{"id":357137,"date":"2025-08-19T16:36:24","date_gmt":"2025-08-19T16:36:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357137\/"},"modified":"2025-08-19T16:36:24","modified_gmt":"2025-08-19T16:36:24","slug":"zufriedenstellende-ernte-bauernverband-beklagt-aber-katastrophale-preislage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357137\/","title":{"rendered":"Zufriedenstellende Ernte &#8211; Bauernverband beklagt aber &#8222;katastrophale Preislage&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 19.08.2025 15:50 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Getreideernte steigt wieder, doch der Bauernverband beklagt Preisverfall und b\u00fcrokratische Fesseln. Die Versorgungssicherheit aus heimischen Produkten sei langsam in Gefahr, warnt Verbandspr\u00e4sident Rukwied.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Getreideernte in Deutschland ist laut dem Deutschen Bauernverband zufriedenstellend ausgefallen, der Herbst verspricht eine gute Kartoffel-, Apfel- und Weinernte. Der Verband beklagt allerdings insbesondere beim Getreide eine &#8222;katastrophale Preislage&#8220;. Dazu k\u00e4men hohe Kosten und b\u00fcrokratische Fesseln. Verbandspr\u00e4sident Joachim Rukwied sieht die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Landwirte hierzulande in Gefahr &#8211; und &#8222;langsam&#8220; auch die Versorgungssicherheit.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir gehen langsam ins Risiko&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei der Vorstellung der Erntebilanz verwies Rukwied auf einen dauernden Preisverfall bei Getreide sowie Auflagen f\u00fcr D\u00fcngung und Pflanzenschutz. &#8222;Wir sind mittlerweile an einen Punkt angelangt, an dem wir Ernten, was die Qualit\u00e4t und was die Quantit\u00e4t anbelangt, gef\u00e4hrden&#8220;, sagte er. &#8222;Und das in einer Situation, wo meines Erachtens die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt und spielen wird.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gehe nicht nur um Verteidigungsf\u00e4higkeit, sondern auch um Versorgungssicherheit aus heimischer Produktion, die Grundlage f\u00fcr innenpolitische Stabilit\u00e4t sei. &#8222;Und hier gehen wir langsam ins Risiko.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRukwied verwies auf Preise von rund 180 Euro pro Tonne Brotweizen heute, w\u00e4hrend in den 80er-Jahren in Euro umgerechnet 240 Euro pro Tonne Qualit\u00e4tsweizen erzielt wurden. &#8222;Wirtschaftlicher Getreideanbau ist bei diesen Preisen schlichtweg nicht mehr m\u00f6glich&#8220;, sagte er. &#8222;Und dieses Preisniveau, das im letzten Jahr schon deutlich unter den Vorjahren war, das hat sich gegen\u00fcber dem Vorjahr nochmals verschlechtert.&#8220; Russland dr\u00fccke international den Preis f\u00fcr Getreide als Druckmittel auf die Ukraine.<\/p>\n<p>    Bessere Ernte als in den beiden Vorjahren erwartet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Bauernverband rechnet 2025 mit einer besseren Getreideernte als in den beiden Vorjahren. Die erwartete Menge steige auf 43,5 Millionen Tonnen nach 39 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr, so der Verband.\u00a0Nach den aktuellen Zahlen liege die Erntemenge der wichtigsten Kultur, dem Winterweizen, mit 21,7 Millionen Tonnen deutlich \u00fcber der des Vorjahres (2024: 17,8 Mio. Tonnen). Dies liege an besseren Ertr\u00e4gen pro Hektar und auch an einer deutlichen Ausweitung der Anbaufl\u00e4che.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei der Wintergerste liegt die diesj\u00e4hrige Erntemenge mit 9,3 Millionen Tonnen \u00fcber dem Vorjahreswert von 8,9 Millionen Tonnen. Die Winterrapsernte erreichte 3,85 Millionen Tonnen (Vorjahr 3,6 Millionen Tonnen).\u00a0<\/p>\n<p>    Lange Niederschl\u00e4ge sorgen f\u00fcr Zitterpartie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Verbandspr\u00e4sident bezeichnete die diesj\u00e4hrige Getreideernte wegen langer Niederschl\u00e4ge als eine Zitterpartie. Reifes Getreide habe l\u00e4nger auf dem Feld bleiben m\u00fcssen, was stellenweise zu deutlichen Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen f\u00fchrte. Zugleich gebe es im Nordosten durch ausgepr\u00e4gte Trockenheit Ertragseinbu\u00dfen.\u00a0&#8222;Auch wenn die Erntemenge endlich einmal wieder im durchschnittlichen Bereich liegt, macht sie doch erneut die sp\u00fcrbaren Folgen des Klimawandels deutlich&#8220;, sagte Rukwied.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim \u00d6koanbau gebe es eine &#8222;konstante Fl\u00e4chenentwicklung&#8220;: Man habe im Moment rund 11,5 Prozent \u00f6kologisch bewirtschaftete Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p>    Nur noch 75.000 Tonnen Erdbeeren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon den beliebten Erdbeeren seien in Deutschland nur noch 75.000 Tonnen geerntet worden. &#8222;Das ist die kleinste Ernte seit 1995&#8220;, sagte Rukwied. Es gebe einen drastischen R\u00fcckgang der Anbaufl\u00e4che um etwa 31 Prozent binnen 30 Jahren. Auch die Spargelernte sei mit lediglich knapp 99.000 Tonnen die kleinste Ernte seit 2010.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRukwied betonte auch mit Blick auf die weitere Erh\u00f6hung des Mindestlohns, Deutschland befinde sich auf dem Weg dahin, &#8222;dass m\u00f6glicherweise <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/erdbeeren-preise-zehn-jahre-100.html\" title=\"Deutsche Erdbeeren 70 Prozent teurer als 2015\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in nicht allzu ferner Zukunft kaum mehr Erdbeeren aus Deutschland auf den Teller landen k\u00f6nnen<\/a>, weil sie nicht mehr erzeugt werden k\u00f6nnen&#8220;. Um einen h\u00f6heren Anteil an Obst und Gem\u00fcse aus heimischer Erzeugung zu haben oder den jetzigen zu halten, sei eine Sonderl\u00f6sung f\u00fcr die Landwirtschaft n\u00f6tig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.08.2025 15:50 Uhr Die Getreideernte steigt wieder, doch der Bauernverband beklagt Preisverfall und b\u00fcrokratische Fesseln. 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