{"id":355438,"date":"2025-08-19T00:23:15","date_gmt":"2025-08-19T00:23:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355438\/"},"modified":"2025-08-19T00:23:15","modified_gmt":"2025-08-19T00:23:15","slug":"urlaub-des-grauens-sie-kommen-aus-koeln-da-koennen-wir-sie-nicht-aufnehmen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355438\/","title":{"rendered":"Urlaub des Grauens: \u201eSie kommen aus K\u00f6ln. Da k\u00f6nnen wir sie nicht aufnehmen\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Mit zw\u00f6lf nahm mich die Familie einer Freundin mit in den Korsika-Urlaub. Und dachte sich etwas Besonderes aus, um meinen 13ten Geburtstag zu feiern: Wir fuhren mit einem alten Schlauchboot mit Au\u00dfenbordmotor zu einer versteckten Bucht, wo wir den Tag verbrachten.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Das war wundersch\u00f6n &#8211; allerdings versagte auf der R\u00fcckfahrt der klapprige Motor und wir trieben hilflos auf dem Meer und der starke Wind trieb uns immer weiter auf die Steilk\u00fcste zu. Es dauerte nicht lange, und wir hingen alle seekrank \u00fcber Bord &#8211; und das Geburtstagspicknick landete im Meer. Irgendwann, gef\u00fchlt nach Stunden, sammelte die Seenotrettung uns ein und beschimpfte uns wegen unserer Verantwortungslosigkeit. Soweit ich das mit meinen rudiment\u00e4ren Franz\u00f6sischkenntnissen verstanden habe.<\/p>\n<p>Frisch gerettet und seekrank auf Bergwanderung<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Fast noch schlimmer war aber, dass wir aus irgendwelchen Gr\u00fcnden noch zu Fu\u00df bei gef\u00fchlt 40 Grad sieben Kilometer durch die Berge zur\u00fcckwandern mussten. In komplett desolatem Zustand und mit Kleidung, die deutlich von der Seekrankheit in Mitleidenschaft gezogen war, um es mal so zu formulieren. Aber immerhin: Wir haben es \u00fcberlebt. Und diesen Geburtstag werde ich nie vergessen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Kerstin Meier<\/b>, 50, Kulturredakteurin, hat den Korsika-Urlaub trotzdem in guter Erinnerung behalten.  Aber mit einem notd\u00fcrftig motorisierten Schlauchboot w\u00fcrde sie nicht nochmal freiwillig \u00fcbers Meer fahren.<\/p>\n<p>Hotelverbot und aufgel\u00f6ste Kinder<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wenn wir unsere Kinder fragen, was f\u00fcr sie das schlimmste Urlaubserlebnis war, dann ist die Antwort eindeutig. \u201eDa, wo wir nicht in dieses Hotel reingekommen sind\u201c, sagt die neunj\u00e4hrige Tochter. Und der Sohn (11) erg\u00e4nzt: \u201eDas hatte irgendwas mit Corona zu tun.\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ja, genau. \u00a0Man mag es kaum glauben, aber vor f\u00fcnf Jahren, im verr\u00fcckten Alltag zu Zeiten der Pandemie, hat sich diese Geschichte so zugetragen. Wir wollten in den Herbstferien 2020 nach Bayern reisen, das Rh\u00f6n-Park-Hotel lockte mit Kinderbelustigung und einem gro\u00dfen Pool. Ich hatte den Zimmerschl\u00fcssel schon in der Hand, als die Rezeptionistin sagte:  \u201eAch Moment mal, Sie kommen ja aus K\u00f6ln. Da k\u00f6nnen wir sie leider nicht aufnehmen. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 gilt in Bayern ein Beherbergungsverbot.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"692\" alt=\"Frau und Kind mit Maske vor dem Hotel\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755562992_302_e7507178-8042-4dea-b637-6dd4dc0581f7.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Kein Zutritt zum Rh\u00f6n-Park-Hotel: Beherbergungsverbot. Dabei war die Familie bei einer Inzidenz von unter 50 in K\u00f6ln losgefahren.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Gerhard Voogt<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wie konnte das sein? Als wir morgens in K\u00f6ln losgefahren waren, lag die Inzidenz bei 49,8. Und 49,8 ist weniger als 50. Aber die Frau am Check-in blieb hart. \u201eBei uns steht 53. Das sind die aktuellen Zahlen.