{"id":361765,"date":"2025-08-21T11:55:11","date_gmt":"2025-08-21T11:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361765\/"},"modified":"2025-08-21T11:55:11","modified_gmt":"2025-08-21T11:55:11","slug":"hamburg-schleswig-holstein-schuesse-auf-polizisten-an-s-bahnhof-sieben-jahre-haft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361765\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Sch\u00fcsse auf Polizisten an S-Bahnhof &#8211; sieben Jahre Haft"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Sch\u00fcsse auf Polizisten an S-Bahnhof &#8211; sieben Jahre Haft<\/p>\n<p>\t\t\t\t              21.08.2025, 13:41 Uhr<\/p>\n<p><strong>Ein Zivilfahnder beobachtet einen Taschenraub an einem Hamburger S-Bahnhof und greift ein. Doch einer der Beteiligten zieht eine Pistole und schie\u00dft. Jetzt muss er f\u00fcr lange Zeit ins Gef\u00e4ngnis.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Wegen drei Sch\u00fcssen auf einen Zivilfahnder hat das Landgericht Hamburg einen Angeklagten zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Strafkammer sprach den 22-J\u00e4hrigen wegen versuchten Totschlags schuldig.<\/p>\n<p>Nach Feststellung des Gerichts hatte der Beamte am Abend des 8. Februar dieses Jahres in der N\u00e4he des S-Bahnhofs Neugraben beobachtet, wie der aus Tschetschenien stammende Angeklagte und zwei Mitt\u00e4ter auf einen Mann einschlugen und -traten, um diesem eine Umh\u00e4ngetasche zu rauben. Der Fahnder entschied sich zum Eingreifen. Er rief nur f\u00fcnf Meter von dem Angeklagten entfernt: &#8222;Polizei, stehen bleiben!&#8220; Der 22-J\u00e4hrige lief zun\u00e4chst auf den Beamten zu, woraufhin der Polizist Pfefferspray einsetzte.\u00a0<\/p>\n<p>Sch\u00fcsse aus sieben Meter Entfernung<\/p>\n<p>Der Angeklagte versuchte zu fl\u00fcchten, kam aber an einem Zaun vor den Bahngleisen nicht weiter, wie die Vorsitzende Richterin Jessica Koerner erkl\u00e4rte. Er drehte sich pl\u00f6tzlich um und schoss mit einer Pistole aus rund sieben Meter Entfernung auf den Polizisten, ohne ihn zu treffen. Dieser schoss mit seiner Dienstwaffe zweimal zur\u00fcck. Der Angeklagte feuerte daraufhin zwei weitere Sch\u00fcsse auf den Beamten ab. Keiner der Sch\u00fcsse traf, doch eine Patrone flog so nah an dem Kopf des Beamten vorbei, dass dieser einen Luftzug am Ohr sp\u00fcrte.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend fl\u00fcchtete der 22-J\u00e4hrige durch die Bahnhofsunterf\u00fchrung. Dahinter traf er auf eine Polizeistreife, der er &#8222;Waffe, Waffe!&#8220; zurief, um sie auf einen vermeintlich kriminellen Verfolger aufmerksam zu machen. Dank des Ablenkungsman\u00f6vers konnte er zun\u00e4chst entkommen. Rund drei Stunden sp\u00e4ter nahm die Polizei den Angeklagten am Busbahnhof Neuwiedenthal fest.\u00a0<\/p>\n<p>Verteidiger: Sch\u00fcsse auf Boden gerichtet<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hatte die Anklage auf versuchten Mord gelautet. Doch ein Mordmerkmal wie Heimt\u00fccke best\u00e4tigte sich im Prozess nicht. Auch der Staatsanwalt hatte eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags gefordert und eine Strafe von sieben Jahren beantragt.\u00a0<\/p>\n<p>Der Verteidiger argumentierte, sein Mandant habe nur auf Boden schie\u00dfen wollen. Er pl\u00e4dierte daf\u00fcr, den Angeklagten wegen versuchter gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung zu einer geringeren Strafe zu verurteilen.\u00a0<\/p>\n<p>Zeugen sprachen sich ab<\/p>\n<p>Die Richterin betonte, dass der Angeklagte den T\u00f6tungsvorsatz selbst einger\u00e4umt habe. Am Anfang des Prozesses habe der Angeklagte einger\u00e4umt, dass es ihm leidtue, dass er auf den Polizisten geschossen habe. Zwei Zeugen, die selbst an dem Taschenraub beteiligt gewesen sein sollen, hatten im Prozess entlastende Aussagen gemacht. Die Richterin bezeichnete diese als Falschaussagen, die mit dem Angeklagten abgesprochen worden sein sollen.\u00a0<\/p>\n<p>Tat an belebtem S-Bahnhof<\/p>\n<p>Hintergrund des Taschenraubs waren Drogenstreitigkeiten. Der Inhalt der Tasche bestand aus Cannabis und Bargeld. An jenem Samstagabend war die Umgebung des S-Bahnhofs sehr belebt. Unter anderem habe sich dort eine Familie mit einem Kind aufgehalten. &#8222;Bei Sch\u00fcssen auf einen Zivilfahnder im \u00f6ffentlichen Raum in einer belebten Umgebung handelt es sich um eine schwere Straftat, die entsprechend besonders streng geahndet werden muss&#8220;, sagte Koerner.<\/p>\n<p>Der Angeklagte sei zur Tatzeit noch nicht anderthalb Jahre in Deutschland gewesen. Er habe sich hier illegal aufgehalten und es geschafft, sich eine Pistole und Munition ebenfalls illegal zu besorgen. Dass er bislang in Deutschland nicht vorbestraft sei, wollte ihm das Gericht nicht strafmildernd anrechnen. Der Gro\u00dfteil der hiesigen Bev\u00f6lkerung habe seit Jahrzehnten keine Straftat begangen, sagte die Richterin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Sch\u00fcsse auf Polizisten an S-Bahnhof &#8211; sieben Jahre Haft 21.08.2025, 13:41 Uhr Ein Zivilfahnder beobachtet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":361766,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,3029,692,2491,8813,12826,1971,2688],"class_list":{"0":"post-361765","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-haft","11":"tag-hamburg","12":"tag-jahre","13":"tag-polizisten","14":"tag-s-bahnhof","15":"tag-schleswig-holstein","16":"tag-schuesse"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115066629259105637","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=361765"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361765\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/361766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=361765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=361765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=361765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}