{"id":354415,"date":"2025-08-18T15:03:11","date_gmt":"2025-08-18T15:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354415\/"},"modified":"2025-08-18T15:03:11","modified_gmt":"2025-08-18T15:03:11","slug":"bahnverkehr-berlin-erst-sperrorgie-beim-regionalverkehr-dann-ber-express","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354415\/","title":{"rendered":"Bahnverkehr \u2013 Berlin: Erst Sperrorgie beim Regionalverkehr, dann BER-Express"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img310211\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/310211.jpeg\" alt=\"Bahnverkehr \u2013 Berlin: Erst Sperrorgie beim Regionalverkehr, dann BER-Express\"\/><\/p>\n<p>Foto: Imago\/\/R\u00fcdiger W\u00f6lk<\/p>\n<p>Berlins Verkehrssenatorin <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193333.berlin-s-bahn-ausfaelle-durch-defekte-signalstechnik-mehr-als-verdoppelt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ute Bonde<\/a> (CDU) und Brandenburgs Infrastrukturminister Detlef Tabbert (BSW) sind hocherfreut. Es sei \u00bbganz gro\u00dfartig f\u00fcr die Berlinerinnen und Berliner\u00ab, sagt sie. \u00bbWir haben einen gro\u00dfen Schritt nach vorne gemacht\u00ab, sagt er. Sie sind Teil des Podiums der Pressekonferenz des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) am Montagmorgen in dessen Zentrale am Ostbahnhof.<\/p>\n<p>Die Rede ist von den zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember neu geordneten Regionalzugverbindungen um den Flughafen BER. Zu diesem Datum sollen die Fernbahngleise der Dresdner Bahn in Betrieb genommen werden, parallel zur S2 zwischen S\u00fcdkreuz und Blankenfelde.<\/p>\n<p>Neue Regionalexpresslinie<\/p>\n<p>Damit kann der Flughafenexpress FEX zwischen Hauptbahnhof und BER den direkten Weg durch den Tunnel \u00fcber Potsdamer Platz und S\u00fcdkreuz nehmen \u2013 das dauert dann nur noch 23 Minuten statt derzeit 39, vom S\u00fcdkreuz sogar nur 14 Minuten. Dann f\u00e4hrt auch jede Viertelstunde ein FEX, doppelt so oft wie derzeit.<\/p>\n<p>Neu ist auch der RE20, der st\u00fcndlich vom Berliner Hauptbahnhof \u00fcber den BER nach L\u00fcbbenau verkehren wird. Die ersten drei Fahrten beginnen morgens bereits in Cottbus, am Sp\u00e4tnachmittag und Abend sollen drei Fahrten aus Berlin bis Cottbus f\u00fchren. Mehr ist wegen der noch eingleisigen Strecke zwischen L\u00fcbbenau und der Lausitzmetropole derzeit nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Neu bekommen auch Eberswalde mit der RB24 und Oranienburg mit der RB32 einen direkten Anschluss an den <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193202.flughafen-ber-ki-assistenz-kiana-der-db-experiment-am-lebenden-reisenden.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flughafen<\/a>. Bisher enden die Nordteile der Linien am ehemaligen Flughafenbahnhof Sch\u00f6nefeld. Sie werden mit ihren S\u00fcdteilen vereint, die derzeit vom BER nach Blankenfelde, zeitweise weiter nach W\u00fcnsdorf-Waldstadt und nach Ludwigsfelde fahren. Damit gibt es nach Wegfall der FEX-Z\u00fcge, von RE8 und RB23 vom Ostkreuz immer noch jede halbe Stunde eine schnelle Verbindung zum Hauptstadtairport.<\/p>\n<p>Der Bahnhof Sch\u00f6nefeld wird k\u00fcnftig nicht mehr von Regionalz\u00fcgen angefahren, auch die S45 vom Bahnhof S\u00fcdkreuz \u00fcber den S\u00fcdring wird eingestellt. Stattdessen wird die vom Ostring kommende S85 zum BER verl\u00e4ngert. Tags\u00fcber wird es auf der S46 Verst\u00e4rkerfahrten zwischen Hermannstra\u00dfe und Gr\u00fcnau geben, in diesem Abschnitt fahren dann sechs Z\u00fcge pro Stunde.