{"id":357049,"date":"2025-08-19T15:47:11","date_gmt":"2025-08-19T15:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357049\/"},"modified":"2025-08-19T15:47:11","modified_gmt":"2025-08-19T15:47:11","slug":"diese-bussgelder-drohen-fuer-illegale-muellentsorgung-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357049\/","title":{"rendered":"Diese Bu\u00dfgelder drohen f\u00fcr illegale M\u00fcllentsorgung in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>In Berlin drohen k\u00fcnftig hohe Strafen f\u00fcr illegale M\u00fcllentsorgung: Schon das Wegwerfen einer Zigarette wird teuer, bei M\u00f6beln oder Bauschutt k\u00f6nnen Bu\u00dfgelder von mehreren Tausend Euro f\u00e4llig werden.<\/p>\n<p>Ob Zigarettenkippe, Hundekot oder das alte Sofa: Die illegale Entsorgung von M\u00fcll wird in Berlin deutlich teurer als bisher. Der Senat hat dazu am Dienstag einen neuen Bu\u00dfgeldkatalog auf den Weg gebracht, der deutlich h\u00f6here Strafzahlungen vorsieht.<\/p>\n<p>F\u00fcr <b>Sperrm\u00fcll <\/b>auf der Stra\u00dfe oder im Wald werden laut Umweltverwaltung in Zukunft 1.500 bis 11.000 Euro f\u00e4llig, abh\u00e4ngig von der Menge. Bisher lag die Strafe bei 150 bis 500 Euro. Sind Schadstoffe im Spiel, wird es noch teurer &#8211; bis zu 15.000 Euro.<\/p>\n<p>Die <b>Zigarettenkippe <\/b>auf den Boden zu werfen &#8211; eine Art Volkssport bei Rauchern &#8211; kostet k\u00fcnftig 250 Euro statt bisher 55 Euro. F\u00fcr nicht entfernten <b>Hundekot <\/b>oder liegengelassene Hundekotbeutel betr\u00e4gt das neue Bu\u00dfgeld 100 bis 350 Euro statt 55 Euro.<\/p>\n<p>Wie der Senat weiter mitteilte, soll eine am Stra\u00dfenrand abgestellte <b>Matratze <\/b>mit einem Bu\u00dfgeld ab 100 Euro geahndet werden. Wer <b>Altreifen <\/b>in der Landschaft ablegt, muss mit einem Bu\u00dfgeld von 700 Euro pro Reifen rechnen.<\/p>\n<p>H\u00f6here Bu\u00dfen sind auch bei Verst\u00f6\u00dfen gegen die <b>Mehrwegpflicht <\/b>geplant: Wer bei einer Verkaufsfl\u00e4che von mehr als 80 Quadratmetern keine Mehrwegbecher f\u00fcr To-go-Getr\u00e4nke anbietet, dem drohen 750 Euro Bu\u00dfgeld, im Einzelfall sogar mehr.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem soll der Bu\u00dfgeldkatalog erweitert werden. Wer etwa <b>Bauschutt <\/b>illegal entsorgt, soll bei Mengen bis 100 Kilogramm mit Bu\u00dfgeldern von 25.000 Euro zu Kasse gebeten werden. Bei gr\u00f6\u00dferen Mengen oder gef\u00e4hrlichen Stoffen wie Asbest k\u00f6nnen die Summen noch deutlich h\u00f6her sein.<\/p>\n<p>In vielen Berliner Stadtteilen gibt es teils erhebliche Probleme mit achtlos und illegal zur\u00fcckgelassenem Abfall. Nicht wenige Menschen entsorgen alte M\u00f6bel, Teppiche oder Elektroger\u00e4te einfach auf der Stra\u00dfe. Auf B\u00fcrgersteigen oder in Parks tritt man in Hundekot oder Kaugummi. Herumliegende To-go-Kaffeebecher, Flaschen oder Verpackungen aller Art &#8222;zieren&#8220; viele Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze.<\/p>\n<p>All das zu entsorgen, kostet den Staat viel Geld. <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2024\/05\/berlin-illegaler-muell-entsorgung-kosten-zehn-millionen-euro.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fast zehn Millionen Euro<\/a> stellte die Berliner Stadtreinigung (BSR) dem Land Berlin im Jahr 2023 f\u00fcr die Entsorgung von illegalem M\u00fcll.<\/p>\n<p>Die schwarz-rote Koalition hatte vor diesem Hintergrund schon lange vor, konsequenter gegen solche illegale M\u00fcllentsorgung vorzugehen und die Stadt sauberer zu machen. Ende vergangenen Jahres brachten CDU und SPD einen <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/01\/berlin-illegaler-muell-bussgelder-erhoehung-geplant.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Antrag f\u00fcr drastisch h\u00f6here Bu\u00dfgelder<\/a> in das Abgeordnetenhaus ein &#8211; verbunden mit der Forderung an den Senat, das konkret umzusetzen.<\/p>\n<p>Wann der neue Bu\u00dfgeldkatalog in Kraft tritt, ist noch offen. Zun\u00e4chst muss sich der Rat der B\u00fcrgermeister damit befassen, ehe der Senat dann einen endg\u00fcltigen Beschluss fasst.<\/p>\n<p>Das brauchte seine Zeit, nun ist es so weit. Allerdings gibt es auch Zweifel, ob h\u00f6here Bu\u00dfgelder wirklich so abschreckend sind, dass sie etwas bringen. Oppositionspolitiker von Gr\u00fcnen und Linken sehen das skeptisch. Die Bezirke, deren Ordnungs\u00e4mter zust\u00e4ndig sind, erwarten nur dann eine Wirkung, wenn der Kontrolldruck zunimmt. Das steht und f\u00e4llt mit dem zur Verf\u00fcgung stehenden Personal. \u00dcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen M\u00fclls\u00fcnder oft nur dann, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden.<\/p>\n<p>CDU und SPD argumentierten, h\u00f6here finanzielle Strafandrohungen d\u00e4mpften zumindest den Drang, Straftaten zur pers\u00f6nlichen Bereicherung zu begehen. Und mit den Einnahmen k\u00f6nnten Ma\u00dfnahmen zur \u00dcberwachung einschl\u00e4giger M\u00fcllablagestellen etwa mithilfe von Kameras finanziert werden.<\/p>\n<p>Sendung: rbb24 Inforadio, 19.08.2025, 8 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Berlin drohen k\u00fcnftig hohe Strafen f\u00fcr illegale M\u00fcllentsorgung: Schon das Wegwerfen einer Zigarette wird teuer, bei M\u00f6beln&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":357050,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-357049","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115056216837439513","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357049","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=357049"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357049\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/357050"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=357049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=357049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=357049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}