{"id":357145,"date":"2025-08-19T16:41:17","date_gmt":"2025-08-19T16:41:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357145\/"},"modified":"2025-08-19T16:41:17","modified_gmt":"2025-08-19T16:41:17","slug":"hoffen-auf-ein-gutes-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357145\/","title":{"rendered":"Hoffen auf ein gutes Ende"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Essen\/Moers. Olga Weinknecht reagiert auf den Ukraine-Gipfel in Washington. Die Ukrainerin berichtet auch von der gespaltenen Stimmung in ihrem Heimatland.<\/p>\n<p class=\"\">Nach dem Gipfel in Washington zwischen US-Pr\u00e4sident Donald Trump und dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj sowie dessen europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten bleiben viele Ukrainer nachdenklich zur\u00fcck. <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/staedte\/moers-und-umland\/article240870400\/Ukrainerin-Olga-Gesehen-wie-unsere-Heimatstadt-brennt.html\" data-category-full-path=\"\/staedte\/moers-und-umland\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1703386800\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">So auch Olga Weinknecht aus Moers<\/a>. Sie hofft, wie viele andere aus der ukrainischen Community in NRW, auf einen Weg zum Frieden f\u00fcr ihr Heimatland, macht sich jedoch Sorgen, weil bisher nichts Eindeutiges beschlossen wurde. In der Ukraine selbst sei die Stimmung dagegen gespalten.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Folgen Sie der Redaktion auf Social Media:<\/strong><\/p>\n<p>Ukrainerin verwundert \u00fcber Fokus auf Trumps Laune und Selenskyjs Kleidung<\/p>\n<p class=\"\">Nach dreieinhalb Jahren Krieg sei es h\u00f6chste Zeit f\u00fcr Frieden, findet Weinknecht, die f\u00fcr die AWO im Kreis Wesel den Fachbereich Innovation, Beratung und Integration leitet. Daher freut sie sich einerseits dar\u00fcber, dass erste Schritte versucht werden und Bewegung in die Sache kommt, wie sie der NRZ erz\u00e4hlt. \u201eBald k\u00f6nnten beide Kriegsparteien miteinander sprechen, was zuvor nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Das ist f\u00fcr mich positiv.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Andererseits kann sie nicht nachvollziehen, dass sich scheinbar auf dem Gipfel dann doch alles um US-Pr\u00e4sident Trump gedreht hatte. Das sei ihr Eindruck. \u201eEs ging darum, dass man Trump nicht ver\u00e4rgern m\u00f6chte und alles an seine Stimmung anpasst. Dabei geht es hier um das Schicksal eines Staates und eines Volkes. Geht es nicht um Menschenleben statt um die Laune einer einzelnen Person?\u201c, fragt die Moerserin, die seit rund 30 Jahren in Deutschland lebt. Sie findet, die europ\u00e4ischen Nationen m\u00fcssten souver\u00e4ner auftreten.<\/p>\n<p class=\"\">Ebenso unverst\u00e4ndlich ist f\u00fcr die der Fokus auf die Kleidung von Selenskyj. Er trete nicht als Privatperson auf, sagt Weinknecht. \u201eSelenskyj ist der Pr\u00e4sident eines Landes, das im Krieg ist. Und so muss er gesehen werden. Er ist das Gesicht dieser Nation, die gerade leidet und blutet.\u201c Von seinen eigenen pers\u00f6nlichen Schw\u00e4chen und Unzul\u00e4nglichkeiten sei abzusehen. \u201eDar\u00fcber kann man diskutieren. Aber nicht jetzt, wenn die Nation, die ihn gew\u00e4hlt hat, darauf hofft, dass alles noch ein gutes Ende nimmt\u201c, findet sie. In dieser Situation \u00fcber \u00c4u\u00dferlichkeiten zu sprechen, sei f\u00fcr sie unverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zum Ukraine-Gipfel in Washington<\/p>\n<p>  Ukrainer am Niederrhein: Noch schwer, an ein Ende des Krieges zu glauben<\/p>\n<p class=\"\">Auch dass sich f\u00fcr Trump offenbar alles um \u201eDeals\u201c drehe, st\u00f6re Weinknecht. \u201eEs geht immer darum, was die USA f\u00fcr ihre Hilfe bekommen. Aber im Ukrainischen gibt es ein Sprichwort: \u201aEin schlechter Frieden ist immer besser als ein guter Krieg\u2018\u201c, sagt sie und f\u00fcgt hinzu: \u201eVielleicht sind wir auf dem Weg dahin.