{"id":359011,"date":"2025-08-20T10:15:23","date_gmt":"2025-08-20T10:15:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/359011\/"},"modified":"2025-08-20T10:15:23","modified_gmt":"2025-08-20T10:15:23","slug":"gymnasium-am-stoppenberg-unterrichtet-religion-kuenftig-im-klassenverbund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/359011\/","title":{"rendered":"Gymnasium Am Stoppenberg unterrichtet Religion k\u00fcnftig im Klassenverbund"},"content":{"rendered":"<p>Etwa jedes dritte Kind an einer Grund- oder weiterf\u00fchrenden Schule im Ruhrgebiet und im M\u00e4rkischen Sauerland erh\u00e4lt gemeinsamen Religionsunterricht mit Kindern anderer Bekenntnisse. M\u00f6glich macht das seit sieben Jahren der konfessionell-kooperative Religionsunterricht in NRW. Mit dem Gymnasium Am Stoppenberg in Essen f\u00fchrt diesen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht nun auch eine bisch\u00f6fliche Schule ein.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" title=\"Das Gymnasium Am Stoppenberg f\u00fchrt ab dem neuen Schuljahr konfessionell-kooperativen Religionsunterricht ein. Foto: Thomas R\u00fcnker | Bistum Essen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/csm_250819__Gymnasium_Am_Stoppenberg_f5cd1b1969.jpg\" width=\"945\" height=\"630\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>60986<\/p>\n<p> Das Gymnasium Am Stoppenberg f\u00fchrt ab dem neuen Schuljahr konfessionell-kooperativen Religionsunterricht ein. Foto: Thomas R\u00fcnker | Bistum Essen<\/p>\n<p>Neues Konzept st\u00e4rkt das gemeinsame Lernen und den Austausch zu Glaubens- und Lebensthemen.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung wurde intensiv vorbereitet und wird wissenschaftlich begleitet.<\/p>\n<p>\u00dcber 30 Prozent der Schulen im Bistum Essen bieten bereits konfessionell-kooperativen Religionsunterricht an.<\/p>\n<p>Steht \u201eReligion\u201c auf dem Stundenplan, beginnt in den meisten Schulklassen ein munteres Wechselspiel: Die katholischen Kinder und Jugendlichen werden hier, die evangelischen dort unterrichtet \u2013 und zumindest in j\u00fcngeren Klassen wechseln auch alle nicht Getauften meist in eine der beiden konfessionell gepr\u00e4gten Schulstunden. Diese Wechselei wird am <a href=\"https:\/\/www.gymnasium-am-stoppenberg.de\/cms\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bisch\u00f6flichen Gymnasium Am Stoppenberg<\/a> in Essen bald ein Ende haben: Nach und nach sollen dort in Zukunft alle Kinder und Jugendlichen der Unter- und Mittelstufe gemeinsamen Religionsunterricht erhalten. \u201eJede Unterrichtsstunde, die wir in diesem sensiblen Alter in einer gemeinsamen Klassenstunde unterrichten k\u00f6nnen, ist ein Gewinn\u201c, sagt Schulleiter R\u00fcdiger G\u00f6bel. F\u00fcr die meisten Kinder und Jugendlichen sei es sehr wertvoll, sowohl die bedeutsamen Lebensthemen, die der Religionsunterricht beider Konfessionen vermittele, als auch aktuelle gesellschaftliche Konflikt- und Krisenthemen in der vertrauten Klassengemeinschaft zu diskutieren.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, katholische und evangelische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gemeinsam zu unterrichten, bietet seit sieben Jahren der sogenannte <a href=\"https:\/\/www.bistum-essen.de\/info\/schule-bildung\/bereich-schule\/hochschule\/fuer-lehrkraefte\/fuer-religionslehrkraefte\/organisation-des-religionsunterrichts\/kokoru\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201ekonfessionell-kooperative Religionsunterricht\u201c (kokoRU)<\/a>. 2017 hatte sich das Bistum Essen gemeinsam mit den Bist\u00fcmern Aachen, M\u00fcnster und Paderborn sowie den drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen und dem Land NRW auf dieses Konzept verst\u00e4ndigt, das vor allem eine enge Zusammenarbeit der Religionslehrkr\u00e4fte in einer Schule vorsieht: Vor dem Start des gemeinsamen Unterrichts m\u00fcssen sich die katholischen und evangelischen Lehrkr\u00e4fte gemeinsam mit Blick auf die Lehrpl\u00e4ne und ihre eigenen Profile darauf verst\u00e4ndigen, wer k\u00fcnftig in welcher Klasse welche Inhalte wie unterrichtet. Denn \u201ekokoRU\u201c ist kein \u00f6kumenischer Religionsunterricht, sondern ein die Konfessionen verbindendes Angebot, bei dem immer klar ist, welche Konfession die gerade unterrichtende Lehrkraft hat.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tGymnasium Am Stoppenberg ist die erste Bistumsschule mit \u201ekokoRU\u201c<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tSo funktioniert \u201ekokoRU\u201c<\/p>\n<p>Neu ist, dass das Bistum Essen nun auch f\u00fcr die Sch\u00fclerschaft einer katholischen, bisch\u00f6flichen Schule gemeinsamen Religionsunterricht einf\u00fchrt \u2013 wobei das Gymnasium Am Stoppenberg damit eindeutig im Ruhrgebietstrend liegt: Der j\u00fcngsten Auswertung zufolge gibt es im Bistum Essen bereits in mehr als 30 Prozent der Grund- und weiterf\u00fchrenden Schulen (ohne Berufskollegs) konfessionell-kooperativen Religionsunterricht. Dieser Anteil ist so hoch wie in keinem anderen der insgesamt f\u00fcnf NRW-Bist\u00fcmer und rund doppelt so hoch wie der landesweite Durchschnitt. \u201eF\u00fcr uns ist es da nur folgerichtig, dass wir den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht nun auch an einer unserer Bistums-Schulen einf\u00fchren\u201c, sagt Judith Wolf, die als Leiterin des Ressorts Kulturentwicklung im Leitungsteam des Bistums den Schulbereich verantwortet. Zudem passe dieser gemeinsame Religionsunterricht gut zu den neuen Schulgrunds\u00e4tzen, die das Bistum mit den Schulen entwickelt hat. So hei\u00dft es in diesen Grunds\u00e4tzen, dass die Bistumsschulen \u201ef\u00fcr einen zeitgem\u00e4\u00dfen christlichen Glauben stehen\u201c. \u201eAn unseren Schulen wollen wir guten Religionsunterricht anbieten\u201c, betont Wolf. \u201eDas bedeutet f\u00fcr uns eine vernunftbasierte Reflexion des Glaubens, die eine wichtige Voraussetzung daf\u00fcr ist, in der postmodernen Gesellschaft mit Religion umgehen zu k\u00f6nnen. Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht und die intensive Auseinandersetzung mit seinen Inhalten bedeuten f\u00fcr uns einen deutlichen Qualit\u00e4tsgewinn.\u201c<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tLehrkr\u00e4fte haben sich intensiv vorbereitet<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tStoppenberg-Statistik: 85 Prozent Christinnen und Christen<\/p>\n<p>Von den 931 Lernenden am Bisch\u00f6flichen Gymnasium Am Stoppenberg im vergangenen Schuljahr geh\u00f6rten rund 85 Prozent einer christlichen Konfession an: 58 Prozent waren katholisch, 22 Prozent evangelisch und 5 Prozent orthodox. Zudem gab es jeweils rund 7 Prozent muslimische und alevitische Lernende sowie 7 Prozent ohne religi\u00f6ses Bekenntnis.<\/p>\n<p>Wolf betont, dass der konfessionell-kooperative Religionsunterricht alles andere als ein Sparkonzept sei, bei dem man vermeintlich weniger Lehrkr\u00e4fte ben\u00f6tigt. Religionslehrkr\u00e4fte \u2013 egal welcher Konfession \u2013 gebe es ohnehin viel zu wenig. \u201eWir kapitulieren jedoch weder vor diesem Lehrkr\u00e4fte-Mangel noch vor den sinkenden Zahlen getaufter Kinder, sondern nutzen die M\u00f6glichkeiten des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts, ein p\u00e4dagogisch hochwertiges, auf die individuelle Situation jeder Schule angepasstes Konzept f\u00fcr den Religionsunterricht zu entwickeln, von dem vor allem die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler profitieren\u201c, hebt Wolf hervor. Es gehe beim konfessionell-kooperativen Religionsunterricht gerade nicht darum, konfessionelle Unterschiede zu verwischen, sondern sie da, wo sie heute tats\u00e4chlich noch bestehen, auch zu benennen. \u201eUnsere Lehrkr\u00e4fte haben sich in unseren Fortbildungen intensiv mit ihrem eigenen Glauben und ihren konfessionellen Pr\u00e4gungen besch\u00e4ftigt und durch eine gemeinsame didaktische Jahresplanung intensiv um die Inhalte des Religionsunterrichts gerungen\u201c, berichtet Katharina Olgun, Leiterin der Abteilung f\u00fcr Religionsunterricht und Schulkultur im Bistum Essen, von den f\u00fcnf ganzt\u00e4gigen Arbeitstreffen, bei denen die Religionslehrkr\u00e4fte des Gymnasiums Am Stoppenberg das \u201ekokoRU\u201c-Konzept f\u00fcr ihre Schule entwickelt haben.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tKonzept am Stoppenberg wird wissenschaftlich eng begleitet<\/p>\n<p>Dieses Konzept wird schrittweise auf die gesamte Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums ausgeweitet. Parallel l\u00e4sst das Bistum Essen die Einf\u00fchrung durch ein Team der Universit\u00e4t M\u00fcnster wissenschaftlich begleiten. \u201eWir wollen untersuchen, welche Faktoren daf\u00fcr wichtig sind, damit der konfessionell-kooperative Religionsunterricht an einer bisch\u00f6flichen Schule gut gelingt\u201c, sagt Olgun. Davon sollen langfristig alle Schulen profitieren \u2013 wom\u00f6glich auch weitere Schulen in katholischer Tr\u00e4gerschaft. \u201eDas Gymnasium Am Stoppenberg ist hier sicher ein Vorreiter, muss aber kein Einzelfall bleiben\u201c, sagt Judith Wolf.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t Ansprechpartnerin <\/p>\n<p class=\"contact_title\" style=\"height: 55px;\">Leitung Abteilung Religionsunterricht und Schulkultur<\/p>\n<p class=\"contact_name\">Katharina Olgun<\/p>\n<p class=\"contact_address\">Zw\u00f6lfling 16<br \/>45127 Essen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Etwa jedes dritte Kind an einer Grund- oder weiterf\u00fchrenden Schule im Ruhrgebiet und im M\u00e4rkischen Sauerland erh\u00e4lt gemeinsamen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":359012,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1848],"tags":[3364,29,548,663,3934,3658,30,13,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-359011","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gelsenkirchen","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-gelsenkirchen","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115060573697049400","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/359011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=359011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/359011\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/359012"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=359011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=359011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=359011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}