{"id":35965,"date":"2025-04-16T07:25:09","date_gmt":"2025-04-16T07:25:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35965\/"},"modified":"2025-04-16T07:25:09","modified_gmt":"2025-04-16T07:25:09","slug":"darum-hat-das-uk-frankfurt-das-krankenhaus-sachsenhausen-gekauft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/35965\/","title":{"rendered":"Darum hat das UK Frankfurt das Krankenhaus Sachsenhausen gekauft"},"content":{"rendered":"<p>Wie verkauft man ein freigemeinn\u00fctziges Krankenhaus? Die DGD-Stiftung hat das Krankenhaus Sachsenhausen ver\u00e4u\u00dfert. Einen K\u00e4ufer f\u00fcr das freigemeinn\u00fctzige Haus mit Tradition zu finden, gestaltete sich anspruchsvoll. An welche Bedingungen die Partnersuche gekn\u00fcpft war und warum sich die Holding f\u00fcr das Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt entschieden hat.<\/p>\n<p><strong>Frau Dr. Fremder, warum haben Sie das <a href=\"https:\/\/www.bibliomedmanager.de\/news\/uniklinik-frankfurt-kauft-konfessionelles-krankenhaus\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">DGD Krankenhaus Sachsenhausen verkauft<\/a>?<\/strong><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Situation kleiner H\u00e4user \u2013 wie dem Krankenhaus Sachsenhausen mit 211 Betten \u2013 ist aufgrund der jahrelangen strukturellen Unterfinanzierung, der nahenden Krankenhausreform und der massiven finanziellen Ungleichbehandlung von \u00f6ffentlichen und freigemeinn\u00fctzigen H\u00e4usern angespannt. Wir haben zig Szenarien skizziert, intensive Gespr\u00e4che gef\u00fchrt und mit potenziellen Kooperationspartnern verhandelt. Letztlich war ein Verkauf die beste L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong>Was waren die wichtigsten Kriterien, die ber\u00fccksichtigt werden mussten, um den richtigen Partner zu finden?<\/strong><\/p>\n<p>Der Verkauf war an zwei Bedingungen gekn\u00fcpft: Das DGD Krankenhaus Sachsenhausen sollte ein Gesundheitsstandort bleiben. Es w\u00e4re ein Leichtes gewesen, das Grundst\u00fcck in bester Frankfurter Lage an einen Investor zu verkaufen, der dort Luxuswohnungen in unmittelbarer N\u00e4he zum Main baut. Aber das w\u00e4re in der Tradition der bereits vor knapp 100 Jahren in das Haus entsandten Diakonissen unvorstellbar gewesen. Bedingung zwei: An den Arbeitspl\u00e4tzen wird nicht ger\u00fcttelt. Alle Mitarbeitenden erhalten vom K\u00e4ufer, dem Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt, ein Weiterbesch\u00e4ftigungsangebot \u2013 kein Arbeitsplatz geht verloren.<\/p>\n<p><strong>Warum haben Sie sich f\u00fcr die Uniklinik als K\u00e4ufer entschieden?<\/strong><\/p>\n<p>Das Uniklinikum hat nicht nur die Bedingungen erf\u00fcllt, sondern kann sich mit den diakonischen Werten des Hauses identifizieren. Und: Mit der Universit\u00e4tsmedizin \u00fcbernimmt ein Maximalversorger das Ruder. Das bietet den Mitarbeitenden eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Sicherheit und auch in Zukunft die Chance, sich weiterzuentwickeln. Zudem kommt die \u00dcbernahme der Gesundheitsversorgung der Stadt Frankfurt zugute.<\/p>\n<p><strong>Wie verkauft man ein freigemeinn\u00fctziges Krankenhaus? Was war relevant?<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig war uns der Erhalt der christlichen Werte. Die Uniklinik hat darin eine Tradition, da ihr Ursprung in Sachsenhausen liegt \u2013 einem damals \u00e4rmeren Stadtteil, in dem sie die vulnerable Bev\u00f6lkerung versorgt hat. Eine Herausforderung war die \u00dcbernahme der Zusatzversorgungsvertr\u00e4ge \u00fcber die Evangelische Zusatzversorgungskasse durch einen weltlichen Tr\u00e4ger, um die Altersvorsorge der Mitarbeitenden ungeschm\u00e4lert zu erhalten. Bei allen komplexen vertraglichen Bedingungen ist die Unimedizin aber mitgegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie verkauft man ein freigemeinn\u00fctziges Krankenhaus? Die DGD-Stiftung hat das Krankenhaus Sachsenhausen ver\u00e4u\u00dfert. 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