Es ist ein Ort f\u00fcr alle Stuttgarter, ob Durchschnitt oder nicht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Besondere an diesem Ort ist jedoch, dass sich hier auch all jene wohl f\u00fchlen, die in Stuttgart&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":352230,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[7837,97562,1634,3364,29,30,14482,7174,7855,1441],"class_list":["post-352229","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-algen","tag-ausflugtipps","tag-baden-wuerttemberg","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-max-eyth-see","tag-reportage","tag-sonntag","tag-stuttgart"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115045320881567045","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352229","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=352229"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352229\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/352230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=352229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=352229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=352229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}