{"id":359559,"date":"2025-08-20T15:07:10","date_gmt":"2025-08-20T15:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/359559\/"},"modified":"2025-08-20T15:07:10","modified_gmt":"2025-08-20T15:07:10","slug":"muenchen-fuehrt-rufbusse-am-stadtrand-ein-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/359559\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen f\u00fchrt Rufbusse am Stadtrand ein &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Wer am M\u00fcnchner Stadtrand wohnt, hat es oft schwer, mit dem \u00f6ffentlichen Nahverkehr nach Hause zu kommen. Das Nahverkehrsnetz ist erheblich d\u00fcnner als im Zentrum, doch ein Betrieb mit gro\u00dfen Bussen lohnt sich in Siedlungen, die vor allem mit Einfamilienh\u00e4usern bebaut sind, und wo folglich weniger Menschen auf verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfer Fl\u00e4che leben, nicht. Leere Busse durch die Gegend zu fahren, die f\u00fcr den Massenverkehr gemacht sind, sei weder wirtschaftlich noch \u00f6kologisch sinnvoll, sagt zum Beispiel Paul Bickelbacher, Verkehrsexperte der Gr\u00fcnen im Stadtrat.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Jetzt hat der Feriensenat des Stadtrats beschlossen, ein sogenanntes On-Demand-System (ODS) einzuf\u00fchren. Daf\u00fcr stellt die Verwaltung bis einschlie\u00dflich 2029 insgesamt rund 15,5 Millionen Euro bereit. Der englische Begriff steht f\u00fcr Transport nach Bedarf, wie ihn andernorts bereits Rufbusse oder Sammeltaxis erf\u00fcllen. In <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> soll das ODS in drei Stufen eingef\u00fchrt werden. Ziel ist es, sp\u00e4ter auch autonom fahrende Busse einzusetzen, um einerseits Kosten f\u00fcr Fahrpersonal zu sparen, an dem es andererseits ohnehin in M\u00fcnchen mangelt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die M\u00fcnchner Verkehrsgesellschaft (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/MVG\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MVG<\/a>) hat mit der Stadt auch schon ein Konzept ausgearbeitet: In einem ersten Schritt werden miteinander kuppelbare Elektrokleinbusse eingesetzt, zun\u00e4chst noch mit Fahrpersonal. Ein einzelnes dieser barrierefreien Fahrzeuge bietet etwa zehn Fahrg\u00e4sten Platz, ein Verband aus drei Fahrzeugen kommt somit auf rund 30 Pl\u00e4tze. Zum Vergleich: Ein regul\u00e4rer Solo-Bus der MVG hat etwa 80 Pl\u00e4tze.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Zun\u00e4chst l\u00e4uft der Betrieb noch nach Fahrplan: Im September und Oktober 2025 will die MVG die kuppelbaren Kleinbusse f\u00fcr einige Wochen als zus\u00e4tzliche Fahrzeuge auf der Linie 167 in Hadern testen. In Stufe 1, von Anfang 2026 an, sollen die Kleinbusse auf der neuen Linie 152 in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Freiham\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Freiham<\/a> in den Regelbetrieb integriert werden. Das soll so ablaufen: Ein Verband aus drei Fahrzeugen verbindet das neu gebaute Zentrum von Freiham mit Neuaubing. Am S-Bahnhof Neuaubing teilt sich der Verband: Ein Teil f\u00e4hrt in das Neubaugebiet westlich der Brunhamstra\u00dfe, der andere Teil verkehrt in das \u00f6stliche Neubaugebiet Clara-Schumann-Stra\u00dfe. Welcher Teil aus einem oder zwei gekoppelten Bussen bestehen wird, ist noch offen. Auf dem R\u00fcckweg vereinigen sich die Fahrzeuge wieder am S-Bahnhof Neuaubing und fahren zusammen nach Freiham.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">In einem zweiten Schritt k\u00f6nnen durch den Einsatz eines zweiten Fahrzeugverbands der Takt und das bediente Gebiet ausgeweitet werden. Abends sollen die Busse dort voraussichtlich von Mitte 2026 an auf Abruf, also \u201eon demand\u201c, eingesetzt werden. In Stufe 2 soll der Bereich Harthof hinzukommen. Hier will die MVG ebenfalls kleine E-Fahrzeuge einsetzen, die nicht nach Fahrplan, sondern auf Abruf fahren und damit dieses Quartier bedarfsgerechter erschlie\u00dfen. Im Gegenzug will die MVG schwach ausgelastete Buslinien anpassen, die Detailplanung l\u00e4uft noch.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Wie dann Stufe 3 aussieht, h\u00e4ngt laut MVG von den Erfahrungen aus den Stufen 1 und 2 ab. Langfristig soll es ein \u201eintegriertes Gesamtsystem\u201c aus Linien- und Fl\u00e4chenverkehren geben. Dabei sollen zunehmend auch autonome Fahrzeuge eingesetzt werden. Die k\u00f6nnten schon von 2027 an f\u00fcr den Einsatz bereit sein. Das h\u00e4tten zumindest die Hersteller mitgeteilt, hei\u00dft es bei der MVG.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Kritik am Beschluss zum ODS kam am Mittwoch von der CSU. Die hatte gefordert, mehr f\u00fcr das Angebot auszugeben. Urspr\u00fcnglich war etwa doppelt so viel Geld geplant, wegen der schwierigen Haushaltslage musste das Mobilit\u00e4tsreferat eine neue Vorlage mit reduziertem Budget ausarbeiten. \u201eEine vertane Chance\u201c, findet CSU-Stadtrat Sebastian Schall. Die Christsozialen kritisieren insbesondere, dass die andere H\u00e4lfte des urspr\u00fcnglichen Budgets in die Tram-Westtangente investiert wird, die auf einem Teilabschnitt Ende dieses Jahres in Betrieb gehen soll. Die Tangente, an der seit einem Jahr gebaut wird, lehnt die CSU nach wie vor ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer am M\u00fcnchner Stadtrand wohnt, hat es oft schwer, mit dem \u00f6ffentlichen Nahverkehr nach Hause zu kommen. 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