\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Was f\u00fcr eine Hiobsbotschaft! Die Kinder waren v\u00f6llig aufgel\u00f6st. Um die Situation halbwegs zu retten, beschlossen wir, jetzt wenigstens zu Oma und Opa zu fahren, die in Norddeutschland wohnen. Als wir dort gerade angekommen waren, stellte sich heraus, dass das Hotel seine \u201eamtlichen\u201c Zahlen nicht vom Robert-Koch-Institut, sondern vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie bezogen hatte &#8211; die allerdings nicht bindend waren. Sp\u00e4ter bedauerte das Hotel den Fehler. F\u00fcr uns bleibt der Alptraum unvergessen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"12\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Gerhard Voogt<\/b>, Landeskorrespondent NRW<\/p>\n<p>Willkommen im Paradies! \u2013 Betreten verboten<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"15\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ach, Seychellen. Dieser verhei\u00dfungsvolle Archipel im Indischen Ozean, wo Palmen sich im warmen Wind biegen und das Wasser so klar ist, dass man die Laune der Fische lesen kann. Mit Granitfelsen am Strand wie aus der Instagram-H\u00f6lle. Was haben wir ihn herbeigetr\u00e4umt, diesen Segelt\u00f6rn: Ankern in t\u00fcrkisfarbenen Buchten, frischer Fisch an Bord, Landg\u00e4nge zum Sonnenuntergang. Doch schon nach dem ersten \u201eMooring only!\u201c-Schild d\u00e4mmerte uns: Segeln ist hier keine Freiheit \u2013 es ist eine Lizenz zum Geb\u00fchrenzahlen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"16\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Dabei m\u00f6chte man jauchzen, den Anker werfen und gleich an Land paddeln. Aber das Paradies \u2013 es hat Verbotsschilder. Und Z\u00e4une. Und Patrouillenboote. Wer mit dem Segelboot ankommt \u2013 etwa mit dem Ziel, auf Curieuse den Riesenschildkr\u00f6ten beim M\u00fc\u00dfiggang Gesellschaft zu leisten oder auf F\u00e9licit\u00e9 Coco-de-Mer-N\u00fcsse zu umarmen, muss strengste Regeln beachten. Und bekommt von Zeit zu Zeit einfach ein entschiedenes \u201eNon!\u201c zu h\u00f6ren. Nur ein knapper Gru\u00df per Funk mit dem Hinweis: \u201eBitte bleiben Sie an Bord.\u201c Romantisch wie Quarant\u00e4ne, nur mit sch\u00f6ner Aussicht. Die Wahrheit ist, das Paradies hat zahlreiche Verbotszonen und nimmt hohe Eintrittsgelder f\u00fcr seine Natursch\u00f6nheiten. Zutritt vielfach nur f\u00fcr Resortg\u00e4ste, Million\u00e4re oder Menschen mit Spa\u00df an sehr viel Papierkram.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"1703\" height=\"1294\" alt=\"Segelboot vor den Seychellen\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755562993_143_8cd35e3e-ff17-490e-b84d-7d0832505b7c.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Segeln vor den Seychellen macht nur Million\u00e4ren Spa\u00df. Oder Menschen, die sehr viel Freude am Papierkram haben.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Jahn Reisen<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"18\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Anlanden? Nur mit Genehmigung. Ankern? Nur auf Sand, besser Festmachen an einer der teuren Mooring-Bojen. Curieuse? Eintritt. St. Pierre? Mooring-Geb\u00fchr. La Digue? Zu voll. Felicit\u00e9? Privat. Und Aldabra? Tr\u00e4um weiter. Die Botschaft lautet: \u201eKomm ruhig her \u2013 aber bleib im Boot.\u201c Wer wagt, mit dem Dinghy an einen scheinbar unbewachten Strand zu tuckern, wird doch von irgendwoher mit Argusaugen beobachtet \u2013 meist von einem Parkranger mit Klemmbrett und Strafkatalog. Im besten Fall gibt\u2019s eine Predigt \u00fcber Korallen, im schlimmsten eine Rechnung.