{"id":35332,"date":"2025-04-16T01:41:14","date_gmt":"2025-04-16T01:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35332\/"},"modified":"2025-04-16T01:41:14","modified_gmt":"2025-04-16T01:41:14","slug":"folgen-der-us-zollpolitik-china-will-keine-flugzeuge-mehr-von-boeing-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35332\/","title":{"rendered":"Folgen der US-Zollpolitik: China will keine Flugzeuge mehr von Boeing &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Schon bevor der amerikanische Pr\u00e4sident Donald Trump seinen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Handelskrieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handelskrieg<\/a> gegen den Rest der Welt er\u00f6ffnet hatte, war klar, dass amerikanische <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Unternehmen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unternehmen<\/a> und Verbraucher am meisten unter dem Konflikt leiden m\u00fcssten. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Z%C3%B6lle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Z\u00f6lle<\/a> machen die Importe teurer, Gegenz\u00f6lle die Exporte. Und niemand musste die Eskalation so f\u00fcrchten wie der amerikanische Flugzeughersteller <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Boeing\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Boeing<\/a>, der rund 80 Prozent seiner Maschinen exportiert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Genauso ist es nun gekommen. Die chinesische Regierung hat laut Bloomberg den heimischen Airlines untersagt, schon bestellte Flugzeuge von Boeing zu \u00fcbernehmen. Diese Entscheidung betrifft nicht nur Boeing selbst \u2013 der Konzern ist bereits schwer angeschlagen \u2013, sondern viele amerikanische Lieferanten in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Luftfahrt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Luftfahrt<\/a>, also auch den Motorenbauer GE Aerospace oder den Technologiekonzern RTX, dessen Komponenten in Boeing-Jets verbaut sind. Die USA hatten Z\u00f6lle von 145 Prozent auf chinesische G\u00fcter erlassen und diese anders als bei anderen L\u00e4ndern auch nicht f\u00fcr 90 Tage ausgesetzt.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er haben ein besseres Standing in Peking<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Chinesische Airlines haben derzeit nach Boeing-Angaben rund 130 Maschinen fest bestellt. Das ist im Vergleich zu den mehr als 6300 Jets, die den weltweiten Auftragsbestand von Boeing ausmachen, nur ein relativ kleiner Teil. Allerdings zeigt die Zahl nur, dass <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/China\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> bereits in den vergangenen Jahren sehr damit gez\u00f6gert hat, \u00fcberhaupt Auftr\u00e4ge an Boeing zu vergeben, unter anderem wegen der beiden Abst\u00fcrze der 737 MAX Ende 2018 und Anfang 2019. Auf Dauer ist ein Konflikt mit China allerdings ein gro\u00dfes Problem f\u00fcr den Flugzeugbauer. Seinen eigenen Marktprognosen zufolge werden in den kommenden 20 Jahren rund 20 Prozent aller gro\u00dfen Zivilflugzeuge nach China geliefert werden, um die bestehende Flotte zu ersetzen und Wachstum im Luftverkehr zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">F\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Airbus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Airbus<\/a> stellt sich die Lage anders dar, der europ\u00e4ische Boeing-Konkurrent k\u00f6nnte l\u00e4ngerfristig von dem Konflikt profitieren, auch wenn er auch kurzfristig die Produktion nicht noch weiter hochfahren kann, um etwa im Falle von China in gro\u00dfem Stil einzuspringen. Airbus betreibt eine Endmontagelinie f\u00fcr Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der A320neo-Baureihe in Tianjin bei Peking und l\u00e4sst andere Modelle in China mit Kabinenteilen ausr\u00fcsten, was dem Unternehmen schon seit L\u00e4ngerem ein besseres Standing in Peking gebracht hat. Allerdings w\u00e4re ein chinesischer Import-Stopp f\u00fcr amerikanische Luftfahrtkomponenten auch f\u00fcr Airbus ein Problem, denn die Maschinen werden auch von vielen amerikanischen Lieferanten mit Bauteilen ausgestattet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Sollten die USA Z\u00f6lle f\u00fcr Flugzeugimporte erheben, w\u00e4re Airbus besser gesch\u00fctzt. Denn im Werk in Mobile im Bundesstaat Alabama werden derzeit A320neo und A220 auf zwei Endmontagelinien gebaut, im Herbst wird eine weitere f\u00fcr die A320neo er\u00f6ffnet, sodass Airbus an amerikanische Airlines liefern kann, ohne dass die Kunden Z\u00f6lle zahlen m\u00fcssten. Dies gilt allerdings nur, wenn die USA keine Abgaben auf Komponenten erheben, die Airbus derzeit haupts\u00e4chlich per Schiff in die USA liefert. Delta-Air-Lines-Chef Ed Bastian hat bereits in der vergangenen Woche klargemacht, dass er keine Flugzeuge \u00fcbernehmen w\u00fcrde, auf die Z\u00f6lle erhoben w\u00fcrden. Delta hat derzeit 157 Airbus-Maschinen fest bestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon bevor der amerikanische Pr\u00e4sident Donald Trump seinen Handelskrieg gegen den Rest der Welt er\u00f6ffnet hatte, war klar,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":35333,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[840,147,3088,227,945,13,148,1746,14,15,12,149,10,8,9,11,173,55,211],"class_list":{"0":"post-35332","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-airbus","9":"tag-ausland","10":"tag-boeing","11":"tag-china","12":"tag-handelskrieg","13":"tag-headlines","14":"tag-leserdiskussion","15":"tag-luftfahrt","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-sueddeutsche-zeitung","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews","24":"tag-unternehmen","25":"tag-wirtschaft","26":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114345101470060286","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35332"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35332\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}