{"id":354352,"date":"2025-08-18T14:30:21","date_gmt":"2025-08-18T14:30:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354352\/"},"modified":"2025-08-18T14:30:21","modified_gmt":"2025-08-18T14:30:21","slug":"fluessigerdgas-eu-importiert-russisches-lng-im-wert-von-45-mrd-e","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354352\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcssigerdgas: EU importiert russisches LNG im Wert von 4,5 Mrd. \u20ac"},"content":{"rendered":"<p>Energiepolitik \u2013 <\/p>\n<p>EU importiert russisches LNG im Wert von 4,5 Mrd. \u20ac<\/p>\n<p class=\"ContentHead_lead____SsS link_regular__O0hk0 link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs\">Im ersten Halbjahr 2025 flossen 29% mehr russisches Fl\u00fcssigerdgas in die EU als gleichen Zeitraum im Vorjahr. Ab 2028 will die EU-Kommission jedoch ein komplettes Importverbot f\u00fcr russisches Gas durchsetzen.<\/p>\n<p>Publiziert heute um 13:26 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3-OGZQBY4kz861urFaPPQP.jpg\" alt=\"LNG-Tanker f\u00e4hrt an einem sonnigen Tag in den Hafen von Klaipeda, Litauen, ein, alternative Gasversorgung, Energiekrise.\" title=\"LNG-Tanker f\u00e4hrt an einem sonnigen Tag in den Hafen von Klaipeda, Litauen, ein, alternative Gasversorgung, Energiekrise.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#6E96C6\"\/><\/p>\n<p>Anders als f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger wie \u00d6l und Kohle hat die EU wegen Abh\u00e4ngigkeiten bislang keine Gas-Sanktionen f\u00fcr Russland geltend gemacht.<\/p>\n<p>Bild: Natallia Pershaj\/Getty Images<\/p>\n<p>Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.<a href=\"https:\/\/bottalk.io\/de\/\" class=\"BottalkPaywall_bottalklink__KDtuf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BotTalk<\/a><\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die EU hat im ersten Halbjahr 2025 Fl\u00fcssigerdgas aus Russland im Wert von rund 4,48 Mrd. \u20ac importiert. Das sind 29% mehr als gleichen Zeitraum im Vorjahr, wie aus Daten der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat hervorgeht.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Insgesamt wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Fl\u00fcssigerdgas (LNG; liquefied natural gas) im Wert von rund 26,9 Mrd. \u20ac importiert. Das meiste \u2013 f\u00fcr rund 13,7 Mrd. \u20ac \u2013 kam aus den USA. Bereits im vergangenen Jahr waren nach Angaben der EU-Kommission die Vereinigten Staaten mit fast 45% der Gesamteinfuhren der gr\u00f6sste LNG-Lieferant der EU.<\/p>\n<p>Warum fliesst weiter Gas aus Russland in die EU?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Anders als f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger wie \u00d6l und Kohle hat die EU wegen Abh\u00e4ngigkeiten bislang keine Gas-Sanktionen auf den Weg gebracht. Als Fl\u00fcssigerdgas (LNG) und durch die Pipeline Turkstream kommt derzeit weiter Gas in die Staatengemeinschaft.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">2024 machten Gaslieferungen aus Russland Angaben der EU-Kommission zufolge knapp 19% aller Importe aus. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr Angaben der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat zufolge nat\u00fcrliches und verarbeitetes Gas im Wert von 15,6 Mrd. \u20ac aus Russland importiert. Zum Vergleich: Aus den USA kam Gas im Wert von 19,1 Mrd. \u20ac.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Vor dem Hintergrund des seit Februar 2022 andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine will die EU-Kommission nun aber die Einfuhr russischen Gases in die Staatengemeinschaft komplett untersagen: Ab 2028 soll nach dem Willen der Beh\u00f6rde kein Gas aus Russland mehr ankommen.<\/p>\n<p>Was will die Beh\u00f6rde genau?