{"id":354805,"date":"2025-08-18T18:30:25","date_gmt":"2025-08-18T18:30:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354805\/"},"modified":"2025-08-18T18:30:25","modified_gmt":"2025-08-18T18:30:25","slug":"china-setzt-eu-wirtschaft-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/354805\/","title":{"rendered":"China setzt EU-Wirtschaft unter Druck"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/China-Gefahr-fuer-Wirtschaft-in-Europa.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-360820 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/China-Gefahr-fuer-Wirtschaft-in-Europa.jpg\" alt=\"China Gefahr f\u00fcr Wirtschaft in Europa\" width=\"810\"\/><\/a>Foto: Bloomberg<\/p>\n<p>Mit immer weiter sinkenden Preisen jagt China der Industrie in Europa Marktanteile ab \u2013 global und zu Hause. Schrumpfende Margen und Deindustrialisierung sind die Folgen.<\/p>\n<p>China setzt EU-Wirtschaft unter Druck \u2013 die Billig-Offensive<\/p>\n<p>Der wachsende Preisdruck aus China zeigt, wie stark eine konsequent verfolgte Niedrigpreisstrategie die Wirtschaft in Europa trifft. Immer mehr Hersteller verlieren Marktanteile nicht nur im eigenen Heimatmarkt, sondern auch global. Ihre Gewinnmargen schmelzen dahin. Damit beschleunigt sich ein Prozess, der l\u00e4ngst zur zentralen Gefahr f\u00fcr die europ\u00e4ische Industrie geworden ist: die Deindustrialisierung.<\/p>\n<p>Export als Rettung f\u00fcr China <\/p>\n<p>China befindet sich seit Corona in einer Dauerkrise. Seit der Pandemie hat es die Volksrepublik nicht geschafft, sein dringendstes Problem zu l\u00f6sen. Die Immobilenkrise. Diese hat weitreichende Auswirkungen auf die chinesische Binnenwirtschaft.<br \/>Der Sektor, einst mit <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2024\/12\/chinas-real-estate-challenge-kenneth-rogoff?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bis zu 30 Prozent<\/a> Anteil am Bruttoinlandsprodukt eine tragende S\u00e4ule, schrumpft seit 2021. Besonders Haushalte trifft das hart. Fast <a href=\"https:\/\/fortune.com\/2021\/12\/02\/chinese-real-estate-investing-home-ownership-evergrande\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zwei Drittel<\/a> ihres Verm\u00f6gens liegen in Wohnungen und H\u00e4usern, deren Preise drastisch gefallen sind. Der gesch\u00e4tzte Verm\u00f6gensverlust von <a href=\"https:\/\/fortune.com\/2021\/12\/02\/chinese-real-estate-investing-home-ownership-evergrande\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">18 Billionen<\/a> US-Dollar dr\u00fcckt nicht nur die Stimmung, er wirkt sich auch direkt auf Konsum und Investitionen aus. Eigent\u00fcmer verkaufen unter Druck, realisieren Verluste, Mieten sinken, die Ausgaben der privaten Haushalte gehen zur\u00fcck. Was \u00fcbrig bleibt, landet auf Sparkonten. Einzelhandel, Dienstleistungen und Importe sp\u00fcren die Folgen, die Nachfrage nach Waren aus dem Ausland erholt sich seit der Pandemie nicht.<\/p>\n<p>Auch das Finanzsystem ger\u00e4t ins Wanken. Etwa <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S1057521923004088#:~:text=According%20to%20the%20Davos%20Forum,the%20assets%20of%20urban%20residents.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">40 Prozent<\/a> der Kredite in China h\u00e4ngen am Immobiliensektor, die Zahl fauler Darlehen steigt. Banken geraten unter Druck, lokale Regierungen verlieren Einnahmen aus Landverk\u00e4ufen, teils bis zur H\u00e4lfte. Damit wachsen Defizite, Investitionen in Infrastruktur bleiben aus. Bauprojekte liegen brach, Millionen Arbeitspl\u00e4tze gehen verloren, Stahl- und Zementproduktion brechen ein, die Preise fallen.