{"id":357275,"date":"2025-08-19T18:03:13","date_gmt":"2025-08-19T18:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357275\/"},"modified":"2025-08-19T18:03:13","modified_gmt":"2025-08-19T18:03:13","slug":"die-ukraine-und-das-washingtoner-treffen-ein-format-mit-dem-man-weiterarbeiten-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357275\/","title":{"rendered":"Die Ukraine und das Washingtoner Treffen: &#8222;Ein Format, mit dem man weiterarbeiten kann&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>interview<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.08.2025 19:35 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Ukraine-Experte Andreas Umland rechnet nicht damit, dass die Gespr\u00e4che mit Russland \u00fcber die Ukraine erfolgreich sein werden &#8211; weil Moskau unakzeptable Forderungen stellt. Das Treffen in Washington sei aber dennoch positiv zu bewerten. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de:<\/strong> Im ARD-Morgenmagazin hat der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, gesagt, es seien wirklich sehr gute Bilder aus Washington gewesen. Wie sehen Sie es als Wissenschaftler?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Andreas Umland: <\/strong>Ich sehe das auch so. Wir haben zwar bisher keine gro\u00dfen und konkreteren Resultate. Aber das Atmosph\u00e4rische halte ich f\u00fcr wichtig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZum einen ist das Verh\u00e4ltnis zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump scheinbar wiederhergestellt. Perspektivisch ist noch wichtiger, dass es beim Washingtoner Treffen ein Gef\u00fchl der Einheit und Gemeinsamkeit zwischen den USA und Europa gab. Zumindest im \u00f6ffentlichen Part dieser Gespr\u00e4che hat offenbar die Chemie gestimmt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWir wissen zwar noch nicht genau, was im nicht\u00f6ffentlichen Part geschehen ist. Aber in Zukunft wird entscheidend sein, ob die USA und die wichtigsten europ\u00e4ischen Akteure gemeinsam handeln k\u00f6nnen. Wenn sich das Washingtoner Format sp\u00e4ter fortsetzt, w\u00fcrde mich das hoffnungsvoll machen.<\/p>\n<p>    &#8222;Direkte Verhandlungen d\u00fcrften derzeit nicht erfolgreich sein&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de:<\/strong> Nach einer solchen Entwicklung sah es zuletzt nicht mehr aus. Das Treffen von Trump und Putin in Alaska erweckte eher den Eindruck, als w\u00fcrden nun zwei Gro\u00dfm\u00e4chte allein \u00fcber das Schicksal der Ukraine entscheiden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland:<\/strong> Wenn man den \u00f6ffentlichen Bildern des vergangenen Abends glaubt, dann scheint es eine Abwendung Trumps von den Anspr\u00fcchen Russlands zu geben. Im \u00f6ffentlichen Teil tauchten solche Themen wie \u00dcbereignung der Krim an Russland, Abtretung von nicht-besetzten ukrainischen Gebieten an Moskau oder Verankerung des Russischen als zweite Amtssprache in der Ukraine nicht auf. Das war schon mal gut.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd wenn solche Themen auch im nicht\u00f6ffentlichen Teil nicht im Vordergrund standen, dann ist das ein Format, mit dem man weiterarbeiten kann. Denn selbst direkte Verhandlungen von Wladimir Putin und Selenskyj, wenn es wirklich zu ihnen kommt, d\u00fcrften derzeit nicht erfolgreich sein. Demn\u00e4chst wird es daher wieder zur Frage kommen, was der Westen in puncto Ukraine sowie Russland macht und ob er in der Lage sein wird, entschieden und geeint zu handeln.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Ein paar Worte zum Wei\u00dfen Haus gab es auch: Die Chemie zwischen Trump und seinen G\u00e4ste schien beim Treffen in Washington zu stimmen &#8211; die Frage ist, wie lange das so bleibt.\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Jede Frage markiert eine rote Linie&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de: <\/strong>Was wird Ihrer Einsch\u00e4tzung nach das entscheidende Hindernis bei Gespr\u00e4chen zwischen Putin und Selenskyj sein?