{"id":360717,"date":"2025-08-21T01:48:16","date_gmt":"2025-08-21T01:48:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/360717\/"},"modified":"2025-08-21T01:48:16","modified_gmt":"2025-08-21T01:48:16","slug":"podiumsdiskussion-im-nachbarschaftshaus-wie-barrierefrei-ist-muelheim-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/360717\/","title":{"rendered":"Podiumsdiskussion im Nachbarschaftshaus: \u201eWie barrierefrei ist M\u00fclheim wirklich?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das Nachbarschaftshaus am Hingberg ist ein Ort der Begegnung, der grunds\u00e4tzlich allen offen steht, ob jung oder alt, mit oder ohne Beeintr\u00e4chtigung. Es ist au\u00dferdem ein Ort, an dem Demokratie, Gleichberechtigung und Partizipation gro\u00dfgeschrieben und gelebt werden.<\/p>\n<p>Das barrierefreie Haus war so auch ein passender Raum f\u00fcr die politische Veranstaltung am 20. August, zu der der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Behinderten-Selbsthilfe und chronisch Kranker M\u00fclheim (AGB) eingeladen hatte. Ihre kritische Leitfrage, wie barrierefrei M\u00fclheim eigentlich sei, richtete die AGB an diesem Abend an sechs OB-Kandidierende, die der Einladung gefolgt waren. Neben dem amtierenden Oberb\u00fcrgermeister Marc Buchholz (CDU) sa\u00dfen Nadia Khalaf (SPD), Ulrike Bresa (Die Gr\u00fcnen), Peter Beitz (FDP), Kay \u201eShanghai\u201c L\u00f6ber (Die Partei) sowie der parteilose Cedric Zahn auf dem Podium. Der erst 26- j\u00e4hrige Zahn war kurzfristig zur Riege der anwesenden Lokalpolitiker hinzugesto\u00dfen, w\u00e4hrend der Kandidat des B\u00fcrgerlichen Aufbruchs (BAMH), Jochen Hartmann, krankheitsbedingt passen musste. Moderiert wurde der Austausch vom Journalisten Dr. Thomas Emons, der als seh- und gehbehinderter Mensch selbst zu den von Barrieren Betroffenen geh\u00f6rt. Und der Moderator unterstrich zu Beginn auch umgehend die Relevanz des Themas \u2013 in M\u00fclheim seien \u201esch\u00e4tzungsweise 25.000 Menschen schwerbehindert\u201c, bei gut 170.000 Einwohnern insgesamt.<\/p>\n<p>Nach dieser Duftmarke waren die Politiker aufgefordert, Rede und Antwort zu stehen \u2013 im Fokus insbesondere die Ma\u00dfnahmen, die sie bei einer erfolgreichen OB-Wahl in Angriff nehmen w\u00fcrden, um M\u00fclheim barrierefreier zu machen. Vom \u00d6PNV \u00fcber \u00f6ffentliche Toiletten bis zur Inklusion an Schulen wurde das Thema sodann vielstimmig beleuchtet. Die Diskussion war durchaus lebhaft, auch aus dem Publikum schalteten sich immer wieder Personen \u2013 meist Betroffene \u2013 mit Fragen oder Vorschl\u00e4gen ein, w\u00e4hrend die Politiker ihre Ideen, Vorhaben, Bedenken mit unterschiedlicher \u00dcberzeugungskraft darlegen konnten. Einig war man sich partei\u00fcbergreifend, dass ein Austausch mit der Ruhrbahn als lokalem \u00d6PNV-Verantwortlichen zwingend erforderlich sei. Der gro\u00dfen finanziellen H\u00fcrden (auch eine Art von Barriere!) bei der Umsetzung weitreichender Ma\u00dfnahmen waren sich ebenso alle Beteiligten bewusst, angesichts klammer M\u00fclheimer Kassen. Die wertvollste Erkenntnis des Abends war sicherlich, dass es mit der AGB eine engagierte Interessenvertretung gibt, deren politischer Einfluss zuk\u00fcnftig gern st\u00e4rker werden darf. Und nicht nur in dieser Sph\u00e4re: Auch Schulen und viele andere Einrichtungen k\u00f6nnen nur profitieren von Angeboten der AGB, etwa Schulungen, die die von Barrieren mitbestimmte Perspektive Behinderter f\u00fcr Nichtbetroffene verstehbarer machen.<br \/>Denn letztlich, so brachte es Ursula Busch von der AGB sch\u00f6n auf den Punkt, m\u00fcsse es vor allem \u201ein den K\u00f6pfen der Menschen Klick machen\u201c \u2013 damit Barrierefreiheit zum neuen Standard werden kann. Bei der Zielvorstellung gab es an diesem Montagabend keine zwei Meinungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Nachbarschaftshaus am Hingberg ist ein Ort der Begegnung, der grunds\u00e4tzlich allen offen steht, ob jung oder alt,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":360718,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[3364,29,3688,30,1209],"class_list":{"0":"post-360717","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-essen","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115064242440080005","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=360717"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360717\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/360718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=360717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=360717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=360717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}