{"id":361840,"date":"2025-08-21T12:34:16","date_gmt":"2025-08-21T12:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361840\/"},"modified":"2025-08-21T12:34:16","modified_gmt":"2025-08-21T12:34:16","slug":"tony-cragg-in-wuppertal-line-of-thought-im-skulpturenpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361840\/","title":{"rendered":"Tony Cragg in Wuppertal: \u201eLine Of Thought\u201c im Skulpturenpark"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/region\/dpa-nrw\/glas-und-roststahl-cragg-mit-eigener-schau-in-wuppertal-1088741\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tony Cragg<\/a> war noch jung und richtete seine erste gro\u00dfe Einzelausstellung in der renommierten Whitechapel Art Gallery in London ein. Schnell merkte er bei den Vorbereitungen, dass die R\u00e4ume viel gr\u00f6\u00dfer waren als erwartet und seine Werke sich darin zu verlieren drohten. Zwei Wochen lang zog er wie ein Wahnsinniger von morgens bis abends durch die Stadt auf der Suche nach Plastikm\u00fcll, aus dem er damals seine bunten Mosaike auf dem Boden und an den W\u00e4nden legte. 1981 war das. Heute hat der Turnerpreistr\u00e4ger keinerlei Probleme mehr, selbst die gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chen zu bespielen. Seit gestern sind seine Werke im 14 Hektar gro\u00dfen Skulpturenpark Waldfrieden zu sehen.<\/p>\n<p>Ein einzigartiger Skulpturenpark in Wuppertal<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"2\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">2006 erwarb die Foundation des deutsch-britischen K\u00fcnstlers den Park des verstorbenen Chemieunternehmers Kurt Herberts (19011989), der sich Ende der 1940er Jahre vom Malerarchitekten Franz Krause (18971979) hoch \u00fcber den D\u00e4chern von Wuppertal eine Villa nach anthroposophischen Vorstellungen hatte errichten lassen. Seit 2008 zeigt Cragg dort neben eigenen Arbeiten regelm\u00e4\u00dfig Sonderausstellungen. Eduardo Chillida, Mario Merz und Jean Dubuffet waren ebenso schon zu Gast wie Stephan Balkenhol, Anish Kapoor oder Markus L\u00fcpertz.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Einzelausstellung \u201eLine Of Thought\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Jetzt bespielt der 76-j\u00e4hrige Tony Cragg mit der gro\u00dfen Einzelschau \u201eLine Of Thought\u201c zum ersten Mal selbst alle drei Ausstellungs-Pavillons seines Skulpturenparks, der zu den weltweit gr\u00f6\u00dften K\u00fcnstlermussen z\u00e4hlt. Im idyllischen Caf\u00e9 Podest lassen sich nicht nur warme Speisen oder hausgemachter Kuchen genie\u00dfen, sondern wer Gl\u00fcck hat, begegnet beim Rundgang durch den zauberhaften Garten auch gleich noch dem darin angesiedelten Damwild.<\/p>\n<p>Tony Cragg: Lebensweg eines bedeutenden Bildhauers<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Seit 1977 lebt der 1949 in Liverpool geborene Tony Cragg, der zu den bedeutendsten Bildhauern der Gegenwart z\u00e4hlt, in Wuppertal, wo er sein Atelier in einer Jugendstilfabrik hat. Im benachbarten D\u00fcsseldorf unterrichtete er an der Kunstakademie, deren Rektor er von 2009 bis 2013 war. \u201eEr ist ein echter Neuwuppertaler, wie man hier zu sagen pflegt\u201c, merkte der ehemalige Direktor des Von-der Heydt-Museums Gerhard Finckh 2016 verschmitzt an, als er in seinem Haus die gro\u00dfe Retrospektive des Briten er\u00f6ffnete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2668\" alt=\"Wuppertal: Der K\u00fcnstler Tony Cragg spricht im Skulpturenpark.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/80c9f42d-aa26-4252-9f9d-ed550e45307b.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Wuppertal: Der K\u00fcnstler Tony Cragg spricht im Skulpturenpark.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Oliver Berg\/dpa<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Schon als Kind sammelte Tony Cragg mit seinem Bruder Fossilien. Nach seinem Kunststudium streifte er mit dem Landart-K\u00fcnstler Richard Long umher und trug Strandgut und Alltagsm\u00fcll zusammen, aus denen er Collagen und Mosaike legte. Er gab so den weggeworfenen Gegenst\u00e4nden ihre W\u00fcrde zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Hinterfragung linearer Konzepte in der Kunst<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Lineare Konzepte stellt er bis heute in Frage. Sie seien in der Moderne nicht mehr zu halten. Genauso wenig wie eine einheitliche Perspektive. Cragg versucht durch Multiplikation und Variation eine eindeutige Haltung zu \u00fcberwinden. Das ist bei seinen fr\u00fchen Collagen aus Plastikm\u00fcll nicht anders als bei seinen so einzigartigen, von seinem Landsmann Henry Moore inspirierten biomorphen Skulpturen, die man heute mit seinem Namen