<\/p>\n<p>Mit der wirtschaftlichen Schw\u00e4che w\u00e4chst der soziale Unmut. K\u00e4ufer unvollendeter Wohnungen protestieren, die Mittelschicht leidet unter der Unsicherheit. Dazu kommen die demografischen Trends. Die Bev\u00f6lkerung <a href=\"https:\/\/voxchina.org\/show-3-382.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schrumpft<\/a>, die Nachfrage nach Neubauten f\u00e4llt auf unter f\u00fcnf Millionen Einheiten im Jahr, Geburtenraten bleiben niedrig, junge Familien verzichten auf K\u00e4ufe. Zwar greift die Regierung ein und l\u00e4sst Staatsfirmen Best\u00e4nde \u00fcbernehmen, doch die erhoffte Erholung bleibt aus.<\/p>\n<p>China und seine Strategie: \u00dcberkapazit\u00e4ten werden exportiert<\/p>\n<p>Die Krise des internen Kreislaufs der sogenannten \u201edualen Zirkulation\u201c, die Xi Jinping als Erg\u00e4nzung zu Deng Xiaopings Exportstrategie ausbauen wollte, hat zur Folge, dass Peking versucht, die L\u00fccke durch eine st\u00e4rkere Ausrichtung auf den Export zu schlie\u00dfen. Kapital, das fr\u00fcher in Immobilien floss, landet nun in der Industrie. Dort entstehen \u00dcberkapazit\u00e4ten, die auf den Weltmarkt dr\u00e4ngen. Die Folge sind fallende Preise, wie der amerikanische \u00d6konom Gerald DiPippo auf Basis von CEIC-Daten <a href=\"https:\/\/x.com\/gdp1985\/status\/1954143252753338621\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">errechnet hat<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Value-per-Unit-China.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-360821 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Value-per-Unit-China-1024x660.png\" alt=\"Value per Unit China\" width=\"640\" height=\"413\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt sich der Druck auf chinesische Exporteure durch die unter Donald Trump eingef\u00fchrten \u201ereziproken\u201c Z\u00f6lle. Der R\u00fcckgang der Direktlieferungen in die USA wird zwar \u00fcber Umwege kompensiert, <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/handelskrieg-verpufft-china-liefert-weiter-in-die-usa-360226\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vor allem<\/a> durch Exporte \u00fcber ASEAN-Staaten.<\/p>\n<p>Doch dieser Umweg hat seinen Preis. Im ersten Halbjahr stiegen die Importpreise in die USA um rund 0,8 Prozent, was zeigt, dass chinesische Waren durch zus\u00e4tzliche Logistik und Weiterverarbeitung entlang der Lieferkette so stark verteuert werden, dass die Preissenkungen mehr als ausgeglichen sind.<\/p>\n<p>Preisverfall bei Importen zerst\u00f6rt europ\u00e4ische Konkurrenz<\/p>\n<p>Dagegen erreichen die Preissenkungen chinesischer Exporteure die EU fast ungebremst. W\u00e4hrend die USA mit \u201ereziproken\u201c Z\u00f6llen und Umwegen \u00fcber ASEAN-Staaten zus\u00e4tzliche Kosten schaffen, bleibt der europ\u00e4ische Markt weitgehend offen. Chinesische Waren str\u00f6men in wachsendem Umfang herein.<\/p>\n<p>F\u00fcr Produzenten in Europa bedeutet das steigenden Druck. Die Preise pro Einheit sinken bei chinesischen Importen um bis zu 15 Prozent, w\u00e4hrend sich die Preise innerhalb der EU stabil entwickeln oder sogar anziehen, wie <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/ds-059341__custom_17745246\/default\/table\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eine Auswertung<\/a> der EU-Au\u00dfenhandelsstatistik ergibt. Verst\u00e4rkt wird dieser Effekt dadurch, dass der Yuan real gesehen in den letzten f\u00fcnf Jahren um rund 20 Prozent gegen\u00fcber dem Euro abgewertet hat, wie das Institut der deutschen Wirtschaft errechnet hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Value-per-Unit-China-vs-Intra-Importe-Europa-Wirtschaft-scaled.