{"id":35820,"date":"2025-04-16T06:08:11","date_gmt":"2025-04-16T06:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35820\/"},"modified":"2025-04-16T06:08:11","modified_gmt":"2025-04-16T06:08:11","slug":"krisenmanagement-im-vergleich-warum-us-unternehmen-europa-voraus-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35820\/","title":{"rendered":"Krisenmanagement im Vergleich: Warum US-Unternehmen Europa voraus sind"},"content":{"rendered":"<p>            Europ\u00e4ische Unternehmen haben beim Risikomanagement Nachholbedarf. W\u00e4hrend in den 65 Prozent der US-Betriebe einen Notfallplan gegen eine Cyberattacke haben, sind es hierzulande erst 56 Prozent. Zudem verz\u00f6gern fehlende Prozesse die Krisenbew\u00e4ltigung. Das ist das Ergebnis Studie der Unternehmensberatung FTI Consulting.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-31431\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cyber-Angreifer-1200.jpg\" alt=\"Cyber-Angreifer\" width=\"1200\" height=\"625\"  \/>Quelle: \u00a9gorodenkoff | istockphoto.com<\/p>\n<p><strong>Unterschiede im Risikomanagement<\/strong> zwischen USA und Europa: Amerikanische Unternehmen sind im <a href=\"https:\/\/news.it-matchmaker.com\/incident-management-organisiert-die-cyber-resilienz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Risikomanagement<\/a> vergleichsweise gut aufgestellt. W\u00e4hrend jenseits des Atlantiks sich 70 Prozent der Befragten mit einem Notfallplan auf einen aktivistischen Investor sowie 65 Prozent auf Cyberangriffe vorbereiten, geben dies nur 53 respektive 56 Prozent der europ\u00e4ischen Unternehmen an. Immerhin sind auf beiden Seiten des Atlantiks nahezu drei von f\u00fcnf Unternehmen auf Ausf\u00e4lle in <a href=\"https:\/\/news.it-matchmaker.com\/digitales-vertragsmanagement-fuer-das-lieferkettengesetz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lieferketten<\/a> vorbereitet. Europa hinkt in weiteren Bereichen hinterher: W\u00e4hrend 70 Prozent der amerikanischen Unternehmen sehr konkret auf <a href=\"https:\/\/news.it-matchmaker.com\/ein-compliance-modul-fuer-fuer-die-dora-richtlinie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Compliance<\/a>-relevantes Fehlverhalten von F\u00fchrungskr\u00e4ften vorbereitet sind, geben dies in Europa nur etwas mehr als die H\u00e4lfte der Befragten an (56 Prozent). F\u00fcr den Umgang mit geopolitischen Risiken haben 67 Prozent der US-Unternehmen Pl\u00e4ne entworfen, hier sind es 54 Prozent.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-39801 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Economist-Survey_1_DE.jpg\" alt=\"Unterschiede im Risikomanagement zwischen USA und Europa\" width=\"1200\" height=\"571\"  \/>Schwach abgesichert: Europ\u00e4ische Unternehmen haben sich lediglich zu 53 Prozent gegen unfreundliche \u00dcbernahmen abgesichert, zu jeweils 56 Prozent gegen Cyberangriffe und Fehlverhalten von F\u00fchrungskr\u00e4ften und zu 54 Prozent gegen geopolitische Risiken. (Quelle: FTI Consulting)<\/p>\n<p>Die Zahlen stammen aus einer Studie des Think Tank <a href=\"https:\/\/impact.economist.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Economist Impact<\/a>, der im Auftrag von FTI Consulting die Perspektiven der wichtigsten juristischen Entscheidungstr\u00e4ger in Bezug auf die Art der heutigen Krisenlandschaft untersucht hat. Weitere Fragen zielten auf die Bereitschaft zum Umgang mit Krisen des Unternehmens und die Entwicklung von Rollen bei der Bew\u00e4ltigung solcher Ereignisse. <a href=\"https:\/\/www.fticonsulting.com\/insights\/reports\/turbulent-waters-trusted-anchors-general-counsels-evolving-role-navigating-crises\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Studie<\/a> befragte insgesamt 600 prim\u00e4r juristische Entscheider in Nordamerika (25 Prozent), Europa (50 Prozent) und dem Asien-Pazifik-Raum (25 Prozent). Alle Befragten arbeiteten in Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar.<\/p>\n<p>\u201eUnternehmen in den USA sind intensive juristische Auseinandersetzungen gewohnt\u201c, berichtet <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/dr-stefan-heissner-80b227112\/?originalSubdomain=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stefan Heissner<\/a>, Senior Managing Director sowie Risk- und Forensik-Experte bei FTI Consulting. \u201eSie haben daher einen deutlich st\u00e4rken Fokus auf den Umgang mit Risiken.\u201c In den USA erfolgt die Regulierung laut Heissner oft durch Gerichtsurteile, in Europa hingegen meist durch Gesetzgebung. Unabh\u00e4ngig von den regulatorischen Rahmenbedingungen sollten Unternehmen ein solides Risikomanagement etablieren.<\/p>\n<p>Fehlende Strukturen behindern die Krisenbew\u00e4ltigung<\/p>\n<p>Auch wenn die Mehrheit laut Studie ein Risikomanagement betreibt, liegen bei einem erheblichen Teil auch gro\u00dfer Unternehmen explizit keine ausreichenden Notfallpl\u00e4ne vor. 42 Prozent der in Europa befragten Unternehmen verf\u00fcgen nach eigener Aussage \u00fcber gar keine Notfallpl\u00e4ne f\u00fcr geopolitische Risiken. In den USA liegt diese Zahl bei 31 Prozent. 40 Prozent der europ\u00e4ischen Betriebe sind \u00fcberhaupt nicht auf <a href=\"https:\/\/news.it-matchmaker.com\/cyberattacken-auf-krankenhaeuser-verhindern-die-besten-schutzmassnahmen-fuer-medizinische-einrichtungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cyberattacken<\/a> vorbereitet (Nordamerika: 33 Prozent), 39 Prozent nicht auf Fehlverhalten von F\u00fchrungskr\u00e4ften (Nordamerika: 29 Prozent). Eine vorbereitete Antwort auf Lieferkettenausf\u00e4lle fehlt auf beiden Seiten des Atlantiks bei mehr als ein Drittel der Unternehmen.<\/p>\n<p>\u201eEin erheblicher Teil der Unternehmen hat keine Vorbereitungen f\u00fcr konkrete Risiken getroffen\u201c, berichtet Stefan Heissner. \u201eGibt es im Krisenfall keine vorab definierten Teams, Prozesse oder Verantwortlichkeiten, k\u00e4mpfen die Betriebe mit zu langen Reaktionszeiten. Das erschwert es, die Krise in den Griff zu bekommen und das Unternehmensverm\u00f6gen zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Unterschiede im Risikomanagement zwischen USA und Europa: Hohe Risikotoleranz ist hierzulande \u00fcblich<\/p>\n<p>Die nordamerikanischen Unternehmen haben nicht nur f\u00fcr mehr Krisenszenarien konkrete Pl\u00e4ne ausgearbeitet. Sie zeigen sich auch deutlich selbstkritischer in Bezug auf ihre eigene Risikovorsorge. So sagen 41 Prozent der amerikanischen Unternehmen, dass unklare Verantwortlichkeiten im Krisenmanagement sie davon abhalten, besser auf unerwartete Ereignisse vorbereitet zu sein. In Europa erkennt dieses Problem nur jedes vierte Unternehmen (26 Prozent).<\/p>\n<p>Eine fehlende klare Strategie hinsichtlich der Risikotoleranz sehen 35 Prozent der nordamerikanischen Unternehmen als Hindernis. In Europa erkennt dies ebenfalls nur etwa ein Viertel der Befragten. W\u00e4hrend 28 Prozent der Unternehmen in Nordamerika eine fehlende Risiko-Kultur im eigenen Unternehmen bem\u00e4ngeln, sind es hierzulande lediglich 23 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eUS-Unternehmen sind selbstkritischer hinsichtlich ihrer F\u00e4higkeit zur Krisenpr\u00e4vention und haben h\u00e4ufiger Notfallpl\u00e4ne vorliegen\u201c, berichtet Heissner. \u201eEin Verzicht auf solche Vorbereitungen ist gef\u00e4hrlich. Schon einmalige Krisen k\u00f6nnen in finanzschwache Unternehmen einen erheblichen Schaden anrichten oder gar deren Existenz bedrohen. Es ist darum h\u00f6chste Zeit, dass auch europ\u00e4ische Unternehmen konkrete Notfallpl\u00e4ne entwerfen.\u201c\u00a0J\u00fcrgen Frisch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europ\u00e4ische Unternehmen haben beim Risikomanagement Nachholbedarf. 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