{"id":357690,"date":"2025-08-19T21:50:13","date_gmt":"2025-08-19T21:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357690\/"},"modified":"2025-08-19T21:50:13","modified_gmt":"2025-08-19T21:50:13","slug":"trumps-politik-treibt-firmen-zu-ostdeutscher-software","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357690\/","title":{"rendered":"Trumps Politik treibt Firmen zu ostdeutscher Software"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">W\u00e4hrend deutsche Industriekonzerne Werksschlie\u00dfungen ank\u00fcndigen und Tausende Jobs gef\u00e4hrdet sind, w\u00e4chst eine Branche unbeirrt: Software und IT-Sicherheit. In den Gro\u00dfraumb\u00fcros surren die Klimaanlagen und Notebooks laufen im Dauerbetrieb \u2013 die Belegschaft vieler Firmen sucht h\u00e4nderingend Verst\u00e4rkung.<\/p>\n<p>Hier entstehen neue Arbeitspl\u00e4tze, die Ums\u00e4tze erreichen Rekorde, die Nachfrage sprengt Prognosen. Die alten Hoffnungstr\u00e4ger der deutschen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/wirtschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wirtschaft<\/a> verlieren ihre Zugkraft \u2014 doch ausgerechnet ein Sektor sch\u00f6pft daraus Kraft. Das Wachstum findet vor allem in der Software- und IT-Sicherheitsbranche statt. Und jetzt auch dank <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/a>.<\/p>\n<p>Firmen wollen unabh\u00e4ngiger von US-Software sein \u2013 Staffbase aus Chemnitz profitiert<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Deutsche Softwarehersteller erleben derzeit einen regelrechten Boom, befeuert von geopolitischen Turbulenzen und beispiellosen Nachfragesch\u00fcben, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/technik\/it-internet\/technologie-deutsche-softwarehersteller-verzeichnen-boom-dank-trump\/100146378.html\">berichtete das Handelsblatt am Dienstag<\/a>. Ein \u00fcberraschender Treiber: die US-Pr\u00e4sidentschaft von <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a>. Unternehmen wie die Berliner Heinlein-Gruppe berichten von Rekordanfragen seit dem politischen Machtwechsel in Washington.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Gerade Gesch\u00e4ftskunden durchbrechen bisherige Muster und suchen nach digitalen Alternativen \u201emade in Germany\u201c, um ihre Technologien unabh\u00e4ngiger von den <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> aufzustellen. Hintergr\u00fcnde: Die Kunden sorgen sich zunehmend um digitale Souver\u00e4nit\u00e4t und Datensicherheit \u2013 vor allem, da Technologie und Cloud-Dienste als geopolitisches Druckmittel der US-Regierung betrachtet w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img alt=\"Martin B\u00f6hringer, CEO und einer der drei Gr\u00fcnder des\u00a0s\u00e4chsischen Software-Unternehmens Staffbase, steht am Firmensitz in Chemnitz.\" loading=\"lazy\" width=\"4362\" height=\"2908\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/7510bd9c-10e1-4f49-9a33-1e8ec551ed38.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Martin B\u00f6hringer, CEO und einer der drei Gr\u00fcnder des s\u00e4chsischen Software-Unternehmens Staffbase, steht am Firmensitz in Chemnitz.Jan Woiters \/ dpa<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/sachsens-milliarden-startup-staffbase-gruender-verraet-was-ostdeutschland-wirklich-bracht-li.2248753\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Staffbase, ein Milliarden-Start-up aus Chemnitz<\/a>, ist seit 2016 in den USA vertreten. Zusammen mit der DACH-Region wird in Nordamerika der st\u00e4rkste Umsatz generiert, sagt Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin B\u00f6hringer auf Anfrage der Berliner Zeitung. \u201eStaffbase w\u00e4chst in den USA derzeit stark. Das ist ein klares Signal daf\u00fcr, dass auch europ\u00e4ische Softwareanbieter in Nordamerika erfolgreich sein k\u00f6nnen. Bisher war es ja meistens umgekehrt.\u201c<\/p>\n<p>Deutschland bei IT und Software noch auf USA angewiesen<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Aktuell ist die deutsche Wirtschaft aber auf Technologie aus den USA angewiesen. Nach einer Bitkom-Umfrage sehen sich 81 Prozent der Unternehmen abh\u00e4ngig vom Import digitaler Technologien und Leistungen aus den USA. Insgesamt importieren 87 Prozent digitale Ger\u00e4te und Services aus den Vereinigten Staaten, 60 Prozent exportieren digitale G\u00fcter und Dienstleistungen dorthin.