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"19\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Segelf\u00fchrer hatten uns zwar vorgewarnt, wir h\u00e4tten es also wissen m\u00fcssen, aber so freudlos restriktiv hatten wir uns die kreolische Gastfreundschaft nicht vorgestellt: W\u00e4hrend Hotelurlauber im klimatisierten Speedboot direkt bis zur H\u00e4ngematte unter Palmen chauffiert werden, sind Segler abseits der Hauptinseln Mah\u00e9, Praslin und La Digue oft nur G\u00e4ste zweiter Klasse.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"20\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Nat\u00fcrlich geht es \u2013 wie immer \u2013 um den Schutz. Schutz der Natur, Schutz der Tourismuswirtschaft, Schutz vor zu vielen Flipflops am Strand. Schutz der exklusiven Resorts. Weil der Million\u00e4r auf North Island gerade am Infinity-Pool seine Privatsph\u00e4re mit Butler genie\u00dft. Obwohl doch Bootsleute wie wir weder Liegest\u00fchle blockieren noch Minibarbest\u00e4nde pl\u00fcndern! Wahrscheinlich st\u00f6rt so eine salzverkrustete Segelcrew mit ihren sonnengebleichten Shorts die Aura des tropischen Luxus. Haben wir ja verstanden. Dabei brachten wir noch nicht mal M\u00fcll mit! Nur die naive Hoffnung, in einsamen Buchten einen Fu\u00df auf Sand setzen zu d\u00fcrfen. So aber f\u00fchlten wir uns wie ungebetener \u00dcberraschungsbesuch und ankerten weiter drau\u00dfen, selbstverst\u00e4ndlich nicht auf Seegras und schon gar nicht mitten im Korallenriff, sehnsuchtsvoller Blick auf Inselchen wie Cousine, Cocos oder Bird Island. Wir schnorchelten ums Boot herum, spielten an Bord mit dem Fernglas \u2013 und blieben genau dort, an Bord. Weil die Seychellen ein tropischer Hochsicherheitstrakt sind, wo nicht nautische Meilen z\u00e4hlen, sondern Kreditkartenlimits. Wer mitspielen will, sollte besser gleich eine Villa auf Fr\u00e9gate mieten.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"21\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wir haben l\u00e4ngst den Kurs gewechselt. Diesen Sommer segeln wir in schwedischen Gew\u00e4ssern. In den Sch\u00e4ren herrscht liberale Naturverbundenheit mit Jedermannsrecht. Wer will und keinen st\u00f6rt, kann einfach am Fels anlegen. Und mindestens die M\u00f6wen freuen sich \u00fcber Besuch.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"22\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Katrin Voss<\/b> (56), Redakteurin, verbringt die Ferien mit ihrer wassersportverr\u00fcckten Familie am liebsten am oder auf dem Meer, Landg\u00e4nge inklusive<\/p>\n<p>Shining-Kulisse im Baltikum-Urlaub<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"25\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">W\u00e4hrend eines eigentlich sehr sch\u00f6nen Baltikum-Urlaubs hatten wir uns in einem Hotel eingemietet, das sehr einsam lag und schon ein bisschen in die Jahre gekommen war. Wir waren \u2013 neben einer Familie \u2013 die einzigen G\u00e4ste in dem gro\u00dfen Geb\u00e4ude. Die W\u00e4nde zierten M\u00e4rchenmotive, vor den Fenstern hingen pl\u00fcschige Vorh\u00e4nge, im Treppenhaus stand eine Voliere, in der zwei Sittiche sa\u00dfen. Wir fuhren abends in die Stadt, bei unserer R\u00fcckkehr sollten wir die Besitzerin anrufen, um eingelassen zu werden.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"26\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wir riefen an, nichts passierte. Die T\u00fcr war verschlossen, alles war dunkel. Wir klingelten bei dem einzigen Nachbarhaus, die Bewohner riefen dann nochmal dort an. Irgendwann ging die Besitzerin dran. Wir sollten durch einen nie verschlossenen Hintereingang gehen, der nur schwer zu finden war.