{"id":355891,"date":"2025-08-19T05:07:10","date_gmt":"2025-08-19T05:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355891\/"},"modified":"2025-08-19T05:07:10","modified_gmt":"2025-08-19T05:07:10","slug":"vogelgrippe-buchstaeblich-ueberall-auf-us-farmen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/355891\/","title":{"rendered":"Vogelgrippe \u201ebuchst\u00e4blich \u00fcberall\u201c auf US-Farmen \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die US-Administration von Donald Trump wichtige Gelder streicht, schlittert die Landwirtschaft in eine Krise. Vom Kuheuter bis zum Abwasser: Wissenschafter finden das Vogelgrippe-Virus A(H5N1) in verschiedensten Proben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Administration von Donald Trump die Geldmittel f\u00fcr Forschung, f\u00fcr Projekte mit mRNA-Vakzinen und sogar f\u00fcr potenzielle Vogelgrippe-Pandemie-Impfstoffe gek\u00fcrzt bzw. gestoppt hat, sind die USA in eine veritable Krise durch A(H5N1) in der Landwirtschaft geschlittert. \u201eDas (Vogelgrippe-)Virus ist buchst\u00e4blich \u00fcberall auf den Farmen\u201c, haben Wissenschafter bei gro\u00df angelegten Untersuchungen festgestellt.<\/p>\n<p>\u201eDas infekti\u00f6se Vogelgrippe-Virus wurde in Milch, auf Ger\u00e4ten wie Melkmaschinen und im Abwasser gefunden, ebenso in der Luft als Aerosol in kalifornischen Milchviehbetrieben\u201c, schrieb jetzt die britische Wissenschaftszeitschrift \u201eNature\u201c mit Hinweis auf eine Preprint-Studie (bioRXiv).<\/p>\n<p>Die Alarmglocken schrillen. \u201eAuf diesen Farmen gibt es viele A(H5N1)-Viren\u201c, wurde Seema Lakdawala, au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Mikrobiologie und Immunologie an der Emory University School of Medicine (Atlanta\/US-Bundesstaat Georgia) und leitender Autor der neuen Studie zitiert, die noch keine wissenschaftliche Peer-Review durchlaufen hat. \u201eEs ist \u00fcberall (auf betroffenen Farmen; Anm.). Wir m\u00fcssen die Biosicherheitsma\u00dfnahmen ausweiten und versuchen, zu kontrollieren, wo das Virus ist.\u201c \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich Richard Webby vom weltbekannten St. Jude Kinderkrankenhaus und Forschungszentrum (Memphis): \u201eEs handelt sich (bei den betroffenen Farmen; Anm.) um eine irrwitzig stark kontaminierte Umgebung.\u201c<\/p>\n<p>Einzigartige Situation<\/p>\n<p>Ganz \u00e4hnlich charakterisieren US-Veterin\u00e4rwissenschafter die Situation. Jason Lombard von der Colorado State University schrieb jetzt in der US-Fachzeitschrift \u201eJournal of Dairy Science\u201c: \u201eDer A(H5N1)-Ausbruch bei K\u00fchen ist anders als alles, was wir zuvor gesehen haben &#8211; die Viren haben eine au\u00dfergew\u00f6hnliche F\u00e4higkeit, sich zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und zwischen K\u00fchen innerhalb einer Farm auszubreiten. Es ist der seit hundert Jahren gr\u00f6\u00dfte Ausbruch einer Infektionskrankheit in der US-Milchwirtschaft. Er zeigt unser Unverm\u00f6gen auf, solche Ereignisse zu entdecken, zu dokumentieren und zu managen.\u201c<\/p>\n<p>Bisher wurden in den USA bereits 28 Millionen St\u00fcck Gefl\u00fcgel wegen der \u201eVogelgrippe\u201c A(H5N1) geschlachtet. Doch die Gefahr geht dar\u00fcber hinaus. Das liegt auch daran, dass noch nicht ganz genau gekl\u00e4rt ist, wie sich die Erreger weiter verbreiten und wie sie urspr\u00fcnglich in diesem Ausma\u00df aus der Vogelwelt in die Milchwirtschaft eindringen konnten. \u201eDas A(H5N1)-Virus bindet an den Neuraminidase-Rezeptoren, die in den Eutern und Atemwegen von K\u00fchen reichlich vorhanden sind. Das bedeutet, dass das Einatmen des Virus und der Kontakt mit infizierter Milch M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Ausbreitung auf einem Bauernhof sind\u201c, skizzierte Lombard die bisherigen Erkenntnisse.