{"id":362099,"date":"2025-08-21T14:51:17","date_gmt":"2025-08-21T14:51:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362099\/"},"modified":"2025-08-21T14:51:17","modified_gmt":"2025-08-21T14:51:17","slug":"12-millionen-euro-foerderung-fuer-die-herstellung-von-gen-taxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362099\/","title":{"rendered":"1,2 Millionen Euro F\u00f6rderung f\u00fcr die Herstellung von \u201eGen-Taxis\u201c"},"content":{"rendered":"<p>    <a href=\"https:\/\/www.klinikum.uni-heidelberg.de\/\" target=\"_new\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"EmbeddedImage\" style=\"max-height:200px; max-width: 200px;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/institutionlogo36184\" border=\"0\" alt=\"institution logo\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"LinkedIn\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/www.linkedin.com\/shareArticle?mini=true&amp;url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DRO1BA','Share on LinkedIn', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Twitter\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/twitter.com\/share?url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DRO1BA&amp;text=1%2C2+Millionen+Euro+F%C3%B6rderung+f%C3%BCr+die+Herstellung+von+%E2%80%9EGen-Taxis%E2%80%9C+','Share on Twitter', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/x_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Bluesky\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=1%2C2+Millionen+Euro+F%C3%B6rderung+f%C3%BCr+die+Herstellung+von+%E2%80%9EGen-Taxis%E2%80%9C+%20http:\/\/www.idw-online.de\/-DRO1BA','Share on Bluesky', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>\n            Share on:\u00a0\n        <\/p>\n<p>    08\/21\/2025 16:30<\/p>\n<p>    1,2 Millionen Euro F\u00f6rderung f\u00fcr die Herstellung von \u201eGen-Taxis\u201c <\/p>\n<p>\n    Die Dietmar Hopp Stiftung unterst\u00fctzt den Aufbau einer experimentellen Produktionseinheit f\u00fcr Gentherapien des Herzens an der Medizinischen Fakult\u00e4t Heidelberg der Universit\u00e4t Heidelberg, in der Abteilung f\u00fcr Kardiologie, Angiologie und Pneumologie des Universit\u00e4tsklinikums Heidelberg (UKHD). Die neuen Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr therapeutische Viren, den \u201eGen-Taxis\u201c zum erkrankten Herzen, st\u00e4rken die Vorreiterrolle des Medizincampus Heidelberg in der Entwicklung neuer Gentherapien. Gleichzeitig kommt die Gentherapie gegen chronische Herzschw\u00e4che einen gro\u00dfen Schritt weiter in Richtung klinischer Anwendung.<\/p>\n<p>\n    Der Weg zur angewandten Gentherapie ist lang: Nicht nur muss ein genetisches \u201eReparatur-Kit\u201c f\u00fcr den krankmachenden Defekt im Patientengenom entwickelt und dieses \u2013 in k\u00fcnstlich erzeugte Viren verpackt \u2013 sicher zum Behandlungsort im K\u00f6rper geschleust werden. Auch m\u00fcssen die beladenen Viren in ausreichender Menge hergestellt werden k\u00f6nnen. Diesem wichtigen Schritt ist das Team um Patrick Most, Professor f\u00fcr \u201eMolekulare und Translationale Kardiologie\u201c der Medizinischen Fakult\u00e4t Heidelberg der Universit\u00e4t Heidelberg, dank einer gro\u00dfz\u00fcgigen Spende der Dietmar Hopp Stiftung nun bedeutend n\u00e4hergekommen: Die Stiftung f\u00f6rdert mit 1,2 Millionen Euro den Aufbau und Betrieb einer hochkomplexen Produktionseinheit f\u00fcr therapeutische Viren. Mit der neuen Ausr\u00fcstung k\u00f6nnen diese in der Abteilung f\u00fcr Kardiologie, Angiologie und Pneumologie des UKHD in gr\u00f6\u00dferen Mengen als bisher hergestellt, aufgereinigt und auf ihre Qualit\u00e4t hin \u00fcberpr\u00fcft werden. <\/p>\n<p>Gentherapien haben das Potential, bisher unheilbare Erkrankungen behandelbar zu machen, indem krankheitsverursachende genetische Ver\u00e4nderung korrigiert werden. Dazu werden intakte Kopien der besch\u00e4digten oder blockierten Gene in die betroffenen Zellen eingeschleust. Dank der \u201eReparatur-Gene\u201c k\u00f6nnen die Zellen ihre gest\u00f6rten Funktionen wenigstens zum Teil wieder aufnehmen. Als Transporter der Reparatur-Gene dienen Viren: Diese \u201eGen-Taxis\u201c docken an die Zellen an und \u00fcbertragen das genetische Material.  