{"id":358838,"date":"2025-08-20T08:36:20","date_gmt":"2025-08-20T08:36:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/358838\/"},"modified":"2025-08-20T08:36:20","modified_gmt":"2025-08-20T08:36:20","slug":"kann-das-neue-kuratorium-den-ruf-der-documenta-wiederherstellen-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/358838\/","title":{"rendered":"Kann das neue Kuratorium den Ruf der Documenta wiederherstellen? &#8211; Kultur"},"content":{"rendered":"<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Documenta in Kassel ist eine der international bedeutendsten Ausstellungen zu zeitgen\u00f6ssischer Kunst. Doch das Kuratorium und die gesamte letzte Ausgabe vor drei Jahren gerieten wegen Antisemitismus-Vorw\u00fcrfen <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/kultur\/kunst\/documenta-fifteen-kunst-und-kritik-die-documenta-teilt-aus-und-muss-einstecken\" data-urn=\"urn:srf:article:20182585\" data-title=\"Kunst und Kritik: Die documenta teilt aus \u2013 und muss einstecken\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">massiv in die Kritik<\/a>. Trotz Besserungs-Versprechen gab es bei der Planung der n\u00e4chsten Ausgabe erneut Vorw\u00fcrfe. Im harzigen Prozess ist man nun einen Schritt weiter: Das Kuratorinnen-Team ist bekannt. Kunstkritiker Carsten Probst verr\u00e4t, was zu erwarten ist.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Carsten Probst\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/943454.webp.webp\"\/><\/p>\n<p class=\"person-details__name\">\n                Carsten Probst\n    <\/p>\n<p class=\"person-details__function\" itemprop=\"jobTitle\">\n        Kunstkritiker\n    <\/p>\n<p>    Personen-Box aufklappen<br \/>\n    Personen-Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Carsten Probst ist Schriftsteller, Theoretiker, Kunsthistoriker und Kunstkritiker in Berlin. Er arbeitet unter anderem beim Deutschlandfunk. Seine Schwerpunkte sind Bilddiskurse der Moderne und Gegenwart sowie transkulturelle Wissensbegriffe.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>SRF: Das neu vorgestellte, vierk\u00f6pfige k\u00fcnstlerische Team der Documenta, das an der Seite der <\/strong><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/kultur\/gesellschaft-religion\/kulturnews-in-kurzform-skulpturenkuenstler-kurt-laurenz-metzler-ist-gestorben?anchor=urn:srf:livetickerItem:0193d9d0-b687-491c-e5c6-9211444e451f\" data-urn=\"urn:srf:article:131936266\" data-title=\"Skulpturenk\u00fcnstler Kurt Laurenz Metzler ist gestorben\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>zuvor bereits ausgew\u00e4hlten Leiterin Naomi Beckwith<\/strong><\/a><strong> steht, ist rein weiblich. Ist das Zufall oder eine Richtungsentscheidung?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Carsten Probst: Ich gehe davon aus, dass Mayra A. Rodr\u00edguez Castro, Carla Acevedo-Yates, Romi Crawford und Xiaoyu Weng Vertrauenspersonen von<strong> <\/strong>Naomi Beckwith, der k\u00fcnstlerischen Leiterin der Documenta 16, sind. Hier ist wahrscheinlich weniger das Geschlecht entscheidend, als die Tatsache, dass sie mit diesen Personen in den letzten Jahren bereits sehr eng im musealen Rahmen zusammengearbeitet hat. Es ist also kein Zufall, aber das Geschlecht ist weniger wichtig.<\/p>\n<p>          Documenta 16: Das Kuratorinnen-Team<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"F\u00fcnf Frauen in formeller Kleidung in einem B\u00fcro.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/4aacd7.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Von links: Romi Crawford, Mayra A. Rodr\u00edguez Castro, Xiaoyu Weng, Carla Acevedo-Yates und Naomi Beckwith.<\/p>\n<p>                    documenta\/Museum Fridericianum gGmbH\/Nicolas Wefers<\/p>\n<ul class=\"article-list\">\n<li>Kuratorin <strong>Naomi Beckwith <\/strong>(Gesamtleitung)<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"article-list\">\n<li>Kuratorin und Wissenschaftlerin\u00a0<strong>Carla Acevedo-Yates<\/strong><\/li>\n<li>P\u00e4dagogin, Autorin und Professorin\u00a0<strong>Romi Crawford<\/strong><\/li>\n<li>Schriftstellerin und Herausgeberin\u00a0<strong>Mayra A. Rodr\u00edguez Castro<\/strong><\/li>\n<li>Kuratorin und Autorin\u00a0<strong>Xiaoyu Weng.