{"id":36145,"date":"2025-04-16T09:04:24","date_gmt":"2025-04-16T09:04:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36145\/"},"modified":"2025-04-16T09:04:24","modified_gmt":"2025-04-16T09:04:24","slug":"landesverband-nordrhein-der-freien-aerzteschaft-besser-die-bisherige-goae-als-eine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36145\/","title":{"rendered":"Landesverband Nordrhein der Freien \u00c4rzteschaft: Besser die bisherige GO\u00c4 &#8211; als eine &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">15.04.2025 \u2013 09:00<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Freie \u00c4rzteschaft e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/57691\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Freie \u00c4rzteschaft e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Essen\" title=\"News aus Essen \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Essen<\/a> (ots)<\/p>\n<p> Der Landesverband Nordrhein der Freien \u00c4rzteschaft e.V. (F\u00c4) \u00e4u\u00dfert deutliche Kritik am bisher vorgelegten Entwurf der neuen Geb\u00fchrenordnung f\u00fcr \u00c4rzte (GO\u00c4neu). Insbesondere wird bem\u00e4ngelt, dass der Entwurf bei Inkrafttreten f\u00fcr die \u00c4rzteschaft konzeptionell keine relevante Honorarerh\u00f6hung beinhaltet &#8211; und dies nach einer Inflation von 67% seit der fast 30 Jahre zur\u00fcckliegenden letzten Reform der GO\u00c4 im Jahre 1996. <\/p>\n<p><b>Risiken von Inflation, Morbidit\u00e4t und Innovationen werden auf \u00c4rzteschaft \u00fcbertragen<\/b><\/p>\n<p> Wolfgang Bartels, Orthop\u00e4de und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Nordrhein der F\u00c4, konkretisiert die Kritik: &#8222;Die m\u00f6glichen, h\u00f6heren Honorarums\u00e4tze im Rahmen der neuen GO\u00c4 von maximal 13,2 % in den ersten 3 Jahren stellen keinen Inflationsausgleich dar. Sie beruhen lediglich auf der Verg\u00fctung von angeforderter Mehrarbeit der Arztpraxen, beinhalten aber keine Steigerung der Honorare f\u00fcr die \u00e4rztlichen Leistungen insgesamt. Das Inflationsrisiko, das Risiko und die Kosten f\u00fcr steigende Morbidit\u00e4t sowie f\u00fcr die demographische Entwicklung werden offensichtlich auf die \u00c4rzteschaft abgew\u00e4lzt&#8220;. Dasselbe gelte f\u00fcr Kostensteigerungen aufgrund medizinischer Innovationen. <\/p>\n<p> &#8222;Es ist sehr wahrscheinlich, dass der maximal vorgesehene allgemeine Leistungszuwachs von 13,2% in der Monitoringphase von 3 Jahren nach Inkrafttreten bereits durch die steigende Morbidit\u00e4t und den technischen Fortschritt erreicht wird&#8220;, erg\u00e4nzt Dr. Frieder Haneberg, Radiologe aus Gummersbach und ebenfalls Mitglied des Landesverbandsvorstands. &#8222;Sollte es zu einer \u00dcberschreitung kommen, so wird die Gemeinsame Kommission (GeKo) aus \u00c4rzten, PKV-Verband und Beihilfe nach dem vorliegenden Entwurf beauftragt, prospektiv Abwertungsmechanismen f\u00fcr Mengen und \/ oder Bewertungen der GO\u00c4neu zu erarbeiten. Bei Nichteinigung innerhalb der GeKo kann dann das Gesundheitsministerium entscheiden, im Zweifel gegen die Interessen der \u00c4rzte. Dies bedeutet eine dauerhaft angelegte Verlagerung des Kostenrisikos von Morbidit\u00e4tszuwachs, Demographie und Innovation auf die \u00c4rzteschaft in Analogie zur Mengenbegrenzung des KV-Systems. Das ist mit dem Wesen einer Geb\u00fchrenordnung f\u00fcr den freien Arztberuf \u00fcberhaupt nicht vereinbar!