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"27\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Alles war stockdunkel, die Flure waren endlos und lang, hinter jedem Vorhang schien jemand zu lauern, die M\u00e4rchenmotive sahen aus wie einem Horrorfilm entsprungen, die V\u00f6gel kr\u00e4chzten die ganze Zeit. Ich f\u00fchlte mich wie in \u201eShining\u201c und wartete nur darauf, dass pl\u00f6tzlich die Zwillinge vor mir auftauchen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"28\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wir haben uns so in diese Atmosph\u00e4re hineingesteigert, dass wir die T\u00fcr verbarrikadierten und ein Taschenmesser neben das Bett legten. Dann fiel auch noch der Strom aus. Selten war ich erleichterter, als die Sonne aufging. Am n\u00e4chsten Morgen sind wir sofort abgereist, obwohl wir eigentlich l\u00e4nger bleiben wollten.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"29\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Anne Burgmer<\/b> (45), Leiterin Kultur, hat zwar seit dieser Erfahrung ihr Schweizer Taschenmesser in jedem Urlaub dabei, musste es aber noch nie zur Selbstverteidigung einsetzen. Individuelle Unterk\u00fcnfte sind ihr immer noch lieber als gro\u00dfe Ketten, um M\u00e4rchenhotels in abgelegenen Gegenden macht sie aber seither einen gro\u00dfen Bogen.<\/p>\n<p>Eine Woche Dauerregen und ein Camper mit Runenschrift<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"32\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Im Juli 2020 ist die Welt verst\u00f6rt von der Corona-Pandemie. Uns geht es nach f\u00fcnf Monaten mit drei Kindern im Home Office und Home Schooling, nach Ausgangssperren, Sorge um die Gro\u00dfeltern und t\u00e4glich neuen Schreckensmeldungen nicht anders. Immerhin sind die Infektionszahlen im Sommer so stark gesunken, dass Besuche in Altenheimen und Krankenh\u00e4usern wieder erlaubt sind \u2013 und Urlaub, mit Einschr\u00e4nkungen, auch. Wir haben einen Campingplatz auf Borkum gebucht und freuen uns, wegzukommen. Und kommen dann ganz und gar nicht weg: Beim ersten Besuch im Aldi raunzen sich Touris an, man solle mehr Abstand halten. Unw\u00fcrdig wird um die letzten T\u00fcten Milch gek\u00e4mpft. Einige laden sich die Einkaufswagen voll, als w\u00fcrden sie in die kommenden zwei Wochen im Bunker verbringen. Jeder scheint weiterhin vor allem mit sich selbst besch\u00e4ftigt zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"3000\" height=\"4000\" alt=\"Strand Borkum bei Regen\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755562994_585_efa1ac7d-97af-463d-ba49-5ac7842d6c4e.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Strandurlaub stellt man sich gemeinhin etwas freundlicher vor. F\u00fcr die Familie unseres Autors pr\u00e4sentierte sich Borkum aber den gesamten Urlaub lang genau so.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Uli Kreikebaum<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"34\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Auch mich macht fast alles aggressiv. Das Wetter: Es wird in der ersten Woche nicht aufh\u00f6ren, zu regnen, bei maximal 15 Grad. Die griesgr\u00e4migen Gesichter. Der Campingplatzbetreiber, der am Ende der l\u00e4ngsten zwei Ferienwochen meines Lebens die Kaution nicht zur\u00fcckgeben will, weil er ein bisschen Staub auf den Ablagen findet. (Ich werde daraufhin laut, im R\u00fcckblick ist mir das peinlich.) Der Camper, der in Runenschrift \u201eF\u00fchrer-Haus\u201c auf sein Wohnmobil t\u00e4towiert hat. Nach den zwei Wochen buchen wir spontan noch eine Woche am Lago Maggiore: Dort ramme ich bei der Ankunft das Auto unserer Vermieter. Sie lachen, verweisen auf die Versicherung und laden uns zum Essen ein. Es ist warm, die Menschen sind ersch\u00f6pft von der Pandemie, aber entspannt und gro\u00dfz\u00fcgig. Borkum ist weit weg.