{"id":353379,"date":"2025-08-18T05:11:11","date_gmt":"2025-08-18T05:11:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353379\/"},"modified":"2025-08-18T05:11:11","modified_gmt":"2025-08-18T05:11:11","slug":"koeln-aidshilfe-muss-wegen-finanzieller-probleme-stellen-streichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353379\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln: Aidshilfe muss wegen finanzieller Probleme Stellen streichen"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eEs gibt \u00fcberhaupt keine R\u00fccklagen mehr\u201c, sagt Oliver Schubert, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Aidshilfe K\u00f6ln, im Gespr\u00e4ch mit der Rundschau. Der Verein, der sich seit 40 Jahren in K\u00f6ln um Pr\u00e4vention, Betreuung und Sozialarbeit k\u00fcmmert, \u00e4chzt unter den finanziellen Belastungen. Tariferh\u00f6hungen, weniger Spendenaufkommen und allgemeine Kostensteigerungen machen es immer schwerer, zu wirtschaften.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Am Gesamthaushalt von 2,6 Millionen Euro beteiligen sich zwar Land und Kommune tatkr\u00e4ftig, doch es  bleiben immer noch 350.000 Euro, die der Verein j\u00e4hrlich selbst aus Eigenmitteln aufbringen muss. \u201eEs ist enger als sonst\u201c, sagt Schubert \u2013 und f\u00e4hrt fort: \u201eDen Kopf in den Sand stecken, geht aber nicht.\u201c<\/p>\n<p>Erkrankte k\u00e4mpfen nach wie vor mit Vorurteilen<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die sozialen Angebote, die der Verein, der seinen Sitz in der Pipinstra\u00dfe in der Innenstadt hat, anbietet, seien zu wichtig. Psychosoziale Betreuung geh\u00f6rt ebenso dazu wie Beratung, Workshops in Schulen, Wohnprojekte, Betreutes Wohnen. An vier Abenden in der Woche bietet die Aidshilfe  Tests auf HIV und andere  sexuell \u00fcbertragbare Krankheiten an. Um die \u00dcbertragung bei Drogenkonsumenten zu verhindern, sind  im Empfangsbereich der Aidshilfe und an sieben Automaten im Stadtgebiet Spritzennadeln und andere Utensilien zu haben. Tausendfach wird das Angebot angenommen. Auch aufsuchende Beratung am Neumarkt geh\u00f6rt zum Angebot.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Aidshilfe stellt  Menschen die Informationen zur Verf\u00fcgung, wie sie sich vor HIV und anderen Geschlechtskrankheiten sch\u00fctzen k\u00f6nnen.  \u201eWir haben ein Frauen- und Familienzentrum, wo wir Schwangere, die positiv sind, begleiten. Zum Beispiel viele Frauen, die in den letzten drei Jahren aus der Ukraine zu uns gekommen sind, die hier entbunden haben und teilweise in den Krieg zur\u00fcckgegangen sind. Wir betreuen Familien, die Kinder haben, die positiv sind oder Kinder aufnehmen, die positiv sind\u201c, f\u00fchrt Schubert weiter aus. Er betont, dass HIV nach wie vor ein Problem sei.<\/p>\n<p>iGala im Musical Dome nahezu ausverkauft<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph mb-6\" data-v-310d7807=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>1600 Pl\u00e4tze gibt es<\/b> <b>f\u00fcr die Benefizgala<\/b> der Aidshilfe im Musical Dome. Sie findet am 1. Dezember statt und ist nahezu ausverkauft. Unter anderem treten die No Angels und Vicky Leandros auf.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph mb-6\" data-v-310d7807=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Special Guest ist<\/b> <b>Hape Kerkeling<\/b>. \u201eDer Musical Dome unterst\u00fctzt uns auch sensationell, weil er uns an dem Abend das Theater schenkt\u201c, sagt Oliver Schubert ,Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Aidshilfe K\u00f6ln.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph mb-6\" data-v-310d7807=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Der  Spendenlauf \u201eRun of Colours\u201c<\/b> findet am 20. September statt. Seit 2009 veranstaltet die Lebenshaus-Stifung  den  Benefizlauf zugunsten der Aidshilfe K\u00f6ln.  \u201eDa kann man auch mitlaufen, wenn man nicht laufen kann, sondern nur geht. Das ist uns total wichtig. Es ist ein  Inklusionslauf, und es darf bunt und vielf\u00e4ltig sein\u201c, erl\u00e4utert Schubert.