{"id":361464,"date":"2025-08-21T08:48:10","date_gmt":"2025-08-21T08:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361464\/"},"modified":"2025-08-21T08:48:10","modified_gmt":"2025-08-21T08:48:10","slug":"sexuelle-uebergriffe-wie-sicher-sind-muenchens-freibaeder-und-badeseen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361464\/","title":{"rendered":"Sexuelle \u00dcbergriffe: Wie sicher sind M\u00fcnchens Freib\u00e4der und Badeseen? &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Unerw\u00fcnschte Ber\u00fchrungen im Intimbereich, Exhibitionismus, unerlaubte Fotografien bis hin zu Vergewaltigungen: Wer im Sommer 2025 Nachrichten \u00fcber deutsche Freib\u00e4der liest, findet wenig von Badespa\u00df und Sonnenbr\u00e4une, aber immer mehr \u00fcber \u201eStraftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung\u201c, wie das Tatfeld juristisch hei\u00dft. Negativer H\u00f6hepunkt: Die Entf\u00fchrung eines sechsj\u00e4hrigen M\u00e4dchens aus einem Erlebnisbad in Baden-W\u00fcrttemberg. Der T\u00e4ter, ein 31-j\u00e4hriger Mann, brachte sein Opfer in ein nahegelegenes Waldst\u00fcck und missbrauchte es dort. Er wurde eine knappe Woche nach der Tat festgenommen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Und in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a>? Auch hier sind die Freib\u00e4der voll, die Ufer der Badeseen dicht belegt, auch im Eisbach im Englischen Garten, in dem schwimmen eigentlich verboten ist, wird kr\u00e4ftig geplanscht. Die Stadtwerke M\u00fcnchen, die die st\u00e4dtischen Freib\u00e4der betreiben, und die Polizei sprechen \u00fcbereinstimmend davon, dass das Problem hierorts ein kleines sei, dass nur wenige F\u00e4lle \u00fcberhaupt geahndet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">So wie im Jahr 2022\u00a0\u2013 da wurde ein 24-J\u00e4hriger im Westbad erwischt, wie er in den Umkleidekabinen unter den Trennw\u00e4nden Frauen beim Umziehen filmte. Eine Frau hatte das bemerkt und das Personal verst\u00e4ndigt\u00a0\u2013 und gl\u00fccklicherweise war gerade ein Polizist als Badegast an Ort und Stelle, der bei der Festnahme des Spanners half. 2023 hatte ein 79-j\u00e4hriger Mann im Schwimmbad in Unterschlei\u00dfheim, also im Zust\u00e4ndigkeitsbereich der M\u00fcnchner Polizei, ein 12-j\u00e4hriges M\u00e4dchen begrapscht. Das M\u00e4dchen hatte sich erst zu Hause seinen Eltern anvertraut, die erstatteten Anzeige. Beim n\u00e4chsten Badbesuch wurde der Grapscher festgenommen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\"><strong>Die Polizei hat in einer Statistik festgestellt, dass im Jahr 2024 exakt 28 einschl\u00e4gige Straftaten zur Anzeige kamen,<\/strong> also \u201eStraftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung an Badestr\u00e4nden, in Freib\u00e4dern und Badeanstalten\u201c. Darin sind also nicht nur offizielle \u2013 und damit \u00fcberwachte \u2013\u00a0Badem\u00f6glichkeiten enthalten, sondern auch \u201eprivate\u201c wie der Flaucher. Zudem unterscheidet die Z\u00e4hlung nicht zwischen erwachsenen und minderj\u00e4hrigen Gesch\u00e4digten. \u201eIn M\u00fcnchen ist es aber tats\u00e4chlich kein gro\u00dfes Problem\u201c, sagt ein Polizeisprecher.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Stadtwerke klingen \u00e4hnlich \u2013 und f\u00fchren das nat\u00fcrlich auf ihre Ausbildungs- und Pr\u00e4ventionsarbeit zur\u00fcck. So w\u00fcrden Hauptamtliche wie Saisonkr\u00e4fte vor Beginn der Badezeit geschult und sensibilisiert, vor allem auch, was illegale Filmaufnahmen betrifft: Ein einzelner Mann mit Handy oder Kamera am Kinderbecken? Das sollte f\u00fcr die Aufsicht zumindest Anlass sein, dort genauer hinzuschauen. Die T\u00e4ter sind so gut wie ausschlie\u00dflich M\u00e4nner, wie eine bayernweite Statistik des Landeskriminalamts zeigt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Wasserw\u00e4chter erhalten zudem Informationen \u00fcber den Umgang mit Opfern wie mit T\u00e4tern \u2013 die Ma\u00dfnahmen reichen vom Verweis aus dem Bad, Hausverbot in allen acht st\u00e4dtischen Frei- und neun Hallenb\u00e4dern bis zur Anzeige bei der Polizei. Insgesamt, so die Stadtwerke, verfolgten sie in ihren B\u00e4dern in Bezug auf sexuelle Bel\u00e4stigung eine \u201eNull-Toleranz-Politik\u201c.<\/p>\n<p>Badeg\u00e4ste sollen verd\u00e4chtige Situationen melden oder im Notfall selbst eingreifen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Dazu geh\u00f6rt auch die Einbeziehung der anderen, vor allem der erwachsenen Badeg\u00e4ste. Die Stadtwerke arbeiten dabei mit der\u00a0Arbeitsgemeinschaft \u201eM\u00fcnchner Fachstellen Pr\u00e4vention und Hilfen f\u00fcr Kinder bei sexueller Gewalt\u201c zusammen, unter dem Motto \u201eSchwimmbadaktion\u00a0\u2013 Augen auf!\u201c\u00a0Mit Plakaten und Flyern werden die Badenden aufgefordert, nicht wegzusehen, wenn Jungen oder M\u00e4dchen in Not geraten. Stattdessen sollen sie selber eingreifen oder das Personal verst\u00e4ndigen\u00a0\u2013 also etwas tun, um den T\u00e4ter zu st\u00f6ren und Schaden m\u00f6glichst zu verhindern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Diese Ma\u00dfnahmen scheinen tats\u00e4chlich dazu beizutragen, die Zahl der Vorf\u00e4lle in M\u00fcnchen relativ niedrig zu halten: W\u00e4hrend das Landeskriminalamt f\u00fcr das Jahr 2024 und ganz Bayern bei 227 F\u00e4llen einen Anstieg von 18 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr z\u00e4hlt, sind die M\u00fcnchner Zahlen laut Polizei\u00a0\u2013 ohne absolute Zahlen zu nennen\u00a0\u2013 im ersten Halbjahr 2025\u00a0um mehr als 70 Prozent gesunken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unerw\u00fcnschte Ber\u00fchrungen im Intimbereich, Exhibitionismus, unerlaubte Fotografien bis hin zu Vergewaltigungen: Wer im Sommer 2025 Nachrichten \u00fcber deutsche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":361465,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,99485,16745,30,1268,3093,16746,149],"class_list":{"0":"post-361464","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-freibad-muenchen","11":"tag-freizeit-in-muenchen","12":"tag-germany","13":"tag-muenchen","14":"tag-polizei-und-feuerwehr-in-muenchen","15":"tag-schwimmbaeder-in-muenchen","16":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115065893964911629","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=361464"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361464\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/361465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=361464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=361464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=361464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}