{"id":353747,"date":"2025-08-18T08:44:11","date_gmt":"2025-08-18T08:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353747\/"},"modified":"2025-08-18T08:44:11","modified_gmt":"2025-08-18T08:44:11","slug":"naehern-sich-trump-und-selenskyj-an-dw-17-08-2025-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353747\/","title":{"rendered":"N\u00e4hern sich Trump und Selenskyj an? \u2013 DW \u2013 17.08.2025"},"content":{"rendered":"<p>Der Wecker klingelt f\u00fcr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schon sehr fr\u00fch an diesem Montagmorgen an seinem Urlaubsort am Tegernsee. Bereits im Morgengrauen hebt die Regierungsmaschine vom Flughafen in der bayrischen Landeshauptstadt M\u00fcnchen ab.<\/p>\n<p>Der\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nach-trump-putin-gipfel-europaeer-sprechen-ihre-taktik-fuer-ukraine-ab-merz-macron-selenskyj-v2\/a-73669993\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Termin\u00a0in Washington<\/a> ist um 12 Uhr mittags angesetzt. Dann will US-Pr\u00e4sident Donald Trump zun\u00e4chst mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj \u00fcber m\u00f6gliche Zugest\u00e4ndnisse an den russischen Angreifer verhandeln.<\/p>\n<p>Danach sind <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nach-trump-putin-gipfel-europaeer-sprechen-ihre-taktik-fuer-ukraine-ab-merz-macron-selenskyj-v2\/a-73669993\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gespr\u00e4che im gr\u00f6\u00dferen Kreis<\/a> vorgesehen. Mit dabei sein werden der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer, die italienische Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni, der finnische Pr\u00e4sident Alexander Stubb, die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, der NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte und eben auch Bundeskanzler Merz.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"71789656\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/71789656_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington 2025 | Wolodymyr Selenskyj (li) und Donald Trump (rechts) sitzen nebeneinander im Oval Office, Trump schaut demonstrativ zur anderen Seite\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Dramatischer Streit bei Pr\u00e4sident Selenskyjs (li.) erstem Treffen mit Donald Trump: Selbst das Outfit passte Trump nicht &#8211; wird Selenskyj diesmal einen Anzug tragen?Bild: Saul Loeb\/AFP\/Getty Images<\/p>\n<p>Meloni, Stubb und Rutte sollen ein besonders gutes Verh\u00e4ltnis zum US-Pr\u00e4sidenten Trump haben. Sie sind mit dabei, um eventuelle verbale Attacken Trumps auf den ukrainischen Pr\u00e4sidenten abzufedern, hei\u00dft es aus Diplomatenkreisen.<\/p>\n<p>Ein\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/z\u00e4sur-in-washington-wie-geht-es-f\u00fcr-die-ukraine-weiter-nach-dem-eklat\/a-71791120\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eklat wie bei Selenskyjs erstem offiziellen Besuch bei Trump<\/a> Ende Februar soll in dieser hochsensiblen Verhandlungsphase \u00fcber das Schicksal der Ukraine unbedingt vermieden werden. Im Februar hatte Trump den ukrainischen Gast vor laufenden Kameras im Oval Office als undankbar abgekanzelt.<\/p>\n<p>Der war daraufhin emp\u00f6rt abgereist. Allerdings wei\u00df US-Pr\u00e4sident Donald Trump ganz genau, dass das <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-krieg\/t-60978725\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wohl und Wehe der Ukraine<\/a> \u00fcberwiegend von amerikanischer Unterst\u00fctzung abh\u00e4ngt, sowohl milit\u00e4risch als auch politisch. Selenskyj ist in seinen Augen eher Bittsteller, nicht ebenb\u00fcrtiger Verhandlungspartner f\u00fcr einen &#8222;Deal&#8220;.<\/p>\n<p>Europ\u00e4er wollen Trump umgarnen<\/p>\n<p>Der Gipfel in Washington ist so zu sagen die Fortsetzung des\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump-und-wladimir-putin-freundlich-aber-unbestimmt-alaska-anchorage-russland-usa-ukraine-v2\/a-73664374\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alaska-Gipfels<\/a> vom Freitag. <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/news-kompakt-kein-deal-bei-gipfel-zwischen-trump-und-putin\/a-73664618\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dort war es dem russischen Machthaber Wladimir Putin gelungen, Trump davon zu \u00fcberzeugen,<\/a> die Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine fallen zu lassen.<\/p>\n<p>Putin, das ist einhellige Meinung bei Politik-Experten in Deutschland, triumphierte und konnte ungehindert seine unver\u00e4nderten Forderungen nach Einverleibung von ukrainischen Gebieten, einer Entwaffnung der Ukraine und einer Aufhebung von Sanktionen dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten unterjubeln.<\/p>\n<p>Jetzt geht es nach Ansicht der europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten darum, Trump zu suggerieren, sein Verhandlungsansatz sei zielf\u00fchrend, und ihn davon zu \u00fcberzeugen, Russland mehr Zugest\u00e4ndnisse abzufordern.