{"id":353953,"date":"2025-08-18T10:32:11","date_gmt":"2025-08-18T10:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353953\/"},"modified":"2025-08-18T10:32:11","modified_gmt":"2025-08-18T10:32:11","slug":"umfrage-unter-jungen-menschen-ohne-alkohol-kann-ich-den-moment-mehr-geniessen-trinkt-die-gen-z-weniger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/353953\/","title":{"rendered":"Umfrage unter jungen Menschen: \u201eOhne Alkohol kann ich den Moment mehr genie\u00dfen\u201c \u2013 Trinkt die Gen Z weniger?"},"content":{"rendered":"<p>Fast die H\u00e4lfte der 18-29-J\u00e4hrigen trinkt keinen Alkohol mehr, wie ein neuer DKV-Report zeigt. Wir haben die Gen Z in Stuttgart gefragt \u2013 und die unterschiedlichsten Meinungen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Ein Aperol Spritz auf der Karlsh\u00f6he, ein Bier auf dem Cannstatter Wasen oder ein Glas Wein in den Weinbergen der Stadt: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> bietet viele Gelegenheiten f\u00fcr einen Schluck <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Alkohol\" title=\"Alkohol\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alkohol<\/a> im Sommer. Dabei haftet besonders jungen Menschen an, ihre Grenzen auszutesten und gerne \u00fcber die Str\u00e4nge zu schlagen. Aber ist dem wirklich so? <\/p>\n<p>Ein j\u00fcngster Bericht der Deutschen Krankenversicherung (DKV), in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln sowie der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, widerlegt dieses Klischee. Der DKV-Report 2025 zeigt zum Beispiel: Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 29 Jahren erreichen mit 43 Prozent am h\u00e4ufigsten und mehr als doppelt so h\u00e4ufig den neuen Richtwert zur vollst\u00e4ndigen Alkoholabstinenz als die \u00e4lteren Befragten \u00fcber 65 Jahre mit 21 Prozent\u201c. <\/p>\n<p>Damit verzichtet fast die H\u00e4lfte der befragten jungen Menschen komplett auf Alkohol. Das ist h\u00e4ufiger als bei jeder anderen Altersgruppe \u2013 und widerspricht der Ansicht vieler, dass ausschweifende Exzesse wie Komasaufen im jungen Alter in sind. Aber wie passen diese Ergebnisse mit der Realit\u00e4t in der Stuttgarter Innenstadt zusammen? Wie viel trinkt die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Gen_Z\" title=\"Gen Z\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gen Z<\/a>, also 18-29-J\u00e4hrige, im Kessel? <\/p>\n<p>Social Media wirbt f\u00fcr alkoholfreie Monate <\/p>\n<p>Alex und Ali (beide 18), gaben an, komplett auf Alkohol zu verzichten. Bei Ali hat das einen religi\u00f6sen Hintergrund: \u201eWenn man mit Werten aufgewachsen ist, dass man keinen Alkohol trinkt, dann f\u00fchrt das dazu, dass man sich vom Trinken distanziert.\u201c Die beiden Freunde wendeten sich auch von Bekannten aus ihrem Umfeld ab, weil die anfingen, viel und h\u00e4ufig Alkohol zu konsumieren. Die Religion ist also ein m\u00f6gliches Motiv, dem Trinken abzuschw\u00f6ren. Ein anderer Faktor ist das Thema Gesundheit. Auf Social Media gab es in den vergangenen Jahren Trends wie \u201eDry January\u201c oder \u201eSober October\u201c, die f\u00fcr alkoholfreie Monate werben. Videos auf YouTube, die hunderttausendfach geklickt werden, zeigen die positiven gesundheitlichen Effekte, die mit einem vollst\u00e4ndigen Alkoholverzicht einhergehen. <\/p>\n<p>Drei Freunde Ende 20, die bei der Hitze unter einem schattigen Baum am Marienplatz stehen, genie\u00dfen ihre Limonaden. Auf die Frage hin, wie oft sie Alkohol trinken w\u00fcrden, antworten sie einstimmig: \u201eEin-, vielleicht zweimal im Monat. Und nur in der Gemeinschaft.\u201c Das sei seit der Jugend deutlich weniger geworden. Bei ihnen spielt der Aspekt der Gesundheit eine gro\u00dfe Rolle: \u201eWir haben alle Medizin studiert und kennen daher aus n\u00e4chster N\u00e4he die Risiken des Alkoholkonsums.