{"id":354340,"date":"2025-08-18T14:24:19","date_gmt":"2025-08-18T14:24:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354340\/"},"modified":"2025-08-18T14:24:19","modified_gmt":"2025-08-18T14:24:19","slug":"stillstand-im-industriellen-herz-wenn-die-ukraine-den-donbass-aufgeben-muesste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354340\/","title":{"rendered":"Stillstand im industriellen Herz: Wenn die Ukraine den Donbass aufgeben m\u00fcsste"},"content":{"rendered":"<p>                    Stillstand im industriellen Herz<br \/>\n                Wenn die Ukraine den Donbass aufgeben m\u00fcsste<\/p>\n<p>\t\t\t\t              18.08.2025, 13:08 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Seit 2014 wird im Donbass zwischen Russland und der Ukraine gek\u00e4mpft. Seit der Invasion vor drei Jahren besetzen russische Truppen einen Gro\u00dfteil des Gebiets, die restlichen Quadratkilometer k\u00f6nnten zur Verhandlungsmasse werden. Ein solcher Deal h\u00e4tte f\u00fcr die Ukraine drastische Folgen.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Ukraine h\u00e4tte eine R\u00e4umung des Industriereviers Donbass schwerwiegende milit\u00e4rische, humanit\u00e4re und wirtschaftliche Folgen. Nach dem amerikanisch-russischen Gipfel in Alaska steht als russische Forderung im Raum, dass die Ukraine ihre Truppen vollst\u00e4ndig aus den Gebieten Donezk und Luhansk abziehen soll &#8211; im Gegenzug f\u00fcr ein Einfrieren anderer Fronten. Auch die USA \u00fcben auf Kiew Druck in diese Richtung aus.<\/p>\n<p><b>Milit\u00e4risch: Eine Verteidigungslinie geht verloren<\/b><\/p>\n<p>Eine Preisgabe w\u00fcrde bedeuten, dass Russland kampflos Territorien bekommt, die es nicht erst seit 2022, sondern seit 2014 nicht erobern konnte. Zwar halten die ukrainischen Truppen im Verwaltungsgebiet Luhansk nur noch wenige Quadratkilometer. Doch im Gebiet Donezk sind immerhin 7.600 von 26.500 Quadratkilometern noch in ukrainischer Hand, also etwa ein Drittel.<\/p>\n<\/p>\n<p>Dort liegen Gro\u00dfst\u00e4dte wie Slowjansk und Kramatorsk, die gut befestigt einen Verteidigungsg\u00fcrtel bilden. Westlich von ihnen erstreckt sich offenes Steppenland, sodass Russland bei einem Wiederaufflammen der K\u00e4mpfe ungehindert Richtung Charkiw oder Dnipropetrowsk vorsto\u00dfen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><b>Humanit\u00e4r: Viele eingesperrt oder auf der Flucht<\/b><\/p>\n<p>Kramatorsk z\u00e4hlte vor dem Krieg 150.000 Einwohner, Slowjansk 106.000 Einwohner. Selbst wenn es mittlerweile weniger sind, w\u00fcrden im Gebiet Donezk absehbar mehrere hunderttausend ukrainische Staatsb\u00fcrger unter russische Besatzung geraten &#8211; oder fl\u00fcchten. Die Ukraine gibt<b> <\/b>in dem russischen Angriffskrieg seit dreieinhalb Jahren auch deshalb nicht auf, weil sie Landsleute nicht unter einer Moskauer Gewaltherrschaft lassen will.<\/p>\n<p>Alle Berichte aus Gebieten, die die Ukraine 2022 zur\u00fcckeroberte, zeigen, dass die russische Besatzung mit Verschleppungen, Morden und Folter gegen die Bev\u00f6lkerung vorgegangen ist. Dies traf selbst die vorwiegend russischsprachigen Ukrainer im Osten, die Moskau angeblich sch\u00fctzen will. Es wird Druck ausge\u00fcbt, die russische Staatsb\u00fcrgerschaft anzunehmen. Ukrainische Sprache und Kultur werden zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p><b>Wirtschaftlich: Bodensch\u00e4tze unter Moskauer Kontrolle <\/b><\/p>\n<p>Vor 2014 hatte die Industrieregion Donbass etwa 6,5 Millionen Einwohner und war mit Kohle und Eisen das Kernst\u00fcck der ukrainischen Schwerindustrie. Allerdings waren viele Bergwerke und Fabriken damals schon veraltet. F\u00fcr die Fu\u00dfball-Europameisterschaft 2012 wurde die Millionenstadt Donezk herausgeputzt und erhielt das schicke Stadion Donbass-Arena.<\/p>\n<p>Doch als Donezk und andere wichtige Teile des Donbass 2014 unter russische Kontrolle gerieten, brach der wirtschaftliche Kontakt mit dem von Kiew kontrollierten Teil der Ukraine gr\u00f6\u00dftenteils ab. Wegen der K\u00e4mpfe wurden seitdem viele Bergwerke aufgegeben und liefen voll Wasser. In diesem Sommer gab es in der besetzten Millionenstadt Donezk Probleme mit Trinkwasser, weil die Zuleitung, der Kanal Siwerskyj Donez-Donbass, an mehreren Stellen zerst\u00f6rt ist.<\/p>\n<p>Im Donbass liegen viele der Bodensch\u00e4tze, mit denen die Ukraine sich gem\u00e4\u00df einem Abkommen eigentlich US-Hilfe erkaufen will. Durch das Vorr\u00fccken der russischen Armee in den vergangenen Monaten sind aber weitere wichtige Lagerst\u00e4tten f\u00fcr Kiew verloren gegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stillstand im industriellen Herz Wenn die Ukraine den Donbass aufgeben m\u00fcsste 18.08.2025, 13:08 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":354341,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,661,36235,13,929,14,15,16,307,12,317],"class_list":{"0":"post-354340","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-donbass","12":"tag-headlines","13":"tag-kriege-und-konflikte","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115050228406096220","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=354340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354340\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/354341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=354340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=354340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=354340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}