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">F\u00fcr langfristige Liefervertr\u00e4ge soll das Verbot laut einem Kommissionsvorschlag von Juni ab dem 1. Januar 2028 greifen. Gasimporte im Rahmen von kurzfristigen Vertr\u00e4gen will die Kommission schon in einem knappen Jahr verbieten, ab dem 17. Juni 2026. Wird auf Basis von nun noch abgeschlossenen, neuen Vertr\u00e4gen noch russisches Gas bezogen, so soll dieses ab dem 1. Januar 2026 nicht mehr eingef\u00fchrt werden d\u00fcrfen. Grundlage f\u00fcr die Pl\u00e4ne sollen das EU-Handels- und EU-Energierecht sein.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Der Vorschlag muss aber noch von den EU-L\u00e4ndern und dem EU-Parlament verhandelt werden. Auf Ebene der L\u00e4nder braucht es die Zustimmung von 15 von 27 EU-Staaten, die zusammen mindestens 65% der Gesamtbev\u00f6lkerung der EU ausmachen.<\/p>\n<p>Sind deutsche Unternehmen betroffen?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sollten die Einfuhrbeschr\u00e4nkungen wie von der Kommission vorgeschlagen kommen, ist auch das bundeseigene deutsche Energieunternehmen Sefe betroffen. Auf Basis eines bestehenden, langfristigen Vertrags importiert es weiter Fl\u00fcssigerdgas aus Russland in die EU. Das Unternehmen Sefe hiess fr\u00fcher Gazprom Germania, war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise in Deutschland verstaatlicht.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Was genau das Importverbot f\u00fcr Sefe bedeutet, ist noch unklar: \u00abEine abschliessende Bewertung der Auswirkungen der Verordnung der Europ\u00e4ischen Kommission zum Phase-out der russischen Energieimporte ist erst m\u00f6glich, wenn diese finalisiert ist\u00bb, teilte das Unternehmen mit.<\/p>\n<p>Hat ein solches Verbot Folgen f\u00fcr Verbraucher?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Verbraucher brauchen sich nach Angaben der Kommission keine grossen Sorgen zu machen. Die Massnahmen sollen schrittweise und in Abstimmung mit den EU-L\u00e4ndern umgesetzt werden, um m\u00f6gliche Auswirkungen auf die Preise zu minimieren. Einer Analyse der Beh\u00f6rde zufolge k\u00f6nnten die verbleibenden Gasmengen ohne Risiken f\u00fcr die Versorgungssicherheit auslaufen. Auf dem globalen Gasmarkt gebe es gen\u00fcgend alternative Anbieter.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Dennoch enth\u00e4lt der Kommissionsvorschlag eine Art Sicherheitsklausel, falls die Versorgungssicherheit eines oder mehrerer Mitgliedstaaten ernsthaft gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnte. Unter diesen Umst\u00e4nden k\u00f6nnte die Kommission demnach einem oder mehreren betroffenen EU-L\u00e4ndern erlauben, die Einfuhrverbote f\u00fcr Gas auszusetzen.<\/p>\n<p class=\"DynamicTeaser_boxtitle__B6piN\">Mehr zu Russland und der EU<\/p>\n<p class=\"ArticleContainer_agencies__g6Lpj ArticleContainer_content-width__FRl7F\">AWP<\/p>\n<p class=\"Feedback_root__fr_Mi ArticleContainer_content-width__FRl7F\">Fehler gefunden?<a href=\"mailto:onlineredaktion@fuw.ch?subject=Hinweis%20auf%20Fehler%20%7C%20EU%20importiert%20russisches%20LNG%20im%20Wert%20von%204%2C5%20Mrd.%20%E2%82%AC&amp;body=Ich%20habe%20in%20diesem%20Inhalt%20einen%20Fehler%20entdeckt%3A%20https%3A%2F%2Fwww.fuw.ch%2Ffluessigerdgas-eu-importiert-russisches-lng-im-wert-von-4-5-mrd-212656307148\" class=\"Feedback_feedbacklink__VyDCi link_underlinelink__K5Zr0\">Jetzt melden.<\/a><\/p>\n<p>0 Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Energiepolitik \u2013 EU importiert russisches LNG im Wert von 4,5 Mrd. \u20ac Im ersten Halbjahr 2025 flossen 29%&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":354353,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-354352","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=354352"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354352\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/354353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=354352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=354352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=354352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}