{"id":35822,"date":"2025-04-16T06:09:08","date_gmt":"2025-04-16T06:09:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35822\/"},"modified":"2025-04-16T06:09:08","modified_gmt":"2025-04-16T06:09:08","slug":"wegen-zollstreit-attraktiver-eu-handelskammer-legt-china-kurswechsel-nahe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35822\/","title":{"rendered":"Wegen Zollstreit attraktiver: EU-Handelskammer legt China Kurswechsel nahe"},"content":{"rendered":"<p>                    Wegen Zollstreit attraktiver<br \/>\n                EU-Handelskammer legt China Kurswechsel nahe<\/p>\n<p>\t\t\t\t              16.04.2025, 08:01 Uhr<\/p>\n<p><strong>China betreibt seit Jahren eine ambitionierte Industriepolitik. Diese bringt das Land wirtschaftlich stark voran, wirkt aber auch teilweise abschreckend f\u00fcr Handelspartner. Der Zollstreit trifft die Volksrepublik hart. Die lokale EU-Kammer sieht darin auch etwas Positives. <\/strong><\/p>\n<p>China hat aus Sicht der dort ans\u00e4ssigen EU-Handelskammer im eskalierten Handelsstreit mit den USA eine M\u00f6glichkeit, als Partner wieder attraktiver zu werden. &#8222;China hat die Chance, als zuverl\u00e4ssiger, stabiler und berechenbarer Handelspartner wahrgenommen zu werden&#8220;, sagte Kammerpr\u00e4sident Jens Eskelund in Peking. Doch die Volksrepublik m\u00fcsse daf\u00fcr \u00fcberdenken, wie sie mit dem Rest der Welt umgehe, erkl\u00e4rte der D\u00e4ne. Seine Einrichtung vertritt rund 1700 Unternehmen aus der EU, die in China aktiv sind.<\/p>\n<p>Zehn Jahre hatte Peking aus Sicht der Kammer seine &#8222;ambitionierte&#8220;, aber f\u00fcr EU-Firmen auch &#8222;abschreckende&#8220; Industriepolitik &#8222;Made in China 2025&#8220; betrieben. Doch in einer Zeit, in der die USA &#8222;beispiellose Unsicherheit&#8220; f\u00fcr die Zukunft globaler wirtschaftlicher Beziehungen br\u00e4chten, sei es in Pekings Interesse, der EU zu zeigen, bereit zu f\u00fcr beide Seiten vorteilhaften Wirtschaftsbeziehung zu sein, schrieb die Kammer in einem <a href=\"https:\/\/www.europeanchamber.com.cn\/en\/press-releases\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">neuen Papier<\/a>.<\/p>\n<p>Peking k\u00f6nnte dies durch eine Abkehr von stark koordinierter Industriepolitik wie &#8222;Made in China 2025&#8220; und einer Hinwendung zu marktorientierten Reformen erreichen, die Firmen aus China und dem Ausland gleiche Bedingungen b\u00f6ten, hie\u00df es. Denn bei E-Autos, mit denen das Land sehr erfolgreich ist, steuerte die EU bereits mit Z\u00f6llen gegen. <\/p>\n<p>&#8222;Made in China 2025&#8220; in Teilen erfolgreich<\/p>\n<p>China hatte &#8222;Made in China 2025&#8220; im Jahr 2015 vorgestellt. Peking sorgte mit dem Plan, seine Unternehmen in zehn Schl\u00fcsseltechnologien in globale F\u00fchrungspositionen zu bringen, f\u00fcr Verwunderung. Fortan war das Land f\u00fcr viele L\u00e4nder nicht mehr nur Partner, sondern auch Wettbewerber. Ausl\u00e4ndische Firmen b\u00fc\u00dften durch die F\u00f6rderung der Regierung f\u00fcr chinesische Firmen Marktanteile ein.<\/p>\n<p>Um seinen technologischen R\u00fcckstand schneller aufzuholen, ging China fr\u00fch auf Einkaufstour, etwa als der Haushaltsger\u00e4tespezialist Midea 2016 den deutschen Roboter-Hersteller Kuka \u00fcbernahm. 2024 zog China bei der Anzahl von Industrierobotern je 10.000 Mitarbeiter an Deutschland vorbei und erreichte so ein h\u00f6heres Niveau an industrieller Automation als jedes europ\u00e4ische Land, wie die Kammer schrieb.<\/p>\n<p>Der Kammer zufolge war &#8222;Made in China 2025&#8220; in Teilen erfolgreich. Zwar habe die Volksrepublik einige der spezifischen Ziele f\u00fcr manche Bereiche nicht erreicht, aber das \u00fcbergeordnete Ziel, das gesamte verarbeitende Gewerbe in China weiter zu modernisieren, deutlich vorangebracht, hie\u00df es.<\/p>\n<p> China modernisiert weiter<\/p>\n<p>In einigen Branchen ist China Technologief\u00fchrer. Die Volksrepublik ist zum Beispiel zum gr\u00f6\u00dften E-Auto-Land geworden, indem Lieferketten gr\u00f6\u00dftenteils lokalisiert wurden. China ist au\u00dferdem dabei, der wichtigste Schiffbauer zu werden und ben\u00f6tigt bei Z\u00fcgen nur noch wenige Teile aus dem Ausland.<\/p>\n<p>Schlechter lief es im Luftfahrt-Sektor. China baut erfolgreich Drohnen, kommt aber beim selbst entwickelten Passagierflugzeug C919 nicht ohne Teile ausl\u00e4ndischer Zulieferer aus. In der Pharmaindustrie produziert China viele Medikamente selbst. Diese liegen allerdings preislich und qualitativ am unteren Ende, weshalb die EU-Kammer damit rechnet, dass Produkte ausl\u00e4ndischer Firmen wegen ihrer hohen Sicherheit weiter Zukunft in China haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wegen Zollstreit attraktiver EU-Handelskammer legt China Kurswechsel nahe 16.04.2025, 08:01 Uhr China betreibt seit Jahren eine ambitionierte Industriepolitik.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":35823,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,227,548,663,158,3934,3935,3986,213,13,14,15,12,64,55,211],"class_list":{"0":"post-35822","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-handel","17":"tag-handelsbeziehungen","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-usa","23":"tag-wirtschaft","24":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114346155381608678","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35822"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35822\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}