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"35\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Uli Kreikebaum<\/b> (50), Reporter, geht trotz leichter Borkum-Traumatisierung weiter gern campen. Diesen Sommer wie ziemlich oft in S\u00fcdfrankreich.<\/p>\n<p>Eisenbetten, Bohnerwachs und jede Menge Nazi-Geister<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"38\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eR\u00fcgen \u2013 Ein Sommerausflug. August 2002\u201c steht in meinem Fotoalbum, ich hatte das schwungvoll mit einem lilafarbenem Filzstift angemerkt, die eingeklebten Bilder sind \u2013 wie ich es damals schick fand \u2013 alle schwarz-wei\u00df. 13 Aufnahmen, mein damaliger Freund Steine ins Meer werfend,\u00a0 ich mit verwehtem Haar am Strand von Binz, Ostseebrandung mit Strandk\u00f6rben. Dazwischen die ein oder andere L\u00fccke, wahrscheinlich fehlen ein paar Lieblingsbilder, die zwischenzeitlich mal in einen Rahmen gewandert und letztendlich verloren gegangen sind. Was ich gar nicht erst fotografiert habe, war der Grund f\u00fcr die Tatsache, dass dieser Sommerausflug nun hier unter der Rubrik der Feriengr\u00e4sslichkeiten landete: Unsere Unterkunft.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"39\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wir waren jung, wir hatten kein Geld und deshalb hielten wir es f\u00fcr eine Spitzenidee im gerade er\u00f6ffneten \u201eOne World Camp Youth Hostel\u201c in Prora zu \u00fcbernachten. Sparsamkeit lie\u00df sich hier mit Geschichtsbewusstsein verbinden, schlie\u00dflich errichteten den Koloss von Prora einst die Nazis, um hier das Volkserholungsheim \u201eKraft durch Freude\u201c aus der Taufe zu heben, 20.000 Menschen sollten hier gleichzeitig urlauben. Mit Kriegsbeginn wurde der Bau eingestellt noch ehe sich auch nur ein Nazi hier jemals erholt hatte. Zu Zeiten der DDR nutzte die Nationale Volksarmee die riesigen Kl\u00f6tze als Kaserne und bildete hier den Nachwuchs, aber auch Soldaten aus politisch befreundeten Entwicklungsl\u00e4ndern wie \u00c4thiopien oder Mosambik aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"2584\" height=\"1768\" alt=\"Das 1936 vom Architekten Clemens Klotz geplante und nie fertig gestellte KdF-Erholungsobjekt in Prora auf R\u00fcgen in einer Aufnahme von 2018.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755562994_368_fb2d66e6-70f6-4b3f-84b2-5a478276b14e.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">F\u00fcnf jeweils etwa 500 Meter lange sechsgeschossige Bauten in direkter Strandn\u00e4he &#8211; Nach den Pl\u00e4nen der Nationalsozialisten sollten hier in Prora in fast 10.000 Zimmern in einem Durchgang 20.000 Urlauber untergebracht werden. Mit Kriegsbeginn im Jahre 1939 wurde der Bau jedoch eingestellt. Zu DDR-Zeiten war der seit 1993 unter Denkmalschutz stehende Geb\u00e4udekomplex von der Polizei und der Armee genutzt worden.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: ZB<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"41\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Betten waren aus Eisen, die Zimmer viel zu gro\u00df und komplett kahl, ebenso die Treppenh\u00e4user, die sich beim Erklimmen zum Escherkunstwerk verwandeln zu schienen, man lief und kam nie an, immer wieder wuchs ein neuer Treppenabsatz aus dem Stockwerk, das man bezwungen hatte. Es roch nach Kohle und Bohnerwachs. Ich habe in dieser Nacht sicher kein Auge zugemacht, drau\u00dfen w\u00fctete der Sturm um die Ecken der riesenhaften Bl\u00f6cke, als suche er hier immer noch nach Hitler oder zumindest nach einem SED-Funktion\u00e4r. Und auch ich hielt eine geisterhafte Diktatorenwiederkehr in diesen Stunden nicht f\u00fcr g\u00e4nzlich unwahrscheinlich, also lag ich da mit klopfendem Herzen und lauschte jedem Ger\u00e4usch. Ich habe mich noch nie so klein und wehrlos gef\u00fchlt wie in diesem Monsterbau, errichtet, um seinen Besuchern das F\u00fcrchten zu lehren.