{"id":355886,"date":"2025-08-19T05:04:18","date_gmt":"2025-08-19T05:04:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355886\/"},"modified":"2025-08-19T05:04:18","modified_gmt":"2025-08-19T05:04:18","slug":"in-zukunft-nur-noch-pensionsanstalten-mit-angeschlossenem-sendebetrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355886\/","title":{"rendered":"In Zukunft nur noch Pensionsanstalten mit angeschlossenem Sendebetrieb?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Ratlosigkeit machte sich k\u00fcrzlich unter Medienpolitikern breit. Der S\u00fcdwestrundfunk hatte seine Bilanz f\u00fcr das Jahr 2024 vorgelegt. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien-und-film\/medienpolitik\/swr-macht-minus-von-33-millionen-euro-intendant-kassiert-rund-400-000-110577109.html\">Die Senderchefs der zweitgr\u00f6\u00dften ARD-Anstalt hatten jede Menge miserabler Zahlen zu vermelden.<\/a> Und diese Zahlen zeigten vor allem eines ganz deutlich: ARD und ZDF sind ein Fass ohne Boden geworden.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Mehr als 1,5 Milliarden Euro hatte der Sender aus Rundfunkbeitr\u00e4gen eingenommen. In Ziffern: 1.550.741.130,20 Euro. Eine stolze Summe \u2013 zumal f\u00fcr einen Regionalsender. Aber das Geld reichte nicht. Der SWR schloss das Jahr 2024 mit einem Fehlbetrag von gut 33 Millionen Euro ab. In Ziffern: 33.329.215,33 Euro.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Senderchefs feierten sich trotzdem. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.swr.de\/gremien\/landesrundfunkraete\/artikel-landesrundfunkrat-hans-albert-stechl-100.html\">Hans-Albert Stechl, der m\u00e4chtige Vorsitzende des Verwaltungsrats<\/a> und somit eigentlich Herr der Finanzen, wollte das Ergebnis denn auch sch\u00f6nreden. \u201eDieses Defizit ist Teil eines langfristig angelegten strategischen Transformationsprozesses\u201c, lie\u00df Stechl zur Rechtfertigung verlauten.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Doch wohin oder in was soll der SWR transformiert werden? Wohin wollen sich die \u00d6ffentlich-Rechtlichen entwickeln? Zur Pensionsanstalt mit angeschlossenem kleinen Sendebetrieb? Zum Selbstbedienungsladen f\u00fcr Hierarchen und Moderations-Promis? Zum Versorgungsbetrieb f\u00fcr Parteisoldaten und abgehalfterte Polit-Gr\u00f6\u00dfen?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Diese Frage stellen sich viele B\u00fcrger und einige Medienpolitiker im Land\u2013 und zwar nicht nur in Bezug auf den SWR. Denn die Probleme sind \u00fcberall strukturell \u00e4hnlich, egal ob ZDF, WDR oder die derzeitige Schmuddelanstalt RBB.<\/p>\n<p><img alt=\"Was noch anschauen im \u00d6RR?: \u201eDie Anstalten liefern immer schlechteres Programm\u201c.\" loading=\"lazy\" width=\"2048\" height=\"1365\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/8e7a8517-c470-4088-a074-73d717705ed7.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Was noch anschauen im \u00d6RR?: \u201eDie Anstalten liefern immer schlechteres Programm\u201c.Sebastian Kahnert\/dpa<\/p>\n<p>Noch so krasse Erh\u00f6hungen des Rundfunkbeitrages helfen nicht<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Aber beim SWR wurde eben jetzt mit der Ver\u00f6ffentlichung der Bilanz noch einmal deutlich, wie riesig die Probleme mit den v\u00f6llig zugewucherten Strukturen sind. Da hilft auch die <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/streit-um-hoehere-rundfunkbeitraege-warum-die-gez-gebuehr-eigentlich-sinken-muesste-li.2265670\">diskutierte Erh\u00f6hung des Rundfunkbeitrags<\/a> nicht. Die Anstalten liefern immer schlechteres Programm, werden immer einseitiger in der Berichterstattung und senden immer \u00f6fter falsche Tatsachenbehauptungen sowie schlecht oder gar nicht recherchiertes Zeug. Und sie ben\u00f6tigen immer mehr Geld daf\u00fcr.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Zeit also f\u00fcr eine grundlegende und radikale Reform. Es ist dringend und notwendig, ARD und ZDF so zurechtzustutzen, dass sie wieder in der Lage sind, ein gutes Programm zu liefern, das journalistischen Standards gen\u00fcgt. Genau das wird gegenw\u00e4rtig vermisst. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/rundfunkkommission.rlp.de\/fileadmin\/rundfunkkommission\/Dokumente\/ReformStV\/7._MAEStV_ReformStV_Staatsvertrag_und_Begruendung\/7._MAEStV-ReformStV_Begruendung_FINAL_mit_Datum.pdf\">Eine solche Reform ist sogar grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich, aber enorm schwierig.<\/a><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Durch sie k\u00f6nnte der Rundfunkbeitrag nicht nur mehr als halbiert werden. Modellrechnungen, die meine Kollegen und ich bereits vor drei Jahren angestellt haben, zeigen, dass mit weniger als 5 Euro im Monat eine exzellente journalistische Grundversorgung m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Ich habe das mit einigen Rundfunkpolitikern diskutiert. Die zeigten sich dann jedes Mal erstaunt, weil ihnen die Hierarchen von ARD und ZDF doch immer anderes erz\u00e4hlen. Aber so richtig anpacken wollten sie das Problem der tickenden Zeitbombe namens \u00d6RR dann auch nicht.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Sie f\u00fcrchten, dass sie dann im \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr vork\u00e4men oder sogar publizistisch fertiggemacht w\u00fcrden, wenn sie sich solche medienpolitischen Vorschl\u00e4ge \u00f6ffentlich zu eigen machen w\u00fcrden. Man muss es sagen, wie es ist: Dort geht die Angst um.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Gegen Angst aber hilft vern\u00fcnftiges Denken. Rechnen wir doch ein paar Dinge einfach mal durch, auch wenn ich daf\u00fcr ganz sicher von zwei Seiten heftige \u2013 aber hoffentlich nur verbale \u2013 Pr\u00fcgel beziehen werde: Von denen, die den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk ganz abschaffen wollen, und von denen, deren hohe Eink\u00fcnfte aus dem jetzigen \u00d6RR-Modell dann gef\u00e4hrdet w\u00e4ren.<\/p>\n<p><img alt=\"Regieraum in der ARD\" loading=\"lazy\" width=\"2048\" height=\"1365\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/586bf210-4a2f-474a-9212-ea5745ff7437.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Regieraum in der ARDMarcus brandt\/dpa<\/p>\n<p>Wir brauchen einen anderen \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Wenn wir uns mal vor Augen f\u00fchren, dass der SWR allein fast 2,5 Milliarden Euro R\u00fcckstellungen f\u00fcr Pensionen und \u00e4hnliche Verpflichtungen (Stand 31.12.2024) gebildet hat, die Spitzengeh\u00e4lter der Senderchefs im Jahr 2024 mehr als 4,5 Mio. Euro und die Gesamtaufwendungen f\u00fcr L\u00f6hne und Geh\u00e4lter gute 400 Mio. betragen, kommen wir allein hier auf erkleckliche Einsparm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der Intendant Kai Gniffke erh\u00e4lt laut S\u00fcdkurier 403.146 Euro im Jahr, Clemens Bratzler, Programmdirektor Information, 246.898 Euro. Die Programmdirektorin Anke Mai bringt es auf satte 242.158 Euro. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/785812\/umfrage\/jahresgehaelter-der-ard-intendanten-derlandesrundfunkanstalten\/\">Macht allein f\u00fcr die Programmdirektion eine knappe halbe Million.<\/a><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Und die Programmdirektoren werden noch komplettiert durch zwei Landessendedirektorinnen. Stefanie Schneider, f\u00fcr das SWR-Programm in Baden-W\u00fcrttemberg zust\u00e4ndig, ging 2024 mit 286.461 im Jahr nach Hause, ihr rheinland-pf\u00e4lzisches Gegenst\u00fcck Ulla Fiebig mit 252.780 Euro.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch das Technik-Tandem verdient beim SWR hervorragend: Michael Eberhard, Direktor Technik und Produktion, immerhin 251.721. Thomas Dauser, Direktor Innovationsmanagement und Digitale Transformation, liegt da knapp drunter mit 245.393 Euro.