{"id":359164,"date":"2025-08-20T11:36:32","date_gmt":"2025-08-20T11:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/359164\/"},"modified":"2025-08-20T11:36:32","modified_gmt":"2025-08-20T11:36:32","slug":"wiesbaden-fototage-beginnen-am-23-august","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/359164\/","title":{"rendered":"Wiesbaden: Fototage beginnen am 23. August"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Diese Zukunft h\u00e4tte sich vermutlich niemand tr\u00e4umen lassen. Nicht einmal Reinhard Berg, als er die Idee zu diesem Fotofestival entwickelte. Glich doch die erste Ausgabe 2002 eher einem fr\u00f6hlich-bunten Stadtteilfest mit einem durchaus \u00fcberschaubaren und in ein, zwei Stunden locker zu bew\u00e4ltigenden Ausstellungsparcours.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Tats\u00e4chlich hat sich der Charakter der Wiesbadener Fototage in den vergangenen gut zwanzig Jahren mehrfach gewandelt. Zun\u00e4chst luden die Veranstalter j\u00e4hrlich ein, dann im Biennale-Rhythmus, mal stand die experimentelle Fotografie im Mittelpunkt, mal die inszenierte, zur Premiere fand das Festival in zwei benachbarten Galerien seinen Ort, in sp\u00e4teren Jahren waren es gut und gerne 30 R\u00e4ume in der ganzen Stadt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Eines aber pr\u00e4gt das Festival bis heute. Schon Berg, der die Leitung nach der elften Ausgabe 2019 abgab, hatte die Wiesbadener Fototage stets als ein Festival von Fotografen f\u00fcr Fotografen verstanden. Und dabei ist es im Wesentlichen geblieben, auch wenn ein weiter ausgebautes Begleitprogramm mit F\u00fchrungen, Artist Talks, Workshops und Filmen l\u00e4ngst ein breites Publikum anspricht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Menschen: Laura Pannacks Fotografie stammt aus der Werkreihe \u201eBaruch\u201c.\" height=\"1335\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/menschen-laura-pannacks.jpg\" width=\"2000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Menschen: Laura Pannacks Fotografie stammt aus der Werkreihe \u201eBaruch\u201c.Laura Pannack<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Wenn die mittlerweile 13. Wiesbadener Fototage am 23. August im K\u00fcnstlerverein Walkm\u00fchle er\u00f6ffnet werden, hat sich das Festival l\u00e4ngst etabliert. Und gibt der Fotokunst in der Region als Triennale im Wechsel mit den Darmst\u00e4dter Tagen der Fotografie und dem Ray Festival in Frankfurt unverwechselbares Profil.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eDeutschlandbilder\u201c, \u201eFotografische Positionen zum Ich\u201c und zuletzt \u201eUnruhige Zeiten\u201c waren die stets offenen Ausschreibungen in den vergangenen Jahren \u00fcberschrieben. Diesmal, sagt Festivalleiter J\u00fcrgen Strasser, blicke man nach vorn. \u201eWir wollen, so schwer es manchmal f\u00e4llt, so hoch die H\u00fcrden in diesen Tagen erscheinen, der Zukunft eine Zukunft geben.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Allein, blickt man ein wenig n\u00e4her auf die 38 Positionen, die aus rund 500 Einsendungen ausgew\u00e4hlt wurden und im Aktiven Museum Spiegelgasse, im Bellevue-Saal und im Frauen Museum, im Kunsthaus, bei Rubrecht Contemporary, im Stadtmuseum sowie in den beiden Sonderausstellungen in der Mauritius Mediathek und im EDU Forum des Museums <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Wiesbaden\" data-rtr-id=\"69d5fc480fc1fc03846b046ecde7f0a239cedbcb\" data-rtr-score=\"35.47064021995286\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/wiesbaden\" title=\"Wiesbaden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiesbaden<\/a> zu sehen sind, dann scheint es, als fiele es manchem K\u00fcnstler schwer, an diese Zukunft zu glauben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eva Bystriansk\u00e1 konzipierte die Reihe \u201eZero Waste Jihlava\u201c.\" height=\"2000\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/eva-bystrianska-konzipierte.jpg\" width=\"1333\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Eva Bystriansk\u00e1 konzipierte die Reihe \u201eZero Waste Jihlava\u201c.Eva Bystriansk\u00e1<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Das gilt selbst angesichts von Berit J\u00e4gers Utopien von der Stadt der Zukunft, die sie mithilfe K\u00fcnstlicher Intelligenz entwickelt hat. Verhalten optimistisch mag man immerhin Laura Pannacks Portr\u00e4tserie \u201eBaruch\u201c nennen, die ein Jahr lang einen jungen Mann auf dem Weg aus einer j\u00fcdisch orthodoxen Gemeinschaft in ein neues Leben begleitet.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eZukunft? Welche Zukunft?!\u201c aber, so der Titel der 13. Fototage, wirft dann doch erst mal einen Blick zur\u00fcck. So wie Maartje Martisan im Kunstverein Bellevue-Saal, die mit \u201eNeverending End\u201c das traumatische Verh\u00e4ltnis zu ihrer Mutter in den Blick nimmt. Oder konzentriert sich auf die unmittelbare Gegenwart wie Sofia Samoylova, die ihren Gro\u00dfeltern in der Ukraine mit \u201eSerafima &amp; Jevhen\u201c ein liebevolles Portr\u00e4t widmet.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Unterdessen scheint die Zeit in Toby Binders \u201eYouth of Belfast\u201c schlicht und einfach stehen geblieben. Mag sein, die blutigen Auseinandersetzungen zwischen katholischer und protestantischer Bev\u00f6lkerung sind seit dem Karfreitagsabkommen weitgehend Geschichte. Von Hoffnung aber findet sich in Binders aktuellen Bildern aus Nordirland kaum eine Spur.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Andernorts, im Osten Deutschlands etwa, so zeigt die zwischen 2019 und 2022 entstandene Serie Tobias Kruses, scheint die in hier trostloses, dort melancholisch stimmendes Schwarz-Wei\u00df getauchte Zukunft vor allem ziemlich d\u00fcster.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Oder, aber, wie bei J\u00fcrgen Altmann, schon eine ganze Weile her. \u201eThe future was then\u201c ist ganz in diesem Sinne seine Serie im Frauen Museum \u00fcberschrieben. Tats\u00e4chlich wirkt die Zukunft in den meist aus den Sechziger- und Siebzigerjahren stammenden Schulen und Parkh\u00e4usern, Bibliotheken, Museen und Hotels, die im Zentrum von Altmanns Arbeit stehen, noch wie ein einziges, meist in Beton gegossenes Versprechen. Ein Versprechen allerdings, das angesichts der teils brutalistischen, teils organisch anmutenden Architekturen aus aller Welt sichtlich in die Jahre gekommen scheint. Spektakul\u00e4r, das wohl. Sonst aber vor allem ziemlich grau.<\/p>\n<p>\u201eZukunft? Welche Zukunft?!\u201c Wiesbadener Fototage, 23. August bis 7. September. Alle Ausstellungsorte sind freitags bis sonntags von jeweils 11 bis 17 Uhr ge\u00f6ffnet, die dar\u00fcber hinausgehenden \u00d6ffnungszeiten einzelner Museen und Kunstvereine variieren. Weitere Informationen gibt es unter <a href=\"https:\/\/wiesbadener-fototage.de\/de_de\/\" title=\"wiesbadener-fototage.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wiesbadener-fototage.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Diese Zukunft h\u00e4tte sich vermutlich niemand tr\u00e4umen lassen. 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