<\/p>\n<p>Fahrgastboom am Flughafenbahnhof<\/p>\n<p>Der Flughafenbahnhof BER ist l\u00e4ngst nicht nur Ziel von Flugg\u00e4sten oder BER-Besch\u00e4ftigten. \u00bbEr ist inzwischen unser fahrgastst\u00e4rkster Bahnhof in Brandenburg und hat damit Potsdam-Hauptbahnhof abgel\u00f6st\u00ab, sagt Alexander Kaczmarek, Bevollm\u00e4chtigter der Deutschen Bahn f\u00fcr Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. \u00dcber 200\u2009000 Aus-, Ein- und Umsteiger werden dort t\u00e4glich gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Doch bevor f\u00fcr gro\u00dfe Teile Berlins und Brandenburgs neue und schnellere Verbindungen Realit\u00e4t werden, m\u00fcssen die Fahrg\u00e4ste durch ein Tal der Tr\u00e4nen. Von 24. September bis 14. Dezember wird die Anhalter Bahn fast im kompletten Brandenburger Abschnitt gesperrt.<\/p>\n<p>Zwischen Berlin-S\u00fcdkreuz und Niederg\u00f6rsdorf werden 60 Kilometer Gleise und zehn Weichen erneuert. Das betrifft nicht nur den Regionalverkehr Richtung J\u00fcterbog, f\u00fcr den Ersatzbusse unterwegs sein werden, sondern auch den gesamten Fernverkehr von Berlin nach Leipzig, Halle und weiter Richtung S\u00fcden. ICE-Z\u00fcge werden weitr\u00e4umig umgeleitet, mit entsprechenden Fahrzeitverl\u00e4ngerungen.<\/p>\n<p>Immerhin wird damit den Fahrg\u00e4sten eine mehrfache l\u00e4ngere Sperrung der Anhalter Bahn erspart. Denn ab 24. Oktober k\u00f6nnte man Berlin auf der Anhalter Bahn sowieso nicht direkt erreichen. Die Dresdner Bahn muss an die Bestandsstrecke ab S\u00fcdkreuz eingebunden werden. Daf\u00fcr wird ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen.<\/p>\n<p>Die Anhalter Bahn wird mit der Ma\u00dfnahme auf ihre Rolle als Umleiterstrecke f\u00fcr die im Jahr 2027 l\u00e4nger gesperrte Strecke von Berlin Richtung Hannover fitgemacht.<\/p>\n<p>Bereits ab 25. August bis 22. September fahren Busse statt Bahnen f\u00fcr die S2 zwischen Berlin-Lichtenrade und dem Endbahnhof Blankenfelde. Das liegt laut Deutscher Bahn an der Inbetriebnahme des gemeinsamen neuen Bahnhofs f\u00fcr S- und Regionalbahn in Blankenfelde. Immerhin hat die <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193333.berlin-s-bahn-ausfaelle-durch-defekte-signalstechnik-mehr-als-verdoppelt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S-Bahn<\/a> eigene Stellwerke und kann dann unabh\u00e4ngig von den Inbetriebnahmearbeiten der Fernbahngleise anschlie\u00dfend wieder verkehren.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlichkeit versprochen<\/p>\n<p>\u00bbAm 14. 12. wird die Dresdner Bahn in Betrieb gehen\u00ab, verspricht DB-Mann Alexander Kaczmarek. \u00bbDas w\u00fcrde ich pers\u00f6nlich nehmen, wenn es nicht klappen w\u00fcrde.\u00ab Sie habe sein ganzes Berufsleben begleitet. Er sei froh, dass er das Projekt nun \u00bbzu einem erfolgreichen Abschluss bringen kann\u00ab.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich mit dem Bau begonnen wurde im Jahr 2017. Davor haben das Land Berlin, der Bund und die Deutsche Bahn rund 20 Jahre \u00fcber die Strecke gestritten. Berlin forderte eine Tunnell\u00f6sung, wollte aber nur einen Bruchteil der Zusatzkosten \u00fcbernehmen. Der damalige Regierende B\u00fcrgermeister Klaus Wowereit (SPD) sorgte sogar daf\u00fcr, dass das n\u00f6tige Planfeststellungsverfahren durch die Berliner Beh\u00f6rden einfach nicht weiter bearbeitet wurde. F\u00fcr den Bau eines Regionalbahnhofs an der Buckower Chaussee hatte Berlin allerdings damals nicht gesorgt.