<\/p>\n<p>Spitzeneink\u00fcnfte f\u00fcr die Bewohner des Sonnendecks<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Leitung der juristischen Direktion haben sich 2024 Alexandra K\u00f6th und Frauke Pieper auf zwei Halbtagsstellen geteilt. Beide zusammen kommen auf 283.366 Euro. Fehlt noch Verwaltungsdirektor Jan B\u00fcttner mit 250.615 Euro. Macht zusammen: 4.644.538 (in Worten: knapp 4,7 Millionen).<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Und das kostet die Chefetage nur einer regionalen ARD-Anstalt. Insgesamt gibt es neun davon. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/fdp.fraktion.nrw\/ard-und-zdf-fusionieren\">Aus dem Rundfunkbeitrag finanzierte \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten z\u00e4hlen wir elf in Deutschland.<\/a><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">W\u00fcrden allein hier Mehrfachstrukturen abgebaut und die Bez\u00fcge einem realistischen Niveau angepasst, das sich am gewiss nicht schlecht bezahlten \u00f6ffentlichen Dienst orientiert, k\u00e4men wir allein beim SWR mit weniger als einer Million aus. Ein Programmdirektor, ein juristischer Direktor und ein Technik-Direktor sollten die zu erledigenden Aufgaben wohl schaffen.<\/p>\n<p><img alt=\"Au\u00dferordentliche Rundfunkratssitzung im RBB\" loading=\"lazy\" width=\"5000\" height=\"3333\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3c73ccda-2807-4d86-bcab-4090e8905aaf.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Au\u00dferordentliche Rundfunkratssitzung im RBBFabian Sommer\/dpa<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\"><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.ard.de\/die-ard\/organisation-der-ard\/Gehaelter-und-Verguetungen-102\/\">F\u00fcr das Gehalt des Intendanten<\/a> hatte ich ja schon vor einigen Jahren die Stufe B3 bis h\u00f6chstens B6 vorgeschlagen, wie sie zum Beispiel die Oberb\u00fcrgermeister mittlerer bis gr\u00f6\u00dferer St\u00e4dte oder ein Brigadegeneral der Bundeswehr erhalten.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Vor allen Dingen die Kosten f\u00fcr das fest angestellte Personal (allein beim SWR gut 400 Mio.) m\u00fcssen deutlich herunter. Die Bez\u00fcge liegen erheblich \u00fcber den im \u00f6ffentlichen Dienst g\u00fcltigen Tarifen. Bei vielen geschaffenen Planstellen erinnern sich nicht einmal mehr die ebenfalls sehr hoch dotierten Hauptabteilungsleiter daran, weshalb die eigentlich mal eingerichtet wurden und was dort gearbeitet wird.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Viele Gesch\u00e4ftsprozesse des \u00d6RR k\u00f6nnen insgesamt massiv verschlankt werden. Die Versorgung altgedienter Parteisoldaten sollte anderen Institutionen \u00fcberlassen werden. Ganze Legionen von Mitarbeitern sind damit besch\u00e4ftigt, Power-Point-Folien zu produzieren, die sich dann die h\u00f6chstdotierten Senderchefs untereinander zeigen, um damit ihren Arbeitstag mehr oder weniger strukturiert verbringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Das geht preisg\u00fcnstiger. Wenn wir bundesweit von einem nationalen Fernsehprogramm ausgehen, das Regionalfenster in die Bundesl\u00e4nder er\u00f6ffnet, sowie einem Informationsradio, einem Kulturkanal und einem Jugend-Kanal, die auch via sendereigener sozialer Plattform namens Mediathek distribuiert w\u00fcrden, k\u00e4men wir f\u00fcr Programmaufwand und Verwaltung auf deutlich weniger als eine Milliarde Euro. Die Absenkung des Rundfunkbeitrages je nach Beitragsmodellen auf f\u00fcnf oder weniger Euro pro Monat w\u00e4re kein Problem.<\/p>\n<p>Weniger Kan\u00e4le, mehr Vielfalt<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Eine Vielfalt inhaltlicher Positionen kann solch ein Programm gut abbilden. Es d\u00fcrfen nur keine Gesinnungsjournalisten damit beauftragt werden. Welchen inhaltlichen Einheitsbrei ARD und ZDF f\u00fcr teures Geld abliefern, kann man in den Analysen von <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/kress.de\/news\/beitrag\/150701-die-meistzitierten-medien-im-ersten-halbjahr-berliner-zeitung-stuermt-in-top-10-der-regionalzeitungen.html\">Roland Schatz<\/a> ja nachlesen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Allerdings w\u00e4ren die Zeiten der Luxusgeh\u00e4lter f\u00fcr Intendanten und Direktoren, der Spitzenhonorare f\u00fcr Moderatoren dann vorbei. Das ruft Widerstand hervor und wird dies weiterhin tun. Nachdem ich im Jahr 2023 erste Reformvorschl\u00e4ge dieser Art in einer kleinen wissenschaftlichen Fachzeitschrift vorgestellt hatte, bekam ich viele b\u00f6se Anrufe und teilweise deftige Mails.