{"id":353182,"date":"2025-08-18T03:09:11","date_gmt":"2025-08-18T03:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353182\/"},"modified":"2025-08-18T03:09:11","modified_gmt":"2025-08-18T03:09:11","slug":"vor-trump-treffen-selenskyj-kritisiert-haltung-russlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353182\/","title":{"rendered":"Vor Trump-Treffen: Selenskyj kritisiert Haltung Russlands"},"content":{"rendered":"<p>Die Ukraine lehnt dagegen den Vorschlag von Trump, Friedensverhandlungen ohne vorherige Waffenruhe zu f\u00fchren, ab. \u201eWir sehen, dass Russland zahlreiche Rufe nach einer Waffenruhe zur\u00fcckweist und noch nicht entschieden hat, wann es mit dem T\u00f6ten aufh\u00f6rt\u201c, schrieb Selenskyj auf Onlineplattformen. \u201eDas erschwert die Situation.\u201c<\/p>\n<p>Wenn Russland nicht den Willen habe, die Angriffe einzustellen, dann d\u00fcrften \u201egro\u00dfe Anstrengungen\u201c n\u00f6tig sein, um Russland zu etwas noch \u201eviel Gr\u00f6\u00dferem\u201c zu bewegen \u2013 zu einem \u201efriedlichen Zusammenleben mit seinen Nachbarn \u00fcber Jahrzehnte hinaus\u201c, so Selenskyj weiter.<\/p>\n<p>EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, der deutsche Kanzler Friedrich Merz, der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, die italienische Premierministerin Giorgia Meloni, der britische Premier Keir Starmer und der finnische Pr\u00e4sident Alexander Stubb werden Selenskyj bei seinem Besuch begleiten. Ebenso dabei sein wird NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte. Das wurde am Sonntag bekannt.<\/p>\n<p>Sicherheitsgarantien und territoriale Fragen im Fokus<\/p>\n<p>Wie es nun weitergeht, d\u00fcrfte ma\u00dfgeblich davon abh\u00e4ngen, wie der Besuch in Washington verl\u00e4uft und mit welchen Forderungen Selenskyj dort konfrontiert wird. Im Februar war sein Treffen mit Trump im Wei\u00dfen Haus vor laufenden Kameras eskaliert. In der Folge setzten die USA ihre f\u00fcr die Ukraine enorm wichtigen Milit\u00e4rhilfen vor\u00fcbergehend aus.<\/p>\n<p>Aus deutschen Regierungskreisen hie\u00df es, dass  Selenskyj Trump zun\u00e4chst alleine sprechen werde. Dann gebe es Gespr\u00e4che mit den verschiedenen europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs, die ebenfalls anreisen. Es werde um die Themen Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und Prozessfragen gehen, also ob es eine Waffenruhe vor Verhandlungen \u00fcber ein Friedensabkommen geben m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Ukraine: \u201eZuerst Waffenruhe und danach alles andere\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnsere Sichtweise ist: zuerst eine Waffenruhe und danach alles andere\u201c, sagte zuvor der Berater im Pr\u00e4sidentenb\u00fcro, Serhij Leschtschenko, im ukrainischen Nachrichtenfernsehen am Samstag. Sollten die Kampfhandlungen w\u00e4hrend der Gespr\u00e4che weiterlaufen, gebe es \u201egro\u00dfe Risiken f\u00fcr eine Erpressung der Ukraine\u201c, meinte er.<\/p>\n<p>Westliche Verb\u00fcndete der Ukraine bef\u00fcrchten, dass Russland auf Zeit spielt und weitere milit\u00e4rische Gel\u00e4ndegewinne in der Ukraine erzielen will. Verhandlungen f\u00fcr ein umfassendes Friedensabkommen w\u00fcrden viel l\u00e4nger dauern als eine theoretisch sehr schnell umsetzbare Waffenruhe.<\/p>\n<p>Die USA wollen nach den Worten von Au\u00dfenminister Marco Rubio weiter versuchen, ein Szenario zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu schaffen, was aber m\u00f6glicherweise nicht gelingen werde. Wenn der Krieg weitergehe, \u201ewerden die Menschen weiter zu Tausenden sterben\u201c, so Rubio gegen\u00fcber CBS.<\/p>\n<p>Putin will ukrainischen Abzug aus Ostukraine<\/p>\n<p>Putin soll Trump bei deren Alaska-Gipfeltreffen am Freitag weitreichende Bedingungen f\u00fcr ein Kriegsende pr\u00e4sentiert haben. Er soll den vollst\u00e4ndigen Abzug der Ukraine aus den Regionen Donezk und Luhansk fordern und im Gegenzug ein Einfrieren der Frontlinie in Aussicht gestellt haben.<\/p>\n<p>Trump hatte im Vorfeld des Gipfels wiederholt einen m\u00f6glichen \u201eGebietstausch\u201c zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. Diese \u00c4u\u00dferungen des US-Pr\u00e4sidenten hatten Besorgnisse in der Ukraine und bei ihren europ\u00e4ischen Partnern ausgel\u00f6st. Nach dem Gipfel \u00e4u\u00dferten sich weder Trump noch Putin \u00f6ffentlich zu territorialen Fragen.