{"id":356892,"date":"2025-08-19T14:25:22","date_gmt":"2025-08-19T14:25:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356892\/"},"modified":"2025-08-19T14:25:22","modified_gmt":"2025-08-19T14:25:22","slug":"prozess-in-hamburg-fortgesetzt-christina-block-will-von-gewalt-bei-entfuehrung-nichts-gewusst-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/356892\/","title":{"rendered":"Prozess in Hamburg fortgesetzt: Christina Block will von Gewalt bei Entf\u00fchrung nichts gewusst haben"},"content":{"rendered":"<p>                    Prozess in Hamburg fortgesetzt<br \/>\n                Christina Block will von Gewalt bei Entf\u00fchrung nichts gewusst haben<\/p>\n<p>\t\t\t\t              19.08.2025, 15:38 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Vor Gericht geht die Aufarbeitung der Entf\u00fchrung der Kinder von Christina Block in die n\u00e4chste Runde. Die Unternehmerin bestreitet, von der gewaltvollen Aktion gewusst, geschweige denn, sie in Auftrag gegeben zu haben. Vielmehr sei sie &#8222;wahnsinnig beunruhigt&#8220; \u00fcber das Vorgehen in der Silvesternacht gewesen. <\/strong><\/p>\n<p>Nach der Entf\u00fchrung ihrer Kinder aus der Obhut ihres Vaters in D\u00e4nemark strebte die Hamburger Unternehmerin Christina Block nach eigenen Worten eine Kooperation mit der Polizei an. &#8222;Ich war erleichtert, dass die Polizei involviert war&#8220;, sagte die Angeklagte auf eine Frage im Prozess vor dem Hamburger Landgericht. Dabei bezog sie sich auf den Abend des 1. Januar 2024. Damals hatte die 52-J\u00e4hrige ihre beiden j\u00fcngsten Kinder erstmals nach Jahren unter konspirativen Umst\u00e4nden auf einem Bauernhof in S\u00fcddeutschland wiedergesehen.<\/p>\n<p>Nach eigener Aussage hatte sie ihrem Lebensgef\u00e4hrten, dem ehemaligen Sportmoderator Gerhard Delling, die Nummer des Handys, das ihr von den Entf\u00fchrern \u00fcberreicht worden war, gegeben, um diese an die Polizei weiterzureichen. Ihr pers\u00f6nliches Handy hatte sie nach eigener Darstellung auf Anweisung der Sicherheitsfirma nicht auf die Fahrt nach S\u00fcddeutschland zu ihren Kindern mitnehmen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Staatsanw\u00e4ltin notierte ein Polizeibeamter jedoch, dass Frau Block nach Angaben von Delling nur schlecht erreichbar sei. Delling ist wegen Beihilfe angeklagt. Er bestreitet die Vorw\u00fcrfe, so wie seine Lebensgef\u00e4hrtin und die \u00fcbrigen f\u00fcnf Angeklagten.<\/p>\n<p>Der Tochter des Gr\u00fcnders der Steakhaus-Kette &#8222;Block House&#8220;, Eugen Block, wird vorgeworfen, die R\u00fcckholaktion ihrer beiden j\u00fcngsten Kinder in Auftrag gegeben zu haben. In der Nacht zum 1. Januar 2024 hatten laut Anklage mehrere Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens den damals zehn Jahre alten Sohn und die 13-j\u00e4hrige Tochter nach Deutschland entf\u00fchrt.<\/p>\n<p>&#8222;Sie sagte mir, das sei so nicht gewesen&#8220;<\/p>\n<p>Vier Tage nach der Entf\u00fchrung waren die Kinder auf Anordnung des Oberlandesgerichts wieder zu ihrem Vater in D\u00e4nemark gebracht worden. Von den Gewaltvorw\u00fcrfen bei der Entf\u00fchrung ihrer Kinder will Christina Block erst Tage sp\u00e4ter aus den Medien erfahren haben. Ihr Sohn und ihre Tochter h\u00e4tten ihr pers\u00f6nlich davon nicht berichtet und sie habe die Kinder zu den Vorf\u00e4llen in der Tatnacht auch nicht befragt, um sie erst einmal in Ruhe zu lassen, sagte Block.<\/p>\n<p>Als sie das gelesen habe, sei sie &#8222;wahnsinnig beunruhigt&#8220; gewesen. Es sei ihr gelungen, eine Mitarbeiterin der beschuldigten Sicherheitsfirma, die sich Olga nannte, zu erreichen. Diese Frau sei f\u00fcr sie in den Monaten zuvor eine wichtige Ansprechpartnerin gewesen. Auf die Frage, ob es zu Gewalt gekommen sei, habe die geantwortet, das sei alles \u00fcbertrieben. &#8222;Sie sagte mir, das sei so nicht gewesen&#8220;, berichtete Block.<\/p>\n<p>Die Kinder waren ihrem Vater Stephan Hensel laut Anklage in der Silvesternacht 2023\/24 gewaltvoll entrissen worden. Die T\u00e4ter schlugen ihn dabei zusammen. Die Kinder wurden in ein Fluchtauto gezerrt. Nach Angaben der Hamburger Staatsanwaltschaft sollen die Entf\u00fchrer die Fahrzeuge in der N\u00e4he der Grenze gewechselt haben. Dabei verschlossen sie den Kindern mit Klebeband den Mund. Die damals 13 Jahre alte Tochter sei an den H\u00e4nden gefesselt worden. Mit einem Wohnmobil fuhr die Gruppe demnach weiter nach Baden-W\u00fcrttemberg. Von dort wurden sie am 2. Januar 2024 zusammen mit ihrer angereisten Mutter nach Hamburg gefahren.<\/p>\n<p>&#8222;Hypothetische&#8220; \u00dcberlegungen mit Sicherheitsfirma einger\u00e4umt<\/p>\n<p>Im August 2021 hatte Hensel die beiden Kinder nach einem Wochenendbesuch bei sich behalten. Das Hanseatische Oberlandesgericht sprach danach der Mutter das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu und verpflichtete den Vater zur Herausgabe der Kinder. Die d\u00e4nische Justiz lehnte eine Durchsetzung des Beschlusses jedoch ab.<\/p>\n<p>Am vergangenen Freitag hatte die Vorsitzende der Strafkammer mit der minuti\u00f6sen Befragung begonnen. Dabei r\u00e4umte Block ein, dass sie mit Beratern und Sicherheitsfirmen verschiedene M\u00f6glichkeiten einer R\u00fcckholung erwogen hatte, unter anderem eine Fahrt mit einem Boot \u00fcber die Flensburger F\u00f6rde zum Haus ihres Ex-Mannes in S\u00fcdd\u00e4nemark. Sie betonte zugleich, dass es sich um hypothetische \u00dcberlegungen gehandelt habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Prozess in Hamburg fortgesetzt Christina Block will von Gewalt bei Entf\u00fchrung nichts gewusst haben 19.08.2025, 15:38 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":356893,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[27753,1160,29,2798,30,692,984,505],"class_list":{"0":"post-356892","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-christina-block","9":"tag-daenemark","10":"tag-deutschland","11":"tag-entfuehrung","12":"tag-germany","13":"tag-hamburg","14":"tag-international","15":"tag-prozesse"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115055894592422605","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=356892"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356892\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/356893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=356892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=356892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=356892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}