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nicht wenige Medienpolitiker meinen, dass derartige tiefgreifende Reformpl\u00e4ne allein an den \u00fcppigen Altersversorgungen der jetzige Sender scheitern w\u00fcrden. Sie fragen dann gern provokant: Wollen Sie hier etwa vertragsbr\u00fcchig werden?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nein, will ich nicht. Ich will auf gar keinen Fall vertragsbr\u00fcchig werden. Mein L\u00f6sungsvorschlag lautet deshalb: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bad_Bank\">Bad Bank.<\/a><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die laufenden Vertr\u00e4ge m\u00fcssen erf\u00fcllt werden, also auch das Ruhegeld eines \u00d6RR-Direktors, das laut Dienstvertrag bereits ab dem ersten Arbeitstag f\u00e4llig wird und mit jedem vollendeten Dienstjahr um einen weiteren Prozentpunkt bis zur H\u00f6chstgrenze von 60 Prozent der Basisverg\u00fctung steigt, muss weiterhin gezahlt werden, keine Frage.<\/p>\n<p><img alt=\"Haben erstes, zweites und drittes Programm im \u00d6RR eine Zukunft? Und wenn ja, welche?\" loading=\"lazy\" width=\"6000\" height=\"4000\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/485d7dfa-6a9d-43e9-9b8b-e0642dd28afa.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Haben erstes, zweites und drittes Programm im \u00d6RR eine Zukunft? Und wenn ja, welche?Arne Dedert\/dpa<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Diese Bez\u00fcge k\u00f6nnen zwar normalen Arbeitnehmern nicht mehr vermittelt werden. Aber die Vertr\u00e4ge, die so nie h\u00e4tten abgeschlossen werden d\u00fcrfen, gelten ja nun einmal. Doch woher in diesem Falle die 8000 Euro Ruhegeld pro Monat nehmen, die der ARD-Hierarch vereinbart hat?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Eben aus einer Bad Bank. In diese Bad Bank w\u00fcrden alle Sachanlagen im Immobilienbereich, die bisherigen Finanzanlagen der Sender und ihre aufgebauten R\u00fcckstellungen f\u00fcr Pensionen und \u00e4hnliche Verpflichtungen eingezahlt. Allein im Bereich des SWR k\u00e4men da laut Bilanz 2024 knapp vier Milliarden Euro zusammen. Das differiert nat\u00fcrlich von Rundfunkanstalt zu Rundfunkanstalt.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Aber allein die <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.mz.de\/mitteldeutschland\/sachsen-anhalt\/rundfunk-immobilien-kritik-sachsen-anhalt-kef-ard-deutschlandfunk-sparpotenzial-3794377\">Immobilien in bester Lage sind da bei NDR, WDR, BR, SWR, MDR, Radio Bremen, SR, HR, ZDF eine gute Grundlage f\u00fcr eine Bad Bank<\/a>. Einer Aufl\u00f6sung der alten Rundfunkanstalten bei gleichzeitiger Neugr\u00fcndung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks f\u00fcr eine Grundversorgung in Deutschland st\u00fcnde also rein finanztechnisch nichts entgegen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Die neu gegr\u00fcndete Rundfunkanstalt w\u00e4re ihre Altlasten los, m\u00fcsste allerdings auch bei der Ausstattung mit B\u00fcrofl\u00e4che recht sparsam vorgehen. Die Altlasten k\u00f6nnten bedient werden. Eine neue \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt f\u00fcr die Grundversorgung \u2013 das w\u00e4re das Ziel. Sie soll staatsfern arbeiten, regierungskritisch sein und \u00c4quidistanz zu allen politischen Parteien halten. Das ist machbar. Wir m\u00fcssen es nur wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ratlosigkeit machte sich k\u00fcrzlich unter Medienpolitikern breit. Der S\u00fcdwestrundfunk hatte seine Bilanz f\u00fcr das Jahr 2024 vorgelegt. 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