{"id":361947,"date":"2025-08-21T13:30:12","date_gmt":"2025-08-21T13:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361947\/"},"modified":"2025-08-21T13:30:12","modified_gmt":"2025-08-21T13:30:12","slug":"steigert-eine-statintherapie-das-diabetesrisiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/361947\/","title":{"rendered":"Steigert eine Statintherapie das Diabetesrisiko?"},"content":{"rendered":"<p>Statine haben in Metaanalysen das Diabetesrisiko leicht erh\u00f6ht. Besonders betroffen: Menschen mit Pr\u00e4diabetes. Klinisch bleiben die Effekte meist gering \u2013 relevant wird es bei hochdosierter Therapie.<\/p>\n<p>Eine <strong>Statintherapie <\/strong>erh\u00f6ht verschiedenen Studien zufolge die Gefahr f\u00fcr einen Diabetes. Wie gro\u00df der Substanzeffekt auf den <strong>Glukosestoffwechsel <\/strong>tats\u00e4chlich ist und wer zur Risikogruppe geh\u00f6rt, hat sich die Cholesterol Treatment <strong>Trialists Collaboration<\/strong> in einer Metaanalyse angeschaut. In 19 der ber\u00fccksichtigten Studien wurde je ein Statin gegen Placebo getestet, berichtete Prof. Dr. Andreas Hamann, Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg. Insgesamt gab es knapp <strong>124.000 Teilnehmende<\/strong>, darunter <strong>25.701 mit Diabetes<\/strong>. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug <strong>4,3 Jahre<\/strong>. Zudem wertete das Autorenteam vier Studien mit knapp <strong>30.800 Behandelten <\/strong>(5.340 mit Diabetes) aus. Bei ihnen hatte man \u00fcber im Mittel 4,9 Jahre eine intensive mit einer weniger intensiven Statintherapie verglichen.<\/p>\n<p>Hoch dosierte Statine f\u00f6rderten Neudiagnosen<\/p>\n<p>Bei einer niedrig bis moderat intensiven Therapie mit z. B. <strong>10 mg\/d Atorvastatin<\/strong> oder <strong>20 mg\/d Simvastatin<\/strong> kam es im Vergleich zu Placebo zu einer relativen Risikoerh\u00f6hung um <strong>10 %<\/strong> f\u00fcr die Neumanifestation eines Diabetes. Absolut stieg das Risiko um 0,1 %. \u201eDas ist beispielsweise jemand, der mit einem N\u00fcchternzucker von 122 mg\/dl in die Studie reingeht und mit 127 mg\/dl rauskommt\u201c, erl\u00e4uterte Prof. Hamann. Bei der <strong>Hochdosis-Statintherapie<\/strong> war das relative Diabetesrisiko mit <strong>36 %<\/strong> signifikant erh\u00f6ht und auch das absolute mit 1,3 % \u201eetwas gr\u00f6\u00dfer\u201c.<\/p>\n<p>Der durchschnittliche <strong>Blutzuckerspiegel <\/strong>stieg bei Menschen ohne initialen Diabetes unabh\u00e4ngig von der Intensit\u00e4t der Statinbehandlung um <strong>0,72 mg\/dl<\/strong>. Das HbA1c erh\u00f6hte sich unter einer niedrig bis moderaten Dosis um 0,06 % und unter einer hohen um 0,08 %. Gro\u00dfe klinische Relevanz habe das nicht, so Prof. Hamann.<\/p>\n<p>Deutliche Erh\u00f6hung des Risikos bei Pr\u00e4diabetes<\/p>\n<p>Besonders gef\u00e4hrdet f\u00fcr die Entwicklung eines Diabetes waren laut Studie jene Patientinnen und Patienten, die schon vor der Lipidsenkergabe ein <strong>HbA1c <\/strong>in der obersten Quartile des Normbereichs hatten, d. h. knapp unterhalb der diagnostischen Schwelle f\u00fcr einen Diabetes waren. F\u00fcr sie ergab sich innerhalb von <strong>f\u00fcnf Jahren<\/strong> eine absolute Risikoerh\u00f6hung um<strong> 0,57 %<\/strong> bei moderater und von 2,11 % bei intensiver Behandlung mit den Fettsenkern. Insgesamt spreche aber viel mehr <strong>f\u00fcr <\/strong>die Statingabe als dagegen, betonte Prof. Hamann.\u00a0<\/p>\n<p class=\"small\">Quelle: Medical-Tribune-Bericht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Statine haben in Metaanalysen das Diabetesrisiko leicht erh\u00f6ht. 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