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Was verbindet die neuen Kuratorinnen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Auffallend ist, dass alle vier Frauen, die Naomi Beckwith benannt hat, dem Kontext und dem Selbstverst\u00e4ndnis westlicher Kunstinstitutionen entsprechen: sowohl der Museen als auch der angeschlossenen wissenschaftlichen Einrichtungen. <\/p>\n<blockquote class=\"blockquote \">\n<p>\n        Sie werden die Regeln nicht \u00fcberschreiten, so wie es tendenziell bei der letzten Documenta der Fall war.\n    <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"article-paragraph\">Die vier Frauen bilden ein solides Team mit sehr viel Expertise, auch in der Forschung. Sie werden sicherlich auch die Rolle von Institutionen im westlichen Kunstbetrieb kritisch thematisieren. Aber sie werden sich an die Regeln dieser Institutionen halten. Sie werden sie nicht \u00fcberschreiten, so wie es tendenziell bei der letzten Documenta der Fall war.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"L\u00e4chelnde Person im blauen Anzug vor grauem Hintergrund.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Bereits im Dezember 2024 wurde bekannt, dass Naomi Beckwith die leitende Kuratorin der Documenta 16 sein wird. Sie tritt, jetzt immerhin mit einem exzellenten Team an ihrer Seite, in \u00abschwierige Fussstapfen\u00bb.<\/p>\n<p>                    documenta und Museum Fridericianum gGmbH\/Nicolas Wefers<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Was muss das neue Team leisten, um den Ruf der Documenta wiederherzustellen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das neue Kuratorium ist berufen, um gewissermassen die Glaubw\u00fcrdigkeit der Documenta wiederherzustellen. Daf\u00fcr ist Naomi Beckwith als k\u00fcnstlerische Leiterin benannt worden. Sie muss um jeden Preis vermeiden, dass die Thematisierung etwa von Kunst aus dem globalen S\u00fcden, die ja hier eine Rolle spielen soll, sich wieder mit politischen Themen vermischt, die in irgendeiner Weise grenzwertig sind. Sie sagt, es soll keine \u00dcberraschungen auf dieser Documenta geben, also keine Kunstwerke, die pl\u00f6tzlich enth\u00fcllt werden und potenziell antisemitische Darstellungen zeigen. Die Kuratorinnen sollen ihre Expertise einsetzen und alles kennen, was zu sehen ist. Auch die Haltungen der K\u00fcnstlerinnen, die eingeladen werden, sollen bekannt sein.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Verr\u00e4t uns die Auswahl der Kuratorinnen schon, was auf der n\u00e4chsten Documenta zu sehen sein wird?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Ja, anhand der T\u00e4tigkeiten der Personen kann man eine Tendenz erahnen. Es geht einerseits nat\u00fcrlich um das Thema der Kunst des globalen S\u00fcdens in vielen einzelnen, sehr individuellen Facetten. <\/p>\n<blockquote class=\"blockquote \">\n<p>\n         Es geht auch um einen feministischen Ansatz, um alternative Konzepte der Kunstvermittlung.\n    <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"article-paragraph\">Das Thema spielt bei der Documenta seit fast 30 Jahren eine pr\u00e4gende Rolle und war in der letzten Zeit durch die Antisemitismusvorw\u00fcrfe etwas ins Gerede gekommen. Ob das \u00fcberhaupt noch geht, in Ausstellungen? Naomi Beckwith will beweisen, dass es funktioniert. Es geht auch um einen feministischen Ansatz, um alternative Konzepte der Kunstvermittlung \u2013 aber eben alles abgedeckt durch den Kanon des westlichen Kunstbetriebs.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Simon Burri.<\/strong><\/p>\n<p>          Veranstaltungshinweis<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die kommende Ausgabe der Documenta findet vom 12. Juni bis am 19. September 2027 in Kassel statt.<\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen. 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