{"id":355170,"date":"2025-08-18T21:49:12","date_gmt":"2025-08-18T21:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355170\/"},"modified":"2025-08-18T21:49:12","modified_gmt":"2025-08-18T21:49:12","slug":"palliativarzt-war-laut-polizistin-am-brandort-aussage-im-prozess-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355170\/","title":{"rendered":"Palliativarzt war laut Polizistin am Brandort \u2013 Aussage im Prozess in Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspATif tspATig\">Es ist Fall Nummer elf, mit dem die Richter in die Details gehen. Was geschah beim Hausbesuch von Johannes M. bei einer 87-J\u00e4hrigen? Verabreichte er ein t\u00f6dliches Medikamenten-Gemisch und legte dann Feuer zur Vertuschung? Mehrere Polizeibeamte wurden am vierten Tag <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/ich-habe-nicht-mehr-an-zufalle-geglaubt-chefin-von-angeklagtem-palliativarzt-ging-zur-polizei--mordprozess-in-berlin-14073653.html?icid=in-text-link_14193203\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Prozess wegen Mordes in 15 F\u00e4llen<\/a> vor dem Berliner Landgericht befragt.<\/p>\n<p class=\"tspATif\">Am 11. Juni 2024 war M. bei einer 87-J\u00e4hrigen. Es war sein erster Besuch bei ihr, sie hatte kurz zuvor auf eigenen Wunsch das Krankenhaus verlassen. Mit einer Lebenserwartung von einigen Wochen. Sie wolle zu Hause in Ruhe sterben, soll sie gesagt haben. Ein Bekannter half ihr. Frische Eink\u00e4ufe fanden die Ermittler sp\u00e4ter \u2013 Avocado, Frischk\u00e4se und Schokolade.&#13;<\/p>\n<p>Tagesspiegel Checkpoint: Berlins beliebtester Newsletter<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cp-icon.png\" alt=\"\" class=\"tspBIie\"\/><\/p>\n<p class=\"tspBIlc\"> Der schnellste Berlin-\u00dcberblick von Montag bis Samstag. <\/p>\n<p class=\"tspATif\">Gegen elf Uhr am Vormittag soll M. bei ihr angekommen sein. Etwa eine Stunde sei er geblieben. Um 12.44 Uhr wurde die Frau von Rettungskr\u00e4ften auf dem Boden liegend an der Schwelle zur K\u00fcchent\u00fcr gefunden. Sie wurde reanimiert, verstarb jedoch etwa eine Stunde sp\u00e4ter in einem Krankenhaus.&#13;<\/p>\n<p class=\"tspATif\">Johannes M. war am Einsatzort. \u201eEr kam auf mich zugelaufen\u201c, schilderte eine 23-j\u00e4hrige Polizistin im Prozess. Er habe sich als Palliativarzt der schwer kranken Rentnerin vorgestellt \u2013 \u201eer war aufgeregt\u201c. Und er habe sehr erstaunt gewirkt \u00fcber das Feuer. Er sei etwa 15 Minuten vor dem Brand noch bei ihr gewesen, soll er damals gesagt haben. Noch vor Ort sei er nach seinen Angaben gewesen, weil er das Gespr\u00e4ch mit der Patientin noch dokumentiert und telefoniert habe.&#13;<\/p>\n<p class=\"tspATif\">Die Polizei ging schnell von Brandstiftung aus. Zwei Ausgangspunkte wurden ermittelt, die Couch war durchgebrannt bis auf das Gestell, v\u00f6llig zerst\u00f6rt auch der Bettschrank. Auf dem Herd eine Pfanne, darin etwas Verkohltes. Es gab keine Spuren f\u00fcr ein gewaltsames Eindringen in die Wohnung. \u201eEs klang zun\u00e4chst plausibel, dass es ein Feuer in suizidaler Absicht war\u201c, sagte ein Ermittler im Prozess.&#13;<\/p>\n<p>  Nach aktiver Sterbehilfe gefragt?  <\/p>\n<p class=\"tspATif\">F\u00fcr diese These soll M. gegen\u00fcber Polizeibeamten weitere Argumente geliefert haben. Die Frau habe ihn nach aktiver Sterbehilfe gefragt, soll er behauptet haben. Sie habe \u00fcber Einsamkeit geklagt, sei aber nicht verwirrt gewesen. Er habe ihr andere M\u00f6glichkeiten aufgezeigt \u2013 etwa ein Tageshospiz.&#13;<\/p>\n<p class=\"tspATif\">Und von einer Pfanne auf dem Herd mit einer Plastikt\u00fcte darin habe er berichtet \u2013 er habe der Frau noch abgeraten, soll er gegen\u00fcber einer Beamtin in einem Telefongespr\u00e4ch erkl\u00e4rt haben. Damals habe M. auch seine Doktorarbeit \u00fcber T\u00f6tungsdelikte erw\u00e4hnt. Die Beamtin sagte im Prozess, ihr seien sp\u00e4ter Zweifel gekommen.&#13;<\/p>\n<p> Mehr zum Prozess gegen den Berliner Palliativarzt <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/ich-habe-nicht-mehr-an-zufalle-geglaubt-chefin-von-angeklagtem-palliativarzt-ging-zur-polizei--mordprozess-in-berlin-14073653.html?icid=topic-list_14193203___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBUmp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eIch habe nicht mehr an Zuf\u00e4lle geglaubt\u201c Chefin von angeklagtem Palliativarzt ging zur Polizei \u2013 Mordprozess in Berlin <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/panorama\/kriminalitat-15-patienten-ermordet-palliativarzt-schweigt-im-prozess-14018342.html?icid=topic-list_14193203___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBUmp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">15 Patienten ermordet? Palliativarzt schweigt im Prozess in Berlin <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mordprozess-gegen-berliner-palliativarzt-beginnt-in-seiner-doktorarbeit-fragte-er-warum-toten-menschen-13995107.html?icid=topic-list_14193203___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBUmp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mordprozess gegen Berliner Palliativarzt beginnt In seiner Doktorarbeit fragte er: \u201eWarum t\u00f6ten Menschen?\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspATif\">Im August 2024 wurde Johannes M. festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der von Kollegen eines Pflegedienstes als \u201ebeliebt\u201c beschriebene M. soll sich zwischen September 2021 und Juli 2024 als \u201eHerr \u00fcber Leben und Tod\u201c geriert haben, so die Anklage. 15 Patienten, 25 bis 87 Jahre alt, soll er jeweils mit einem Medikamenten-Gemisch ermordet haben. Bei mehreren Taten habe er Feuer gelegt, um Spuren zu vertuschen. M. schweigt bislang zu den Vorw\u00fcrfen. Der Prozess geht am Donnerstag weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist Fall Nummer elf, mit dem die Richter in die Details gehen. Was geschah beim Hausbesuch von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":355171,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,526,121,1269,51704,7048],"class_list":{"0":"post-355170","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-neukoelln","12":"tag-polizei","13":"tag-prozess","14":"tag-sterbehilfe","15":"tag-toetungsdelikte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115051978068970892","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=355170"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355170\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/355171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=355170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=355170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=355170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}