<\/p>\n<p>      Ukraine-Treffen: Putin fordert Donbas<\/p>\n<p>Nach dem Ukraine-Gipfel von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin wollen die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs politisch einseitige Entscheidungen zulasten Kiews verhindern. Putin forderte unter anderem den vollst\u00e4ndigen Abzug der Ukraine aus den Regionen Donezk und Luhansk.<\/p>\n<p>Wie aber etwa die \u201eFinancial Times\u201c unter Berufung auf vier mit den Gespr\u00e4chen vertraute Personen berichtete, verlange Putin, \u201edass die Ukraine den Donbas verl\u00e4sst\u201c \u2013 und Trump sei \u201egeneigt\u201c, diese Forderung zu unterst\u00fctzen. Der Donbas umfasst die Regionen Donezk und Luhansk, die nur teilweise von russischen Truppen besetzt sind und die Moskau \u2013 ebenso wie drei weitere ukrainische Regionen \u2013 f\u00fcr annektiert erkl\u00e4rt hatte.<\/p>\n<p>Putin soll derselben Quelle zufolge vorgeschlagen haben, dass im Gegenzug f\u00fcr den ukrainischen R\u00fcckzug aus dem Donbas die Frontlinien in den Regionen Cherson und Saporischschja eingefroren werden sollten. Zudem habe der Kreml-Chef laut \u201eNew York Times\u201c Trump eine schriftliche Zusage angeboten, weder erneut die Ukraine noch ein anderes europ\u00e4isches Land anzugreifen.<\/p>\n<p>Moskau: Sicherheitsgarantien nur ohne NATO<\/p>\n<p>Moskau sei dar\u00fcber hinaus einverstanden, dass die Ukraine nach einem Abkommen Sicherheitsgarantien erh\u00e4lt, allerdings nicht im Rahmen der NATO. Das sagte am Sonntag auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff gegen\u00fcber CNN. F\u00fcr Putin sei ein NATO-Beitritt der Ukraine nicht diskutierbar, er sei aber damit einverstanden, dass die USA und europ\u00e4ische Verb\u00fcndete der Ukraine NATO-\u00e4hnliche Sicherheitsgarantien geben.<\/p>\n<p>Trump habe Putins Forderung nach dem Gipfel dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj und europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs per Telefon mitgeteilt und gefordert, Bem\u00fchungen um einen Waffenstillstand mit Moskau einzustellen. Nach Angaben der \u201eNew York Times\u201c ist der US-Pr\u00e4sident davon \u00fcberzeugt, einen schnellen Friedensvertrag aushandeln zu k\u00f6nnen, sollte Kiew zustimmen, den gesamten Donbas an Russland abzutreten.<\/p>\n<p>   <a href=\"https:\/\/debatte.orf.at\/stories\/1839628\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img class=\"lazy-loading\"\/><\/p>\n<p>Debatte<\/p>\n<p>         Was braucht die Ukraine, damit der russische Angriffskrieg endet?<\/p>\n<p>   <\/a><\/p>\n<p>Sowohl Selenskyj als auch die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs lehnen die Abtretung der nicht besetzten Gebiete im Donbas ab. Selenskyj verbietet die Verfassung seines Landes, dauerhaft eigenes Staatsgebiet abzutreten.<\/p>\n<p>Europ\u00e4er halten Videokonferenz ab<\/p>\n<p>Am Sonntag berieten die europ\u00e4ischen Unterst\u00fctzer der Ukraine in einer Videokonferenz \u00fcber das weitere Vorgehen. Merz, Macron und Starmer organisierten das virtuelle Treffen der \u201eKoalition der Willigen\u201c. Die EU-Kommission bereitet derzeit ein 19. Paket mit Strafma\u00dfnahmen vor.<\/p>\n<p>Selenskyj forderte davor erneut Sicherheitsgarantien nach dem Vorbild der NATO. Das m\u00fcsse funktionieren wie der Artikel 5 der NATO, sagte er vor Medien in Br\u00fcssel bei einem Treffen mit von der Leyen. Sp\u00e4ter sagte Selenskyj, dass er von der Leyen zustimme, die eine Bezeichnung Waffenstillstand als nicht vordergr\u00fcndig bezeichnet hatte. Wichtig sei, dass der Krieg aufh\u00f6re, so von der Leyen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ukraine lehnt dagegen den Vorschlag von Trump, Friedensverhandlungen ohne vorherige Waffenruhe zu f\u00fchren, ab. \u201eWir sehen, dass&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":353183,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-353182","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115047574047895893","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/353182","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=353182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/353182\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/353183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=353182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=353182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=353182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}