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-360822 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Value-per-Unit-China-vs-Intra-Importe-Europa-Wirtschaft-1024x529.png\" alt=\"Value per Unit China vs Intra Importe Europa Wirtschaft\" width=\"640\" height=\"331\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Das Ergebnis ist klar: Chinesische Waren steigern ihren Marktanteil auf Kosten der europ\u00e4ischen Konkurrenten. W\u00e4hrend die Produktion innerhalb der EU seit 2021 weitgehend stagniert, haben die Importe aus China kontinuierlich zugelegt. Besonders betroffen sind Hightech-Branchen, in denen chinesische Anbieter trotz sinkender Preise ihr Volumen erh\u00f6hen. Europ\u00e4ische Hersteller verteuern zwar ihre Produkte, verkaufen aber mengenm\u00e4\u00dfig weniger. Damit geraten ihre Margen unter Druck. Wenn Europa den wachsenden Importdruck aus China d\u00e4mpfen oder gezielt steuern k\u00f6nnte, h\u00e4tte die heimische Industrie mehr Spielraum, ihre Produktion zu steigern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Production-within-the-EU-27-Chinese-Imports-Wirtschaft-Europa-scaled.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-360823 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Production-within-the-EU-27-Chinese-Imports-Wirtschaft-Europa-1024x578.png\" alt=\"Production within the EU-27  Chinese Imports Wirtschaft Europa\" width=\"640\" height=\"361\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Auf den Weltm\u00e4rkten zeigt sich ein anderes Bild. W\u00e4hrend China seine Marktanteile mit sinkenden Preisen ausweitet, verfolgt Europa eine entgegengesetzte Strategie. Europ\u00e4ische Exporteure setzen auf h\u00f6here Preise. Nach Angaben von Eurostat sind die Preise pro Einheit seit 2020 um bis zu 30 Prozent gestiegen, sowohl in Euro als auch in US-Dollar gemessen. Das Volumen bleibt dagegen weitgehend stabil.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/EU-Exports-by-Value-und-Volume-China-Wirtschaft-scaled.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-360825 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/EU-Exports-by-Value-und-Volume-China-Wirtschaft-1024x602.png\" alt=\"EU Exports by Value und Volume China Wirtschaft\" width=\"640\" height=\"376\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Damit w\u00e4chst der Preisabstand zum chinesischen Angebot. W\u00e4hrend Europa teurer wird, zeigen die chinesischen Exportpreise eine negative Entwicklung. Verst\u00e4rkt wird dieser Effekt durch eine <a href=\"https:\/\/www.cfr.org\/blog\/chinas-new-intervention-rule\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">reale Abwertung<\/a> des Yuan um rund 20 Prozent gegen\u00fcber dem US-Dollar in den letzten Jahren, wie Brad Setser errechnet hat. Auf den Weltm\u00e4rkten versch\u00e4rft sich dadurch der Abstand zwischen beiden Anbietern, was europ\u00e4ischen Produzenten Marktanteile kostet.<\/p>\n<p>China: Subventionen verzerren Wettbewerb<\/p>\n<p>Die sinkenden Preise chinesischer Anbieter schm\u00e4lern zwar deren Einnahmen, doch dieser Effekt wird teilweise durch fallende Kosten auf der Inputseite abgefedert. Vor allem die Energiekosten gehen zur\u00fcck. Das liegt weniger an den g\u00fcnstigeren Lieferungen fossiler Brennstoffe aus Russland, auf die europ\u00e4ische Konkurrenten keinen Zugriff haben. Im Gegenteil: China baut seine Abh\u00e4ngigkeit von russischer Energie ab und <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/china-dreht-russland-den-ruecken-zu-braucht-weniger-energie-350157\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diversifiziert<\/a> den Bezug. Ausschlaggebend ist vielmehr der strukturelle Wandel im Land. Neben global sinkenden Preisen f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger sorgen erneuerbare Quellen, Effizienzsteigerungen und der Umstieg von Kohle auf Gas daf\u00fcr, dass die Industrie ihre Energiekosten sp\u00fcrbar senken kann.