verbindet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2603\" alt=\"PRODUKTION - 19.08.2025, Nordrhein-Westfalen, Wuppertal: Die Skulptur \u00abLost in Thought\u00bb des K\u00fcnstlers Tony Cragg steht in einem Pavillon. In einer Werkschau, die etwas mehr als ein Jahrzehnt zur\u00fcckgeht, pr\u00e4sentiert der britisch-deutsche K\u00fcnstler neuere plastische Arbeiten und Zeichnungen. Cragg realisiert damit seine erste gro\u00dfe Einzelschau in dem von ihm 2008 er\u00f6ffneten Skulpturenpark. Foto: Oliver Berg\/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung \u00fcber die Ausstellung und nur mit vollst\u00e4ndiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2584dafa-9cae-4cee-abcf-1db3a9923e44.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">PRODUKTION &#8211; 19.08.2025, Nordrhein-Westfalen, Wuppertal: Die Skulptur \u00b4Lost in Thought\u00bb des K\u00fcnstlers Tony Cragg steht in einem Pavillon. In einer Werkschau, die etwas mehr als ein Jahrzehnt zur\u00fcckgeht, pr\u00e4sentiert der britisch-deutsche K\u00fcnstler neuere plastische Arbeiten und Zeichnungen. Cragg realisiert damit seine erste gro\u00dfe Einzelschau in dem von ihm 2008 er\u00f6ffneten Skulpturenpark. Foto: Oliver Berg\/dpa &#8211; ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung \u00fcber die Ausstellung und nur mit vollst\u00e4ndiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Oliver Berg\/dpa<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"12\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die aktuelle Ausstellung im Skulpturenpark zeigt Werke der vergangenen zehn Jahre und dar\u00fcber hinaus \u201eSchl\u00fcsselelemente\u201c seiner Schaffensperioden, wie Tony Cragg selbst sagt, die er nach \u201eLust und Laune\u201c zusammengestellt habe. Der K\u00fcnstler ist sein eigener Kurator. Kein Problem bei einem Heimspiel.<\/p>\n<p>Gro\u00dfskulpturen und filigrane Kunstwerke im Dialog<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"14\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">W\u00e4hrend in der oberen Halle Gro\u00dfskulpturen wie \u201eIndustrial Nature\u201c (2023) oder \u201eLost In Thought\u201c (2019) zu sehen sind, die gefertigt aus Aluminium, Holz oder Bronze den Kontrast zwischen Natur und Technik auf verbl\u00fcffende Weise zur Schau stellen, zeigt Tony Cragg in der mittleren Ausstellungshalle Arbeiten unterschiedlicher Werkgruppen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"15\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Am auff\u00e4lligsten ist das 1999 entstandene \u201eCongregation\u201c (deutsch: Versammlung oder Zusammenkunft), eine Installation, die ein durch eine Unzahl von Metallhaken entfremdetes, mit Schrott beladenes Holzboot zeigt.<\/p>\n<p>Faszination der Transparenz und Farbe in kleinen Skulpturen<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"17\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Filigraner geht es in der unteren Halle zu, wo Cragg neben 200 Zeichnungen Kleinplastiken zeigt, die er seit 2009 in Zusammenarbeit mit dem Berengo Studio in Murano geschaffen hat. Auf zauberhafte Weise bricht sich in diesen mal transparenten, mal farbigen Wesen das Licht. Von seinem 17. bis 19. Lebensjahr arbeitete Cragg als Techniker in einem Chemielabor.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"18\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Von der Naturwissenschaft kommend wei\u00df dieser Alchimist unter den Bildhauern, dass jede organische Einheit nur Schein ist und sich aus unz\u00e4hligen kleinen Teilchen zusammensetzt, die st\u00e4ndig in Bewegung sind. Diese Energie f\u00e4ngt er in jeder seiner Skulpturen ein.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"19\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Bis 1. Januar 2026, ge\u00f6ffnet Di bis So 11-18 Uhr. Skulpturenpark Waldfrieden, Hirschstra\u00dfe 12, Wuppertal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tony Cragg war noch jung und richtete seine erste gro\u00dfe Einzelausstellung in der renommierten Whitechapel Art Gallery in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":361841,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,30,1209,4418],"class_list":{"0":"post-361840","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-nordrhein-westfalen","12":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115066783657164400","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=361840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/361841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=361840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=361840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=361840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}