{"id":356172,"date":"2025-08-19T07:52:13","date_gmt":"2025-08-19T07:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356172\/"},"modified":"2025-08-19T07:52:13","modified_gmt":"2025-08-19T07:52:13","slug":"innenzentrierte-rheumatologieforschung-evidenz-verbindet-klinische-praxis-und-alltag-der-patientinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356172\/","title":{"rendered":"innenzentrierte Rheumatologieforschung: Evidenz verbindet klinische Praxis und Alltag der Patient:innen"},"content":{"rendered":"<p>                <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/shutterstock_1673965579.jpg\" data-lightbox=\"single\">&#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n            &#13;<\/p>\n<p>                   &#13;<br \/>\n                      &#13;<br \/>\n                      &#13;<br \/>\n                      &#13;<br \/>\n                      &#13;<br \/>\n                     &#13;<br \/>\n                    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Copyright (c) 2020 shin sang eun\/Shutterstock\" alt=\"Copyright (c) 2020 shin sang eun\/Shutterstock\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/shutterstock_1673965579.jpg\" width=\"6240\" height=\"4160\"\/>&#13;<\/p>\n<p>                &#13;<br \/>\n                &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>(Wien, 19-08-2025) Drei aktuelle Studien der Klinischen Abteilung f\u00fcr Rheumatologie der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Innere Medizin III der MedUni Wien stehen exemplarisch f\u00fcr einen Forschungsansatz, der Patient:innen konsequent in den Mittelpunkt stellt. Sie greifen gezielt Fragen auf, die aus der Versorgungspraxis entstehen: Welche Informationen fehlen \u00c4rztinnen im Alltag, welche Sorgen haben Patient:innen und welche Daten sind entscheidend, um Therapieentscheidungen zu verbessern? Die drei Studien zeigen, wie patientenzentrierte Forschung \u2013 von digitalen Tools \u00fcber sichere Schwangerschaftsbegleitung bis hin zu faireren, aussagekr\u00e4ftigeren klinischen Studien \u2013 direkt dazu beitr\u00e4gt, Versorgung und Lebensqualit\u00e4t von Patient:innen nachhaltig zu verbessern.<\/p>\n<p>Dabei entwickeln sie Methoden, die sich in den Alltag der Betroffenen integrieren lassen. Ein Beispiel ist die COTIDIANA-App, die eine unkomplizierte und regelm\u00e4\u00dfige Erfassung von Gesundheitsdaten erm\u00f6glicht, ohne Patient:innen zus\u00e4tzlich zu belasten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieser Forschung flie\u00dfen direkt in die Betreuung ein. So liefert etwa die Studie zur passiven Immunit\u00e4t wichtige Sicherheit f\u00fcr Schwangere mit Autoimmunerkrankungen und gibt behandelnden \u00c4rzt:innen klare, beruhigende Evidenz.<\/p>\n<p>Gleichzeitig tragen diese Arbeiten dazu bei, die Standards f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschung weiterzuentwickeln. Die Analyse zu Outcome-Dom\u00e4nen in PsA-Studien zeigt, wie wissenschaftliche Erhebungen so gestaltet werden k\u00f6nnen, dass sie systematisch patient:innenrelevante Ergebnisse ber\u00fccksichtigen und damit f\u00fcr die Versorgung noch wertvoller werden.<\/p>\n<p><strong>Digitale Datenerfassung in der Rheumatologie<\/strong><br \/>In dieser prospektiven Studie wurden 48 Patient:innen mit Psoriasis-Arthritis, Sj\u00f6gren-Syndrom oder Arthrose gebeten, 14 Tage lang t\u00e4glich (und zus\u00e4tzlich w\u00f6chentlich) Fragen zu Schmerzen, M\u00fcdigkeit, Schlafqualit\u00e4t und allgemeinem Befinden \u00fcber die COTIDIANA-App zu beantworten. Die Forscher:innen pr\u00fcften, wie zuverl\u00e4ssig die Antworten sind und ob die App praxistauglich ist. Die Ergebnisse zeigten: Die Antworten waren stabil, sowohl im Vergleich von Tag zu Tag als auch zwischen t\u00e4glichen und w\u00f6chentlichen Erhebungen. Die App wurde als benutzerfreundlich empfunden und gut angenommen.<\/p>\n<p>Nutzen f\u00fcr Patient:innen:<br \/>COTIDIANA erm\u00f6glicht eine kontinuierliche, alltagsnahe Erfassung des Gesundheitszustands, ohne dass Patient:innen h\u00e4ufig in die Klinik kommen m\u00fcssen. Das entlastet Betroffene, liefert \u00c4rzt:innen ein aktuelles Bild zwischen Terminen und erlaubt eine fr\u00fchere Anpassung der Therapie, falls sich der Zustand verschlechtert.