{"id":355815,"date":"2025-08-19T04:22:18","date_gmt":"2025-08-19T04:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355815\/"},"modified":"2025-08-19T04:22:18","modified_gmt":"2025-08-19T04:22:18","slug":"eu-sanktionen-stopp-fuer-russisches-lng","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355815\/","title":{"rendered":"EU-Sanktionen: Stopp f\u00fcr russisches LNG?"},"content":{"rendered":"<p>\nBisher gibt es wegen Abh\u00e4ngigkeiten keine EU-Sanktionen auf russisches Fl\u00fcssiggas. Doch die EU-Kommission m\u00f6chte die Einfuhr ab 2028 untersagen.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Br\u00fcssel dpa | Die EU hat im ersten Halbjahr 2025 Fl\u00fcssigerdgas aus Russland im Wert von rund 4,48 Milliarden Euro importiert. Das sind 29 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr, wie aus Daten der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat hervorgeht. Insgesamt wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Fl\u00fcssigerdgas (LNG) im Wert von rund 26,9 Milliarden Euro importiert. Das meiste \u2013 f\u00fcr rund 13,7 Milliarden Euro \u2013 <a href=\"https:\/\/taz.de\/Unabhaengigkeit-von-russischem-Gas\/!6082106\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kam aus den USA<\/a>. Bereits im vergangenen Jahr waren nach Angaben der EU-Kommission die USA mit fast 45 Prozent der Gesamteinfuhren der gr\u00f6\u00dfte LNG-Lieferant der EU.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Anders als f\u00fcr \u00d6l und Kohle hat die EU wegen Abh\u00e4ngigkeiten bislang keine Gas-Sanktionen auf den Weg gebracht. 2024 machten Gaslieferungen aus Russland knapp 19 Prozent aller Importe aus. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr nat\u00fcrliches und verarbeitetes Gas im Wert von 15,6 Milliarden Euro aus Russland importiert. Zum Vergleich: Aus den USA kam Gas im Wert von 19,1 Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Nun will die EU-Kommission aber <a href=\"https:\/\/taz.de\/Plan-der-EU-Kommission\/!6091527\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Einfuhr russischen Gases ab 2028 untersagen<\/a>. Gasimporte im Rahmen von kurzfristigen Vertr\u00e4gen will die Kommission schon in einem knappen Jahr verbieten, ab dem 17. Juni 2026. Der Vorschlag muss aber noch von den EU-L\u00e4ndern und dem EU-Parlament verhandelt werden. Auf Ebene der L\u00e4nder braucht es die Zustimmung von 15 von 27 EU-Staaten, die zusammen mindestens 65 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung der EU ausmachen.<\/p>\n<p>      Auch deutsches Unternehmen betroffen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">Sollten die Einfuhrbeschr\u00e4nkungen wie von der Kommission vorgeschlagen kommen, ist auch <a href=\"https:\/\/taz.de\/Umweltverbaende-fordern-Ansage-von-Merz\/!6083530\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das bundeseigene deutsche Energieunternehmen Sefe<\/a> betroffen. Auf Basis eines bestehenden, langfristigen Vertrags importiert es weiter Fl\u00fcssigerdgas aus Russland in die EU. Das Unternehmen Sefe hie\u00df fr\u00fcher Gazprom Germania, war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde als Folge der russischen Invasion der Ukraine und der Energiekrise in Deutschland verstaatlicht.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Die Ma\u00dfnahmen sollen schrittweise und in Abstimmung mit den EU-L\u00e4ndern umgesetzt werden, um m\u00f6gliche Auswirkungen auf die Preise zu minimieren. Einer Analyse der Beh\u00f6rde zufolge k\u00f6nnten die verbleibenden Gasmengen ohne Risiken f\u00fcr die Versorgungssicherheit auslaufen.<\/p>\n<p class=\"column  is-8-tablet mgh-auto-tablet headline typo-head-small pv-xsmall mobile-order-1\">taz lesen kann jede:r<\/p>\n<p class=\"article column first  is-8-tablet mgh-auto-tablet  mobile-order-2\">\nAls Genossenschaft geh\u00f6ren wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zug\u00e4nglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht h\u00f6rt \u2013 immer aus \u00dcberzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen m\u00fcssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Daf\u00fcr sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen k\u00f6nnen, brauchen wir mehr Unterst\u00fctzung. Unser n\u00e4chstes Ziel: 50.000 \u2013 und mit Ihrer Beteiligung k\u00f6nnen wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen f\u00fcr die taz und f\u00fcr die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/taz.de\/taz-zahl-ich\/All-you-can-read\/!v=1de02231-6e4e-4740-968a-5a7cbe5495a1\/#matomo:pk_campaign=tzi-Bottom&amp;pk_source=taz.de&amp;pk_medium=taz.de-Redaktion&amp;pk_content=tzi-Content-Teaser-Bottom&amp;pk_kwd=tzi-standardkampagne&amp;pk_placement=im-Artikel\" class=\"button primary-button typo-button-text\" onmousedown=\"sessionStorage.setItem(&#039;tziEinmalZahlenOriginId&#039;, 6104998 ); sessionStorage.setItem(&#039;tziEinmalZahlenOriginTitle&#039;, &#039;Stopp f\u00fcr russisches LNG?&#039; )\" x-init=\"$el.setAttribute(&#039;href&#039;, $el.getAttribute(&#039;href&#039;) + &#039;&amp;via=Bottom&#039;)\" role=\"link\" aria-label=\"jetzt unterst\u00fctzen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\nJetzt unterst\u00fctzen<br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bisher gibt es wegen Abh\u00e4ngigkeiten keine EU-Sanktionen auf russisches Fl\u00fcssiggas. Doch die EU-Kommission m\u00f6chte die Einfuhr ab 2028&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":355816,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-355815","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115053523317792863","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=355815"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355815\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/355816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=355815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=355815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=355815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}