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland:<\/strong> Russland verfolgt zum Beispiel die Idee, dass sich die Ukraine freiwillig aus eigenen Gebieten, die sie jetzt kontrolliert, zur\u00fcckziehen und deren Kontrolle an Russland \u00fcbergeben soll. Da geht es vor allen Dingen um den n\u00f6rdlichen Donbass, der von der Ukraine trotz wiederholter russischer Attacken seit elf Jahren gehalten wird und der f\u00fcr Kiew milit\u00e4risch sowie strategisch wichtig ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gibt andere Punkte, die f\u00fcr die Ukraine nicht diskutabel sind &#8211; die Krimfrage, das Ziel eines NATO-Beitritts der Ukraine, die Position der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Ukraine, die russische Sprache in der Ukraine und so fort. Jede einzelne dieser Fragen markiert eine rote Linie f\u00fcr sich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Akkumulation nicht verhandelbarer Themen l\u00e4sst mich daran zweifeln, dass bei einem Treffen Selenskyjs mit Putin etwas Nennenswertes herauskommt &#8211; wenn es denn \u00fcberhaupt zu einer pers\u00f6nlichen Begegnung kommt.<\/p>\n<p>    Mit der Diplomatie erreichen, was milit\u00e4risch nicht gelang<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de:<\/strong> Warum ist denn der n\u00f6rdliche Donbass strategisch so wichtig f\u00fcr die Ukraine?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland:<\/strong> Dieser Teil der Front ist, so lese ich bei Milit\u00e4rexperten, sehr gut befestigt &#8211; so gut, dass ihn Russland bislang nicht erobert hat. Russland erhebt schon seit 2014 Anspruch auf das gesamte Donezbecken. Es ist der russischen Armee aber in elf Jahren nicht gelungen, die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber den Donbass zu erringen. Deshalb versucht Putin es jetzt auf dem nichtmilit\u00e4rischen Weg einer diplomatisch erzwungenen Abtretung der verbliebenen Gebiete durch Kiew.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de:<\/strong> Die Ukraine verweist stets darauf, dass die Gebietszugeh\u00f6rigkeit des ganzen Donbass, also der Oblaste Luhansk und Donezk, auch in der Verfassung festgeschrieben ist, genauso wie die der Krim. Aber Verfassungen lassen sich \u00e4ndern &#8211; warum sollte das in diesem Fall nicht gehen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland: <\/strong>Es wird daf\u00fcr keine Mehrheit geben; das ist f\u00fcr die meisten Ukrainer nach 35 Jahren ukrainischer Souver\u00e4nit\u00e4t ein absurder Vorschlag. Russland hat zudem das ukrainische Staatsterritorium nach der Aufl\u00f6sung der UdSSR in mehreren Vertr\u00e4gen anerkannt, auch Putin selbst hat im Jahr 2003 einen bilateralen und 2004 ratifizierten Grenzvertrag unterschrieben, der nochmals und ausdr\u00fccklich die russisch-ukrainische Grenze festschrieb. Deshalb wird die Ukraine nie Staatsterritorium de jure an Russland abtreten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRussland versucht mit dem Aufbringen solcher heiklen Fragen unter anderem, nationale Uneinigkeit in der Ukraine zu erzeugen, letztlich also einen B\u00fcrgerkrieg zu entfachen. So hat Moskau es schon 2014-2021 versucht, den damaligen, vom Kreml inszenierten Pseudo-B\u00fcrgerkrieg im Donbass in einen wirklichen B\u00fcrgerkrieg umzuwandeln.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGrundfragen der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t oder Kulturpolitik der Ukraine werden immer wieder von Putin bei den Bedingungen f\u00fcr eine Waffenruhe ins Spiel gebracht, um die Ukraine zu spalten. Das durchschauen die Ukrainer nat\u00fcrlich, und deswegen wird es weder von Selenskyj noch einer\/m anderen Pr\u00e4sidenten\/in Zugest\u00e4ndnisse geben.<\/p>\n<p>    &#8222;Es wird keinen stabilen Waffenstillstand geben&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de:<\/strong> Ein anderer fundamentaler Widerspruch der vergangenen Monate ist die Frage nach den Sicherheitsgarantien. Sehen Sie die Interessengegens\u00e4tze beider Seiten hier \u00fcberhaupt als aufl\u00f6sbar an?