\u201c \u00c4hnlich w\u00fcrden es auch viele in <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/moers-und-umland\/article407953648\/ukrainische-gemeinde-sehnsucht-nach-sicherheit-und-frieden.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/moers-und-umland\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1734870400\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der ukrainischen Community am Niederrhein<\/a> sehen. \u201eViele wollen gerne glauben, dass das Ende des Krieges naht. Es f\u00e4llt ihnen aber noch schwer, wirklich daran zu glauben.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">In der Ukraine selbst sei die Stimmung dagegen anders, sagt Weinknecht. Eine Freundin aus Kyjiw habe ihr gesagt, dass das Land in zwei Lager gespalten sei. Es gebe viele, die sagen, dass man die Russen jetzt nicht triumphieren lassen d\u00fcrfe. Man lasse sie als Gewinner aus dem Konflikt gehen und das w\u00fcrden viele Ukrainer nicht zulassen wollen. Daf\u00fcr habe das Land zu viele Opfer gebracht.<\/p>\n<p class=\"\">Vor allem die m\u00f6gliche Aufgabe von Territorien sorge f\u00fcr Unmut. \u201eViele Menschen, die sich freiwillig f\u00fcr die Armee gemeldet haben und bis zum Schluss k\u00e4mpfen, w\u00fcrden sich fragen, wof\u00fcr sie das gemacht haben\u201c, erz\u00e4hlt die Moerserin. \u201eEs sind dreieinhalb Jahre Leid und Schrecken, die fast jede Familie in der Ukraine betreffen. Da kann man nicht einfach von vorne anfangen.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409787953_1755614474_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Olga Weinknecht lebt seit rund 30 Jahren in Deutschland.\" title=\"Olga Weinknecht lebt seit rund 30 Jahren in Deutschland.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Olga Weinknecht lebt seit rund 30 Jahren in Deutschland.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Volker Herold\n    <\/p>\n<p>   Stimmung in der Ukraine: Selenskyj muss zwei gro\u00dfe Lager beachten<\/p>\n<p class=\"\">Die andere Seite der Bev\u00f6lkerung sehne sich nach Frieden, weil viele m\u00fcde und ersch\u00f6pft seien. \u201eSie wollen nicht noch mehr Opfer sehen, Kinder in den Krieg schicken und Verwandte verlieren\u201c, berichtet Weinknecht. \u201eDas ist ein menschliches Verlangen nach dem Frieden. Das sind zwei Meinungen, mit denen man respektvoll umgehen muss.\u201c Deswegen m\u00fcsse man auch Selenskyjs Situation verstehen. \u201eEr kann die Stimmung im Land nicht ignorieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr m\u00f6gliche direkte Gespr\u00e4che zwischen Selenskyj und Putin hofft sie auf eine vern\u00fcnftige Vorbereitung. \u201eAuch die Pr\u00e4sidenten untereinander k\u00f6nnen nicht auf Anhieb eine L\u00f6sung finden. Vor allem, weil die Positionen so weit auseinander liegen\u201c, meint Weinknecht. \u201eIch hoffe, das wird nicht \u00fcberst\u00fcrzt gemacht nach der Laune von Trump.\u201c Auch die Europ\u00e4er m\u00fcssten sich f\u00fcr Sicherheitsgarantien einsetzen, fordert sie. \u201eEs geht ja auch um die Sicherheit Europas.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Essen\/Moers. Olga Weinknecht reagiert auf den Ukraine-Gipfel in Washington. Die Ukrainerin berichtet auch von der gespaltenen Stimmung in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":357146,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1838],"tags":[3364,29,3715,30,1209],"class_list":{"0":"post-357145","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duisburg","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-duisburg","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115056429370919745","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=357145"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357145\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/357146"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=357145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=357145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=357145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}