{"id":362015,"date":"2025-08-21T14:07:19","date_gmt":"2025-08-21T14:07:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362015\/"},"modified":"2025-08-21T14:07:19","modified_gmt":"2025-08-21T14:07:19","slug":"eroeffnungsfeier-faellt-aus-aus-angst-vor-protesten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362015\/","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnungsfeier f\u00e4llt aus \u2013 aus Angst vor Protesten"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin. Deutschlands teuerster Autobahnabschnitt wird am kommenden Mittwoch er\u00f6ffnet &#8211; ohne \u00f6ffentlichkeitswirksamen Festakt an der Strecke.  <\/p>\n<p class=\"\">Wenn ein neuer Autobahnabschnitt er\u00f6ffnet wird, ist das normalerweise eine Zeremonie, die feierlich inszeniert wird. Doch bei der Er\u00f6ffnung des 16. Bauabschnitts der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/a100-stadtautobahn-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Stadtautobahn A100<\/a> in Berlin am kommenden Mittwoch ist nichts normal. <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/patrick-schnieder\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) <\/a>wird nicht an der frisch asphaltierten Piste stehen, eine Rede halten und mit einer gro\u00dfen Schere medienwirksam das Band durchschneiden. Stattdessen wird der Festakt unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit\u00a0im nahegelegenen Hotel Estrel stattfinden.<\/p>\n<p class=\"\">Der Grund: Aus Sorge vor gewaltbereiten Protesten habe man auf die traditionelle \u201eRibbon Cutting Ceremony\u201c verzichtet, begr\u00fcndet Ralph Brodel, Sprecher der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH den ungew\u00f6hnlichen Verzicht. \u201eUnsere Unternehmenssicherheit und auch die Polizei haben entsprechende Warnungen ausgesprochen. Gewaltbereite Demonstrationen sind nicht auszuschlie\u00dfen\u201c, sagt Brodel der Berliner Morgenpost. <\/p>\n<p>Verkehrsfreigabe f\u00fcr den Nachmittag angek\u00fcndigt<\/p>\n<p class=\"\">Die technische Verkehrsfreigabe, so Brodel weiter, werde am sp\u00e4ten Mittwochnachmittag erfolgen. Dann werden die Sperren, die das  3,2 Kilometer lange Teilst\u00fcck zwischen dem Autobahndreieck Neuk\u00f6lln und de, neuen Endst\u00fcck , der Anschlussstelle Treptower Park abger\u00e4umt und die Ampelschaltung am Treptower Park der neuen Verkehrssituation angepasst. Die Testl\u00e4ufe dazu dauern aktuell noch an. \u201eWir erwarten aber keine \u00dcberraschungen\u201c, sagt Brodel. \u201eEs dauert sicher ein paar Tage, bis sich alles eingependelt hat &#8211; aber mit gr\u00f6\u00dferen Verkehrsproblemen rechnen wir nicht.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409801694_1755778333_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Blick aus dem Estrel-Tower auf den 16. Bauabschnitt der A 100\" title=\"Blick aus dem im Bau befindlichen Estrel-Tower an der Sonnenallee auf den 16. Bauabschnitt der A 100 in Richtung Treptower Park\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Blick aus dem im Bau befindlichen Estrel-Tower an der Sonnenallee auf den 16. Bauabschnitt der A 100 in Richtung Treptower Park<br \/>\n      \u00a9 Isabell J\u00fcrgens | Isabell J\u00fcrgens\n    <\/p>\n<p class=\"\">Unterdessen formiert sich in Berlin der friedliche Protest gegen das Projekt: Das \u201eB\u00fcndnis A100 wegbassen\u201c  hat zur Kundgebung um 13 Uhr vor Hotel Estrel an der Sonnenallee in Neuk\u00f6lln aufgerufen. Die Demonstranten fordern, den Weiterbau der Berliner Stadtautobahn A100, konkret <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/friedrichshain-kreuzberg\/article408882038\/a100-verlaengrerung-kommt-spaeter-das-ist-der-grund.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/friedrichshain-kreuzberg\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1745871461\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den 17. Bauabschnitt <\/a>zu stoppen. \u201eEine A100 bis Prenzlauer Berg bringt keine Entlastung, sondern versch\u00e4rft die Situation f\u00fcr Menschen, Umwelt und Klima zus\u00e4tzlich\u201c so <br \/>Gabi Jung, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des BUND Berlin. Der Naturschutzbund ist Mitglied des B\u00fcndnisses. <\/p>\n<p>  225.000 Euro pro Meter Autobahn<\/p>\n<p class=\"\">Urspr\u00fcnglich hatte die Autobahn GmbH des Bundes die Freigabe bereits f\u00fcr Mitte des Jahres angek\u00fcndigt. Als Ursache f\u00fcr die Verz\u00f6gerung wurden <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/friedrichshain-kreuzberg\/article408882038\/a100-verlaengrerung-kommt-spaeter-das-ist-der-grund.