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland: <\/strong>In dieser Frage gibt es einen strategischen, ja sogar logischen Widerspruch. Wenn man vollumf\u00e4ngliche Sicherheitsgarantien implementieren will, muss man westliche Truppen in gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df auf ukrainischem Territorium stationieren. Dazu m\u00fcsste es aber zun\u00e4chst einen vollumf\u00e4nglichen, stabilen und dauerhaften Waffenstillstand oder Frieden geben. Da Putin aber keine westlichen Soldaten in der Ukraine sehen will, wird es keinen l\u00e4ngeren stabilen Waffenstillstand geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMan kann seitens des Westens daher derzeit sinnvoll nur \u00fcber Waffenlieferungen und andere Unterst\u00fctzung Kiews zur Erh\u00f6hung ukrainischer Sicherheit sprechen. Letztlich ist die ukrainische Armee der wichtigste Sicherheitsgarant der Ukraine. Seitens des Westens k\u00f6nnte man zudem \u00fcber Flugverbotszonen \u00fcber der Ukraine sprechen, die etwa von europ\u00e4ischen Jagdflugzeugen mit durchgesetzt werden. Und das k\u00f6nnte man sogar schon heute, vor Erreichung eines Waffenstillstands machen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de: <\/strong>Ginge das auch ohne die USA, oder m\u00fcssten die Vereinigten Staaten dabei sein?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland: <\/strong>Die USA m\u00fcssten nicht direkt mit eigenen Piloten und Flugzeugen bei der Implementierung von Flugverbotszonen \u00fcber der Ukraine dabei sein. Aber L\u00e4nder wie Polen, von denen aus etwa europ\u00e4ische Jagdflugzeuge operieren k\u00f6nnten, w\u00fcrden eine Art extra Sicherheitsgarantie von Washington verlangen f\u00fcr den Fall, dass Russland polnische Flugh\u00e4fen angreift, von denen Jagdflugzeuge zum Einsatz in der Ukraine aufsteigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn dem Fall w\u00fcrde Polen auf der Zusage bestehen, dass die USA dann auch tats\u00e4chlich an der Seite Polens stehen und im Rahmen der NATO-Beistandspflicht aktiv werden. Wenn Polen oder Rum\u00e4nien derartige zus\u00e4tzliche Garantien und eventuell auch US-St\u00fctzpunkte bekommen, schiene die Einrichtung von Flugverbotszonen durch die europ\u00e4ischen Staaten etwa \u00fcber west- und zentralukrainischen St\u00e4dten, Atomkraftwerken, Eisenbahnlinien, Flugh\u00e4fen und so weiter denkbar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de: <\/strong>US-Pr\u00e4sident Trump wollte das Engagement der USA in diesem Krieg zur\u00fcckfahren, wenn nicht gar beenden, hat sich zuletzt aber auch dazu ambivalent ge\u00e4u\u00dfert. Weit w\u00fcrde er in Sachen Sicherheitsgarantien gehen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland:<\/strong> Trumps Haltung bleibt ein Problem. Aber bei einem russischen Angriff auf Polen ginge es ja um ein NATO-Land. Da sind die USA und alle anderen Mitgliedstaaten laut NATO-Vertrag ohnehin zum Beistand verpflichtet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNat\u00fcrlich w\u00e4ren die Mittelosteurop\u00e4er verunsichert und br\u00e4uchten wahrscheinlich eine ausdr\u00fcckliche Versicherung seitens Trump, dass f\u00fcr ihn der ber\u00fchmte Artikel 5 des Washingtoner Vertrags von 1949 voll verpflichtend ist und dass polnische oder rum\u00e4nische Flugh\u00e4fen sowie andere St\u00fctzpunkte auch tats\u00e4chlich von den USA gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>    &#8222;Die Haltung der amerikanischen \u00d6ffentlichkeit hat sich ge\u00e4ndert&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de:<\/strong> Trump hat sich in den vergangenen Monaten sehr schwankend in seiner Haltung gegen\u00fcber der Ukraine und Russland gezeigt und seinen Ultimaten und Drohungen an Russland keine Taten folgen lassen. Wie verl\u00e4sslich ist insofern die Gemeinsamkeit, die in Washington demonstriert wurde?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland: <\/strong>Die Person Trump ist wenig verl\u00e4sslich. Es haben sich aber ein paar strukturelle Dinge in den vergangenen Monaten ge\u00e4ndert. Da ist zum Beispiel die Stimmung in Europa &#8211; die Europ\u00e4er sind untereinander zusammenger\u00fcckt und begreifen ukrainische Sicherheit als Teil der gesamteurop\u00e4ischen Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die Haltung in der amerikanischen \u00d6ffentlichkeit hat sich zu Kiews Gunsten ge\u00e4ndert, trotz einer intensiven prorussischen Kampagne der letzten Monate in den ultrakonservativen US-Medien. Einfache Amerikaner und selbst republikanische W\u00e4hler unterst\u00fctzen laut Umfragen wieder st\u00e4rker die Ukraine.