<\/p>\n<p>Trotzdem liegen die Margen vielfach unterhalb eines Niveaus, das eine <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/china-preiskrieg-killt-profite-beispiel-geely-und-jd-com-360633\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kostendeckende<\/a> Produktion erlaubt. Von den mehreren Hundert Autoherstellern erwirtschaften nur etwa 15 Gewinne, in der Stahlindustrie schreibt rund die H\u00e4lfte Verluste. Eigentlich m\u00fcssten viele Betriebe vom Markt verschwinden. Doch Stilllegungen sind politisch unpopul\u00e4r, weil sie Arbeitspl\u00e4tze kosten und sozialen Unmut erzeugen. Lokale Verwaltungen halten Unternehmen deshalb k\u00fcnstlich am Leben. Subventionen flie\u00dfen auf zentralstaatlicher, provinzieller und lokaler Ebene, erg\u00e4nzt durch billige Kredite der Staatsbanken. Diese Unterst\u00fctzung erm\u00f6glicht Preissenkungen, versch\u00e4rft jedoch die \u00dcberkapazit\u00e4ten und h\u00e4lt unprofitable Strukturen im System.<\/p>\n<p>Deindustrialisierung droht: Europa verliert Schl\u00fcsselbranchen<\/p>\n<p>Die Konsequenzen dieser Entwicklungen sind tiefgreifend. Europ\u00e4ische Firmen geraten gleich mehrfach unter Druck. Erstens sinkt durch die schwache chinesische Binnennachfrage der Bedarf an Importen aus Europa, was Absatzchancen schm\u00e4lert.<\/p>\n<p>Zweitens dr\u00e4ngen chinesische Anbieter mit preislich vorteilhaften Exporten aggressiv auf den Weltmarkt und verdr\u00e4ngen europ\u00e4ische Produzenten aus zentralen M\u00e4rkten. Drittens greifen sie zunehmend in Schl\u00fcsselbranchen der europ\u00e4ischen Wirtschaft an, auch im High-Tech-Segment, was die Innovationsf\u00fchrerschaft langfristig infrage stellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr China selbst bedeutet der R\u00fcckgang des durchschnittlichen Wertes pro Exporteinheit verst\u00e4rkte deflation\u00e4re Tendenzen im Binnenmarkt, die die Krise der Inlandswirtschaft weiter versch\u00e4rfen. Gleichzeitig halten Subventionen und staatliche Unterst\u00fctzung ineffiziente Strukturen und \u00dcberkapazit\u00e4ten am Leben, mit langfristig <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/china-konjunktur-bremst-wegen-handelskrieg-deutlich-ab-360567\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">negativen Folgen<\/a> f\u00fcr die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Unternehmen stehen angesichts dieser durch China induzierten Strukturen in einer \u00e4u\u00dferst schwierigen Wettbewerbssituation. Ohne gezielte politische und unternehmerische Gegenma\u00dfnahmen droht die fortschreitende Deindustrialisierung. Europ\u00e4ische L\u00e4nder versuchen, diesem Prozess durch Senkung von Energiekosten, B\u00fcrokratieabbau, Investitionen in Schl\u00fcsseltechnologien sowie Ma\u00dfnahmen gegen den Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken. Doch diese Ans\u00e4tze behandeln lediglich die Symptome, nicht die Ursache.<\/p>\n<p>Europa muss Koalition gegen Chinas Dumpingpreise formen<\/p>\n<p>Erforderlich w\u00e4ren vielmehr regelkonforme Schutzma\u00dfnahmen, abgestimmt mit gleichgesinnten Handelspartnern. Die Europ\u00e4ische Union ist nach wie vor der zweitwichtigste Markt f\u00fcr China. Handelsbarrieren h\u00e4tten deshalb erheblichen Einfluss.