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"42\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Heute gibt es in Prora Sandskulpturen, einen Hochseilgarten, Ferienwohnungen und Museen, lese ich. Ich bin in den vergangenen 23 Jahren nie wieder zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"43\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Claudia Lehnen<\/b> (46), Chefreporterin, sucht im Urlaub immer noch gern das ungew\u00f6hnliche Abenteuer. Meist hatte sie dabei auch mehr Gl\u00fcck als in Prora.<\/p>\n<p>Ein Camper als Familienknast<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"46\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Mein Vater hatte ein Wohnmobil gemietet. Ein Riesenteil. Aber trotzdem viel zu klein, wenn man 16 ist und die eigene Familie als Privath\u00f6lle erlebt. An die Zweitagesreise vom Allg\u00e4u bis nach Schweden kann ich mich kaum noch erinnern. Mein Vater fuhr, wie er immer fuhr: die Tachonadel am Anschlag und so nah wie m\u00f6glich am Heck des Vordermanns. Schlimm wurde es erst am Urlaubsziel, als sich unsere Bullerb\u00fc-Tr\u00e4ume \u2013 Faulenzen am See und M\u00fcckenstiche z\u00e4hlen \u2013 nach und nach zerschlugen. Es regnete. Erst einen Tag, dann noch einen, dann immer so weiter.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"47\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Jeden Morgen trat mein Vater aus dem Wohnmobil, fixierte mit Kennerblick den Horizont und verk\u00fcndete: \u201eDa hinten wird es heller.\u201c Aber es wurde nicht heller, h\u00f6chstens nasser. Der Regen hielt drei Wochen lang an. Der Camper wurde zum Familienknast. Die B\u00fccher, die ich mitgenommen hatte, waren schnell ausgelesen. Blieb noch die Urlaubslekt\u00fcre meiner Eltern (unter anderem \u201eIm Namen Gottes?\u201c, Verschw\u00f6rungsbl\u00f6dsinn \u00fcber den angeblichen Mord an Papst Johannes Paul I.) und meiner j\u00fcngeren Schwester (\u201eDie Goonies\u201c, fand ich heimlich super).<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"48\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Als alles ausgelesen war, macht ich mich zuerst \u00fcber die abgeschlossenen Romane in den Frauenzeitschriften meiner Oma her (die hatten wir wegen der Kreuzwortr\u00e4tsel f\u00fcr meinen Vater mitgenommen), dann lernte ich ebendort alles \u00fcber den Gem\u00fcts- und Beziehungszustand von Lady Di und Caroline von Monaco. Drau\u00dfen regnete es noch immer. Ganz Schweden war ein feuchter T\u00fcmpel.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"49\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Sonne zeigte sich erst, als wir schon wieder im Allg\u00e4u waren. Den Rest der Ferien verbrachte ich mit Freunden im Freibad, mit Sonnenbrand, Pommes und Perry-Rhodan-Heftchen. Ohne Familie. Herrlich.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"50\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Christian Bos<\/b> (56), Kulturredakteur, hat seitdem nie wieder ein Wohnmobil oder Schweden betreten.<\/p>\n<p>Im Kampf mir dem Heer des M\u00e4usek\u00f6nigs<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"53\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Erst war es nur eine kaum wahrnehmbare Bewegung der schweren Vorh\u00e4nge, ein Knistern in der Vorratsbox, die wir in unserer Ferienwohnung auf halber Treppe zum Souterrain abgestellt hatten. Der Agriturismo, ein liebevoll hergerichtetes Geh\u00f6ft wenige Kilometer \u00f6stlich von Florenz inmitten von Olivenhainen und mit einem atemberaubenden Blick von der H\u00f6he ins Arnotal, war die Empfehlung von Freunden. Von ihrem traumwandlerischen Gesp\u00fcr f\u00fcr die perfekte Location wollten wir endlich auch einmal pers\u00f6nlich profitieren. Alles lie\u00df sich genau so an, wie wir es uns vorgestellt hatten.