<\/p>\n<p>Der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin vor der Abreise nach Washington, Bundeskanzler <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/bundeskanzler-merz-putin-muss-gipfel-mit-trump-ernst-nehmen\/a-73649145\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Merz werde &#8222;das deutsche Interesse an einem schnellen Friedensschluss<\/a>\u00a0in der Ukraine unterstreichen&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Merz lobt US-Sicherheitszusagen f\u00fcr Ukraine als Fortschritt<video id=\"video-73670465\" controls=\"\" playsinline=\"\" preload=\"none\" poster=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAAAEAAAABCAQAAAC1HAwCAAAAC0lEQVR42mNkYAAAAAYAAjCB0C8AAAAASUVORK5CYII=\" data-id=\"73670465\" data-posterurl=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73670447_605.webp\" data-duration=\"00:33\"><\/p>\n<p class=\"vjs-no-js\">To view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that <a href=\"https:\/\/videojs.com\/html5-video-support\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">supports HTML5 video<\/a><\/p>\n<p><\/video><\/p>\n<p>Einem Bericht der amerikanischen Zeitung New York Times\u00a0zufolge, haben Putin und Trump in Alaska vereinbart, dass die angegriffene Ukraine die Regionen Donezk und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-krieg-luhansk-wir-warten-darauf-dass-alles-wird-wie-fr\u00fcher-russland\/a-73568395\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Luhansk<\/a> komplett an den Aggressor Russland abgeben m\u00fcsse, einschlie\u00dflich der Gebiete, die von Russland derzeit nicht milit\u00e4risch besetzt sind.<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident hat eine solche Gebietsabtretung stets vehement abgelehnt. Dass Donald Trump noch einmal klar zu machen, d\u00fcrfte die schwierigste Aufgabe f\u00fcr Wolodymyr Selenskyj werden.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er treten f\u00fcr einen Waffenstillstand entlang der bestehenden Frontlinie ein. NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte hatte davon gesprochen, dass die Ukraine wahrscheinlich die de facto Annexion von Gebieten hinnehmen m\u00fcsse, auch wenn dies de jure international nicht anerkannt werde.<\/p>\n<p>Kommt der &#8222;Dreier-Gipfel&#8220; bald?<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Vertreter hatten sich bei einer Videoschalte mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten am Sonntag erneut zu Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine verpflichtet. Sie nahmen erfreut zur Kenntnis, dass auch die USA sich Sicherheitsgarantien beteiligen wollen, wenn ein Friedensvertrag geschlossen wird.<\/p>\n<p>So zumindest interpretiert man in Berlin, Br\u00fcssel, London und Paris, die \u00c4u\u00dferungen Trumps nach dem Alaska-Gipfel. Sollte das Treffen in Washington mit der Ukraine und den Europ\u00e4ern das gew\u00fcnschte Ergebnis bringen, dann will US-Pr\u00e4sident Donald Trump umgehend einen &#8222;Dreier-Gipfel&#8220;\u00a0mit der Ukraine und Russland organisieren. Eventuell schon am kommenden\u00a0Freitag.<\/p>\n<p>Der russische Machthaber <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wladimir-putin\/t-17289915\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wladimir Putin<\/a> hat Donald Trump in Alaska wohl eine Teilnahme in Aussicht gestellt, hei\u00dft es in der New York Times. Aber nur, wenn die Ukraine vorher auf Gebiete verzichten sollte.<\/p>\n<p>Putin stellt den ukrainischen Pr\u00e4sidenten wahrheitswidrig als Nazi und illegitim im Amt dar. Nicht nur in Berlin fragen sich die politischen Analysten, ob er ihn wirklich treffen oder weiter auf Zeit spielen wird.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"72462115\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/72462115_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Deutschland 2025 | Bundeskanzler Merz spricht an Bord eines Flugzeugs in ein Mikrofon\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Unerm\u00fcdlich unterwegs im Regierungsflieger: Bundeskanzler Merz spricht im Journalisten (hier auf dem Weg von Berlin nach Paris, Archiv)Bild: Michael Kappeler\/dpa\/picture alliance<\/p>\n<p>Der Trump-Selenskyj-Gipfel mit europ\u00e4ischen Leitplanken soll am sp\u00e4ten Montagnachmittag Washingtoner Ortszeit schon wieder\u00a0vorbei sein. Eine \u00dcbernachtung ist f\u00fcr Bundeskanzler Merz nicht geplant. Es geht direkt zur\u00fcck in den unruhigen Urlaub an den Tegernsee.<\/p>\n<p>Der Kanzler musste den Urlaub schon mehrfach f\u00fcr Ukraine-Vorbereitungs- und Nachbereitungsgipfel sowie Videokonferenzen unterbrechen. Es wird wohl nicht die letzte Unterbrechung gewesen sein, sollte es am Freitag tats\u00e4chlich einen Dreiergipfel zur Beendigung des Krieges geben.<\/p>\n<p>Vergangene Freitagnacht schaute er die Pressekonferenz in Anchorage am Fernseher an, sagte Friedrich Merz im ARD-Fernsehen. Sein Eindruck von dem aufw\u00e4ndig freundlichen Empfang, den Trump Putin in Alaska bereitet hatte: &#8222;Weniger w\u00e4re auch genug gewesen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Wecker klingelt f\u00fcr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schon sehr fr\u00fch an diesem Montagmorgen an seinem Urlaubsort am&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":130625,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-353747","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115048891366519045","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/353747","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=353747"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/353747\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/130625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=353747"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=353747"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=353747"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}