Dazu werden sogenannte Adeno-assozierten Viren (AAV) verwendet, die schon lange in der medizinischen Forschung zum Einsatz kommen. <\/p>\n<p>Mehr als 15 Jahre Forschung an Gentherapie der chronischen Herzschw\u00e4che <\/p>\n<p>AAV-basierte Gentherapien kommen bereits erfolgreich bei einzelnen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, des Auges oder der Leber zum Einsatz. Damit bald auch Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzschw\u00e4che von dieser Therapieform profitieren k\u00f6nnen, forscht die Arbeitsgruppe um Dr. Julia Ritterhoff und Prof. Dr. Patrick Most, Sektion Molekulare und Translationale Kardiologie des UKHD, seit mehr als 15 Jahren intensiv an passenden \u201eReparatur-Genen\u201c nebst Gen-Taxis und testete das Verfahren erfolgreich an M\u00e4usen. Vor der ersten Anwendung am Menschen muss die neue Gentherapie sich jedoch noch am Gro\u00dftiermodell, dem Schwein, als sicher und wirksam erweisen. <\/p>\n<p>Dazu reichten die bisherigen Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr die Viren jedoch nicht aus, denn nun wird ein Vielfaches der bisherigen Menge ben\u00f6tigt. Mit dem neuen Equipment gelingt die Herstellung unter Beachtung regulatorischer Anforderungen und Entwicklungsprozesse. Zur Produktionseinheit geh\u00f6ren beheizbare Fermenter, die bis zu 200 Liter N\u00e4hrmedium f\u00fcr die Zell- und Virenanzucht fassen, eine Aufreinigungsanlage sowie Ger\u00e4te, die messen, ob ausreichend viele Viren die therapeutische Gene aufgenommen haben. <\/p>\n<p>Vorarbeiten f\u00fcr die industrielle Herstellung sollen Schritt in die Anwendung beschleunigen<\/p>\n<p>\u201eSolche Produktionseinheiten f\u00fcr Gentherapien gibt es bislang im universit\u00e4ren Bereich in Deutschland noch nicht. Damit k\u00f6nnen wir die optimalen Produktionsbedingungen ausarbeiten und so die Vorarbeiten f\u00fcr die industrielle Herstellung leisten\u201c, sagt Prof. Most. In den kommenden zwei bis drei Jahren wolle man qualitativ an biotechnologische Herstellungsverfahren heranreichen. \u201eWir hoffen, so den Schritt in die klinische Anwendung deutlich beschleunigen und einen nahtlosen Translationsprozess einleiten zu k\u00f6nnen\u201c, so Dr. Ritterhoff, Co-Leiterin der Arbeitsgruppe. Anschlie\u00dfend soll die AAV-Produktionseinheit auch anderen Arbeitsgruppen der Medizinischen Fakult\u00e4t Heidelberg f\u00fcr die Entwicklung neuer Gentherapien zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Forschung zu Gentherapien ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Abteilung f\u00fcr Kardiologie, Angiologie und Pneumologie des UKHD und des vom Bund gef\u00f6rderten Deutschen Zentrums f\u00fcr Herz- und Kreislaufforschung (DZHK). \u201eDank der gro\u00dfz\u00fcgigen F\u00f6rderung der Dietmar Hopp Stiftung k\u00f6nnen wir unsere Vorreiterrolle im Bereich Gentherapien, zum Beispiel im Rahmen der Nationalen Initiative f\u00fcr Gen- und Zelltherapien, weiter ausbauen\u201c, sagt Prof. Norbert Frey, \u00c4rztlicher Direktor der Abteilung.<\/p>\n<p>Meilenstein auf dem Weg zur sicheren Gentherapie: therapeutische Viren mit Versandadresse <\/p>\n<p>Zeitlich passend erschien j\u00fcngst ein Artikel des Autorenteams Most, Ritterhoff und Frey in der renommierten Fachzeitschrift \u201eCirculation\u201c. Darin beschreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen neuartigen, herzspezifischen AA-Virus, der hoch pr\u00e4zise Herzmuskelzellen erkennt. Dadurch k\u00f6nnen die Viren intraven\u00f6s in die Blutbahn verabreicht werden und finden trotzdem sicher ans Ziel. Das kann unerw\u00fcnschte Wirkungen in anderen Organen reduzieren. \u201eDer neue Viren-Prototyp ist mit seiner Herzspezifit\u00e4t den bisher klinisch getesteten AAV-Vektoren weit \u00fcberlegen und bildet die Grundlage f\u00fcr eine neue Generation von Gentherapien\u201c, so Prof. Most.