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"54\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Bis wir beim ersten Abendessen an der Wand hinter uns etwas Kleines, Graues huschen und im offenen Kamin verschwinden sahen. Gleich darauf dasselbe unter dem Fenster, nahe dem Sofa, an der Theke zur halboffenen K\u00fcche. M\u00e4use! \u00dcberall. Oder, wie wir dem Vermieter in einer entgeisterten Whatsapp schrieben: \u201eTopi, dappertutto!\u201c Statt wie sp\u00e4te J\u00fcnger Petrarcas oder Dantes in toskanischer Idylle f\u00fchlten wir uns auf einmal wie E.T.A. Hoffmanns Nussknacker im Kampf mit dem Heer des M\u00e4usek\u00f6nigs \u2013 nur mitten im Sommer statt am Weihnachtsabend und ohne eigene Bataillone, sondern ganz auf uns allein gestellt.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"55\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die M\u00e4use nutzten jeden Moment, in dem wir uns einmal nicht bewegten oder kurz den Wohnraum verlie\u00dfen, zu strategischen Gel\u00e4ndegewinnen. Am Ende tanzten sie buchst\u00e4blich auf dem Tisch. Unser geordneter R\u00fcckzug ins Schlafzimmer geriet zur Flucht. Ob die verschlossene T\u00fcr uns eine unbehelligte Nacht (von Ruhe lieber gar nicht zu reden) garantieren w\u00fcrde \u2013 wer wusste das schon? Als am n\u00e4chsten Morgen (Fr\u00fchst\u00fcck auf der Terrasse \u2013 sicher ist sicher!) der sichtlich zerknirschte Vermieter erschien, entnahmen wir seinem Wortschwall zwischen \u201eScusi\u201c! und \u201eMi dispiace tanto\u201c-Bekundungen, dass er des bekannten \u201eproblema con i topi\u201c bereits mit einer Reihe von \u201eRepellern\u201c Herr zu werden versucht hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"1858\" height=\"1268\" alt=\"ARCHIV - Eine Hausmaus (musculus musculus) sitzt am 19.07.2011 auf einer Hand.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755562995_301_ee1da7b2-db23-4cc3-af60-6d82b72ffb63.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Die M\u00e4use vertrieben unseren Autor und seine Familie aus Florenz.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: picture alliance \/ Bodo Marks\/dpa<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"57\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Tats\u00e4chlich fielen uns jetzt die Mini-Ultraschallsender auf, verteilt auf diverse Steckdosen im ganzen Raum. Hoch effektiv, versicherte der Vermieter. Nur br\u00e4uchten die M\u00e4use eine Weile, bis sie sich davon vertreiben lie\u00dfen. So lange wollten wir nicht warten. Aus dem Bauch heraus fassten wir einen Entschluss, den Freunde und Familie sp\u00e4ter nach meinem Eindruck f\u00fcr leicht meschugge, wenn nicht hysterisch hielten: Keine Kompromisse, kein Ausweichquartier, kein zweiter Versuch! Florenz, du Sch\u00f6ne, bis auf ein andermal! K\u00f6ln, wir kommen!<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"58\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Nie war das Gef\u00fchl beim Ankommen so heimelig. Nur wurden wir tagelang das Gef\u00fchl nicht los, dass im Blick unseres Katers, der uns daheim erwartet und mit wohligem Schnurren begr\u00fc\u00dft hatte, ein Ausdruck von Selbstzufriedenheit und mildem Spott f\u00fcr seine Menschen lag.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"59\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Joachim Frank<\/b> (60), Chefkorrespondent, hat f\u00fcr seine latente Aversion gegen Fernreisen inzwischen die beste aller Begr\u00fcndungen: \u00f6kologische Korrektheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit zw\u00f6lf nahm mich die Familie einer Freundin mit in den Korsika-Urlaub. 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