\u201c Aber nicht nur bei Medizinstudierenden, sondern auch bei anderen Stuttgartern und Stuttgarterinnen der Gen Z scheint das Thema Gesundheit das Hauptmotiv zu sein, weniger zu trinken. <\/p>\n<p>Bewusster Umgang mit Trinken im Trend <\/p>\n<p>David (23), der mit seinem Kumpel Tim (24) ein Aperol in Stuttgart-Mitte genie\u00dft, hat die letzten Monate nur sehr sporadisch Alkohol getrunken. In den Semesterferien im August sei es dann schon zweimal die Woche. \u201eIch betreibe aber als Hobby gerne Sport und Alkohol verschlechtert die Leistung. Deshalb habe ich jetzt ein paar Mal schon gedacht: Lieber heute auf ein Glas verzichten.\u201c Die Social Media Trends zum Alkoholfasten haben auf Tim zumindest einen indirekten Eindruck gemacht: \u201eIch habe auf Insta gesehen, dass gerade im Winter die ganze Thematik zum Verzicht hochgekommen ist. Man geht jetzt generell bewusster mit sich selbst um.\u201c <\/p>\n<p> Nathalie (27), sowie Johanna (28), und Samuel (21), gaben alle an, nur einmal die Woche zu trinken. F\u00fcr Nathalie, die mittlerweile berufst\u00e4tig ist, steht fest: \u201eIch kann auch viel Spa\u00df ohne Alkohol haben. Ich finde es sogar sch\u00f6ner, weil man dann am n\u00e4chsten Tag nicht diesen Hangover hat. Dadurch genie\u00dft man den Moment sogar besser\u201c. <\/p>\n<p> Gemischte Reaktionen zu alkoholfreien Alternativen <\/p>\n<p>Weniger Alkohol scheint bei Stuttgarts Gen Z in zu sein. Aber was ist mit alkoholfreien Getr\u00e4nken als Alternative? Der Absatz von alkoholfreiem Bier ist in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 100 Prozent angestiegen, wie das Statistische Bundesamt Destatis 2024 mitteilte. Auf Getr\u00e4nkekarten finden sich immer h\u00e4ufiger Mocktails wie Virgin Colada oder alkoholfreie Caipirinha, die \u00e4hnlich wie das Original schmecken und sich immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit erfreuen.<\/p>\n<p>Bei der Stuttgarter Gen Z lie\u00dfen sich allerdings Widerspr\u00fcche erkennen. Ein Barkeeper der Kultbar Mos Eisley in Stuttgart-West \u00e4u\u00dfert, dass seit der Cannabis-Legalisierung 2024 ein R\u00fcckgang des Alkohol-Konsums zu beobachten ist. \u201eWir haben vermehrt Anfragen bekommen, ob wir Getr\u00e4nke \u00f6fter alkoholfrei anbieten k\u00f6nnen.\u201c Alex trinkt hin und wieder einen s\u00fc\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Cocktail\" title=\"Cocktail\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cocktail<\/a> ohne Alkohol. Ein anderer Stuttgarter (25), zeigte sich gar begeistert von Mocktails. \u201eDie schmecken voll gut.\u201c Johanna mag alkhoholfreies Bier als Alternative. David und Tim dagegen halten nicht viel von Alkoholersatzgetr\u00e4nken: \u201eIch gehe jetzt nicht in eine Bar und sage, ich will einen Mo-Aperol. Dann trinke ich eher ein Spezi oder eine Orangina\u201c, so David. Auch Ali greift dann eher zu Eistee oder Wasser, wenn er Durst hat. Die Geschm\u00e4cker in Bezug auf alkoholfreie Getr\u00e4nke k\u00f6nnten also unterschiedlicher nicht sein. <\/p>\n<p> Kompletter Verzicht eher Ausnahme <\/p>\n<p>Eines zeigt die Umfrage in der Stuttgarter Innenstadt: Die Stuttgarter Gen Z trinkt zwar gr\u00f6\u00dftenteils Alkohol \u2013 aber ein bewusster Umgang mit dem Trinken ist ihnen wichtig. Ein kompletter Verzicht, wie er auf TikTok, YouTube oder Instagram vorgelebt wird, scheint dagegen eine Ausnahmeerscheinung zu sein. \u201eWir sind gerade in unserer Jugend und genie\u00dfen unser Leben. Wir machen uns da nicht so einen Kopf dr\u00fcber\u201c, sagt Jasmina (19), die mit ihrer Freundin Kristina (20), am Marienplatz sitzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fast die H\u00e4lfte der 18-29-J\u00e4hrigen trinkt keinen Alkohol mehr, wie ein neuer DKV-Report zeigt. 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