{"id":357078,"date":"2025-08-19T16:03:10","date_gmt":"2025-08-19T16:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357078\/"},"modified":"2025-08-19T16:03:10","modified_gmt":"2025-08-19T16:03:10","slug":"nach-washingtoner-treffen-moskau-waehnt-eine-propagandashow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357078\/","title":{"rendered":"Nach Washingtoner Treffen: Moskau w\u00e4hnt eine &#8222;Propagandashow&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 19.08.2025 17:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die russische F\u00fchrung reagiert \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend auf die Ergebnisse des Treffens in Washington. Ein Treffen mit Selenskyj? M\u00fcsste ganz sorgf\u00e4ltig vorbereitet werden. Und Sicherheitsgarantien fordert der Kreml vor allem: f\u00fcr sich.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/norbert-hahn-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Norbert Hahn, WDR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/norbert-hahn-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWolodymyr Selenskyj und die europ\u00e4ische &#8222;Koalition der Willigen&#8220; blicken zwar nicht euphorisch, aber doch zufrieden auf die Ergebnisse des Spitzentreffens im Wei\u00dfen Haus. Kein Wunder, dass das in Moskau anders gesehen wird. Vor allem mit dem wichtigsten Ergebnis mag sich das politische Moskau noch nicht recht anfreunden &#8211; einem direkten Treffen zwischen Pr\u00e4sident Wladimir Putin und Selenskyi, das US-Pr\u00e4sident Donald Trump behauptet vorzubereiten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRusslands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow \u00e4u\u00dferte sich heute nicht anders als in den Wochen und Monaten zuvor: Man lehne weder Zweier- noch Dreier-Gespr\u00e4che ab, aber &#8222;Propagandashows&#8220; wolle man nicht. Man m\u00fcsse &#8222;Schritt f\u00fcr Schritt, beginnend auf Expertenebene und h\u00f6her, alle notwendigen Phasen zur Vorbereitung der Gipfeltreffen durchlaufen&#8220;. Alles m\u00fcsse mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt vorbereitet werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas das hei\u00dft, sieht man an den Dialog-Versuchen beider Seiten in Istanbul: Sie treffen sich, sie tauschen ihre Standpunkte aus, sie gehen auseinander und stellen in Moskau und Kiew fest, dass sie weit auseinanderliegen. W\u00e4hrenddessen wird weiter geschossen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Waffenruhe vor dem Beginn von Gespr\u00e4chen will aber Putin nicht &#8211; und nun, nach dem gemeinsamen Treffen am Freitag in Alaska, wohl auch Trump nicht mehr. Ein schneller Waffenstillstand ohne die Erf\u00fcllung weiterer Forderungen w\u00fcrde nach Meinung des Kreml das Erreichen der Ziele seiner &#8222;Spezialoperation&#8220;, wie Russland den Krieg gegen die Ukraine weiterhin nennt, vereiteln.<\/p>\n<p>    Russland gibt sich weiter als &#8222;Schutzmacht&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine wichtige Rolle spielt f\u00fcr Moskau die viel diskutierte komplette Abtretung der Donbass-Region durch die Ukraine. Lawrow behauptete heute noch einmal, Russland habe nie das Ziel gehabt, die Region zu erobern, ebenso wie die Krim oder &#8222;Noworussija&#8220; (zu deutsch: Neurussland), womit auch die beiden ebenfalls umk\u00e4mpften Nachbarregionen Saporischschja und Cherson gemeint sind. Vielmehr sei das Ziel der Schutz der dortigen &#8222;russischen Bev\u00f6lkerung&#8220; gewesen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSoll hei\u00dfen: Dieser Schutz ist noch nicht komplett wieder hergestellt. Dabei hatten unabh\u00e4ngige Institutionen wie die OSZE und die UN nie eine gewaltsame Verfolgung von Minderheiten dort festgestellt. Klar ist: Die Ukraine kann und wird die Gebiete nicht freiwillig abtreten &#8211; und Russland dort wohl weiter Krieg f\u00fchren.<\/p>\n<p>    Strikt gegen westliche Soldaten in der Ukraine<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin vielleicht noch gr\u00f6\u00dferes Problem f\u00fcr den Kreml sind die Sicherheitsgarantien f\u00fcr Kiew. Nachdem Russlands &#8222;Spezialoperation&#8220; nicht den Sturz von Selenskyjs Regierung in Kiew erreicht hat, will Moskau vor allem die Einbindung in die NATO verhindern. Nun aber geht es um die Frage, ob Soldaten aus NATO-Staaten die Ukraine sch\u00fctzen sollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBrauche Russland denn keine Garantien zum Schutz vor der NATO, fragt Wladimir Dschabarow, stellvertretender Vorsitzender des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses des F\u00f6derationsrates, und stellt damit die Debatte im Westen auf den Kopf. &#8222;Wer soll sie geben? Europa ist daran \u00fcberhaupt nicht interessiert. Nun erkl\u00e4ren sie, dass es nach Ende des Konflikts notwendig sei, europ\u00e4ische Truppen auf ukrainisches Territorium zu schicken. Das hei\u00dft, sie versuchen erneut, das gequ\u00e4lte Land f\u00fcr ihre antirussischen Interessen zu instrumentalisieren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer russische Politologe Wadim Truchatschew sinniert bereits \u00fcber eine &#8222;Finnlandisierung&#8220; der Ukraine, ein Begriff, der vor dem NATO-Beitritt Finnlands f\u00fcr Neutralit\u00e4t, aber auch f\u00fcr ein westliches Gesellschaftsmodell stand.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Eine finnlandisierte Ukraine w\u00fcrde zu einem Protektorat der EU und der NATO werden, das auf einen zuk\u00fcnftigen Krieg mit Russland vorbereitet w\u00fcrde&#8220;, schreibt Truchatschew. &#8222;Die formale Nichtmitgliedschaft in der NATO w\u00fcrde zu einem leeren St\u00fcck Papier werden, hinter dem nichts mehr st\u00fcnde.&#8220;<\/p>\n<p>    Das Spiel auf Zeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas d\u00fcrfte der Kreml auch so sehen. Die Frage ist letztlich, ob die &#8222;Ursachen des Konflikts&#8220;, wie Moskau sie sieht, \u00fcberhaupt von der Ukraine und dem Westen komplett beseitigt werden k\u00f6nnten, ohne dass die Ukraine zu einem Schatten Moskaus w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn jedem Fall br\u00e4uchten allein die Gespr\u00e4che dar\u00fcber Zeit &#8211; Zeit, die die Ukraine nicht hat und in der das Sterben weiter ginge. Zeit, die Moskau f\u00fcr sich nutzen w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.08.2025 17:14 Uhr Die russische F\u00fchrung reagiert \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend auf die Ergebnisse des Treffens in Washington. 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