<\/p>\n<p>\u00bbDie Dresdner Bahn ist am Anfang der Beweis daf\u00fcr gewesen, wie man es nicht machen sollte\u00ab, sagt Alexander Kaczmarek heute. \u00bbSeit der Planfeststellung und der Realisierung ist das ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie man es machen sollte.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbWir sind total gl\u00fccklich, dass es klappt\u00ab, sagt Thomas Dill vom VBB. \u00bbEndlich keine Interimszust\u00e4nde mehr\u00ab, so der f\u00fcr die Angebotsplanung zust\u00e4ndige Bereichsleiter. Er meint unter anderem die bisher geteilt betriebenen Linien RB24, RB32 und RE8.<\/p>\n<p>Mit Inbetriebnahme der Dresdner Bahn werde der RE8 zwischen Berlin und Elsterwerda praktisch genauso schnell unterwegs sein wie derzeit die Intercityz\u00fcge, erkl\u00e4rt Dill. Das sei wichtig auch wegen der erfolgten einseitigen K\u00fcndigung der Anerkennung von VBB-Fahrkarten durch die Deutsche Bahn unter anderem auf dieser Strecke. K\u00fcnftig werden die Z\u00fcge st\u00fcndlich nach Elsterwerda fahren. Finsterwalde, wohin derzeit noch jeder zweite Zug abzweigt, wird dann nicht mehr direkt von Berlin aus angefahren. Der Wegfall der Intercitys f\u00fcr Pendler soll so kompensiert werden.<\/p>\n<p>Nicht kompensiert wird der Wegfall der schnellen direkten Anbindung des Bahnhofs Berlin-Gesundbrunnen durch die Verlegung des <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193127.asylpolitik-abschiebung-trotz-hungerstreik-zum-flughafen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FEX<\/a>. \u00bbWir h\u00e4tten einen Zug mehr gebraucht\u00ab, begr\u00fcndet das Thomas Dill.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbDie Dresdner Bahn ist am Anfang der Beweis daf\u00fcr gewesen, wie man es nicht machen sollte.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nAlexander Kaczmarek\u2003Deutsche Bahn<\/p><\/blockquote>\n<p>Szczecin mit BER-Anbindung<\/p>\n<p>Eventuell kommt die aber Ende 2027 zumindest ein paarmal am Tag wieder. Dann soll der neue RE9 den Betrieb aufnehmen, eine schnelle elektrifizierte Direktverbindung ins polnische Szczecin. Die Z\u00fcge k\u00f6nnten bis zum BER verl\u00e4ngert werden. Da gibt es aber noch einige Unsicherheiten. Zwar versichert Alexander Kaczmarek von der DB, dass auf deutscher Seite Ausbau und Elektrifizierung bis dahin abgeschlossen sein k\u00f6nnen. Unklar ist jedoch derzeit, ob das auch auf polnischer Seite der Fall sein wird. Dazu kommt noch die Frage, ob die n\u00f6tigen Zweisystemz\u00fcge f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Verbindung ausreichen.<\/p>\n<p>Ende 2027 soll auch die Strecke L\u00fcbbenau-Cottbus endlich wieder zweigleisig ausgebaut sein. Dann werden mit RE2 und RE20 zwei Z\u00fcge pro Stunde in die Lausitz fahren. Kaczmarek tr\u00e4umt schon von einer Weiterf\u00fchrung bis nach Forst, sobald die Elektrifizierung abgeschlossen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: Imago\/\/R\u00fcdiger W\u00f6lk Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) und Brandenburgs Infrastrukturminister Detlef Tabbert (BSW) sind hocherfreut. 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