<\/p>\n<p>Und dann gibt es die Bedenken, dass die Erreger breit auf den Menschen \u00fcberspringen k\u00f6nnten. \u201eWir haben 70 best\u00e4tigte A(H5N1)-F\u00e4lle im Zusammenhang mit diesem Ausbruch gesehen, von denen die meisten Menschen waren, die mit Rindern oder Gefl\u00fcgel arbeiteten\u201c, berichtete Cherissa Abdul-Hamid von der Gesundheitsbeh\u00f6rde des US-Bundesstaates Texas.<\/p>\n<p>Mutationen k\u00f6nnten Mensch-zu-Mensch-\u00dcbertragung erleichtern<\/p>\n<p>Die Erkrankungen verliefen im Allgemeinen mild, vor allem mit Bindehautentz\u00fcndung des Auges oder leichten grippe\u00e4hnlichen Symptomen. US-Forscher fanden in einer Virusprobe Mutationen in einem Teil des A(H5N1)-Genoms, von dem bekannt ist, dass es sich \u00e4ndert, wenn sich Vogelviren an den Menschen so anpassen, dass sie leichter \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>\u201eEs ist nicht klar, ob diese bestimmte Mutation dem Virus geholfen h\u00e4tte, Menschen effektiver zu infizieren. Gl\u00fccklicherweise hat sich diese Version des Erregers nicht vermehrt: Sie scheint schnell entstanden und ebenso schnell wieder ausgestorben zu sein\u201c, hie\u00df es dazu in \u201eNature\u201c. Eine weitere Studie, die von Webby und seinem Team in der Zeitschrift \u201e<a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/nature-communications?ref=article_a\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" eventaction=\"\" click=\"\" article=\"\" auf=\"\" us-farmen=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nature Communications<\/a>\u201c erst vor einigen Wochen ver\u00f6ffentlicht worden ist, fand heraus, dass das Virus, das bei Rindern vorkommt, immer noch sehr \u00e4hnlich aussieht wie das Virus, das bei V\u00f6geln zirkuliert. Und das \u201eRindervirus\u201c konnte sich wiederum nicht unter Frettchen ausbreiten, die sonst als Modellorganismen f\u00fcr die Influenza-Forschung dienen.<\/p>\n<p>Vakzine dringend ben\u00f6tigt<\/p>\n<p>Alle Experten sind sich \u00fcbrigens einig: Die Situation in den USA sollte als Notfall f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit angesehen werden. Ben\u00f6tigt w\u00fcrden landesweite Kontrollma\u00dfnahmen mit Proben aus allen US-Bundesstaaten zur Bestimmung der wahren Gr\u00f6\u00dfe des Ausbruchs. Gleichzeitig sollten auch die Tests in verschiedenen Tierpopulationen ausgeweitet werden. Die dritte Forderung, so auch die Veterin\u00e4rmediziner im \u201eJournal of Dairy Science\u201c: \u201eMan sollte A(H5N1)-Vakzine f\u00fcr jeden Menschen bereitstellen, der einem Kontakt mit infizierten Tieren ausgesetzt sein k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>Bis zur Beherrschung der Ausbr\u00fcche auf den US-Farmen sollen in den Vereinigten Staaten sehr einfache Mittel helfen, zumindest die Konsumenten zu sch\u00fctzen. \u201eVor allem ist es wichtig, zu vermitteln, dass die Pasteurisierung ein sehr wirksames Instrument bei der Inaktivierung des Virus in Milch bleibt, (&#8230;) ebenso wie ordnungsgem\u00e4\u00df gekochtes Rindfleisch, Gefl\u00fcgel und Eier\u201c, betonte Lombard. (APA)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend die US-Administration von Donald Trump wichtige Gelder streicht, schlittert die Landwirtschaft in eine Krise. 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