{"id":358126,"date":"2025-08-20T01:46:27","date_gmt":"2025-08-20T01:46:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/358126\/"},"modified":"2025-08-20T01:46:27","modified_gmt":"2025-08-20T01:46:27","slug":"rettung-fuer-intel-us-regierung-will-bei-chipkonzern-einsteigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/358126\/","title":{"rendered":"Rettung f\u00fcr Intel? US-Regierung will bei Chipkonzern einsteigen"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.08.2025 17:44 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Intel macht hohe Verluste. Jetzt will sich die japanische Softbank am kriselnden Chiphersteller beteiligen. Und auch die US-Regierung hat einen Einstieg vor. Was steckt dahinter?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/claudia-wehrle-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Claudia Wehrle\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/claudia-wehrle-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIntel war mal eine Ikone in der Halbleiterbranche, ein Konzern, der in technischer und technologischer Hinsicht Ma\u00dfst\u00e4be setzte. Mikroprozessor-Chips von Intel sind immer noch in PCs auf der ganzen Welt verbaut. &#8222;Doch vom alten Glanz des Unternehmens ist nicht mehr viel \u00fcbriggeblieben&#8220;, sagt Robert Halver von der Baader Bank. &#8222;Wenn man die supergro\u00dfen Konzerne im Hightech-Sektor beobachtet, auch an der B\u00f6rse, wie sind die gelaufen? Und da ist Intel eben nicht so mitgelaufen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZum Vergleich: Vor rund eineinhalb Jahren kosteten Intel-Aktien rund 45 Euro. Inzwischen sind es nur noch etwas mehr als 20 Euro &#8211; und das in Zeiten, wo Konkurrenten wie der amerikanische Mikrochiphersteller Nvidia zum wertvollsten Unternehmen an der B\u00f6rse aufgestiegen ist.<\/p>\n<p>    Gute Produkte, Schw\u00e4chen im Zukunftsgesch\u00e4ft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Intel hat zwar immer noch gute Produkte&#8220;, so Halver. Aber nach dem gro\u00dfen Boom im PC-Gesch\u00e4ft habe es der Konzern vers\u00e4umt, in Themenfelder zu investieren und vor allem in diesen Bereichen erfolgreich zu werden, wo heutzutage die gro\u00dfen Gesch\u00e4fte gemacht werden. Dazu geh\u00f6ren K\u00fcnstliche Intelligenz, Elektromobilit\u00e4t und Rechenzentren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLeistungsstarke Chips sind gefragt. &#8222;Aber die Spitzenchips, die kommen von anderen. Und das wird an der B\u00f6rse nicht honoriert.&#8220; Seit Monaten schreibt Intel tiefrote Zahlen. Tausende Stellen fallen dem Rotstift zum Opfer. Investitionen werden auf Eis gelegt. Der Bau einer <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/intel-chipfabrik-100.html\" title=\"Intel gibt Pl\u00e4ne f\u00fcr Chipfabrik in Magdeburg auf \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neuen Chipfabrik in Magdeburg ist endg\u00fcltig vom Tisch<\/a>.<\/p>\n<p>    Geostrategische \u00dcberlegungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass die US-Regierung nun vorhat, bei Intel einzusteigen, kommt nicht von ungef\u00e4hr. Handelsminister Howard Lutnick best\u00e4tigte entsprechende Pl\u00e4ne beim TV-Sender CNBC &#8211; offenbar ist ein Anteil von zehn Prozent angestrebt. Zum einen geht es der Trump-Administration darum, wieder mehr Produktion in die USA zu ziehen. Im Land sollen neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen. Und das gilt auch f\u00fcr Unternehmen aus der Hightech-Branche.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZum anderen schaut die US-Regierung auf geostrategische Vorteile. &#8222;Die asiatische Konkurrenz ist in den letzten Jahren sehr stark geworden&#8220;, beobachtet Ascan Iredi von der Verm\u00f6gensverwaltung Plutos. Der US-Regierung ist es zudem ein Dorn im Auge, dass amerikanische Halbleiterkonzerne in Asien produzieren lassen. Nvidia ist so ein Beispiel. Der weltweit f\u00fchrende Anbieter von KI-Computing hat bislang die Fertigung seiner Chips beim weltweit gr\u00f6\u00dften Vertragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) in Auftrag gegeben. Unter finanziellen Gesichtspunkten war das g\u00fcnstiger, als in den USA zu produzieren.<\/p>\n<p>    Zum Rapport im Wei\u00dfen Haus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Unter Umst\u00e4nden k\u00f6nnte auch der schon seit langem schwelende China-Taiwan-Konflikt f\u00fcr die USA zum Problem werden&#8220;, glaubt Iredi. Da geht es um Lieferketten. &#8222;Wir haben das ja 2020 im Rahmen der Coronakrise schon einmal erlebt. Chips waren ein wichtiger Faktor bei der Produktion.&#8220; Das ging vom Auto bis hin zum Smartphone und zur Verteidigungsindustrie. &#8222;Ich glaube, der US-Regierung geht es insbesondere um die Produktion, um den Standort USA, um Chips vor Ort zur Verf\u00fcgung zu haben f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00dcberhaupt China: US-Pr\u00e4sident Trump traf vor ein paar Tagen im Intel-Chef Lip-Bu Tan im Wei\u00dfen Haus, nachdem er ihm zuvor \u00f6ffentlich seine engen Beziehungen zu chinesischen Unternehmen vorgeworfen hatte. &#8222;Der CEO von Intel befindet sich in einem starken Interessenkonflikt und muss sofort zur\u00fccktreten&#8220;, forderte Trump zuvor. Nach dem Gespr\u00e4ch lobte er die &#8222;erstaunliche Geschichte&#8220; von Tans Karriere. Der Manager steht seit M\u00e4rz 2025 an der Spitze von Intel.<\/p>\n<p>    &#8222;Da soll nichts anbrennen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNun will die US-Regierung dort &#8222;mitmischen&#8220;. Das Beispiel Intel k\u00f6nnte Schule machen, vermutet \u00d6konom Halver, vor allem, wenn es um kritische Infrastruktur geht. &#8222;Man sch\u00fctzt die eigene Industrie. Und nat\u00fcrlich kann man dann als Gro\u00dfaktion\u00e4r die Geschicke des Unternehmens mitbestimmen. Eine gewisse Zusammenarbeit &#8211; mal sehr freundlich ausgedr\u00fcckt &#8211; zwischen Unternehmen und der US-Regierung kann man ganz klar erkennen.&#8220; \u00dcber Jahre hin galten f\u00fcr die US-Industrie andere Kriterien. Die USA verk\u00f6rperten wie kaum ein anderes Land das Modell der freien Marktwirtschaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas dieser Richtungswechsel konkret f\u00fcr Intel bedeutet? Gro\u00dfaktion\u00e4re wie die japanische Softbank oder die US-Regierung an der Seite zu haben, mag aus finanzieller Sicht ein Vorteil sein. Mit welchen Produkten und Strategien sich Intel in Zukunft behaupten will, muss das Management entscheiden. Geld allein reicht nicht aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 19.08.2025 17:44 Uhr Intel macht hohe Verluste. 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