&#8220; kritisiert Haneberg. <\/p>\n<p><b>Besondere Bedrohung technischer Leistungen und F\u00e4cher<\/b><\/p>\n<p> Die teils massive Abwertung technischer Leistungen, die f\u00fcr die meisten Fachgebiete, auch f\u00fcr die Allgemeinmedizin, wesentlich zum Honorar beitragen, wird von Bartels und Haneberg ebenfalls kritisiert. Bei Technik-intensiven Fachgebieten werfe diese Abwertung die urspr\u00fcnglich geplante betriebswirtschaftliche Berechnung v\u00f6llig \u00fcber Bord und k\u00f6nne zur Existenzbedrohung f\u00fchren. Dies umso mehr, als bei vielen technischen Leistungen keine besonderen Honorarvereinbarungen vorgenommen werden d\u00fcrften. Bereits heute sei es so, dass bei manchen apparativen Untersuchungen Engp\u00e4sse entst\u00fcnden, weil die Leistungen nicht wirtschaftlich zu erbringen seien. <\/p>\n<p><b>Einheitsmedizin droht<\/b><\/p>\n<p> Nach Auffassung des Landesverbands Nordrhein der F\u00c4 droht den Patienten mit diesem Entwurf einer GO\u00c4neu eine &#8222;Einheitsmedizin&#8220;, die kaum mehr differenzierte Leistungen aufgrund von patientenindividuellen Besonderheiten erm\u00f6gliche. Grund sei der praktisch vollst\u00e4ndige Wegfall der noch 2019 seitens der Bundes\u00e4rztekammer vorgestellten Positivliste f\u00fcr Leistungen, die zur 2fachen Steigerung berechtigte, und die laut arzteigener Forderung in der neuen GO\u00c4 enthalten sein sollte. <\/p>\n<p><b>Forderungendes Vorstands des Landesverbandes Nordrhein der F\u00c4<\/b><\/p>\n<p> &#8211; Eine neue GO\u00c4 muss zumindest einen teilweisen Ausgleich der inflationsbedingten Real-Honorar-Einbu\u00dfen seit der letzten GO\u00c4-Reform von 1996 gew\u00e4hrleisten <\/p>\n<p> &#8211; Eine Mengenbegrenzung und somit eine Abwertung \u00e4rztlicher Leistungen nach 3 Jahren muss vom Tisch. Au\u00dferdem muss festgelegt sein, dass die Versicherungen und andere Kostentr\u00e4ger das Risiko der steigenden Morbidit\u00e4t, der Demografie und des technischen Fortschritts tragen &#8211; und nicht die \u00c4rzteschaft <\/p>\n<p> &#8211; Eine automatische Inflationsanpassung der GO\u00c4neu sollte vereinbart werden, analog zu den Regelungen f\u00fcr die Abgeordneten des Deutschen Bundestages <\/p>\n<p> &#8211; Besondere Honorarvereinbarungen m\u00fcssen f\u00fcr s\u00e4mtliche Leistungen &#8211; ausgenommen Notf\u00e4lle &#8211; m\u00f6glich sein, um alle Leistungen k\u00fcnftig im Interesse der Patienten weiter anbieten zu k\u00f6nnen <\/p>\n<p> &#8211; Eine patientenindividuelle Leistungsberechnung muss m\u00f6glich bleiben <\/p>\n<p> \u00dcber die Freie \u00c4rzteschaft e.V. <\/p>\n<p> Die Freie \u00c4rzteschaft e. V. (F\u00c4) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf verteidigt. Er wurde 2004 gegr\u00fcndet und vertritt vorwiegend niedergelassene Haus- und Fach\u00e4rzte sowie verschiedene \u00c4rztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich, Dermatologe in Essen. Ziel der F\u00c4 ist eine unabh\u00e4ngige Medizin, bei der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die \u00e4rztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt. <\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">V .i. S. d. P.: Wieland Dietrich, Freie \u00c4rzteschaft e.V.,<br \/>Vorsitzender, Gervinusstra\u00dfe 10, 45144 Essen, Tel.: 0201 68586090,<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/57691\/mailto: mail@freie-aerzteschaft.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> mail@freie-aerzteschaft.de<\/a>, <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.freie-aerzteschaft.de\">www.freie-aerzteschaft.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Freie \u00c4rzteschaft e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"15.04.2025 \u2013 09:00 Freie \u00c4rzteschaft e.V. Essen (ots) Der Landesverband Nordrhein der Freien \u00c4rzteschaft e.V. 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