\n    <\/p>\n<p>    Contact for scientific information:<\/p>\n<p>Prof. Dr. Patrick Most <br \/>Sektion f\u00fcr Molekulare und Translationale Kardiologie<br \/>Klinik f\u00fcr Kardiologie, Angiologie und Pneumologie des UKHD<br \/>Medizinische Fakult\u00e4t Heidelberg der Universit\u00e4t Heidelberg<br \/>E-Mail: patrick.most@med.uni-heidelberg.de<br \/>Tel.: 06221 56-8900<\/p>\n<p>    Original publication:<\/p>\n<p>Zeissler D, Busch M, Grieskamp S, et al. Novel Human Heart-Derived Natural Adeno-Associated Virus Capsid Combines Cardiospecificity With Cardiotropism In Vivo. Circulation. 2025;152(6):416-419. doi:10.1161\/CIRCULATIONAHA.124.070236<\/p>\n<p>    More information:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klinikum.uni-heidelberg.de\/zentrum-fuer-innere-medizin-medizin-klinik\/innere-medizin-iii-kardiologie-angiologie-und-pneumologie\/forschung\/forschung\/section-of-molecular-and-translational-cardiology\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.klinikum.uni-heidelberg.de\/zentrum-fuer-innere-medizin-medizin-klini&#8230;<\/a><\/p>\n<p><b>Images<\/b><\/p>\n<p class=\"widescreenhide\"><a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal1\" href=\"#\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755787873_605_newsimage\" width=\"180\" height=\"120\" alt=\"Prof. Patrick Most und Dr. Julia Ritterhoff (v.l.) vor dem neuen Equipment der experimentellen Produktionseinheit f\u00fcr Gentherapien des Herzens, deren Aufbau und Betrieb von der Dietmar Hopp Stiftung mit 1,2 Millionen Euro gef\u00f6rdert wird.\" title=\"Prof. Patrick Most und Dr. Julia Ritterhoff (v.l.) vor dem neuen Equipment der experimentellen Produktionseinheit f\u00fcr Gentherapien des Herzens, deren Aufbau und Betrieb von der Dietmar Hopp Stiftung mit 1,2 Millionen Euro gef\u00f6rdert wird.\" border=\"0\" id=\"image_410917_thumb\"\/><\/a><br \/>\n<a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal\"\/><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/image?id=410917&amp;size=screen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>Prof. Patrick Most und Dr. Julia Ritterhoff (v.l.) vor dem neuen Equipment der experimentellen Produ <a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal1\" href=\"#\">&#8230;<\/a><\/p>\n<p>Copyright: Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg<\/p>\n<p>\n    <strong>Criteria of this press release: <br \/><\/strong><br \/>\n     Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, all interested persons<br \/>Medicine<br \/>transregional, national<br \/>Research projects<br \/>German\n    <\/p>\n<p>    \u00a0<\/p>\n<dl class=\"sub-nav green maincontent\">\n<dd class=\"active\">\n    <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/javascript:history.back()\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Back<\/a>\n    <\/dd>\n<\/dl>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/loading.gif\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/p>\n<p>    <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Share on:\u00a0 08\/21\/2025 16:30 1,2 Millionen Euro F\u00f6rderung f\u00fcr die Herstellung von \u201eGen-Taxis\u201c Die Dietmar Hopp Stiftung unterst\u00fctzt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":362100,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-362099","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115067321597942991","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=362099"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362099\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/362100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=362099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=362099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=362099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}