{"id":357715,"date":"2025-08-19T22:03:16","date_gmt":"2025-08-19T22:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357715\/"},"modified":"2025-08-19T22:03:16","modified_gmt":"2025-08-19T22:03:16","slug":"line-of-thought-werkschau-von-tony-cragg-im-skulpturenpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/357715\/","title":{"rendered":"Line of Thought: Werkschau von Tony Cragg im Skulpturenpark"},"content":{"rendered":"<p>Neuere plastische Arbeiten und Zeichnungen sind in den drei Ausstellungshallen zu sehen: Gro\u00dfe Metallskulpturen, Skulpturen aus Murano-Glas und die ersten Skizzen dazu. Tony Cragg realisiert damit seine erste gro\u00dfe Einzelschau in seinem Skulpturenpark, den er im Jahr 2008 am Hang des Wuppertaler Hesselnberges er\u00f6ffnete. Der Titel &#8222;Line of Thought&#8220; spielt darauf an, dass es ihm um mehr als das blo\u00dfe Vorzeigen seines aktuellen Schaffens geht. In einem \u00dcberblick zeigt er, was hinter den konkreten Ausformungen seiner Skulpturen steht. Auch die Zeichnungen sind nicht begleitendes, zus\u00e4tzliches Material, sondern sind als tastende oder suchende Ausdrucksform seines bildnerischen Schaffens zu verstehen. Die Ausstellung erstreckt sich \u00fcber alle drei Ausstellungshallen des Skulpturenparks Waldfrieden.<\/p>\n<p>Bevor Tony Cragg 1969 seine Laufbahn als K\u00fcnstler aufnahm, arbeitete er als Labortechniker in der biochemischen Forschung und begann zu zeichnen. Die t\u00e4gliche Praxis des Zeichnens geht seinen bildplastischen Arbeiten noch heute voraus. In seinem Fr\u00fchwerk realisierte er zun\u00e4chst Arbeiten aus Fundobjekten, bevor er schlie\u00dflich mit Skulpturen aus Stein, Eisen und Bronze des klassischen Materialien der Bildhauerei f\u00fcr sich erschloss. Der Kanon seines Materials hat sich immer wieder erneuert und erweitert: Das zeigen die neueren, in Murano gefertigten Glasskulpturen, die in der unteren Ausstellungshalle zusammen mit den Zeichnungen zu sehen sind.<\/p>\n<p>In der oberen Ausstellungshalle ist eine Gro\u00dfskulptur aus der Reihe &#8222;Industrial Nature&#8220; zu sehen, die das Themenfeld Natur und Technik aufgreift. Sie ist gefertigt aus geschnittenen und gebogenen Aluminium-Platten, die mit Lackfarbe \u00fcberzogen und partiell abgeschliffen sind. Daneben eine Skulptur der Reihe &#8222;Hedge&#8220;, die fast ebenso gro\u00df, doch weitaus filigraner konstruiert ist. Schmale Formen aus Cortenstahl expandieren organisch wie eine Hecke in H\u00f6he und Breite. Monumental zeigen sich die beiden Skulpturen aus der Reihe &#8222;Lost in Thougt&#8220;: Aus Holz gefr\u00e4ste Elemente verdichten sich zu einem amorphen K\u00f6rper, der Ausma\u00dfe von bis zu vier mal drei mal zwei Metern erreicht.\u00a0<\/p>\n<p>In der mittleren Ausstellungshalle zeigt Cragg Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen. Eine f\u00e4llt besonders ins Auge: &#8222;Congregation&#8220;, eine Installation, die aus einem gro\u00dfen Boot, Rudern, Rettungsbooten, einer Leiter und anderen Schrottmaterialien besteht &#8211; alles aus Holz und vollst\u00e4ndig mit Metallhaken bedeckt.\u00a0<\/p>\n<p>In der unteren Ausstellungshalle sind Craggs Kleinplastiken aus Glas zu sehen, die er seit 2009 in Zusammenarbeit mit dem Berengo Studio in Murano umsetzt. Die Glask\u00f6rper kennzeichnet ein Licht-Schatten-Spiel, das sich f\u00fcr den Betrachter je nach Standort ver\u00e4ndert. An den W\u00e4nden sind 200 Zeichnungen zu sehen, die am Anfang jeder Skulptur stehen.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr mich steht das Material im Mittelpunkt&#8220;, sagt Tony Cragg \u00fcber seine Arbeiten. &#8222;Mich interessiert, was man mit dem Material machen kann.&#8220; Und der Beginn jedes Werks ist immer eine Zeichnung.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neuere plastische Arbeiten und Zeichnungen sind in den drei Ausstellungshallen zu sehen: Gro\u00dfe Metallskulpturen, Skulpturen aus Murano-Glas und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":34761,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,30,1209,4418],"class_list":{"0":"post-357715","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-nordrhein-westfalen","12":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115057695556298802","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357715","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=357715"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/357715\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=357715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=357715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=357715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}