{"id":358328,"date":"2025-08-20T03:37:13","date_gmt":"2025-08-20T03:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/358328\/"},"modified":"2025-08-20T03:37:13","modified_gmt":"2025-08-20T03:37:13","slug":"mehr-games-aus-deutschland-branche-bekommt-staatliche-hilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/358328\/","title":{"rendered":"Mehr Games aus Deutschland? Branche bekommt staatliche Hilfe"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Ob Strategie-, Autorenn- oder Action-Spiele: Deutschlands Games-Branche kann sich auf eine st\u00e4rkere staatliche Unterst\u00fctzung einstellen. Nachdem die Union und die SPD im Koalitionsvertrag \u201esteuerliche Anreize\u201c angek\u00fcndigt haben, teilte das zust\u00e4ndige Bundesforschungsministerium auf Anfrage mit, man wolle diesbez\u00fcglich \u201eso schnell wie m\u00f6glich vorankommen\u201c.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Spielehersteller k\u00f6nnten dann bestimmte Kosten geltend machen und m\u00fcssten weniger Steuern zahlen. Staaten wie Frankreich, Kanada und Gro\u00dfbritannien haben solche Steuererleichterungen bereits seit langem. Auch deswegen haben sie eine st\u00e4rkere Games-Industrie als Deutschland.<\/p>\n<p>Visuelle M\u00f6glichkeiten immer besser<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Laut dem deutschen Bundesverband Game haben die hiesigen Spielehersteller einen Kostennachteil von circa 30 Prozent. Die Games-Branche ist im Internetzeitalter auf Wachstumskurs, die visuellen M\u00f6glichkeiten werden dank neuer Technik immer besser. Kommerziell erfolgreiche Spiele aus Deutschland gibt es aber nur wenige.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Einer \u00e4lteren Sch\u00e4tzung zufolge entfallen weniger als f\u00fcnf Prozent des Geldes, das in Deutschland f\u00fcr Games ausgegeben wird, auf Spiele aus der Bundesrepublik. Ein bekannter Klassiker ist das Strategiespiel \u201eAnno 1800\u201c von Ubisoft aus Mainz und D\u00fcsseldorf. Erfolgreich sind zudem das Survival-Actionspiel \u201eEnshrouded\u201c von Keen Games und \u201eHunt Showdown\u201c von Crytek, beide Studios kommen aus Frankfurt.<\/p>\n<p>Politiker sind f\u00fcr steuerliche F\u00f6rderung<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Politiker aus den Bundestagsfraktionen von CDU\/CSU, SPD und Gr\u00fcnen sowie aus den Bundesl\u00e4ndern signalisierten Zustimmung zu dem Vorhaben, deutsche Entwicklerfirmen steuerlich zu entlasten. NRW-Medienminister Nathanael Liminski (CDU) wertet so ein System als vielversprechende Investition in den Games-Standort Deutschland. Ausl\u00e4ndische Entwicklerstudios und Produzenten k\u00f6nnten nach Deutschland kommen und Arbeitspl\u00e4tze schaffen. \u201eDies wird sich dann auch positiv auf die Steuereinnahmen auswirken\u201c, so Liminski.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Kurzfristig w\u00fcrde so ein System allerdings aller Voraussicht nach zu weniger Steuereinnahmen von Bund und L\u00e4ndern f\u00fchren. Hierzu sagt Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie W\u00e4hler), dass der Bund entsprechende Verluste beim Steueraufkommen der L\u00e4nder ausgleichen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Abgeordnete: Gaming ist \u201ebedeutendes Kulturgut\u201c<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die Gr\u00fcnen-Bundestagsabgeordnete Andrea L\u00fcbcke sieht Gaming als \u201eeine der zentralen Innovations- und Wachstumsbranchen des 21. Jahrhunderts\u201c. \u201eSie ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein bedeutendes Kulturgut.