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeide Faktoren kann Trump nicht ignorieren. Er wird auch vor den n\u00e4chsten Kongresswahlen mehr Druck aus seiner eigenen Partei bekommen, nicht als Verr\u00e4ter der Ukraine dazustehen.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/umland-100.jpg\" alt=\"Andreas Umland\" title=\"Andreas Umland | sceeus\"\/><\/p>\n<p>Zur Person<\/p>\n<p>            Dr. Andreas Umland ist Analyst am Stockholmer Zentrum f\u00fcr Osteuropastudien (SCEEUS) des Schwedischen Instituts f\u00fcr Internationale Angelegenheiten (UI) und lehrt Politikwissenschaft an der Kyiv-Mohyla Academy.<\/p>\n<p>    &#8222;In der Ukraine entscheidet sich, ob das Weltsicherheitssystem bestehen bleibt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>tagesschau.de:<\/strong> Unter dem Strich &#8211; blicken Sie heute optimistischer oder pessimistischer auf die weiteren Verhandlungen mit Russland?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Umland:<\/strong> Ich w\u00fcrde mich freuen, wenn es tats\u00e4chlich zu einem Treffen zwischen Selenskyj und Putin k\u00e4me, ob mit oder ohne Trump, und noch mehr, wenn es zu einem Waffenstillstand oder gar Frieden kommt. Das w\u00fcrde mich hier in Kiew direkt betreffen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber ich glaube, dass bei den jetzigen Gespr\u00e4chen nichts Stabiles und Substantielles herauskommt. Die Verhandlungen werden, bef\u00fcrchte ich, letztlich scheitern. Umso wichtiger wird sein, ob Europa und die USA im Weiteren zusammenstehen und das gestrige Washingtoner Format gemeinsamer Entscheidungsfindung fortf\u00fchren, vielleicht erg\u00e4nzt durch einen Repr\u00e4sentanten Polens. Die euro-atlantische Koalition m\u00fcsste dann gemeinsam \u00fcberlegen, welche neuen Sanktionen gegen Russland eingef\u00fchrt und welche zus\u00e4tzliche Waffen an die Ukraine geliefert werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGenug Motivation m\u00fcsste es geben: In der Ukraine entscheidet sich, ob das heutige Weltsicherheitssystem bestehen bleibt oder nicht. Die Ukraine ist ein regul\u00e4res UN-Mitglied und offizieller Nicht-Kernwaffenstaat. Wenn Teile der Ukraine dauerhaft von Russland, einem offiziellen Kernwaffenstaat im Atomwaffensperrvertrag und st\u00e4ndiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats, annektiert bleiben, h\u00e4tte das gravierende Folgen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs k\u00f6nnte bedeuten, dass viele L\u00e4nder, die sich bisher an die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen gehalten haben, ihre Position \u00e4ndern. Sie w\u00fcrden versuchen, dem Schicksal der Ukraine zu entgehen und sich mit nuklearen, chemischen und\/oder biologischen Waffen ausr\u00fcsten, da sie kein Vertrauen mehr in V\u00f6lkerrecht, internationale Organisationen und weltweite Solidarit\u00e4t haben. Damit w\u00fcrde weltweit das Risiko von Kriegen und terroristischen Anschl\u00e4gen mit katastrophalen Folgen zunehmen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Eckart Aretz, tagesschau.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"interview Stand: 19.08.2025 19:35 Uhr Der Ukraine-Experte Andreas Umland rechnet nicht damit, dass die Gespr\u00e4che mit Russland \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":357276,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,548,13,14,1159,15,4043,4044,850,307,12,317,64],"class_list":{"0":"post-357275","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-nato","14":"tag-news","15":"tag-russia","16":"tag-russian-federation","17":"tag-russische-foederation","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ukraine","21":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115056751718174027","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=357275"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357275\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/357276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=357275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=357275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=357275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}