<\/p>\n<p><strong>Publikation: RMD Open<\/strong><br \/>Collecting patient-reported outcomes via the COTIDIANA smartphone app: a prospective validity study<br \/>Autoren: Nakhost-Lotfi N, et al.<br \/>DOI: 10.1136\/rmdopen-2025-005730<\/p>\n<p><strong>Sichere Immunit\u00e4t f\u00fcr Neugeborene bei rheumatischen Erkrankungen<\/strong><br \/>In dieser Fall-Kontroll-Studie wurden Blutproben von 38 M\u00fcttern mit systemischen Autoimmunerkrankungen (z. B. Lupus, Sj\u00f6gren-Syndrom) und deren Neugeborenen mit denen von 38 gesunden Mutter-Kind-Paaren verglichen. Die Analyse konzentrierte sich auf den Antik\u00f6rpertransfer gegen R\u00f6teln, Varizellen und COVID-19. Ergebnis: Auch M\u00fctter mit Autoimmunerkrankungen gaben wirksam Antik\u00f6rper an ihre Kinder weiter \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie Medikamente wie Kortison oder Immunsuppresive Therapien einnahmen.<\/p>\n<p>Nutzen f\u00fcr Patient:innen:<br \/>Diese Studie liefert klare Entwarnung f\u00fcr Schwangere mit Autoimmunerkrankungen: Die notwendige Behandlung beeintr\u00e4chtigt die Immun\u00fcbertragung auf das Kind nicht. Das schafft Sicherheit in der Familienplanung und st\u00e4rkt das Vertrauen in eine engmaschig begleitete, gesunde Schwangerschaft.<\/p>\n<p><strong>Publikation: Journal of Autoimmunity<\/strong><br \/>Passive maternal immunity in children born to women with systemic autoimmune rheumatic disease \u2013 A case-control study<br \/>Autoren: Mazzucato-Puchner A, et al.<br \/>DOI: 10.1016\/j.jaut.2025.103439<\/p>\n<p><strong>Placebo-Raten abh\u00e4ngig vom sozio\u00f6konomischen Status in Psoriasisarthritis und Psoriasis-Studien<\/strong><br \/>In einer Analyse von mehr als 90 internationalen klinischen Studien mit \u00fcber 12.000 Patient:innen mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis untersuchten die Forschenden, wie der sozio\u00f6konomische Status des Landes der Studienrekrutierung das Placeboansprechen beeinflusst. Das Ergebnis: In L\u00e4ndern mit niedrigerem Durchschnittseinkommen und eingeschr\u00e4nktem Zugang zu modernen Therapien war das Placeboansprechen signifikant h\u00f6her als in wohlhabenderen L\u00e4ndern. Als m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Beobachtung ist ein Anreiz zur Studienteilnahme in L\u00e4ndern mit eingeschr\u00e4nktem Zugang zur Gesundheitsversorgung und ein damit verbundener Anreiz an klinischen Studien teilzunehmen. Die Studienteilnahme, mit entsprechenden regelm\u00e4\u00dfigen Arztkontakten, steigert so wom\u00f6glich das Placeboansprechen.<\/p>\n<p>Nutzen f\u00fcr Patient:innen<br \/>Indem diese Unterschiede erkannt und in der Planung zuk\u00fcnftiger Studien ber\u00fccksichtigt werden, lassen sich aussagekr\u00e4ftigere Ergebnisse erzielen und damit potentiell die f\u00fcr eine Studie ben\u00f6tigte Anzahl an Studienteilnehmer:innen deutlich reduzieren. Das bedeutet langfristig eine bessere Beurteilung neuer Therapien, und eine h\u00f6here Wahrscheinlichkeit, dass wirksame Behandlungen tats\u00e4chlich identifiziert und zugelassen werden.<\/p>\n<p><strong>Publikation: Arthritis &amp; Rheumatology<\/strong><br \/>Global Recruiting Patterns Affect Placebo Response Rates In Clinical Trials of Psoriatic Arthritis and Plaque Psoriasis<br \/>Autoren: Kerschbaumer A, Steiner M, Khalili S, Shehab A, Jordanov A, Wildner B, Maad M, Smolen JS, Aletaha D<br \/>DOI: 10.1002\/art.43302<\/p>\n<p>Diese Studien verbinden Forschung und Praxis zu einer patient:innenzentrierten Einheit, bei der jede neue Erkenntnis unmittelbar dazu beitr\u00e4gt, Versorgung zu verbessern \u2013 durch pr\u00e4zisere Datengrundlagen, durch St\u00e4rkung von Patient:innensicherheit und durch wissenschaftliche Standards, die sich an der Lebensrealit\u00e4t orientieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; (Wien, 19-08-2025) Drei aktuelle&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":356173,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-356172","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115054349360556698","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=356172"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356172\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/356173"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=356172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=356172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=356172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}