\u201c Steuerliche Anreize f\u00fcr die Games-Firmen unterst\u00fctzten die Gr\u00fcnen prinzipiell, sie w\u00e4ren \u201eeine gezielte Investition in die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland\u201c und sollten baldm\u00f6glichst kommen. Allerdings komme es nat\u00fcrlich auf die genaue Ausgestaltung an, schr\u00e4nkt die Oppositionspolitikerin ein &#8211; und die sei bislang ja nicht bekannt.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Ebmeyer spricht von einem \u201esehr guten Instrument, um die Attraktivit\u00e4t des Standortes Deutschland f\u00fcr die Games-Wirtschaft zu erh\u00f6hen\u201c. Die Steuerregeln sollten z\u00fcgig auf den Weg gebracht werden. Auch der Sozialdemokrat Holger Mann fordert Tempo &#8211; man solle \u201eschnell in die Umsetzung kommen\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Kann sich Deutschland das leisten?<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Aber kann sich der Bund solche Steuererleichterungen angesichts knapper Kassen \u00fcberhaupt leisten? Das bejahen der CDU-Bundestagsabgeordnete Ebmeyer und sein SPD-Koalitionskollege Mann. \u201eWir m\u00fcssen auch heute Investitionen erm\u00f6glichen, damit die deutsche Wirtschaft wachsen kann und mittelfristig die Kassen des Bundes und vor allem die Menschen in unserem Land profitieren\u201c, so Mann.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Um den Anteil Deutschlands an dem aufstrebenden globalen Games-Markt zu erh\u00f6hen, st\u00e4rkt die Bundesregierung ihre F\u00f6rderung. Neben der noch unkonkreten Steuerf\u00f6rderung sollen in diesem Jahr 88 Millionen an direkten Zusch\u00fcssen flie\u00dfen und 2026 125 Millionen Euro. Die Branche reagierte erleichtert. Hendrik Lesser von der M\u00fcnchner Firma Remote Control Productions sieht die Erh\u00f6hung der Mittel als Anzeichen, \u201edass in dieser Legislaturperiode das Thema so ernst genommen wird wie nie zuvor\u201c.<\/p>\n<p>Mehr Hilfe f\u00fcr deutsche Spielehersteller gefordert<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Branchenfachleute wie Malte Behrmann sehen die Pl\u00e4ne der Bundesregierung ebenfalls grunds\u00e4tzlich positiv: \u201eEs ist gut, dass internationale Wettbewerbsnachteile in Deutschland endlich ausgeglichen werden sollen.\u201c<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">K\u00fcnftig fordert Behrmann aber eine andere Ausrichtung der F\u00f6rderpolitik. Er prangert an, dass internationale Spielekonzerne bislang zwar deutsches F\u00f6rdergeld eingesteckt h\u00e4tten, ihre Gewinne aus dem Verkauf aber im Ausland versteuert h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">In Zukunft sollten vor allem Games-Firmen steuerlich gef\u00f6rdert werden, die ihre Gewinne auch in Deutschland versteuerten. \u201eWer das tut, wird stark gef\u00f6rdert &#8211; und wer das nicht tut, der wird nur schwach gef\u00f6rdert\u201c, sagt Behrmann. Dies sollte sowohl f\u00fcr die direkten F\u00f6rdermittel als auch f\u00fcr den Umfang der Steuererleichterungen gelten.<\/p>\n<p>Forschungsministerin B\u00e4r als Gastrednerin erwartet<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die staatliche F\u00f6rderung ist auch bei der am Mittwoch beginnenden Computerspiele-Messe Gamescom ein gro\u00dfes Thema, als Gastrednerin wird Bundesforschungsministerin Dorothee B\u00e4r (CSU) erwartet.<\/p>\n<p>Politiker wollen die Spieleindustrie steuerlich f\u00f6rdern. (Archivbild)\u00a0Foto: Oliver Berg\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ob Strategie-, Autorenn- oder Action-Spiele: Deutschlands Games-Branche kann sich auf eine st\u00e4rkere staatliche Unterst\u00fctzung einstellen. 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