{"id":356602,"date":"2025-08-19T11:51:13","date_gmt":"2025-08-19T11:51:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356602\/"},"modified":"2025-08-19T11:51:13","modified_gmt":"2025-08-19T11:51:13","slug":"berlin-brandenburg-freispruch-fuer-taxi-gast-nach-tod-von-radfahrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356602\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Freispruch f\u00fcr Taxi-Gast nach Tod von Radfahrer"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Freispruch f\u00fcr Taxi-Gast nach Tod von Radfahrer<\/p>\n<p>\t\t\t\t              19.08.2025, 13:43 Uhr<\/p>\n<p><strong>Ein Taxi h\u00e4lt auf einer Kreuzung, ein Fahrgast will aussteigen. Der Mann \u00f6ffnet die Autot\u00fcr einen Spaltbreit. Ist er f\u00fcr den Tod eines Radfahrers verantwortlich, der gegen die T\u00fcr prallt?<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; \u00a0\u00a0\u00a0Nach dem Tod eines Radfahrers bei einem sogenannten Dooring-Unfall ist ein 74-J\u00e4hriger vom Vorwurf der fahrl\u00e4ssigen T\u00f6tung freigesprochen worden. Es handele sich um ein Geschehen, das auch ein Unfallsachverst\u00e4ndiger nicht richtig rekonstruierten konnte, begr\u00fcndete das Amtsgericht Tiergarten. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten vorgeworfen, als Fahrgast eines Taxis beim Aussteigen nicht auf den rechts neben der Stra\u00dfe verlaufenden Fahrradstreifen geachtet zu haben. &#8222;Ich kann den Fall aus tats\u00e4chlicher Hinsicht nicht richtig aufkl\u00e4ren&#8220;, sagte der Vorsitzende Richter Karsten Parpart.<\/p>\n<p>Der 74-J\u00e4hrige hatte sich am 20. Februar 2023 von Berlin-Spandau nach Charlottenburg fahren lassen. An der Kreuzung Kantstra\u00dfe Ecke Wielandstra\u00dfe hielt der Fahrer auf einem durch Streifen markierten Bereich. Dies ist eine f\u00fcr Fahrzeuge gesperrte Fl\u00e4che. Der Fahrgast habe bezahlt, dann die hintere rechte T\u00fcr ge\u00f6ffnet, so der Richter. Ein 50 Jahre alter Radfahrer, der sich auf der Kantstra\u00dfe von hinten n\u00e4herte, prallte gegen die ge\u00f6ffnete Fahrzeugt\u00fcr. Der Familienvater erlitt bei dem Sturz so schwere Kopfverletzungen, dass er im Krankenhaus starb.\u00a0<\/p>\n<p>Richter: T\u00fcr des Taxis nicht weit ge\u00f6ffnet<\/p>\n<p>&#8222;Beim Aussteigen ist jede Gefahr f\u00fcr weitere Verkehrsteilnehmer auszuschlie\u00dfen&#8220;, sagte der Richter. &#8222;Es ist die T\u00fcr st\u00fcckweise zu \u00f6ffnen und durch die ge\u00f6ffnete T\u00fcr die R\u00fcckschau vorzunehmen.&#8220; Fest stehe, dass die T\u00fcr des Taxis nicht weit ge\u00f6ffnet gewesen sein k\u00f6nne. Wahrscheinlich sei, dass der Radfahrer um ein abbiegendes Fahrzeug herumfuhr, das aus der Wielandstra\u00dfe gekommen sei. Der Mann sei in dem Fall bei einem Schulterblick durch die ge\u00f6ffnete Fahrzeugt\u00fcr nicht zu sehen gewesen. Es gebe laut Gutachten allerdings viele M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Verteidiger Peter Zuriel erkl\u00e4rte f\u00fcr den Angeklagten, es sei ein tragisches Ungl\u00fcck geschehen, f\u00fcr die Familie des 50-J\u00e4hrigen &#8222;ein furchtbarer Schicksalsschlag&#8220;. Doch der 74-J\u00e4hrige habe sich nicht strafbar gemacht. Der Unfall sei unvermeidbar gewesen. Das Taxi habe nicht uf dem Radweg gestanden. Sein Mandant habe die T\u00fcr &#8222;um 30 Grad ge\u00f6ffnet und nach hinten geschaut&#8220;, so der Anwalt. Bei einem erfolgten Schulterblick sei der Radfahrer nicht zu erkennen gewesen. &#8222;Wir wissen nicht genau, wie der Unfall zustande gekommen ist.&#8220;<\/p>\n<p>Mit dem Freispruch auf Kosten der Landeskasse Berlin folgte das Gericht dem Antrag des Verteidigers. Die Staatsanw\u00e4ltin hatte auf eine Geldstrafe von 50 Tagess\u00e4tzen zu je 30 Euro (1.500 Euro) wegen fahrl\u00e4ssiger T\u00f6tung pl\u00e4diert. Der Angeklagte habe sich bei dem Geschehen an einer vielbefahrenen Stra\u00dfe nicht ausreichend versichert, dass eine Gef\u00e4hrdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Freispruch f\u00fcr Taxi-Gast nach Tod von Radfahrer 19.08.2025, 13:43 Uhr Ein Taxi h\u00e4lt auf einer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":356603,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,1890,29,13272,30,2465,98488,3259],"class_list":{"0":"post-356602","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-brandenburg","10":"tag-deutschland","11":"tag-freispruch","12":"tag-germany","13":"tag-radfahrer","14":"tag-taxi-gast","15":"tag-tod"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115055289072267974","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=356602"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356602\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/356603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=356602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=356602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=356602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}