{"id":356463,"date":"2025-08-19T10:38:10","date_gmt":"2025-08-19T10:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356463\/"},"modified":"2025-08-19T10:38:10","modified_gmt":"2025-08-19T10:38:10","slug":"aerztekammer-ooe-bewegung-als-vierte-krebstherapiesaeule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356463\/","title":{"rendered":"\u00c4rztekammer O\u00d6: Bewegung als vierte Krebstherapies\u00e4ule"},"content":{"rendered":"<p>\n                O\u00d6\/LINZ. Bewegung helfe Krebspatienten in allen Phasen ihrer Erkrankung. Eine Trainingstherapie verbessert demnach nicht nur das \u00dcberleben, sondern auch die Lebensqualit\u00e4t. Darauf machen die Onkologen und Sportmediziner David Kiesl und Andreas Reichinger aufmerksam. Gezieltes Training steigere die k\u00f6rperliche Belastbarkeit, lindere Nebenwirkungen und verbessere die Lebensqualit\u00e4t, betonen die Experten.\n            <\/p>\n<p>Neben Chirurgie, Strahlen- und medikament\u00f6ser Therapie etabliert sich Bewegungstherapie zunehmend als fester Bestandteil der modernen Onkologie. \u201eStudien belegen: Gezieltes Training w\u00e4hrend und nach einer Krebserkrankung steigert die k\u00f6rperliche Belastbarkeit, lindert Nebenwirkungen und verbessert die Lebensqualit\u00e4t \u2013 bei gleichzeitiger Senkung der Sterblichkeit\u201c, sagt David Kiesl, Onkologe am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern.<\/p>\n<p>Wiederherstellung physischer und psychischer Verfassung<\/p>\n<p>Zu den Zielen z\u00e4hlen der Erhalt und die Wiederherstellung der physischen und psychischen Verfassung, eine schnellere R\u00fcckkehr in Alltag und Beruf sowie die Reduktion therapiebedingter Beschwerden wie Fatigue, Lymph\u00f6demen oder Osteoporose, wie es von Seiten der \u00c4rztekammer Ober\u00f6sterreich hei\u00dft. Empfohlen werden Ausdauertraining wie Schwimmen, Radfahren oder Wandern sowie mindestens zweimal w\u00f6chentlich muskelkr\u00e4ftigende \u00dcbungen.<\/p>\n<p>Internationale Leitlinien raten zu 150 Minuten moderater oder 75 Minuten intensiver Bewegung pro Woche, erg\u00e4nzt durch Krafttraining. \u201eBewegung wirkt wie ein Medikament \u2013 nur ohne Nebenwirkungen\u201c, so Kiesl.<\/p>\n<p>\u201eIntegration von Training in die Krebstherapie muss Standard werden\u201c<\/p>\n<p>Auch Andreas Reichinger, ebenfalls Onkologe am Ordensklinikum Linz und Sportmediziner, betont: \u201eBewegung verbessert nicht nur die Fitness, sie st\u00e4rkt auch das Immunsystem und verbessert die psychische Gesundheit sowie die Therapietoleranz.\u201c Bereits t\u00e4gliche Spazierg\u00e4nge, Krafttraining oder Wassergymnastik k\u00f6nnten messbare Effekte zeigen.<\/p>\n<p>\u201eWer in Bewegung bleibt, lebt nicht nur besser, sondern oft auch l\u00e4nger. Die Integration von Training in die Krebstherapie muss unser Standard werden\u201c, fasst Kiesl zusammen.<\/p>\n<p>Studien best\u00e4tigen<\/p>\n<p>Eine internationale Langzeitstudie, pr\u00e4sentiert im New England Journal of Medicine, zeigt: Darmkrebspatienten senken ihr Sterberisiko um 37 Prozent und das Risiko f\u00fcr R\u00fcckf\u00e4lle oder neue Tumoren um 28 Prozent, wenn sie \u00fcber drei Jahre hinweg ein strukturiertes Bewegungsprogramm durchlaufen. <\/p>\n<p>Zudem belegt eine gemeinsame Studie von NCT Heidelberg, DKFZ und dem Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg, dass Bewegung w\u00e4hrend der Chemotherapie das Tumorwachstum bei Brustkrebspatientinnen deutlich verst\u00e4rkt drosselt. <\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df Untersuchung der Universit\u00e4t Basel kann durch gezieltes Training w\u00e4hrend der Chemotherapie das Risiko f\u00fcr Nervensch\u00e4den um 50 \u2013 70 Prozent reduziert und die Lebensqualit\u00e4t deutlich verbessert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"O\u00d6\/LINZ. 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