{"id":362109,"date":"2025-08-21T14:56:16","date_gmt":"2025-08-21T14:56:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362109\/"},"modified":"2025-08-21T14:56:16","modified_gmt":"2025-08-21T14:56:16","slug":"skepsis-unter-ukrainern-putin-hat-ganz-andere-plaene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362109\/","title":{"rendered":"Skepsis unter Ukrainern: &#8222;Putin hat ganz andere Pl\u00e4ne&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 21.08.2025 15:55 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Sicherheitsgarantien und ein m\u00f6gliches Treffen zwischen Pr\u00e4sident Selenskyj und Kremlchef Putin &#8211; die diplomatischen Kan\u00e4le laufen auf Hochtouren. Und die Menschen in der Ukraine? Sie glauben nicht an Putins Friedenswillen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Sabine Adler, Deutschlandradio Kiew\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit Sorge und Skepsis beobachten viele Menschen in der Ukraine die in Europa entfachte Diskussion, welches der 30 L\u00e4nder der &#8222;Koalition der Willigen&#8220; sich tats\u00e4chlich an den Sicherheitsgarantien beteiligen m\u00f6chte. Dabei ist der Frieden, der einmal abgesichert werden soll, mitnichten in Sicht.<\/p>\n<p>    Zweifel sind gro\u00df<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOleksiy ist Soldat und hat eine Woche Urlaub. Er ist Anfang 30 und schiebt stolz den Kinderwagen, in dem sein Sohn schl\u00e4ft. Er verfolgt die Nachrichten genau:&#8220;Mich interessiert jetzt, was in Europa passiert, ob sie uns Geld geben oder nicht. Und dort wird gerade ein merkw\u00fcrdiges Spiel gespielt&#8220;, sagt er. &#8222;Aber wir an der Front denken in erster Linie dar\u00fcber nach, ob wir gen\u00fcgend Waffen und Munition gibt oder nicht. Wir m\u00fcssen im Hier und Heute leben, an unserem Abschnitt der Front siegen. Darum geht es.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Zweifel sind gro\u00df bei vielen Ukrainerinnen und Ukrainern. Sie glauben nicht, dass Verhandlungen in absehbarer Zeit beginnen werden. Auch, dass sich der russische Pr\u00e4sident \u00fcberhaupt mit ihrem Staatschef treffen wird, halten sie f\u00fcr unwahrscheinlich. Schlie\u00dflich hat Putin aus seiner Verachtung f\u00fcr Wolodymyr Selenskyj keinen Hehl gemacht. \u00dcberlegungen, dass der Aggressor, aus ihrer Sicht, f\u00fcr seine Teilnahme an Gespr\u00e4chen mit ukrainischem Territorium belohnt werden soll, finden viele abwegig oder emp\u00f6rend.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir m\u00fcssen jetzt f\u00fcr den Krieg leben&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVira, eine schmale Frau in einem wei\u00dfen Anzug, Ende 40, findet, dass sich die Ukraine auf niemanden anders als sich selbst verlassen sollte. &#8222;Wir Ukrainer m\u00fcssen verstehen, dass niemand au\u00dfer uns den Sieg erringen wird&#8220;, sagt sie. &#8222;Und wir m\u00fcssen jetzt f\u00fcr den Krieg leben, unsere Soldaten aus dem Hinterland unterst\u00fctzen, wo es nur geht.&#8220; Sie habe ihren Mann im Krieg verloren. &#8222;Ich habe gro\u00dfe Angst, dass wir diesen Krieg vielleicht noch unseren Kindern hinterlassen&#8220;, sagt Vira.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit Aktenmappe ist Sergej, 45 Jahre alt, auf dem Weg ins B\u00fcro. Er arbeitet im Verteidigungssektor. Auch er verfolgt die Diskussion \u00fcber die Sicherheitsgarantien unter den westlichen Verb\u00fcndeten. Er glaubt nicht, dass die ukrainische Armee rechtzeitig Verst\u00e4rkung aus Europa bekommen wird: &#8222;Um Truppen hierher schicken zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie bereit sein, also entsprechend ausgebildet und mobilisiert&#8220;, sagt er. &#8222;Europa verf\u00fcgt im Moment jedoch nicht \u00fcber solche n\u00f6tigen Truppen, die sie in unsere Gebiete entsenden und die uns unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Meine Hoffnung ist, dass die russische Wirtschaft zusammenbricht&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSergej kann sich nicht vorstellen, dass Putin an den Verhandlungstisch kommt, ganz gleich, ob dieser nun in Ungarn oder in der Schweiz steht. Die ungarische Hauptstadt Budapest erinnert viele sofort an das gescheiterte Budapester Memorandum, das nicht nur der polnische Pr\u00e4sident Donald Tusk f\u00fcr ein schlechtes Omen h\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd auch die Zusicherung der Schweiz, den mutma\u00dflichen Kriegsverbrecher Putin nicht festzunehmen, obwohl genau das der internationale Haftbefehl vorsieht, ist m\u00f6glicherweise nicht Anreiz genug. Denn Putin habe ganz andere Pl\u00e4ne, vermutet der Angestellte aus dem Verteidigungssektor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Putin verf\u00fcgt \u00fcber einen riesigen milit\u00e4risch-industriellen Komplex, der zum Einsatz kommen muss. All die Fabriken, die neu entwickelten ballistischen Mittelstreckenraketen&#8220;, sagt Sergej. &#8222;Meine einzige Hoffnung ist, dass die russische Wirtschaft zusammenbricht und es zu Unruhen kommt. Das ist die einzige Hoffnung.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.08.2025 15:55 Uhr Sicherheitsgarantien und ein m\u00f6gliches Treffen zwischen Pr\u00e4sident Selenskyj und Kremlchef Putin &#8211; die diplomatischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":362110,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,111,12,10,8,9,11,317,6168,103,104],"class_list":{"0":"post-362109","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-putin","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-ukraine","18":"tag-verhandlungen","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115067340881727435","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=362109"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362109\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/362110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=362109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=362109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=362109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}