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/friedrichshain-kreuzberg\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1745871461\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Probleme bei der Lieferung von Material f\u00fcr die elektronischen Verkehrszeichenbr\u00fccken benannt.<\/a> Beim Start 2013 lagen Sch\u00e4tzungen bei rund 430 Millionen Euro. Inzwischen werden die Kosten auf rund 720 Millionen Euro beziffert. Das entspricht etwa 225.000 Euro pro Meter. Damit ist der 16. Bauabschnitt der A100 der teuerste Autobahnabschnitt, der je in <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/deutschland\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1631887488\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> gebaut wurde.<\/p>\n<p class=\"\">Aufgrund der hohen Kosten war der Abschnitt, der auf 386 Metern im Tunnel und auf rund 2,3 Kilometern in einem bis zu sieben Meter tiefen Trog verl\u00e4uft, von Anfang an umstritten. Zudem hatten Anwohner und Umweltinitiativen protestiert \u2013 f\u00fcr das Vorhaben waren auch Wohnh\u00e4user abgerissen worden.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409797179_1755716427_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Die geplante Verkehrsf\u00fchrung an der Anschlussstelle Treptower Park\" title=\"Die geplante Verkehrsf\u00fchrung der A100 an der Anschlussstelle Treptower Park\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Die geplante Verkehrsf\u00fchrung der A100 an der Anschlussstelle Treptower Park<br \/>\n      \u00a9 Berliner Morgenpost Infografik | C. Schlippes\n    <\/p>\n<p class=\"\">Weiter monieren Kritiker, dass die Autobahn nun deutlich vor der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article408683967\/a-100-weiterbau-dicke-luft-und-dauerstau-an-der-elsenbruecke.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1743652800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fertigstellung der neuen Elsenbr\u00fccke<\/a> am Treptower Park er\u00f6ffnet wird. Diese ist erst f\u00fcr das Jahr 2028 in Aussicht gestellt. <\/p>\n<p>Stau an der neuen Anschlussstelle vorprogrammiert<\/p>\n<p class=\"\">Da die 2022 in Betrieb genommene\u00a0<a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article234292385\/Behelfsbau-der-Elsenbruecke-soll-in-Betrieb-gehen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1641999360\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Behelfsbr\u00fccke nur zwei Fahrstreifen stadtausw\u00e4rts, beziehungsweise eine Spur stadteinw\u00e4rts\u00a0hat<\/a>, werden die Staus im Umfeld des Treptower Parks deutlich zunehmen, so die Bef\u00fcrchtung. Erst der leistungsf\u00e4hige Neubau wird, wie die\u00a0alte Elsenbr\u00fccke, wieder \u00fcber sechs Fahrstreifen (2&#215;3) verf\u00fcgen. <\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr die Anschlussstelle Treptower Park wird mit<strong>\u00a0<\/strong>55.000 Fahrzeugen pro Tag<strong>\u00a0<\/strong>gerechnet und f\u00fcr die Elsenbr\u00fccke mit fast 70.000 t\u00e4glich. Die Behelfsbr\u00fccke hat nach Angaben von Antje Kapek, Verkehrspolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen, dagegen lediglich eine Kapazit\u00e4t von 25.000 Fahrzeugen.<\/p>\n<p>   Gr\u00fcne: CDU setzt auf Chaos statt Sicherheit <\/p>\n<p class=\"\">\u201eTrotz aller Warnungen, die A100 am Treptower Park ein halbes Jahr vor Fertigstellung der Elsenbr\u00fccke bereits zu er\u00f6ffnen, zieht die CDU dieses Vorhaben nun doch durch &#8211; wider jeder Vernunft. Und das, obwohl schon heute die Kreuzung am Treptower Park im absoluten Verkehrschaos versinkt.\u201c, so Kapek. Mit den zus\u00e4tzlichen zehntausenden weiteren Autos am Tag, die von der Autobahn abfahren werden, werde das gesamte Gebiet einen Verkehrsinfarkt erleiden.<strong> <\/strong><\/p>\n<p>   Morgenpost Sp\u00e4ti<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hier steckt alles drin: Ihr Berlin-Update zum Feierabend \u2013 montags bis freitags um 18 Uhr.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p class=\"\">\u00c4hnlich sieht das die Linke. \u201e Es ist ein Skandal, dass Milliarden an Steuergeldern weiter in die teuerste Autobahn Deutschlands flie\u00dfen, w\u00e4hrend das Geld dringend f\u00fcr die St\u00e4rkung von Bus, Bahn und Radwegeinfrastruktur gebraucht wird.\u201c, so Kerstin Wolter, Landesvorsitzende von Die Linke Berlin.  Der Weiterbau m\u00fcsse nun in Treptow gestoppt und qualifiziert beendet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. Deutschlands teuerster Autobahnabschnitt wird am kommenden Mittwoch er\u00f6ffnet &#8211; ohne \u00f6ffentlichkeitswirksamen Festakt an der Strecke. 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