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Kurzfristig k\u00f6nnten Deutschland und Europa noch nicht auf die Nutzung von ausl\u00e4ndischen IT-Diensten und -Produkten verzichten. Sonst w\u00e4re das Funktionieren von Verwaltungen und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Wirtschaft gef\u00e4hrdet, teilt\u00a0Felix Kuhlenkamp, Leiter Sicherheitspolitik beim <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/bitkom\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digitalverband Bitkom<\/a>, auf Anfrage mit. Wichtig sei dennoch, die notwendigen Schritte einzuleiten, um sich von einseitigen Abh\u00e4ngigkeiten zu befreien und digital souver\u00e4ner zu werden.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eDas bedeutet unter anderem, dass Deutschland und Europa st\u00e4rker in digitale Schl\u00fcsseltechnologien wie Cloud Computing und K\u00fcnstliche Intelligenz, aber auch in Cybersicherheits-L\u00f6sungen investieren m\u00fcssen\u201c \u2013 eine Position, die von 92 Prozent der Unternehmen in Deutschland geteilt w\u00fcrde. Die Umsetzung im Markt sei keine Selbstl\u00e4ufer. Unternehmen w\u00fcrden von deutschen oder europ\u00e4ischen L\u00f6sungen denselben Leistungsumfang, Komfort und Preis erwarten wie von den US-Angeboten.<\/p>\n<p>Experten: Deutscher Software-Markt soll bis 2030 um j\u00e4hrlich zehn Prozent wachsen<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der deutsche Markt w\u00e4chst. Vor allem die Cybersecurity-Branche zeigt eine eindrucksvolle Dynamik: Seit Jahren expandiert das Gesch\u00e4ft mit digitalen Sicherheitsl\u00f6sungen in <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> kontinuierlich und liefert massive Wachstumszahlen. F\u00fcr das laufende Jahr 2025 sch\u00e4tzen Marktbeobachter die Ums\u00e4tze mit Produkten und Dienstleistungen der IT-Sicherheit auf Werte zwischen sieben und 14 Milliarden Euro, abh\u00e4ngig von der Quelle (<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.grandviewresearch.com\/horizon\/outlook\/cyber-security-market\/germany?utm_source=chatgpt.com\">Grand View Research<\/a>, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.mordorintelligence.com\/industry-reports\/germany-cybersecurity-market?utm_source=chatgpt.com\">Mordor Intelligence<\/a>).<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Besonders stark zulegen d\u00fcrften laut Prognosen Bereiche wie Sicherheitsdienste f\u00fcr den Mittelstand, Cloud- oder IT-Sicherheit im Logistiksektor. Selbst konservative Sch\u00e4tzungen gehen bis 2030 von j\u00e4hrlichen Wachstumsraten zwischen f\u00fcnf und sechs Prozent aus, optimistische sogar von \u00fcber zehn Prozent. Der Trend zu \u201eSoftware made in Germany\u201c w\u00fcrde durch Trumps restriktive Digitalpolitik und die Unsicherheiten in den transatlantischen Beziehungen erheblich verst\u00e4rkt, werden mehrere IT-Firmen in dem Handelsblatt-Bericht zitiert.<\/p>\n<p>Donald Trump ist f\u00fcr deutsche IT-Firmen der \u201ebeste Vertriebler\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Nachfrage ist so hoch, dass einige Anbieter wie Heinlein \u00fcber ausgelastete Support-Teams klagen \u2013 der Firmenchef scherzt, Donald Trump sei \u201eihr bester Vertriebler\u201c. Gleichzeitig investieren US-Firmen wie Exasol nach eigenen Angaben gezielt in Partnerschaften mit europ\u00e4ischen Cloud-Betreibern, um ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Ob der Boom von Dauer ist, bleibt offen. Klar ist aber schon jetzt: W\u00e4hrend viele Branchen derzeit mit R\u00fcckgang und Restrukturierungen zu k\u00e4mpfen haben, gelingt es der deutschen Cybersecurity- und Softwarewirtschaft scheinbar, gegenzusteuern.<\/p>\n<p>Haben Sie Feedback? Schreiben Sie uns gern! <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/mailto:briefe@berliner-zeitung.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">briefe@berliner-zeitung.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend deutsche Industriekonzerne Werksschlie\u00dfungen ank\u00fcndigen und Tausende Jobs gef\u00e4hrdet sind, w\u00e4chst eine Branche unbeirrt: Software und IT-Sicherheit. 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