{"id":362165,"date":"2025-08-21T15:27:11","date_gmt":"2025-08-21T15:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362165\/"},"modified":"2025-08-21T15:27:11","modified_gmt":"2025-08-21T15:27:11","slug":"klimaforscher-warnen-antarktis-vor-einem-kipppunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362165\/","title":{"rendered":"Klimaforscher warnen: Antarktis vor einem Kipppunkt?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 21.08.2025 16:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In der Antarktis finden nach Einsch\u00e4tzung von Klimaforschern derzeit m\u00f6glicherweise drastische Ver\u00e4nderungen statt. Das Team warnt: Der Meeresspiegel k\u00f6nnte massiv steigen, K\u00fcstenst\u00e4dte und Tierarten wie der Kaiserpinguin bedroht sein.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Antarktis erlebt nach Einsch\u00e4tzung von Wissenschaftlern derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der drastische Folgen f\u00fcr Ozeane und Weltklima haben k\u00f6nnte. Das Team um die australische Klimawissenschaftlerin Nerilie Abram spricht <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-025-09349-5\" title=\"&quot;Nature&quot;-Artikel zu Ver\u00e4nderungen in der Antarkis\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">in der Fachzeitschrift Nature von &#8222;neuen Hinweisen auf abrupte Umweltver\u00e4nderungen in der Antarktis&#8220;<\/a>. Die Forscher nennen insbesondere einen R\u00fcckgang des Packeises, die Verlangsamung der Meeresstr\u00f6mung, das Abschmelzen des antarktischen Eisschilds und Bedrohungen f\u00fcr bestimmte Tierarten wie Kaiserpinguine.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer \u00dcberblick \u00fcber den Forschungsstand warnt vor einem &#8222;schnellen, ineinandergreifenden und teils selbstverst\u00e4rkenden Wandel&#8220; in Eis, Ozeanen und \u00d6kosystemen. &#8222;Wichtig ist, dass wir erkennen: Diese Ver\u00e4nderungen h\u00e4ngen alle miteinander zusammen. Wenn wir einen Teil des Systems ver\u00e4ndern, hat das Auswirkungen auf alle anderen Teile&#8220;, wird Erstautorin Abram in einer Mitteilung zitiert.<\/p>\n<p>    Anstieg des Meeresspiegels um mehr als drei Meter?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor allem warnen die Experten vor der Gefahr eines massiv ansteigenden Meeresspiegels. Demnach n\u00e4here sich die globale Erw\u00e4rmung einer Schwelle, bei deren Erreichen ein derart gro\u00dfer Teil des Eisschilds schmelzen k\u00f6nnte, dass der Meeresspiegel um mindestens drei Meter steigen k\u00f6nnte. Dies w\u00fcrde weltweit K\u00fcstenst\u00e4dte und -gemeinden bedrohen, so die Wissenschaftler. Die Folgen k\u00f6nnten dann noch f\u00fcr kommende Generationen desastr\u00f6s sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nM\u00f6glicherweise sei es bereits zu sp\u00e4t, um durch weltweite CO2-Reduktion die Entwicklung noch aufzuhalten, hei\u00dft es in dem Fachartikel. Die Folge k\u00f6nnten &#8222;globale Kippkaskaden&#8220; sein &#8211; also Kettenreaktionen, die schwer zu stoppen sind. Sprich: Das Westantarktische Eis beginnt zu schmelzen, daraufhin steigt der Meeresspiegel. W\u00e4rmeres Wasser flie\u00dft an andere Eisfl\u00e4chen, woraufhin noch mehr Eis schmilzt &#8211; und der Meeresspiegel weiter steigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerweil gebe es Hinweise darauf, dass sich tiefe Meeresstr\u00f6mungen rund um den Kontinent (Antarctic Overturning Circulation) abschw\u00e4chen, die unter anderem f\u00fcr die Verteilung von W\u00e4rme, Sauerstoff und N\u00e4hrstoffen in den Weltmeeren verantwortlich sind. Die Folge: Der Ozean k\u00f6nnte weniger CO2 aufnehmen. Das wirke wie ein Verst\u00e4rker, der die Erde \u00fcber viele Generationen noch st\u00e4rker aufheizen k\u00f6nnte, was unter anderem gravierende Ver\u00e4nderungen in marinen Lebensr\u00e4umen ausl\u00f6sen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>    Aussterben der Kaiserpinguine bef\u00fcrchtet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer anhaltende Klimadruck droht sich den Forschern zufolge auch auf die Pflanzen- und Tierarten der Region auszuwirken. Vor allem Kaiserpinguine ben\u00f6tigten stabiles Meereis f\u00fcr ihre Brut, hei\u00dft es. Doch seit 2016 verzeichnen rund 30 der etwa 60 Kolonien in der Region vollst\u00e4ndige oder teilweise Brutausf\u00e4lle, weil Eis immer fr\u00fcher wegbricht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die langfristigen Folgen f\u00fcr Kaiserpinguine sehen nicht gut aus&#8220;, sagte die Antarktisforscherin und Co-Autorin Barbara Wienecke dem australischen Sender ABC. Das Problem sei, dass Brutausf\u00e4lle inzwischen auf dem ganzen Kontinent auftr\u00e4ten &#8211; es gebe im Grunde keinen sicheren Ort mehr f\u00fcr die V\u00f6gel. Die Forscher schlagen Alarm: Bis 2100 k\u00f6nnten Kaiserpinguine ausgestorben sein, falls der Trend anh\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.08.2025 16:33 Uhr In der Antarktis finden nach Einsch\u00e4tzung von Klimaforschern derzeit m\u00f6glicherweise drastische Ver\u00e4nderungen statt. 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