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph mb-6\" data-v-310d7807=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Anmeldungen f\u00fcr den \u201eRun of Colours\u201c<\/b> sind online m\u00f6glich. Die   Startgeb\u00fchr betr\u00e4gt 19,50 Euro. Sch\u00fcler zahlen 12 Euro pro Person. Ab 20 Startern in einer Gruppe  kostet der Startplatz 18 Euro pro Person, ab  50 Startern 15 Euro.  Staffelanmeldung:  drei Personen f\u00fcr 50 Euro.  Auch virtuelle Teilnahme ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph mb-6\" data-v-310d7807=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>30.000 Euro in etwa erwirtschaftet<\/b> die Aidshilfe K\u00f6ln in der Regel durch den beliebten Spendenlauf \u201eRun of Colours\u201c. Er ist somit ein wichtiges Instrument, um die Eigenmittel aufzubringen. (dha)<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Tabuisierung und Stigmatisierung seien auch vier Jahrzehnte nach Gr\u00fcndung der Aidshilfe an der Tagesordnung. 120 Neudiagnosen etwa gibt es j\u00e4hrlich in K\u00f6ln. Damit liegt K\u00f6ln direkt hinter Berlin. Deutschlandweit stecken sich pro Jahr rund 2500 Menschen mit HIV an. Die Dunkelziffer ist nach wie vor hoch.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wer von einer HIV-Infektion erfahre, habe oft viele Fragen. Zudem prognostiziert Schubert, dass Menschen aus Entwicklungsl\u00e4ndern, wo <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/themen\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a> Programme rund um HIV gestrichen hat, verst\u00e4rkt fl\u00fcchten werden, um ihr Leben zu retten.<\/p>\n<p>Bereits 1,5 Stellen mussten gestrichen werden<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"9\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Um zu sparen, hat die Aidshilfe K\u00f6ln im vergangenen Jahr erste K\u00fcndigungen vorgenommen. 1,5 Stellen  wurden gestrichen. Der Empfang ist nicht mehr  besetzt. \u201eDas konnten wir uns leider nicht mehr leisten\u201c, bedauert Schubert. Auch der Mensch, der als \u201eHousekeeper\u201c daf\u00fcr sorgte, dass Veranstaltungen reibungslos liefen und Reparaturen durchgef\u00fchrt wurden, ist entlassen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eZum Ende des Jahres werden wir auch keine Assistenz der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung  mehr haben. Wir m\u00fcssen auch ein Zeichen setzen. Da geht noch mal eine halbe Stelle fl\u00f6ten\u201c, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.  Sein Credo:  \u201eIch m\u00f6chte nat\u00fcrlich nicht an die soziale Arbeit ran, solange es irgendwie geht.\u201c Derzeit arbeiten 34 Menschen auf 25 Vollzeitstellen.  Und die sollen da auch unbedingt bleiben. Schubert ist trotz aller Sorgen zuversichtlich, dass der Verein weiterhin gut mit Spenden unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wer \u00fcberlege, ob eine gr\u00f6\u00dfere Spende oder eine Erbschaft gut bei der Aidshilfe angelegt sei, k\u00f6nne sich sehr gerne pers\u00f6nlich an ihn wenden und Fragen zur Arbeit des Vereins stellen. \u201eWir sind immer darauf angewiesen, dass irgendwo eine neue T\u00fcr aufgeht oder dass wir neue Kontakte kn\u00fcpfen. Es  ist gen\u00fcgend Geld da.  Es ist immer nur eine Frage der Verteilung.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eEs gibt \u00fcberhaupt keine R\u00fccklagen mehr\u201c, sagt Oliver Schubert, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Aidshilfe K\u00f6ln, im Gespr\u00e4ch mit der Rundschau.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":353380,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-353379","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115048053654142201","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/353379","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=353379"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/353379\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/353380"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=353379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=353379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=353379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}