{"id":354062,"date":"2025-08-18T11:31:12","date_gmt":"2025-08-18T11:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354062\/"},"modified":"2025-08-18T11:31:12","modified_gmt":"2025-08-18T11:31:12","slug":"fliegen-mehr-fluessigkeit-eu-erlaubt-neue-handgepaeck-regeln-beim-fliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354062\/","title":{"rendered":"Fliegen: Mehr Fl\u00fcssigkeit \u2013 EU erlaubt neue Handgep\u00e4ck-Regeln beim Fliegen"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">F\u00fcr Flugreisende gelten bislang strenge Regeln f\u00fcr Fl\u00fcssigkeiten im Handgep\u00e4ck. Nun ist in der EU der Weg f\u00fcr ein Ende der Fl\u00fcssigkeitsmengen-Begrenzung bei Flugreisen frei. Die Europ\u00e4ische Union hat Scanner zugelassen, die fl\u00fcssige Sprengstoffe zuverl\u00e4ssig erkennen k\u00f6nnen und gr\u00f6\u00dfere Flaschen im Handgep\u00e4ck theoretisch erlauben, wie eine Sprecherin der EU-Kommission der Nachrichtenagentur dpa sagte. Alles Weitere sei  jetzt Sache der Flugh\u00e4fen.<\/p>\n<p>Zumindest in Deutschland d\u00fcrfte das Ende der 100-Milliliter-Beh\u00e4lter-Regel aber noch etwas auf sich warten lassen, obwohl entsprechende Scanner l\u00e4ngst vorhanden sind. Grund ist, dass es weiter auch alte Ger\u00e4te gibt und Reisende bislang nicht vorab dar\u00fcber informiert werden k\u00f6nnen, an welchem Scanner sie die Sicherheitskontrolle durchlaufen werden. Zudem fehlt an manchen neuen Ger\u00e4ten die richtige Software.<\/p>\n<p>Damit wird dort vorerst weiter gelten, dass Flugg\u00e4ste Fl\u00fcssigkeiten nur in Beh\u00e4ltern mit einem Volumen von bis zu 100 Millilitern mitnehmen d\u00fcrfen \u2013 und diese in einem wiederverschlie\u00dfbaren transparenten Plastikbeutel mit einem maximalen Fassungsvolumen von bis zu einem Liter verpackt sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Mehrere deutsche Flugh\u00e4fen haben neue Scanner<\/p>\n<p>Am gr\u00f6\u00dften deutschen Flughafen in Frankfurt stehen nach Angaben einer Sprecherin bereits an 40 der knapp 190 Kontrollspuren die neuartigen Scanner. 40 weitere Ger\u00e4te sind fest bestellt. Doch vorl\u00e4ufig wird sich f\u00fcr die Passagiere nichts \u00e4ndern. Die Sprecherin verweist darauf, dass man vorher nicht wissen k\u00f6nne, mit welcher Technologie das Handgep\u00e4ck des jeweiligen Fluggastes gepr\u00fcft werde. Wann der gesamte Flughafen mit der neuen Technologie ausgestattet ist, stehe nicht fest.<\/p>\n<p>Auch in M\u00fcnchen m\u00fcssen sich die Passagiere gedulden. Die notwendigen Scanner sind zwar bereits in gr\u00f6\u00dferer Zahl am Flughafen M\u00fcnchen vorhanden, allerdings muss noch die Software der Ger\u00e4te angepasst werden, wie ein Sprecher der Regierung von Oberbayern mitteilt. Aus R\u00fccksicht auf das hohe Fluggastaufkommen w\u00e4hrend der bayerischen Sommerferien werden die Anpassungen jedoch auf einen bislang unbekannten Zeitpunkt verschoben. <\/p>\n<p>Die Beschr\u00e4nkung von 100 Millilitern bleibt so auch hier erst einmal bestehen. An den Kontrollspuren mit der alten herk\u00f6mmlichen Technik gilt sie ohnehin weiter.<\/p>\n<p>Neue Scanner sind Computertomographen<\/p>\n<p>Nach Angaben der EU-Kommission werden derzeit bereits etwa 700 Ger\u00e4te mit der jetzt zugelassenen Technik auf Flugh\u00e4fen in 21 L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union eingesetzt oder installiert. Die Ger\u00e4te des britischen Herstellers Smiths Detection durchleuchten das Handgep\u00e4ck mit der aus der Medizin bekannten Technik der Computertomographie (CT).<\/p>\n<p>Statt weniger unscharfer Aufsichtsbilder liefern sie ohne Tempoverlust Hunderte Aufnahmen des Gep\u00e4ckst\u00fccks, was am Kontrollschirm dreidimensionale Ansichten und die schichtweise Durchleuchtung des Gep\u00e4ckinhalts erm\u00f6glicht. Auch feste und fl\u00fcssige Sprengstoffe k\u00f6nnen von den Ger\u00e4ten erkannt werden.<\/p>\n<p>Die Fl\u00fcssigkeitsbeschr\u00e4nkungen im Luftverkehr waren 2006 eingef\u00fchrt worden, nachdem bekannt geworden war, dass Terroristen an Bord eines Flugzeugs aus mehreren Fl\u00fcssigkeiten Sprengstoff herstellen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die bundesweite, vollst\u00e4ndige Umstellung aller Kontrollspuren sei aufwendig, teilte eine Sprecherin des Flughafenverbands ADV mit. Sie verursache nicht nur hohe Anschaffungskosten, sondern erfordere auch umfangreiche bauliche Anpassungen an den Kontrollstellen, etwa weil die Ger\u00e4te gr\u00f6\u00dfer sind. Eine Finanzierung der Kontrollger\u00e4te k\u00f6nnte \u2013 je nach Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Kontrollen \u2013 durch die Flughafenbetreiber selbst, das Bundesinnenministerium oder die Luftsicherheitsbeh\u00f6rden der L\u00e4nder erfolgen.<\/p>\n<p>CT-Scanner sind grunds\u00e4tzlich bereits seit Jahren im Einsatz. Unmittelbar nach ihrer Einf\u00fchrung wurden an den entsprechenden Spuren teilweise auch gr\u00f6\u00dfere Fl\u00fcssigkeitsbeh\u00e4lter akzeptiert. Eine offizielle Empfehlung gab es aber nicht. Im vergangenen Sommer tauchten dann aber Zweifel an der Zuverl\u00e4ssigkeit der Gep\u00e4ckscanner auf und die EU ordnete weitere \u00dcberpr\u00fcfungen an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr Flugreisende gelten bislang strenge Regeln f\u00fcr Fl\u00fcssigkeiten im Handgep\u00e4ck. 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