<\/p>\n<p>Wie die Erfahrungen mit den von Donald Trump eingef\u00fchrten Z\u00f6llen zeigen, k\u00f6nnen solche Ma\u00dfnahmen Wirkung entfalten. Wenn die EU gemeinsam mit Staaten wie Japan, Australien oder S\u00fcdkorea ihre M\u00e4rkte st\u00e4rker abschottet, trifft das die chinesische Wirtschaft empfindlich. Weder S\u00fcdamerika noch Afrika verf\u00fcgen \u00fcber M\u00e4rkte von ausreichender Gr\u00f6\u00dfe, um den Verlust westlicher Nachfrage auszugleichen. Auch innerhalb der BRICS+-Gruppe sinken die Handelsvolumina. Einzig die ASEAN-Staaten dienen als Umweg, doch dieser f\u00fchrt bereits jetzt zu massiven Preisnachl\u00e4ssen auf Seiten der chinesischen Produzenten.<\/p>\n<p>Solange aber Europa z\u00f6gert und Ausreden pflegt, und die Schuld bei den Auslaendern und Armen sucht, nutzt China jede L\u00fccke und sichert sich die industrielle Vorherrschaft.<\/p>\n<p>Anmerkung: Methodik und Datenquellen<br \/>Die in diesem Beitrag verwendeten Handels- und Produktionsdaten zu China und der Europ\u00e4ischen Union beziehen sich auf den Zeitraum 2014 bis Mitte 2025 (Exporte bis Juni 2025, Importe bis Mai 2025). Um konsistente gleitende 6-Monats-Durchschnitte bilden zu k\u00f6nnen, wurden zus\u00e4tzlich Werte aus dem Jahr 2013 ber\u00fccksichtigt.<br \/>Die EU-Produktionsdaten stammen aus Eurostat (Online-Datensatz \u201eIndustry index by NACE Rev. 2 activity \u2013 monthly data\u201c, Index 2021=100, letzter Datenstand 16. Juli 2025, abgerufen am 16. Juli 2025). Die Berechnungen erfolgen auf Gesamtebene der Industrie (Mining and quarrying; manufacturing).<br \/>Die chinesischen Importdaten in die EU wurden auf Basis der Eurostat-Au\u00dfenhandelsstatistik (\u201eInternational trade of EU and non-EU countries since 2002 by HS2-4-6\u201c, DS-059341) verarbeitet. Zur Vergleichbarkeit wurden die Werte in Indexform auf 2021=100 umgerechnet. Beide Indexreihen (EU-Produktion und chinesische Importe) sind somit direkt vergleichbar.<br \/>Alle Prozentwerte, Wachstumsraten und Zeitreihen beruhen auf eigenen Berechnungen und Auswertungen des Autors, der sich auf die Analyse des internationalen Handels Chinas spezialisiert hat. Abweichungen zwischen verschiedenen Quellen k\u00f6nnen sich durch unterschiedliche Erfassungsmethoden, Klassifikationen oder Berichtszeitr\u00e4ume ergeben und liegen in der Regel im Bereich von 2\u20133\u202f%.<\/p>\n<p><a class=\"eoc btn\" href=\"#comments\">Kommentare lesen und schreiben, hier klicken<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: Bloomberg Mit immer weiter sinkenden Preisen jagt China der Industrie in Europa Marktanteile ab \u2013 global und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":354806,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,227,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,679,55],"class_list":{"0":"post-354805","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-top","21":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115051195816257445","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354805","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=354805"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354805\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/354806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=354805"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=354805"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=354805"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}